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Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: Harioki 16.05.22 - 12:19
natürlich wird das teuer, aber noch teurer wäre langfristig unsere westlichen Freiheiten zu verlieren, in dem China nicht nur Produktionsmärkte kontrolliert, sondern auch alles was im Internet geschrieben werden darf.
Auch wenn seit einigen Jahren leider fast alles in China produziert wird, gibt es Möglichkeiten Produkte „Made in Germany“ bzw „Made in Europe“ zu kaufen. Viele Hersteller wie Bosch oder Siemens haben Produkte „Made in Germany“. Auch in Onlineshops lässt sich spezifisch danach suchen. -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: HierIstMarco 16.05.22 - 12:53
Welche westlichen Freiheiten im Internet meinst du denn?
Die Freiheit frei zu kommunizieren (vgl. https://www.golem.de/news/kampf-gegen-kindesmissbrauch-die-wichtigsten-antworten-zur-chatkontrolle-2205-165302-3.html)?
Die Freiheit der eigenen Meinungsäußerung in Onlineportalen (vgl. https://www.golem.de/news/gesetz-tritt-in-kraft-die-uploadfilter-sind-da-2108-158563.html)?
Die Freiheit zu überwachungsfreiem Internetverkehr (vgl. https://www.golem.de/news/cisco-kritische-sicherheitsluecke-in-mehreren-switches-behoben-1705-127732.html)?
Es gibt keine westlichen Freiheiten mehr, an denen nicht gesägt wird. Nicht durch China, sondern durch uns. Ich halte es deswegen für falsch, chinesische Produkte auszuschließen, denn durch die Verfügbarkeit unterschiedlicher Devices aus unterschiedlichen Weltgegenden hat eine einzelne Regierung, alleine durch die Diversität im Gerätepark es schwieriger, eine Komplettüberwachung durchzuführen, da sie nicht nur einen, sondern eine Vielzahl von Gerätehersteller unter ihre Fittiche bringen müssten, was allein durch die unterschiedlichen Nationalitäten der Firmen zum Scheitern verurteilt ist. -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: dh99 16.05.22 - 13:01
HierIstMarco schrieb:
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> Es gibt keine westlichen Freiheiten mehr, an denen nicht gesägt wird.
Ausser, dass du deine Meinung hier frei auessern darfst, oder wie?
> Ich halte es deswegen für falsch, chinesische Produkte auszuschließen, denn durch die Verfügbarkeit unterschiedlicher Devices...
Wo ist denn da der Zusammenhang? Hast du den Artikel nicht ganz gelesen? Oder steht da irgendwo ein positiver Grund FUER chinesische Produkte? -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: buttle 16.05.22 - 13:03
Ja teuer stimmt. es stimmt aber auch, dass die meisten Geräte "Made in Germany" zu einem großen Teil Elektronik aus China enthalten ... in dem Bereich ist China einfach Weltmarktführer, auch weil die Arbeiter in den Fabriken dort sich bisher mit einem Bruchteil der Löhne hier in Europa oder Deutschland zufrieden geben ... also entweder werden wir bescheidener oder großzügiger ... verlangen weniger Lohn oder zahlen mehr und mit mehr meine ich ein Vielfaches, des heutigen Preises, nicht nur ein paar Prozent ... wer von euch hat denn zum Beispiel ein Fairfone? Niemend? Seltsam ... mittelmäßige Technik zu hohen Preisen? genau das wäre es dann, woran wir uns gewöhnen müssten ... gerade deshalb sind ja heute Handys von Siemens auch nicht mehr verfügbar oder Fernseher von Grundig ... es war eben mittelmäßige Technik zu überhöhten Preisen ...
Ein anderes Thema: Auch haben die USA schon viele Jahre eine ähnliche Entwicklungspolitik und Standardisierungspolitik betrieben. Auch unsere Entwicklungspolitik ist hochgradig von wirtschaftlicher und politischer Einflussnahme durchsetzt.
Wir müssen uns also etwas Besseres einfallen lassen, um politisch und wirtschaftlich hier wirklich eine glaubhafte und bessere Alternative anzubieten. Unsere Freiheit und unsere demokratischen Werte zu verteidigen, finde ich wichtig und richtig. Am glaubhaftesten tun wir das, indem wir mit gutem Beispiel vorangehen und uns auch international stärker und weniger konfrontativ einbringen. Für Freiheit einstehen, heißt eben nicht, den anderen nur zu beschuldigen und zu schmähen, sondern offen Forderungen zu stellen und Angebote zu machen. Das bedeutet auch, klar zu machen, dass andere Länder in Europa technische und wirtschaftlich mitspielen dürfen, wenn sie sich an unsere Spielregeln halten. Und die wären ... ?? Cookie-Richtlinie? Wir war das noch, was musste man da genau tun? Rohstoffe aus Krisenregionen? Hat ganz schön lange gedauert, bis hier gesetzliche Regelungen greifen ... ab 2022 ... bin sehr gespannt ... -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: nomorenoless 16.05.22 - 13:44
dh99 schrieb:
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> HierIstMarco schrieb:
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> > Es gibt keine westlichen Freiheiten mehr, an denen nicht gesägt wird.
