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Fördergelder

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  1. Fördergelder

    Autor: flow77 12.09.16 - 23:34

    Ich finde es bemerkenswert dass unser Staat offensichtlich Millionen an Steuern solchen Firmen spendiert.

    Wenn man gerade die älteren News durchgeht entdeckt man so Dinge wie "80.000 Domains auf Markennamen/Hotels" und ganz viele andere tolle Geschäftspraktiken.

    Ich meine, es passiert schon einmal dass man sich irren kann - aber so eine Förderung dauert ja mehrere Jahre an. Wie kann es angehen dass nach der Insolvenz bei einer Überprüfung von zwei der Unternehmen "keine Beanstandung festgestellt werden konnte" und die Kunden und Angestellten (die Steuerzahler die für die Millionen Fördergelder ja aufgekommen sind) nun auch noch auf ihren Kosten sitzen bleiben, aber dann plötzlich die Geschäfte wieder sehr gut laufen und der Wahnsinn nun wieder weiter geht?

    Mich würde vor allem interessieren warum hier keiner ein richtiges Faß aufmacht - gerade auf die Medien bezogen. Sind ein paar Millionen Euro und ein paar tausend geprellter Kunden inklusive unseriöser Geschäftspraktiken wirklich so unspektakulär?

    Würde mich freuen wenn hier eine konstruktive Konversation stattfindet.

  2. Re: Fördergelder

    Autor: Moe479 13.09.16 - 06:03

    das ist nicht bemerkenswert sondern standard, dass die staatliche förderquelle keinen blassen vom geschäft hat, damit auch keine sinnvollen und nachhaltigen auschlusskriterien formulieren kann.

  3. Re: Fördergelder

    Autor: Squirrelchen 13.09.16 - 06:40

    Die Fördergelder werden in der Regel für Personaleinstellungen genehmigt und bedeuten dann, dass Mitarbeiter X für Laufzeit X bezuschusst wird.

    Sollte es um andere Förderungen gehen, müsste man erstmal wissen um was für Förderungen es überhaupt geht.

  4. Kurzarbeit

    Autor: Emulex 13.09.16 - 07:56

    Die größte Sauerei überhaupt ist ja das Kurzarbeitergeld.
    Ok das wird von der Arbeitsagentur aus dem Topf des Arbeitslosengeldes gezahlt, aber es ist trotzdem ein Schlag ins Gesicht eines jeden Nicht-Konzern-Angestellten.

  5. Re: Kurzarbeit

    Autor: chefin 13.09.16 - 08:50

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die größte Sauerei überhaupt ist ja das Kurzarbeitergeld.
    > Ok das wird von der Arbeitsagentur aus dem Topf des Arbeitslosengeldes
    > gezahlt, aber es ist trotzdem ein Schlag ins Gesicht eines jeden
    > Nicht-Konzern-Angestellten.

    Wieso? Wir hatten als 30 Mann Betrieb auch Kurzarbeitsgeld bekommen. Es kommt halt drauf an, was los ist. Und keine Firma ist drauf versessen das zu bekommen, aber es ist ein Rettungsanker. Den auch Konzerne können Pleite gehen. Meistens nicht mit großem Krawumm, sondern eher schleichend. Kurzarbeit heist, das man kurz vor der Pleite steht oder zumindest davor tausende rauszuwerfen.

    Schau doch mal was aus den Hundertausenden von Arbeitsplätzen der früheren Konzerne geworden ist. AEG, Elektrolux, Nordmende, Telefunken, Grundig....und wie sie noch alle heisen. Das meiste ist nur noch ein Markenname eines chinesischen Produzenten. Mehr ist von den einstigen Konzernen nicht über geblieben.

    Statt dessen sind aber andere gewachsen und zu Konzernen geworden. Also es bringt nichts hier mit Augen zu und durch zu agieren. Mit Kurzarbeit kannst du dich über die Runden schleppen. Besser als wenn Entlassungen kommen.

  6. Re: Fördergelder

    Autor: Moe479 13.09.16 - 09:16

    man hat mehr geld für andere dinge, wenn das personal durch bezuschussung günstiger wird ... ergo wird nicht das personal gefördert, sondern das unternehmen auf ganzer breite seines agierens, die förderung wird lediglich an einem zeitweisen aufbau und erhalt von arbeitsplätzen/personal festgemacht ...

  7. Re: Kurzarbeit

    Autor: Emulex 13.09.16 - 09:21

    Es mag punktuell Sinn machen, aber sicher nicht um Arbeitsplätze bei VW & Co zu "retten", während der Konzern Milliarden verdient.
    Komplett zur Farce wäre das ja geworden, wenn sie ihren Lieferantenstreit auf die Allgemeinheit abgewälzt hätten.

    Was die alten deutschen Marken angeht: Da hätte auch Kurzarbeit nichts retten können und wäre nur zu einer unsinnigen Subvention verkommen.
    Bei strukturellen Problemen sollte der Staat nicht eingreifen dürfen.

    Wenn Kurzarbeit die Insolvenz nur abfedert, ist das Instrument völlig falsch eingesetzt.
    Gedacht war es für konjunkturell schwierige Phasen bei grundsätzlich gesunden und intakten Firmen.

