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Die Sache hat einen Haken

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Die Sache hat einen Haken

    Autor: SM 06.01.21 - 14:27

    Die Luft ist bei flachen Hierarchien sehr schnell raus, weil man nicht aufsteigen kann. Solche Firmen haben in der Regel relativ hohe Fluktuationsraten.

  2. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: Bouncy 06.01.21 - 15:59

    SM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Luft ist bei flachen Hierarchien sehr schnell raus, weil man nicht
    > aufsteigen kann.
    Was ist denn Sinn dahinter, aufzusteigen? Gehalt und Titel müssen nicht an hierachischen Strukturen hängen, die können einfach stetig steigen. So, wie ich das bisher erlebt habe, wollen Leute eher oft deshalb aufsteigen, weil sie neue Aufgaben wollen - eine oft versteckte Hoffnung, dass eine Ebene höher das Gras grüner ist, weil man letztlich unglücklich auf seiner Position ist.
    Hierarchielose Strukturen - auch das beleuchtet der mehr als dürftige Artikel hier überhaupt nicht - bieten aber von Grundauf viel mehr Abwechselung und Dynamik im Arbeitsalltag, so dass Leute sich ggf. gar nicht danach sehnen, ihrem Umfeld endlich zu entkommen.
    Davon abgesehen kann natürlich mit der Zeit innerhalb der Teams mehr Verantwortung übernommen werden und\oder es können verantwortungsvollere Projekte gefahren werden. Man kann also den Schwierigkeitsgrad seiner Arbeit deutlich kontrollierter steigern als mit einem Sprung in eine höhere Ebene, was Mitarbeiter überfordern, entfremden und sogar deprimieren kann, weil - gerade in der IT - oft der Punkt kommt, an dem aus technischer Arbeit politische Arbeit wird. Langweilige, politische Arbeit...

  3. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: aLpenbog 06.01.21 - 16:56

    SM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Luft ist bei flachen Hierarchien sehr schnell raus, weil man nicht
    > aufsteigen kann. Solche Firmen haben in der Regel relativ hohe
    > Fluktuationsraten.

    Habe ich eher anders erlebt. Wir sind so ein Laden, hier gehen die Leute i.d.R. in Rente und bleiben mehrere Jahrzehnte. Denke mal weil man doch ein wenig mitzureden hat und sich auch gebraucht fühlt. An der Bezahlung oder modernen Technologien oder Ausstattung kann es nicht liegen. Natürlich verziehen sich einige die neu hinzu kommen, weil ihnen das nicht liegt aber wer die Probezeit übersteht bleibt hier i.d.R. relativ lang.

  4. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: Horcrux7 06.01.21 - 20:18

    Sehe ich anders. Der Aufstieg in einer flachen Hierarchy ist doch viel einfacher. Man muss nicht darauf warten, das jemand seinen Platz räumt. Man bringt sich einfach mehr ein und erhält damit mehr Anerkennung im Team.

  5. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: mke2fs 06.01.21 - 21:59

    Der Großteil der Leute will in der Regel nicht aufsteigen.
    Viele Techniker mögen das was sie machen, Chef sein bedeutet in der Regel Verwaltungsarbeit und sich mit Problemen rumschlagen und in Meetings abhängen.

    Der Großteil der Leute kann auch gar nicht aufsteigen, weil die Menge der Plätze nach oben begrenzt sind :)

    Mehr Geld kann man auch bekommen in dem man gute Arbeit leistet und wichtig für das Unternehmen ist.
    Auch im Ansehen kann man steigen wenn man engagiert ist, gutes Wissen hat/sich erarbeitet hat.
    Ein formaler Aufstieg verschafft einem auch nur formales Ansehen.

  6. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: Allandor 07.01.21 - 00:24

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Großteil der Leute will in der Regel nicht aufsteigen.
    > Viele Techniker mögen das was sie machen, Chef sein bedeutet in der Regel
    > Verwaltungsarbeit und sich mit Problemen rumschlagen und in Meetings
    > abhängen.

