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Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten

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  1. Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten

    Autor: DerDy 01.09.17 - 22:19

    Nur so zur Info:
    > Ja, es sei zwar richtig, dass es Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten
    > gebe, was die Umsetzung des Glasfaserausbaus angehe, »aber das lässt sich zeitnah
    > lösen«. Die BBV habe Bürgermeister Andreas Sunder mehrere Lösungsvorschläge
    > angeboten, »doch die Gespräche sind ins Stocken geraten«.

    Und das hier:
    > Allerdings sieht sich die BBV seit Monaten heftigen Vorwürfen ausgesetzt,
    > versprochene Ausbaumaßnahmen nicht in die Tat umzusetzen. Besonders groß ist
    > der Ärger in Ascheberg im Münsterland, wo die Kommune dem Unternehmen
    > inzwischen eine Frist gesetzt hat, sich zu erklären, sonst suche man einen anderen
    > Anbieter.
    http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Guetersloh/Rietberg/2565668-Glasfaserausbau-BBV-will-Problem-zeitnah-loesen-Unmut-ueber-die-Stadt-Mastholte-geben-wir-nicht-auf

    > Beim schnellen Surfen rudern die Gemeinden zurück
    > Kommunen jetzt auf einer Welle: Glasfaserausbau mit Privatfirma "zu heiß" -
    > BBV Deutschland will Originalverträge zurückschicken
    https://www.rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-Sinsheim-Breitbandausbau-in-Reichartshausen-und-Epfenbach-Beim-schnellen-Surfen-rudern-die-Gemeinden-_arid,292041.html

    Erinnert mich ein wenig an die Deutsche Glasfaser, da haben Kommunen auch mehrfach drohen müssen.

    > "Das größte Problem ist die Finanzierung der hohen Baukosten"
    Tja, das sind ja Erkenntnisse von der BBV. Das darf wohl auch der Grund gewesen sein, warum andere Netzbetreiber einen FTTH Ausbau abgelehnt haben. Doch frage ich mich, ob es wirklich ein FTTH oder nicht ein FTTB Projekt sein wird. Von der internen Hausverkabelung lese ich im Internet nichts.

    Vermutlich ist das Vorgehen mit Fonds eine gute Möglichkeit den Glasfaserausbau zu finanzieren. Rentenfonds und Versicherungen sind eher an langfristige Rendite interessiert.

    Doch das Geschäftsmodell ist riskant, schon alternative Technologien können dem Glasfaseranschluss Konkurrenz machen. Denn die Preise bei BBV Rhein-Neckar sind nicht niedrig. Hier eine Beispielrechnung:
    100 MBit/s FTTH: 40¤
    Basismodel Telefonie: 5¤
    IPTV: 10¤
    Das sind schon 55¤ plus Anschlussgebühr, wenn man nicht bei der Vorvermarktung mitmacht. Und der Anschluss bietet keine Hotspot Flat, kein Call-by-Call und nur tagsüber eine Hotline.

    Für Glasfaser sind die Preise sicher gerechtfertig, aber wenn die Leute mit 16, 50 oder 100 MBit/s zufrieden sind, werden sie den höheren Preis vermutlich nicht akzeptieren und bei xDSL bleiben.

    Interessante Konditionen hat der Fond:
    > Institutionelle Investoren können sich ab einer Mindestsumme von 10 Millionen
    > Euro am neuen Fonds beteiligen, als Ausschüttungsrendite sind 5,5 bis 6,5 Prozent
    > pro Jahr avisiert.
    https://www.konii.de/news/bouwfonds-im-legt-neuen-kommunikations-infrastrukturfonds-fur-institutionelle-investoren-auf-201704244776

    6,5% von 10 Mio Euro sind 650.000 Euro. Da der Fond auch Kosten hat, müsste die Bruttorendite beim Fonds mal locker bei 8-9% liegen.

  2. Re: Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten

    Autor: Trockenobst 02.09.17 - 12:18

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim schnellen Surfen rudern die Gemeinden zurück
    > Kommunen jetzt auf einer Welle: Glasfaserausbau mit Privatfirma "zu heiß"

    Das zeigt sich das Dilemma. Die Firmen könnten wahrscheinlich, wenn man sie nur ließe, aber dann würden sie gerne eine Nutzungsgarantie haben. Das ist wiederum mit den freien Markt nicht vereinbar (obwohl temporäre Vermarktungsstopps sehr wohl vereinbar währen wie man beim Vektoring sieht).

    Hier zeigt sich der Designfehler vom Netzausbau in Deutschland. Hätte man bei 30 Millionen DSL und Mobilfunkanschlüssen 12¤ im Jahr Ausbausteuer vom Kunden genommen, während das nur 1¤ mehr im Monat, aber dann wären seit 20+ Jahren jedes Jahr 300-1 Mrd im Topf gelandet. Dafür hätte jede gemeinde dreissig mal Leerrohre legen lassen können. Dass ist der teure Part. Der Rest hätte sich dann am freien Markt schon ergeben.

    (Edit) Seit dem der Staat jetzt Infrastrukturfonds auflegt, ist doch klar das die Telekom bei einem Großteil der Ausschreibungen gewinnt. Wer Kabel und Lochbuddeln muss, braucht wie man sieht sehr viel Geld.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.09.17 12:19 durch Trockenobst.

  3. Re: Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten

    Autor: DerDy 02.09.17 - 12:29

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das zeigt sich das Dilemma. Die Firmen könnten wahrscheinlich, wenn man sie
    > nur ließe, aber dann würden sie gerne eine Nutzungsgarantie haben.
    Eine Nutzungsgarantie hatten die alternativen Provider sogar gehabt. Ich glaube bis Ende letzten Jahres brauchte kein Provider (außer der Telekom) seine leitungen für andere Provider zu öffnen. Haben die anderen Provider diese Ausgangssituation genutzt? Nö, jetzt bereuen sie es.

    > Hier zeigt sich der Designfehler vom Netzausbau in Deutschland. Hätte man
    > bei 30 Millionen DSL und Mobilfunkanschlüssen 12¤ im Jahr Ausbausteuer vom
    > Kunden genommen, während das nur 1¤ mehr im Monat, aber dann wären seit 20+
    > Jahren jedes Jahr 300-1 Mrd im Topf gelandet. Dafür hätte jede gemeinde
    > dreissig mal Leerrohre legen lassen können. Dass ist der teure Part. Der
    > Rest hätte sich dann am freien Markt schon ergeben.
    Dreissig mal Leerrohre? Ne, das glaube ich nicht. Um ein Meter Glasfaser zu verlegen, kostet das im Schnitt ca 70¤ und davon fallen mal locker 50 Euro allein auf den Tiefbau.

    Aber wenn Kunden schon wegen 10 Euro den Anbieter wechseln, wie willst du dann eine Breitband-Internetsteuer einführen? Der Strum im Wasserglas wäre vorprogrammiert.

  4. Re: Zeitverzögerungen und finanzielle Schwierigkeiten

    Autor: Ovaron 04.09.17 - 16:44

    Trockenobst schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------
    > Hätte man bei 30 Millionen DSL und Mobilfunkanschlüssen 12¤ im Jahr
    [...]
    > wären
    [...]
    > jedes Jahr 300-1 Mrd

    Du solltest Dich als Finanzminister bewerben

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