  8. Re: Fördergelder

    Autor: flow77 13.09.16 - 10:28

    Es ist ja irgendwie klar dass es immer um Arbeitsplätze geht - wenn man bedenkt dass bei Unister über 1500 Leute gearbeitet haben (keine aktuelle Zahl) dann wären das bei 8 Millionen Zuschuss um die 5000 EUR pro Person. Ansich ja ein Schnäppchen, wenn man bedenkt was ein Arbeitsloser dem Steuerzahler kostet. Nicht zu vergessen wie wichtig eine geringe Arbeitslosenquote für den Staat ist.

    Zusammengefasst würde ich sagen, der Zweck heiligt offensichtlich die Mittel. Und irgendwie verdienen ja so gut wie alle Presseseiten mit. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern auf einer Seite ohne abindenurlaub & co Werbung konfrontiert worden zu sein. Via Remarketing hat sich das dann komplett durch so gut wie alle Seiten durchgezogen - sofern der Adblocker nicht aktiv war.
    Das Fernsehen hat sicher auch gut mit der Werbung verdient. Und nicht zu vergessen der gute Ballack.

    Danke, ich habe es verstanden. Wir sollten weitermachen.

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das ist nicht bemerkenswert sondern standard, dass die staatliche
    > förderquelle keinen blassen vom geschäft hat, damit auch keine sinnvollen
    > und nachhaltigen auschlusskriterien formulieren kann.

  9. Re: Fördergelder

    Autor: Squirrelchen 13.09.16 - 11:03

    flow77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja irgendwie klar dass es immer um Arbeitsplätze geht - wenn man
    > bedenkt dass bei Unister über 1500 Leute gearbeitet haben (keine aktuelle
    > Zahl) dann wären das bei 8 Millionen Zuschuss um die 5000 EUR pro Person.
    > Ansich ja ein Schnäppchen, wenn man bedenkt was ein Arbeitsloser dem
    > Steuerzahler kostet. Nicht zu vergessen wie wichtig eine geringe
    > Arbeitslosenquote für den Staat ist.
    > Moe479 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > das ist nicht bemerkenswert sondern standard, dass die staatliche
    > > förderquelle keinen blassen vom geschäft hat, damit auch keine
    > sinnvollen
    > > und nachhaltigen auschlusskriterien formulieren kann.

    Natürlich geht es bei Förderungen immer darum, gewisse Standorte zu "fördern", dass heißt im Refelfall dort die Arbeitslosenzahlen zu senken, indem man Arbeitgeber anlockt.

    Die 5k Berechnung ist insofern falsch, da der Arbeitgeber im Normalfall eine "Belohnung" für neue Stellen erhält, wie beispielsweise Nimm x Mitarbeiter für mindestens x 12 Monate und du erhältst von uns (auch im Vorraus) x tausend.

    Die Kosten hierfür trägt über Umwege der Arbeitnehmer wieder selber, da er ja Gehalt bekommt, welches versteuert wird (+ Mehr MwSt. zahlt usw..)

    Das dies trotz allem dann in der Regel Stellen sind, welche für beispielsweise 1 Jahr ausgeschrieben werden, ist hierbei eigentlich eher die Sauerei.
    Wenn die Förderung nur für Stellen wäre, welche dann unbefristet wären, dann wäre es ein sinnvolle Förderung. So ist es zwar für das Unternehmen schön, dass es X% des Mitarbeiters "absetzen" kann, jedoch ist es meines Erachtens am Ziel vorbei geschossen.

  10. Re: Fördergelder

    Autor: Moe479 14.09.16 - 08:31

    unbefristet bedeutet 4 wochen kündigungsfrist zum 15. oder letzten tag eines monats, nach der probezeit. nach dem 2. jahr 1 monat zum monatsende, ab 5 jahren 2 monate zum monatsende ... das ist echt ein wahnsinns schutz 1!11

  11. Re: Kurzarbeit

    Autor: Moe479 14.09.16 - 08:38

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Kurzarbeit die Insolvenz nur abfedert, ist das Instrument völlig
    > falsch eingesetzt.
    > Gedacht war es für konjunkturell schwierige Phasen bei grundsätzlich
    > gesunden und intakten Firmen.

    gesunde unternehmen haben keine absatzschwachen phasen.

    der kurzarbeitermist, fededet nur ab, dass die mehrheit arbeitnehmer nicht gleich auf der straße stehen ...schönt die zahl der arbeitsuchenden ... weil alle die nicht vollbeschäftigt werden können sind logischer weise arbeitsuchende, was sonst?!?

  12. Re: Kurzarbeit

    Autor: ibsi 14.09.16 - 10:02

    > gesunde unternehmen haben keine absatzschwachen phasen.

    was ein Schwachsinn. Als in Dt. die Wirtschaftskriese war, war die Hälfte meiner Firma in Kurzarbeit, weil einfach kein Kunde da war. Die andere Hälfte ist allerdings gewachsen und als es in der Wirtschaft bergauf ging, war die Kurzarbeit auch wieder gestrichen.

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