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> Ausser, dass du deine Meinung hier frei auessern darfst, oder wie?
Du darst längst nicht mehr alle Meinungen hier frei äussern. -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: dh99 16.05.22 - 14:10
nomorenoless schrieb:
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> Du darst längst nicht mehr alle Meinungen hier frei äussern.
Willst du es mal probieren? -
Auf Produkte, die die Freiheit einschränken, verzichten!
Autor: oldmcdonald 16.05.22 - 14:38
Man muss Freiheit unabhängig von Produkten und nationaler Herkunft trennen. Man geht immer davon aus, dass die sogenannten "westlichen Freiheiten" mit einer Marktliberalität einhergeht. In manchen Punkten mag das stimmen, in anderen Punkten sind sie von gegensätzlicher Natur.
Wie hier im Artikel richtig beschrieben wurde, gibt es Technik, die die menschliche Freiheit mehr einschränkt als andere. Als Beispiel sei die auch in westlichen Industrienationen umstrittene Netzneutralität genannt - zu gerne würden große Konzerne diese für eine bessere Kapitalisierung abschaffen. Als Demokrat muss man solche Rechte verteidigen. Andere müssen erst erstritten werden, wie z.B. das Recht auf Reparatur, das Recht auf offenen Quellcode, etc…
Ist es sinnvoll, ein chinesisches Produkt zu boykottieren, das auf offene Standards setzt, während ein anderes, deutsches mit geplanter Obsoleszenz vertrieben wird?
Leider ist es nicht so einfach, nur aufs Herkunftsland zu schauen, auch wenn das in mancherlei Hinsicht ein Kompass sein kann. -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: Hege 17.05.22 - 07:47
HierIstMarco schrieb:
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> Welche westlichen Freiheiten im Internet meinst du denn?
>
> Die Freiheit frei zu kommunizieren (vgl. www.golem.de kampf-gegen-kindesmissbrauch-die-wichtigsten-antworten-zur-chatkontrolle)
>
> Die Freiheit der eigenen Meinungsäußerung in Onlineportalen (vgl.
> www.golem.de gesetz-tritt-in-kraft-die-uploadfilter-sind-da-2108-158563.html)
>
> Die Freiheit zu überwachungsfreiem Internetverkehr (vgl. www.golem.de cisco-kritische-sicherheitsluecke-in-mehreren-switches-behoben)
>
Hey, keine Panik.
In China fängt das Problem schon bei Kleinigkeiten an, wie dem, was du gerade getan hast. Du hast in deinem Post zwei Maßnahmen der Regierung kritisiert. In China hättest du dich dafür schon für das Arbeitslager qualifiziert. Glückwunsch.
In deinem geposteten Artikeln geht es darum, dass unsere Legeislatur noch keine vernünftige technische Lösung für zwei Probleme gefunden hat:
- Das verhindern der Verteilung von Kinderpornos
- Der Umgang mit Urheberrechtlich geschütztem Material
Und darum, dass die Unternehmen noch keine vernünftige Lösung für ein Problem gefunden haben:
- Das verhindern von Sicherheitslücken in IT Geräten
Aber hier kannst du ja mal steil aus der Kurve kommen:
Was sind deine Lösungsvorschläge für diese drei Probleme, die du da aufgezeigt hast?
EDIT: Ich habe mal den Vorwurf von Whataboutism rausgenommen, weil ich glaube, dass du das garnicht wolltest.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.22 07:52 durch Hege. -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: derdiedas 17.05.22 - 16:48
Damit Du weniger Angst vor China hast ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=Msnps3JZ440
China hat so viele Problem das man keine Angst haben muss. Deren Demografie die sie sich dank 1 Kind Ehe eingebrockt haben wird zu einer Bombe die China vor so gut wie unlösbaren Aufgaben stellt.
Gruß DDD -
Re: Auf „made in china“ so gut es geht verzichten..
Autor: Vogel22 18.05.22 - 03:10
Harioki schrieb:
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> natürlich wird das teuer, aber noch teurer wäre langfristig unsere
> westlichen Freiheiten zu verlieren, in dem China nicht nur
> Produktionsmärkte kontrolliert, sondern auch alles was im Internet
> geschrieben werden darf.
>
> Auch wenn seit einigen Jahren leider fast alles in China produziert wird,
> gibt es Möglichkeiten Produkte „Made in Germany“ bzw
> „Made in Europe“ zu kaufen. Viele Hersteller wie Bosch oder
> Siemens haben Produkte „Made in Germany“. Auch in Onlineshops
> lässt sich spezifisch danach suchen.
Viel Erfolg dabei! Ich frage mich nur, wo in Deutschland die Fabriken sind, die die Teile produzieren. "Made in Germany" heißt nur "Entwicklung und vielleicht letzter Handgriff made in Germany". Alles andere kommt aus China. China kontrolliert bereits heute die Welt, man stelle sich nur vor, sie überfielen morgen Taiwan. Wie wird der Westen dann China sanktionieren, wenn eigentlich alle Bauteile dort gefertigt werden?



