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Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

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  1. Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: bolzen 03.05.19 - 12:08

    Aktuell sitze ich an meiner Umsatzsteuererklärung für 2018. Ich bin als Freiberufler mit der IST-Versteuerung der Umsatzsteuer eingestuft.
    Für alle Einnahmen in 2018 habe ich monatlich nur die Einnahmen im Elster gemeldet aber keine Ausgaben. Also immer volle 19% gezahlt.
    Das Tat ich aus Gründen der Zeitersparnis im Gründungsjahr, Bequemlichkeit und des passiven Ansparens.
    Mal in die Runde gefragt: Macht das sonst jemand von euch (Freelancern) auch so?

    Ich bin mir aktuell nicht sicher ob eine korrekte Jahresumsatzsteuererklärung ausreicht (also nun mit Ausgaben) oder ob ich zusätzlich auch noch alle Umsatzsteuermeldungen für 2018 im Elster korrigieren muss.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.19 12:09 durch bolzen.

  2. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: tritratrulala 03.05.19 - 12:29

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell sitze ich an meiner Umsatzsteuererklärung für 2018. Ich bin als
    > Freiberufler mit der IST-Versteuerung der Umsatzsteuer eingestuft.
    > Für alle Einnahmen in 2018 habe ich monatlich nur die Einnahmen im Elster
    > gemeldet aber keine Ausgaben. Also immer volle 19% gezahlt.
    > Das Tat ich aus Gründen der Zeitersparnis im Gründungsjahr, Bequemlichkeit
    > und des passiven Ansparens.

    Ich frag mich zuerst einmal, warum du dir den Aufwand machst und nicht zumindest im ersten Jahr Gebrauch von der Kleinunternehmerregelung machst. :) Das wäre deutlich einfacher und bequemer.

  3. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: kevla 03.05.19 - 12:38

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell sitze ich an meiner Umsatzsteuererklärung für 2018. Ich bin als
    > Freiberufler mit der IST-Versteuerung der Umsatzsteuer eingestuft.
    > Für alle Einnahmen in 2018 habe ich monatlich nur die Einnahmen im Elster
    > gemeldet aber keine Ausgaben. Also immer volle 19% gezahlt.
    > Das Tat ich aus Gründen der Zeitersparnis im Gründungsjahr, Bequemlichkeit
    > und des passiven Ansparens.
    > Mal in die Runde gefragt: Macht das sonst jemand von euch (Freelancern)
    > auch so?
    >
    > Ich bin mir aktuell nicht sicher ob eine korrekte
    > Jahresumsatzsteuererklärung ausreicht (also nun mit Ausgaben) oder ob ich
    > zusätzlich auch noch alle Umsatzsteuermeldungen für 2018 im Elster
    > korrigieren muss.

    Genau genommen müsstest du korrigieren. In der Regel passiert da aber nichts. War ja zu deinen Ungunsten. Umgekehrt ermahnt dich das Finanzamt aber schnell mal, wenn die Jahreserklärung zu einer hohen Nachzahlung führt.

    Ich bin übrigens vom Fach und sage bei privaten Anfragen eigentlich fast immer, dass man sich keine all zu große Sorgen machen sollte, so lang am Ende alles angegeben wurde. Bei allem anderen passiert nicht viel, da das Resultat meist das gleiche ist. Du könntest jetzt natürlich deine Voranmeldungen korrigieren. Aber es wäre das Ergebnis? Deine Jahreserklärung ändert sich auf den Cent in die andere Richtung und damit ist es ein Nullsummenspiel.

  4. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: bolzen 03.05.19 - 12:44

    Weil mein Jahresumsatz 6-stellig ist und ich bereits davor ein Nebengewerbe als Kleinunternehmer hatte.
    Hat auch schon genug Streß mit dem Finanzamt gegeben bei der Umstellung von Nebengewerbe zum Freelancer.

  5. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: bolzen 03.05.19 - 12:47

    OK Danke. Das war auch meine Hoffnung, dass das Finanzamt nicht ganz so pingelig ist wenn es zu meinen Ungunsten ist.

    Eine Nullnummer wäre es nicht, ich müsste einiges zurück bekommen an Umsatzsteuer da ich mir zwei Arbeitsgeräte gekauft habe und davon dann die 19% MwSt. (Natürlich anteilig der Abschreibung).
    Oder was meinst Du mit der Nullnummer?

