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Vorwurf

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  1. Vorwurf

    Autor: AssKickA 16.11.16 - 10:10

    An dem Vorwurf ist vermutlich sachlich gesehen etwas dran, allerdings finde ich moralisch nicht, dass es sich um Insiderhandel gehandelt hat. Immerhin sind die Mitarbeiter nicht allgemein Aktienhändler oder haben Ihr Wissen Aktienhändlern verkauft um daraus Profit zu schlagen.

    Sie selbst haben ausschließlich ihre eigenen Anteile verkauft, natürlich basierend auf "Insiderwissen" weil sie wussten, dass Verschiebungen der Spiele auf den Wert drücken werden. Daher würde ich moralisch den Vorwurf eher als Schadensbegrenzung durch frühzeitigen Verkauf durch InsiderWISSEN anstelle von Insiderhandel ansetzen.

    Ich hoffe es ist verständlich was ich meine :-)

  2. Re: Vorwurf

    Autor: Muhaha 16.11.16 - 10:15

    AssKickA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An dem Vorwurf ist vermutlich sachlich gesehen etwas dran, allerdings finde
    > ich moralisch nicht, dass es sich um Insiderhandel gehandelt hat. Immerhin
    > sind die Mitarbeiter nicht allgemein Aktienhändler oder haben Ihr Wissen
    > Aktienhändlern verkauft um daraus Profit zu schlagen.

    Bevor Du hier wüst durch die Gegend spekulierst :)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Insiderhandel
    Lesen und dann verstehen.

  3. Re: Vorwurf

    Autor: DasBoeseBlub 16.11.16 - 10:22

    AssKickA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie selbst haben ausschließlich ihre eigenen Anteile verkauft, natürlich
    > basierend auf "Insiderwissen" weil sie wussten, dass Verschiebungen der
    > Spiele auf den Wert drücken werden. Daher würde ich moralisch den Vorwurf
    > eher als Schadensbegrenzung durch frühzeitigen Verkauf durch InsiderWISSEN
    > anstelle von Insiderhandel ansetzen.
    >
    > Ich hoffe es ist verständlich was ich meine :-)

    Börse ist aber handel und ein handel schließt 2 Parteien ein. Somit wurde wissentlich der Handelsparter geschädigt, da abzusehen war das der Kurs nach dem Verkauf fällt und auf Informationen beruhte die der Partner auch nach Recherche nicht hätte haben können. Wenn du bei Ebay einen defekten Artikel verkaufst und den defekt nicht erwähnst, hättest du nach deiner Auffassung auch nur deinen Schaden begrenzt, da dir bewusst war das der Artikel defekt natürlich weniger Wert besitzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.11.16 10:23 durch DasBoeseBlub.

  4. Re: Vorwurf

    Autor: Dino13 16.11.16 - 10:33

    Aber wann ist es dann Mitarbeitern erlaubt Aktien zu verkaufen? Egal zu welchem Zeitpunkt sie das machen wird daraus ein Insiderhandel.

  5. Re: Vorwurf

    Autor: theFiend 16.11.16 - 10:43

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wann ist es dann Mitarbeitern erlaubt Aktien zu verkaufen? Egal zu
    > welchem Zeitpunkt sie das machen wird daraus ein Insiderhandel.

    Da hast Du recht, und insofern sind solche Vorwürfe auch immer sehr Doppeldeutig. Natürlich hat ein Angestellter grundsätzlich immer einen Wissensvorsprung was die Entwicklungen einer Firma angeht.
    So er denn also seine Aktien nicht absichtlich zum schlechtest möglichen Zeitpunkt verkauft, kann man ihm IMMER Insiderhandel vorwerfen.

    Verhindern kann man das nur, in dem man seine Mitarbeiter tatsächlich mit Geld statt Aktien bezahlt...

  6. Re: Vorwurf

    Autor: Muhaha 16.11.16 - 10:48

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wann ist es dann Mitarbeitern erlaubt Aktien zu verkaufen?

    Grundsätzlich immer zu jedem Zeitpunkt.

    Aber ... wenn der Zeitpunkt eines Handels kurz vor der Veröffentlichung schlechter oder guter Ergebnisse/Nachrichten erfolgte, die entsprechende Kursverläufe zur Folge hatten, wird genauer hingeschaut, weil dann der Verdacht auf Insiderhandel vorliegt.

    > Egal zu
    > welchem Zeitpunkt sie das machen wird daraus ein Insiderhandel.

    Nein. Auf Insiderhandel wird nur im Zusammenhang mit starken Kursschwankungen ermittelt.

  7. Re: Vorwurf

    Autor: AssKickA 16.11.16 - 11:05

    DasBoeseBlub schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AssKickA schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sie selbst haben ausschließlich ihre eigenen Anteile verkauft, natürlich
    > > basierend auf "Insiderwissen" weil sie wussten, dass Verschiebungen der
    > > Spiele auf den Wert drücken werden. Daher würde ich moralisch den
    > Vorwurf
    > > eher als Schadensbegrenzung durch frühzeitigen Verkauf durch
    > InsiderWISSEN
    > > anstelle von Insiderhandel ansetzen.
    > >
    > > Ich hoffe es ist verständlich was ich meine :-)
    >
    > Börse ist aber handel und ein handel schließt 2 Parteien ein. Somit wurde
    > wissentlich der Handelsparter geschädigt, da abzusehen war das der Kurs
    > nach dem Verkauf fällt und auf Informationen beruhte die der Partner auch
    > nach Recherche nicht hätte haben können.

    Das ist grundsätzlich korrekt.


