1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › IT-Beratung: Das Leben aus…

Beratung lohnt sich nicht mehr

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: Gole-mAndI 03.01.22 - 21:19

    Zumindest als angestellter Berater. Man bekommt längst nicht mehr so viel wie früher und ist dafür 5 Tage pro Woche auswärts. Ich habe bislang kein einziges Angebot bekommen, dass höher war als mein aktueller Homeoffice-Job.

  2. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: GilBates 03.01.22 - 22:24

    Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer, das spricht sich immer weiter rum.
    Eigentlich braucht man sie nicht.

  3. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: Mafjol 04.01.22 - 05:44

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer, das spricht sich immer
    > weiter rum.
    > Eigentlich braucht man sie nicht.


    +1

  4. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: rca66 04.01.22 - 07:39

    GilBates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer

    Blödsinn. IT Berater sind meist so was wie Zeitarbeiter de luxe. Das können DB Admins sein, System Admins, Entwickler etc. Sie werden in Projekten eingesetzt, die zeitlich begrenzt sind oder für die ein Unternehmen aus welchen Gründen auch immer keine Festangestellten einsetzen kann oder will. Ansonsten unterscheidet sich die Arbeit nicht grundsätzlich von der eines Festangestellten.

    Ein IT Consultant ist nicht zu verwechseln mit einem Consultant, also einem, der betriebswirtschaftlich operiert und im Wesentlichen PowerPoint Präsentationen oder sonstige Dokumente erstellt.

    Klar gibt es auch Kandidaten, die nur dampfplaudern. Die gibt es aber auch unter Festangestellten. im Gegensatz zu denen, kann ein entsprechend negativ auffallender IT Consultant geräuschlos aus dem Projekt entfernt werden.

  5. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: Gole-mAndI 04.01.22 - 07:56

    rca66 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GilBates schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer
    >
    > Blödsinn. IT Berater sind meist so was wie Zeitarbeiter de luxe. Das
    > können DB Admins sein, System Admins, Entwickler etc. Sie werden in
    > Projekten eingesetzt, die zeitlich begrenzt sind oder für die ein
    Aus meiner Erfahrung sind sie meistens nicht qualifizierter als die regulären Mitarbeiter des Unternehmens. Dafür kennen sie das Umfeld nicht und nehmen sich häufig auch keine Zeit es kennenzulernen.

    In meiner Laufbahn wurden IT Consultant's nur aus einer Grund hinzugezogen: Der Chef meint - aus einem nicht nachvollziehbarem Grund - der Consultant kann etwas besser, als das ganze Team. Am Ende stellt sich das dann als teure Fehleinschätzung heraus.

  6. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: rca66 04.01.22 - 08:47

    Gole-mAndI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aus meiner Erfahrung sind sie meistens nicht qualifizierter als die
    > regulären Mitarbeiter des Unternehmens. Dafür kennen sie das Umfeld nicht
    > und nehmen sich häufig auch keine Zeit es kennenzulernen.

    Ich arbeite seit fast 15 Jahren als Berater, zumeist in großen Unternehmen. Ich bin auf Software spezialisiert, deren Lizenzkosten in die Millionen geht und daher nur von großen Unternehmen eingesetzt wird. Dort habe ich alle möglichen Konstellationen erlebt. Die Firma möchte ein spezielles Projekt umsetzen, hat aber nicht das nötige technische Know how, oder sie braucht kurzfristig Verstärkung für ihr Team, dann arbeitet man zusammen mit den festangestellten Kollegen mit gleicher Qualifikation. Ich habe aber auch in einem Projekt mit fast 100 Leuten gearbeitet, wo fast jeder, vom Web Entwickler über Oracle und Linux Admin bis zum Support, den Business Analysten und Software Architekten aus Beratern bestand. Es gibt Firmen, die setzen nur sporadisch auf Externe, andere haben fast keine Festangestellten in ihren Projekten, lediglich das Management ist in house.

    Ein externer Linux Admin oder Java Entwickler kann vielleicht technisch nicht mehr als ein interner. Das macht ihn aber nicht zum "Dampfplauderer".

    Natürlich kann ein Berater nicht immer so tief in die spezifischen Geschäftsprozesse einsteigen wie ein Interner. Wie auch? Ein paar Monate arbeitet er in einer Firma, die Aluminium-Dosen produziert, danach bei einer Bank oder einer Drogeriekette. Dafür muss er sich durch hohe Flexibilität auszeichnen und muss ein dickes Fell haben, da er oftmals die ganze Zeit vom Auftraggeber als auch manchen Kollegen skeptisch beäugt wird. Man befindet sich praktisch in konstanter Probezeit.

    Ich habe den Eindruck, Du verallgemeinerst und überzeichnest Deine eingeschränkte Erfahrung ziemlich.

