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Es geht auch nie um 100% Homeoffice

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  1. Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: Legendenkiller 03.01.22 - 09:21

    Auch nicht fest 2 Tage Büro / 3 Tage HO oder so ...
    Sondern darum das frei selber festzulegen wie es gerade gut ist.

    Mal ist man mal mehrere Tage am Stück bei einem Kunden oder ebend auch mal die Komplette Woche im H.O.


    Ich arbeite nicht in der IT , sondern bin Entwickler für Sondermaschinen.
    SPS Programme würde ich jettz nicht zu IT zählen :-)

    Ich hab mein Cheff im Sommer 2021 gesagt das ih nie wieder 5 Tage ins Büro kommen.
    Es meinte dann nur so im Arbeitsvertrag steht Büro als Erfüllungsort... ich meinte dann so , dann müssen wir den Arbeitsvertrag ändern...

    Typischer weise bin ich 1 Tag pro Woche im Büro wo ich alles gesammelt auf einmal abfackel.
    3 Tage H.O , und 1 Tag beim Kunde vor Ort oder mit ihm zusammen in direkten Onlineberatungen.

    z.b. Steuerungs Programm für Prototyp.
    Normalerweise hätte ich dazu mehrere Tage an der Maschine gesessen.
    Die steht aber in einen klimatisierten Reinraum mit 30% Luftfeuchte und es ist sau laut und man muss durch 2 Scheusen mit jeweils umziehen der Klamotten, auch zum Pinkeln oder Essen, Kafee trinken, also mehrfach in 8h.

    Bei der letzte, durch Coronazwang, hab ich Remote für den Steuer PC bekommen und 2 USB Kameras im Raum aufgehängt auf den ich die Maschine live sehen konnte. So konnte ich 90% von zu Hause machen und musste dann nur 1x zu Übergabe 3h da hin.

    Ab jetzt, auch ohne Corona, will ich das immer so. Und der Kunde auch ... er muss da nicht jeden Tag ein Mitarbeiter abstellen der mich in die Firma und durch die Schleusen lässt, das ist alles Zugangsbeschränkt.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.22 09:35 durch Legendenkiller.

  2. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: DerTester88 03.01.22 - 10:00

    This. Jeder Mitarbeiter sollte selber entscheiden. Leider gibt es AGs und Kunden die noch der Meinung sind, dass Mitarbeiter nur dann arbeiten wenn sie vor Ort sind und somit einer gewissen Kontrolle/Überwachung unterliegen. Das ist totaler Schwachsinn :)
    Dann gibt es noch Mitarbeiter die nicht HO machen wollen und lieber im Büro sind, da sie sonst erklären müssten was sie so den ganzen Tag im HO treiben :) im Büro Anwesen sein gilt für nicht wenige als Arbeit, egal in da effektiv was gemacht wird oder nicht.

    Ich arbeite als Software Entwickler bei einer Behörde und die meisten MAs aus den nicht IT Bereich, wollen alle zurück ins Büro. Im Büro sein ist halt für viele effektiv die Arbeit, also wirklich einfach nur da sein :)

  3. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: Fenix.de 03.01.22 - 10:08

    Yup. Da ging während Corona ein großes Umdenken um.
    Beispiel DPD. Da hat der Chef einer bekannte HO strikt abgelehnt. Nur in äußersten Notfällen und immer nur nach Rücksprache.
    Ansonsten hat man im Büro zu sein, weil zu Hause ja nichts geschafft wird.
    Typische rückständige Denkweise von großen deutschen Unternehmen.
    Dann kam Corona und was haben sie in der Management Ebene gezittert. Was, wenn während der Pandemie die Leistung und Effizienz der Mitarbeiter urplötzlich absinkt, weil alle von zu Hause arbeiten und keiner mehr was tut.
    Ende vom Lied ist nun, dass bei der DPD feste Home-Office tage eingeführt, ja sogar Stellen komplett als Home-Office ausgeschrieben werden.
    Die Mitarbeiter haben von zu Hause tatsächlich mehr gearbeitet als vorher im Büro, die Zahlen stiegen, der Umsatz während Corona ebenfalls.
    Vorher wäre diese Umstellung undenkbar gewesen, die komplette Führungsetage hätte sich mit Händen und Füßen dagegen gestemmt.

  4. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: Termuellinator 03.01.22 - 10:38

    DerTester88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider gibt es AGs und
    > Kunden die noch der Meinung sind, dass Mitarbeiter nur dann arbeiten wenn
    > sie vor Ort sind und somit einer gewissen Kontrolle/Überwachung
    > unterliegen.

    Solche Exemplare gibt es sicher auch - wenn das aber auf einen relevanten Teil meiner Belegschaft zutrifft, dann hat die Firma sicher einen Haufen Probleme; Homeoffice gehoert aber ganz sicher nicht dazu.