    Wenn du bei Ebay einen defekten
    > Artikel verkaufst und den defekt nicht erwähnst, hättest du nach deiner
    > Auffassung auch nur deinen Schaden begrenzt, da dir bewusst war das der
    > Artikel defekt natürlich weniger Wert besitzt.

    Das ist weder moralisch noch rechtlich das Gleiche. Es ist ein typischer Äpfel Birnen Vergleich.

    Der Aktienmarkt ist immer in gewissen Grad auch ein Glücksspiel. Es kann meiner Meinung nach auch durchaus sein, dass die Mitarbeiter kurzfristig bzw. mittelfristig Geld aus den Aktien abziehen wollten. Im Aktienmarkt sollte man aber grundsätzlich langfristig denken. Wenn die Mitarbeiter aber kurzfristig bis mittelfristig vorhaten, Aktienanteile zu verkaufen um eine größere Investition tätigen zu können, hätten die nach der Verschiebungsankündigung nicht den normalen Wert durch den kurzfristigen aber ggf. auch mittelfristig anhaltenden Wertverlust erhalten. Jedoch rechtlich dürfte es als Insiderhandel einzustufen sein. Moralisch auch extremst was dann hoffentlich auch zu höheren Strafen führen sollte bei Verurteilung, wenn die MItarbeiter dies aber tatsächlich nur zur Bereicherung gemacht haben. Beispielsweise um die Aktien nach Wertverfall günstiger wieder aufzukaufen ...

    Aber wie gesagt rechtlich ist es sicherlich so, dass die Vorwürfe begründet sind. Und da es auch nicht nur 1 MItarbeiter war, ist auch davon auszugehen, dass vermutlich wirklich die eigentliche Intention "Bereicherung" durch Rückkauf nach Wertverlust war ....

  8. Re: Vorwurf

    Autor: Oktavian 16.11.16 - 11:29

    > An dem Vorwurf ist vermutlich sachlich gesehen etwas dran, allerdings finde
    > ich moralisch nicht,

    Du hast ein sehr merkwürdiges Verständnis von Moral.

    Die Fairness im Aktienhandel basiert darauf, dass alle Beteiligten den gleichen Wissensstand über alle Fakten haben. Diese Fakten und die Schlüsse, die sie aus diesen Fakten ziehen, machen wesentlichen den Preis einer Aktie aus.

    Wenn nun eine Partei mehr Fakten kennt als die andere, darf sie eben nicht Handeln. Erst in dem Moment, wo die Aktionäre über diese neuen Fakten informiert wurden, ist Handeln wieder erlaubt.

    Stell Dir immer vor, die Aktie, die der Mitarbeiter hier verkauft, geht nicht in einen anonymen Markt, sondern eine ganz konkrete Person kauft sie. Diese Person hat sich aufgrund der Fakten die Meinung gebildet, dass das eine sinnvolle Investition ist. Denk Dir die anonyme Börse dazwischen weg, sondern der Mitarbeiter übergibt der neuen Person, einem arbeitenden Familienvater die Aktien, bekommt Bargeld dafür, schaut ihm in die Augen, lächelt ihn dabei an und lacht sich danach ins Fäustchen, wie er den anderen über den Tisch gezogen hat. Immer noch keine moralischen Bedenken?

    > Immerhin
    > sind die Mitarbeiter nicht allgemein Aktienhändler oder haben Ihr Wissen
    > Aktienhändlern verkauft um daraus Profit zu schlagen.

    Das ist wiederum ein eigener Straftatbestand.

    > Daher würde ich moralisch den Vorwurf
    > eher als Schadensbegrenzung durch frühzeitigen Verkauf durch InsiderWISSEN
    > anstelle von Insiderhandel ansetzen.

    Du solltest noch mal Deinen Moralkompass justieren. Passt die Handlungsweise zu Kategorischen Imperativ?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.11.16 11:40 durch Oktavian.

  9. Re: Vorwurf

    Autor: Oktavian 16.11.16 - 11:32

    > Der Aktienmarkt ist immer in gewissen Grad auch ein Glücksspiel.

    Richtig, nur hier spielt einer mit gezinkten Karten. Er weiß, dass der Kurs in ein paar Tagen abstürzt.

    > Es kann
    > meiner Meinung nach auch durchaus sein, dass die Mitarbeiter kurzfristig
    > bzw. mittelfristig Geld aus den Aktien abziehen wollten. Im Aktienmarkt
    > sollte man aber grundsätzlich langfristig denken.

    Kann man tun, muss man aber nicht. Mit Aktien handeln darf jeder, wie er will, solange er sich an die Regeln hält.

    Selbst wenn unser Mitarbeiter hier langfristig denke, dann ist es eine gute Strategie, vor dem Kurseinbruch alles zu verkaufen und in der Talsole wieder kräftig zu kaufen.

  10. Re: Vorwurf

    Autor: Oktavian 16.11.16 - 11:35

    > Aber ... wenn der Zeitpunkt eines Handels kurz vor der Veröffentlichung
    > schlechter oder guter Ergebnisse/Nachrichten erfolgte, die entsprechende
    > Kursverläufe zur Folge hatten, wird genauer hingeschaut, weil dann der
    > Verdacht auf Insiderhandel vorliegt.

    In meinem Unternehmen wird deshalb peinlich genau darauf geachtet, dass alle Management-Entscheidungen, die kursrelevant sein könnten, oder die mitteilungspflichtig sind, zeitlgleich per ad hoc Mitteilung veröffentlicht werden und an die Mitarbeiter gehen.

    So gibt es nur eine ganz geringe Anzahl von MA, die überhaupt auch nur ein paar Stunden lang Insiderhandel betreiben könnten.

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