-
Rechtliche Bewertung des Streamrippings sachlich falsch?
Autor: cyroxx 24.08.12 - 00:13
"Insgesamt haben im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Deutsche (23 Prozent der Mediendownloader) keine legalen Angebote, sondern ausschließlich illegale Quellen oder Streamripping genutzt, um die gewünschten Inhalte dauerhaft zu speichern."
Hier wird der Eindruck erweckt, als sei Streamripping illegal. IANAL, aber solange der Stream selbst keine offensichtlich rechtswidrige Quelle ist, sollte das Rippen lediglich die Ausübung des Rechts auf Privatkopie und damit legal sein.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie
> http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html -
Re: Rechtliche Bewertung des Streamrippings sachlich falsch?
Autor: asa (Golem.de) 24.08.12 - 09:40
Hallo, wir zitieren hier aus der Studie, das ist nicht die Meinung der Redaktion. Es steht doch auch "ausschließlich illegale Quellen ODER Streamripping genutzt, um die gewünschten Inhalte dauerhaft zu speichern." Wieso wird damit dieser Eindruck erweckt?
-
Re: Rechtliche Bewertung des Streamrippings sachlich falsch?
Autor: cyroxx 24.08.12 - 16:53
In diesem und im vorherigen Satz wird Streamripping zumindest in die Nähe "illegale[r] Downloads" gerückt. Ich denke, vor allem die kontrastierende Formulierung "keine legalen Angebote, sondern ausschließlich [...]" verstärkt die Verknüpfung zwischen illegalen Quellen und Streamripping.
Ich unterstelle keine böse Absicht und will auch nicht unnötig auf diesem Satz rumreiten. Allerdings sehe ich in der Formulierung einen gewissen Interpretationsspielraum zu ungunsten des Rechts auf Privatkopie.