  7. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: Maddix 04.01.22 - 08:48

    Gole-mAndI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rca66 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > GilBates schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer
    > >
    > > Blödsinn. IT Berater sind meist so was wie Zeitarbeiter de luxe. Das
    > > können DB Admins sein, System Admins, Entwickler etc. Sie werden in
    > > Projekten eingesetzt, die zeitlich begrenzt sind oder für die ein
    > Aus meiner Erfahrung sind sie meistens nicht qualifizierter als die
    > regulären Mitarbeiter des Unternehmens. Dafür kennen sie das Umfeld nicht
    > und nehmen sich häufig auch keine Zeit es kennenzulernen.
    >
    > In meiner Laufbahn wurden IT Consultant's nur aus einer Grund hinzugezogen:
    > Der Chef meint - aus einem nicht nachvollziehbarem Grund - der Consultant
    > kann etwas besser, als das ganze Team. Am Ende stellt sich das dann als
    > teure Fehleinschätzung heraus.

    Dann habt ihr entweder eine sehr verschobene Selbstwahrnehmung oder einen dämlichen Chef.

    Ich kenne es tastächlich so, wie GillBates es geschrieben hat: wenn wir keine Kapa haben, oder einfach den Skill nicht parat, dann kaufen wir uns das von extern als Berater ein. Klassisch fast ANÜ.

  8. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: lordguck 04.01.22 - 08:58

    Das kann ich so nicht bestätigen. Meine Erfahrung ist folgende: Wenn die Chefetage sich den Consultant aussucht, geht es meistens schief. 70% Marketing, 30% echte Ahnung. Leider finden diese Personen bei den Entscheidungsträgern Gehör und die IT darf die Fehlentscheidungen danach ausbaden.

    Entscheidet die IT sich für einen Consultant, kommt meistens etwas dabei raus. Man merkt meist schon im Vorgespräch, ob man fachlich auf Augenhöhe kommuniziert oder man es mit einer Luftpumpe zu tun hat.

  9. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: rca66 04.01.22 - 09:16

    lordguck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Erfahrung ist folgende:

    Das mag ja sein, dass das bei euch so läuft, aber man sollte halt vorsichtig mit Verallgemeinerungen sein. Gründe, warum Consultants eingesetzt werden und die Entscheidungen, wen wie lange zu bezahlen, unterscheiden sich massiv von Unternehmen zu Unternehmen. Ein konservatives mittelständisches Unternehmen agiert völlig anders als ein multinationaler DAX Konzern, der massiv auf IT Consultants setzt, wo ganze Gebäude praktisch nur von Externen belegt sind.

    Klar kann es einem passieren, Flachpfeiffen zu erwischen, wenn der Auswahlprozess nicht funktioniert. Das kann einem aber auch bei Festangestellten passieren und ist nicht auf Consultants beschränkt.

  10. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: Test123666 04.01.22 - 09:52

    Gole-mAndI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rca66 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > GilBates schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Berater sind ja in der Regel nur Dampfplauderer
    > >
    > > Blödsinn. IT Berater sind meist so was wie Zeitarbeiter de luxe. Das
    > > können DB Admins sein, System Admins, Entwickler etc. Sie werden in
    > > Projekten eingesetzt, die zeitlich begrenzt sind oder für die ein
    > Aus meiner Erfahrung sind sie meistens nicht qualifizierter als die
    > regulären Mitarbeiter des Unternehmens. Dafür kennen sie das Umfeld nicht
    > und nehmen sich häufig auch keine Zeit es kennenzulernen.
    >
    > In meiner Laufbahn wurden IT Consultant's nur aus einer Grund hinzugezogen:
    > Der Chef meint - aus einem nicht nachvollziehbarem Grund - der Consultant
    > kann etwas besser, als das ganze Team. Am Ende stellt sich das dann als
    > teure Fehleinschätzung heraus.

    Es ist immer interessant zu sehen, was für eine Wahrnehmung Interne haben. Hier stelle ich leider sehr häufig fest, dass auch auf Seite der Internen eine verzerrte Selbsteinschätzung bzw. in vielen Fällen sogar eine Selbstüberschätzung vorliegt, und dass sie den Kontext, in dem die Dienstleistung erbracht wird, häufig nicht kennen oder verstehen.

    Berater können sich i. d. R. gar nicht in der Tiefe, die Interne erwarten, in Themen einarbeiten. Das hat den Hintergrund, dass der Berater gewisser budgetären Restriktionen unterliegt, die vom beauftragenden Unternehmen vorgegeben werden. Sprich: man möchte so wenig wie möglich für eine am liebsten perfekte Qualität bezahlen. Dadurch entsteht logischerweise ein Zielkonflikt mit Prio auf möglichst günstig, also schnell erbrachter Leistung.

