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Finanzierungsmodell

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  1. Finanzierungsmodell

    Autor: LeonBergmann 01.09.17 - 21:41

    Diese Art der Finanzierung ist für Versicherung, Pension-, Rentenfonds und Lebensversicherung durchaus interessant. Alleine in dieser Brache werden Assets im Wert von 1-3 Billionen ¤ verwaltet, warum also nicht einen Teil dieses Kapital in solche Projekte investieren. Normalerweise haben Pensionsfonds und Versicherungen einen deutliche weiteren Anlagehorizont als der Gewöhnliche Kapitalmarktanleger.

    Eine grobe Überschlagsrechnung ergibt folgendes:

    Geht man davon aus das die 10 Millionen ¤ für einen Ausbau von 8.700 Anschlüssen aufgewendet werden. Geht man weiter davon aus das von diesen 8.700 Anschlüssen über 10 Jahre im Durchschnitt 6.000 aktiv genutzt werden. Bei einer monatlichen Gebühr von moderaten 10¤ pro Anschluss (vgl. TAL-Miete) ergibt sich eine Bruttoverzinsung von ca. 7,2 % (720.000 ¤) pro Jahr. Geht man von davon aus, dass jährlich 1,2%-Punkte ergo 120.000 ¤ in das Netz reinvestiert werden müssen um das Netz zu erhalten, ergibt dies eine Nettoverzinsung von 6%. Folglich wäre nach 17 Jahre das Netz vollständig „finanziert“, bei einer Einsatzzeit von 30 Jahren ist das ein durchaus einträgliches Geschäft.

    Überträgt man diese Rechenschema lässt sich erkennen das ein vollständiger Glasfaserausbau durchaus wirtschaftlich realisierbar ist unter der Voraussetzung das dieses Geld nicht aus dem operativen Betrieb eines Unternehmen abgezogen wird bzw. am Kapitalmarkt refinanziert werden muss sondern aus den Billionen der bisher streng reglementierten Pensions-, Renten und Versicherungsfonds stammt. Diese Investoren sind teilweise dazu gezwungen ihr Geld in Staatsanleihen zu investieren welche tendenziell eine negative Rendite aufweisen. Selbst bei einem Ausbauvolumen von 80 Mrd. ¤ welches durch diverse Medien kolportiert wurde, würde dieses Investment über die Fonds verteilt kein signifikantes Risiko darstellen. Der Anteil läge zwischen 2,6 und 8% des verwalteten Vermögens.

    Ein weitere signifikanter Vorteil läge in der Trennung der Netzinhaber und den Vermittlern von Internetanschlüssen.

    Meiner Meinung nach ist diese Art der Finanzierung effektiver als jegliche Subvention da sowohl die Prinzipien der Marktwirtschaft beibehalten werden als auch eine Entbündelung von Eigentümer der Netzwerkinfrastruktur und Providern sich ergeben würde, zusätzlich wird der Wettbewerb gestärkt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Leon Bergmann

  2. Re: Finanzierungsmodell

    Autor: elf 03.09.17 - 19:19

    Um Subventionen kommt man dann aber trotzdem nicht herum, wenn laendliche Gebiete auch angeschlossen werden sollen. Auch die Infrastrukturfonds werden sich nur die Rosinen picken.
    Die Idee des Fonds ist aber dennoch nicht schlecht, weil ich dort dann auch als Privatperson nur zu meinem Vorteil investieren kann :D

  3. Re: Finanzierungsmodell

    Autor: Dr.Jean 03.09.17 - 22:05

    Deshalb darf man Infrastruktur nicht in private Hände geben. Der typische Konzern hat nur die nächsten 5 Jahre im Blick und ist damit völlig ungeeignet um langfristig zu denken und zu handeln, so wie es bei Infrastruktur nötig ist.

  4. Re: Finanzierungsmodell

    Autor: elf 04.09.17 - 12:34

    Dr.Jean schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deshalb darf man Infrastruktur nicht in private Hände geben. Der typische
    > Konzern hat nur die nächsten 5 Jahre im Blick und ist damit völlig
    > ungeeignet um langfristig zu denken und zu handeln, so wie es bei
    > Infrastruktur nötig ist.

    Daher ist das ja auch ein Fonds, weil man hier Investoren findet, die wesentlich länger ihr Kapital gebunden lassen. Beispiele sind da Schifffonds und Immobilienfonds.
    Infrastruktur gehört mMn trotzdem nicht in Privathände, denn diese ist nunmal nur einmal vorhanden, es gibt darauf schlicht keine Konkurrenz. Und was Monopolisten daraus machen, wissen wir ja leider zur Genüge. Stromnetze, Bahnnetz und Telefonnetz hätte nicht privatisiert werden dürfen. Ich hoffe inständig, dass das Wasserleitungsnetz für immer in kommunaler Hand verbleibt. Nicht auszudenken was passiert, wenn das mal in private Hand fällt. Private Investoren kennen da nur "schöpfen" und nur das allernötigste zu warten. Wenn was verrottet ist, wird nach dem Staat geschrieen. Sieht man ja bei den ersten 3 Netzen. Und das, obwohl Bahn- und Telefonnetzbetreiber zum großen Teil noch den Staat als Eigentümer der jeweiligen AG hat.

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