  5. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: TrollNo1 03.01.22 - 14:06

    Tun sie bei uns nach wie vor. Es gibt kein HO. Die komplette F&E darf täglich brav ins Büro kommen.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  6. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: kellemann 03.01.22 - 16:18

    Das Angebot an Jobs mit optionalem Homeoffice wächst fleißig. Habe schon etliche größere Arbeitgeber gesehen, die die 60/40 (HO/Büro) Regel groß als Benefit anpreisen.

    100% bleibt aktuell noch Ausnahme (außerhalb der pandemischen Lage), weil dann der Arbeitgeber (glaube ich) gezwungen ist dem Arbeitnehmer das gesamte Homeoffice Inventar zu stellen. Was ich halt wieder einfach nur überflüssig finde, lasst die Leute doch bitte selbst entscheiden.

    Daher wird sich der störrische AG irgendwann umsehen, wenn die Arbeitnehmer sich was neues suchen.

  7. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: Landorin 03.01.22 - 17:00

    Legendenkiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch nicht fest 2 Tage Büro / 3 Tage HO oder so ...
    > Sondern darum das frei selber festzulegen wie es gerade gut ist.

    > Typischer weise bin ich 1 Tag pro Woche im Büro wo ich alles gesammelt auf
    > einmal abfackel.

    Sehe ich auch so. Wenn es erforderlich ist, fahre ich auch außerplanmäßig ins Büro und Fackel dann alles auf ein Mal ab. Das kann dann auch mal 9-10h dauern. Mal 1 mal die Woche, mal 2 Mal, wenns sein muss auch 3x, manchmal gar nicht für eine Weile. Alles andere mache ich effizienter von zu Hause. Spare Pendelzeit, habe besseren Kaffee und kann es mit privaten Terminen besser kombinieren. Dann sitz ich auch mal um 21 Uhr noch da und hol irgendwas nach. Anders als bei meinen füheren AGs juckt mich das aber nicht. Nur ich weiß, was gerade gemacht werden muss und daher ist wichtig, dass ich am besten selber planen und tun kann. Solange das so ist, bin ich gerne flexibel. Und sei es, dass ich einen Tag vorher erfahre, dass ich ein paar 100 km entfernt irgendwo hin muss. Ich genieße auch die Eigenverantwortung und die produktiveren Aufgaben. Sobald man aber wieder ankommt und meint, mir sagen zu müssen, was ich wo wann machen soll und den Tag dann in die Länge ziehen darf, hört meine Flexibilität auch auf. Auf Dauer werde ich aber eh die Richtung wechseln. Die Möglichkeit, dann theoretisch (hoffentlich auch real) komplett von zuhause aus zu Arbeiten ist dabei ein willkommener Bonus. Unsere Firma kannte das schon vor der Pandemie. Trotzdem meint die Führungsetage, dass wir eine Bürokultur haben und erhalten müssen. Was das genau heißt und warum haben sie nie erklärt.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.22 17:04 durch Landorin.

  8. Re: Es geht auch nie um 100% Homeoffice

    Autor: Michael H. 05.01.22 - 12:07

    Da bin ich mit meiner Firma aktuell sehr glücklich wie diese das umsetzt.
    Die haben gemerkt, dass das Büro an sich, primär der Ort fürs social connecten ist, aber nichts mit der Arbeit an sich zu tun haben muss.

    Daher ist es uns freigestellt, von wo aus wir arbeiten. Es macht auch für unsere Chefs, sowie Kunden keinen Unterschied, ob wir im Büro vor unserem Laptop hocken oder daheim via VPN am Laptop hocken.

    Wenn ich weiss, ich muss nachmittags zu nem Kunden, der von der Firma näher ist und ich will vorher noch was anderes machen oder mit mit dem Kollegen treffen, weil wir gemeinsam hinfahren wollen... fahren wir halt an dem Tag ins Büro... arbeiten da erstmal unseren Stuff ab und fahren dann gemeinsam zum Kunden.

    Wenn ich keine Vor-Ort Termine habe, kann ich auch im Homeoffice hocken. Wenn nötig auch die ganze Woche... Warum sollte ich also extra in die Firma fahren.
    Der Job wird so auch nicht mehr zu einem notwendigen übel, sondern auch von den Mitarbeitern wesentlich flexibler wahr genommen.
    Kollege bringt seine Tochter in Kindergarten, fängt dann um halb 9 an. Holt sie um 14 Uhr wieder ab, isst mit ihr zu Mittag hat dann mit ihr nen Termin beim Kinderarzt und macht halt um 16:30 Uhr wieder weiter und macht halt noch bis 19 Uhr sein Zeug daheim fertig und geht zum Abendessen mit der Frau und Tochter.
    Hätte natürlich auch um 8 Anfangen können um 12 seine halbe Std. Mittag machen und um 16:30 Uhr Feierabend. Morgen kann man auch um 7 im Homeoffice anfangen... fährt dann zum Kunden, kommt um 20 Uhr heim... hat insgesamt knapp 5h Überstunden gemacht... joa am nächsten Tag macht man dann halt von 9 bis 12 und is dann weg für den Rest des Tages. (zumindest wenn keine zeitkritischen Projekte anstehen - was aber auch alles nur ne Frage der Planung ist).

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