    Des Weiteren ist es immer einfach Verantwortung auf den Berater abzuwälzen. Die KeyUser mit denen ich bisher zu tun hatte waren immer sehr gut in dem was sie taten. Sehr oft auch besser als ich, aber das Verständnis über den Gesamtprozess war dann doch nicht so groß, wie sie dachten. Das hat man immer sehr gut wahrnehmen können, wenn verschiedene Fachbereiche einem den Prozess erklärt haben. Da hätte man meinen können, dass man in unterschiedlichen Unternehmen mit völlig anderen Prozessen arbeitet... Und hier ist es eben auch Aufgabe des Beraters immer den Gesamtprozess im Blick zu behalten bzw. im Falle von Optimierungen immer das Gesamtoptimum anzustreben und eben nicht nur fachbereichsbezogene Optimierungen, die in anderen Fachbereichen für Mehrarbeit sorgen, umzusetzen. Das ist nämlich genau das, was sich die meisten KeyUser wünschen.

    Insgesamt gibt es natürlich kein Schwarz & Weiß sondern wir bewegen uns alle in Grauzonen. Es gibt auf beiden Seiten gute und schlechte Leute. Aber was man gewiss sagen kann: desto größer der Respekt voreinander ist, desto besser ist am Ende auch das Arbeitsergebnis. Weder ein Berater noch ein Interner müssen immer fachlich top sein. Jeder fängt nämlich klein an bzw. hat seine Grenzen. Aber sobald die Einstellung stimmt und die Leute sich engagieren, desto besser wird i. d. R. das Ergebnis.

  11. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: andkleves 04.01.22 - 13:08

    Gole-mAndI schrieb:

    > Aus meiner Erfahrung sind sie meistens nicht qualifizierter als die
    > regulären Mitarbeiter des Unternehmens. Dafür kennen sie das Umfeld nicht
    > und nehmen sich häufig auch keine Zeit es kennenzulernen.

    Meine Erfahrung: Unternehmen suchen sich sehr genau aus, wofür sie ihr Geld ausgeben. Dabei sind die Vorerfahrungen des Beraters entscheidend - das wird dann auch gerne in Vorstellungsgesprächen abgefragt. Für den Einsatz eines Beraters spricht dann dessen Kompetenz, dessen Einsatzbereitschaft (die i.d.R. erheblich höher ist als die der Internen) und natürlich gute Vorerfahrungen mit der Beratungsgesellschaft. Richtig ist, dass gerade junge Berater schnell viele Kunden sehen wollen - darum sind sie ja in der Beratung und nicht beim Kunden. Eine Beratungsgesellschaft sorgt dafür dass die Fluktuation ohne Reiberei gemanagt wird.

    Nicht zu vergessen: Unternehmensberater sind gewohnt, in Projekten zu arbeiten. Gerade mittlere und größere Projekte (ab ein paar 1000 Personentagen aufwärts) benötigen kompetente Unternehmensberaungen - meine Erfahrungen aus diversen Projekt-Reviews, die ich gemacht habe: gerade intern aufgesetzte und gemanagte Projekte gehen gerne schief - wenn man ein Beratungsunternehmens beauftragt und in die Verantwortung nimmt, ist das Risiko erheblich geringer. Sicher gibt es Kunden, die das besser können als andere, die haben dann aber i.d.R. nach schmerzhaften Erfahrungen interne Beratungsteams bzw. zentrale Projektmanagementabteilungen aufgebaut.

    Schließlich braucht man Unternehmensberater schon aufgrund des deutschen Kündigungsrechtes. Du kannst nicht einfach mal für ein Projekt ein Team einstellen und dieses bei Projektende wieder kündigen (ohnehin findet man ggf. am Arbeitsmarkt gar nicht die benötigten Kompetenzen). Wenn ein Projekt rechtzeitig fertig werden soll, braucht man daher Unternehemensberater.

  12. Re: Beratung lohnt sich nicht mehr

    Autor: gadthrawn 10.01.22 - 12:32

    Test123666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berater können sich i. d. R. gar nicht in der Tiefe, die Interne erwarten,
    > in Themen einarbeiten. Das hat den Hintergrund, dass der Berater gewisser
    > budgetären Restriktionen unterliegt, die vom beauftragenden Unternehmen
    > vorgegeben werden. Sprich: man möchte so wenig wie möglich für eine am
    > liebsten perfekte Qualität bezahlen. Dadurch entsteht logischerweise ein
    > Zielkonflikt mit Prio auf möglichst günstig, also schnell erbrachter
    > Leistung.

    Dagegen kann man allerdings sagen, dass die meisten Berater nicht Fachidioten in einer Firma sind, die glauben: "das haben wir immer schon so gemacht" ist ein Garant für Erfolg, sondern einen breiteren Werkzeugkasten haben.

    Und oft ist das: "wir sind so besonders" nur eine Umschreibung: "besonders dämlich, daher wird alles anders gemacht wie in anderen Firmen, die Läden laufen nur noch irgendwie weiter.".

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT System Engineer - 1st/2nd Level Support (m/w/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. Onlineredakteur / Administrator (m/w/d) für den Bereich »Kommunikation«
    Bezirk Oberbayern Personalreferat, München
  3. IT-Security Specialist (w/m/d) Netzwerktechnik
    Dataport, verschiedene Standorte
  4. IT Project Architect / Scrum Master (gn)
    Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide bei Hamburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de