    Jep, sehe ich auch so. Eigentlich will ich als Softwareentwickler Software entwickeln und nicht ewig in Meetings rumhängen. Da auch meiner Firma seit Jahren ständig die Strukturen ändern (inzwischen bei einer Wabenabartigkeit angekommen sind) kommen auf einen immer mehr Verwaltungsaufgaben, denn in der Wabe übernimmt jeder grundsätzlich mehr oder minder alle anfallenden Aufgaben, besonders wenn es dafür keinen Spezialisten gibt. Stört einfach nur und man kommt einfach kaum mehr zum Entwickeln.

    Ich will mir nicht darüber Gedanken machen, was entwickelt werden soll (dafür habe ich zu wenig Ahnung von den spezifischen Märkten) sondern ich will mir Gedanken darum machen können (und mich darauf Konzentrieren) wie ich etwas entwickle. Alles andere sind Störfaktoren.
    Frage mich sowieso wieso man auf solche bescheuerten Ideen einer Wabenkonstruktion kommt. Jemand der sich um Marketing kümmert, wird auch nicht plötzlich anfangen zu Programmieren. Wäre ja noch schöner, wenn jemand vollkommen unqualifiziertes (mag ausnahmen geben) daran rumwerkelt. Ich versuche auch nicht plötzlich in extra viele Kundengespräche zu kommen, weil ich weiß, das ich davon einfach keine Ahnung habe und nicht verkaufen kann. Dafür bin ich als Entwickler zu ehrlich was Fehler in der Software etc angeht ;)

    Ist vielleicht ein wenig ins extreme gesponnen, aber es geht immer mehr in die Richtung das jeder jeden ersetzen können soll. Allein durch den ständigen Aufgabenwechsel geht wahnsinnig viel Arbeitszeit drauf.


    Hat zwar jetzt nur am Rande des ganzen damit zu tun, aber die aktuelle Entwicklung zu mehr "dynamic" geht mir ganz schön auf den Zeiger.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.21 00:30 durch Allandor.

  7. Re: Die Sache hat einen Haken

    Autor: BlueBird12 07.01.21 - 18:17

    Horcrux7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich anders. Der Aufstieg in einer flachen Hierarchy ist doch viel
    > einfacher. Man muss nicht darauf warten, das jemand seinen Platz räumt. Man
    > bringt sich einfach mehr ein und erhält damit mehr Anerkennung im Team.

    Ist jetzt Ironie oder?
    In der Regel gibt es bei Unternehmen mit flacher Hirarchie keinerlei Gehaltstransparenz. Demnach kannst du zwar behaupten mehr zu tun als deine Kollegen (was übrigens eine schlechte Art ist um mehr Gehalt zu fodern, und vom ein oder anderen Chef dann auch eher negativ aufgefasst wird), aber der Chef kann ebensogut behaupten, dass du ja eh schon mehr bekommst als deine Kollegen.
    Meine persönliche Erfahrung ist, dass es Gehaltserhöhungen (abseits der jährlich üblichen 2-3%, welche nahezu jeder in Deutschland bekommt) nur gibt wenn man höhere Positionen bekleidet oder wenn man in ein anderes Unternehmen wechselt. Für alles andere kriegst du nen feuchten Händedruck.
    Eine weitere Erfahrung: höhere Positionen in flachen Hierarchien werden bis zur Rente ausgekostet, d.h. das jemand auf so einem Posten woanders hin wechselt ist sehr unwahrscheinlich. Und wenn wird eher ein neuer Mitarbeiter auf den Posten gesetzt. Erstens weil so "frischer Wind" hereinkommt und zweitens weil die anderen ja schon alle ihre Aufgabe haben, die ja sonst jemand anders machen müsste (der das dann natürlich erstmal lernen muss).

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