  6. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: kevla 03.05.19 - 12:53

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OK Danke. Das war auch meine Hoffnung, dass das Finanzamt nicht ganz so
    > pingelig ist wenn es zu meinen Ungunsten ist.
    >
    > Eine Nullnummer wäre es nicht, ich müsste einiges zurück bekommen an
    > Umsatzsteuer da ich mir zwei Arbeitsgeräte gekauft habe und davon dann die
    > 19% MwSt. (Natürlich anteilig der Abschreibung).
    > Oder was meinst Du mit der Nullnummer?

    Wenn Du Deine Voranmeldungen nun mit den korrekten Zahlen korrigieren würdest, müsstest Du gleichzeitig dein Soll laut Voranmeldungen in der Jahreserklärung ändern und zwar in genau der selben Höhe, sprich, du bekommst meinetwegen 1000 Euro aus den Voranmeldungen erstattet, dafür wird deine Erstattung aus der Erklärung 1000 Euro niedriger.

    Edit: Machst du es nicht, bekommst du deine 1000 Euro aus der Jahreserklärung erstattet und bräuchtest schon einen sehr peniblen Bearbeiter beim FA.

    Aber: Das Finanzamt kann natürlich drauf bestehen, dass du korrigierst. Je höher die Summen, um die es geht, desto höher die Wahrscheinlichkeit.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.19 12:58 durch kevla.

  7. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: narfomat 03.05.19 - 12:59

    >Weil mein Jahresumsatz 6-stellig ist und ich bereits davor ein Nebengewerbe als Kleinunternehmer hatte.

    und da machst du deine steuererklärung SELBER?? wth... (respekt!)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.19 13:03 durch narfomat.

  8. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: bolzen 03.05.19 - 13:32

    Ich denke ich werde das auch so versuchen, dass ich die Ausgaben nur in der Umsatzsteuererklärung angebe.

    Grundsätzlich ist es dem Finanzamt ja nicht möglich meine Ausgaben aus 2018 in der Umsatzsteuererklärung "abzuerkennen", da nicht zeitnah erfasst. Dadurch müsste ich eine Rückerstattung - mit Glück ohne Korrekturen - so oder so bekommen.

  9. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: theFiend 03.05.19 - 13:32

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Weil mein Jahresumsatz 6-stellig ist und ich bereits davor ein
    > Nebengewerbe als Kleinunternehmer hatte.
    >
    > und da machst du deine steuererklärung SELBER?? wth... (respekt!)

    Abhängig davon wie Kleinteilig das ganze ist, oft nicht so kompliziert wie hier scheinbar mancher denkt. Ich mach die seit jahren selbst, obwohl ich Bilanzieren muss. Das lernt man einmal vernünftig, dann muss man sich höchstens in bestimmten sonderfällen nochmal mit irgendwas beschäftigen. Neben der unendlichen recherchequelle Internet, gibts im Steuerrecht auch für fast alles Fachliteratur.

    Hab das mal mitgezeichnet, Ust. Meldung im Quartal + Steuererklärung sind unter 20 Arbeitsstunden im Jahr bei mir. Die investiere ich dann und steck das gesparte Geld in ein teures Hobby :D

  10. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: bolzen 03.05.19 - 13:41

    Ja, ich habe gerne die Kontrolle und möchte verstehen was da passiert. Da vielen was man macht auch Auswirkungen auf die Steuer hat und man dann eventuell selbst besser abschätzt was man machen sollte oder lassen. z.b. Leasing usw.

    Außerdem als Freiberufler sucht man sich die Steuerberater für Selbstständige und wir sind für die nur kleine Fische, welche noch kurz vor dem Mittagessen abgefrühstückt werden.
    Ich denke ich liege besser damit, die Steuer/Umsatzerklärung selbst zu machen. Aber hängt auch natürlich vom Einzelfall ab.

  11. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: Trockenobst 03.05.19 - 14:21

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abhängig davon wie Kleinteilig das ganze ist, oft nicht so kompliziert wie
    > hier scheinbar mancher denkt. Ich mach die seit jahren selbst

    Das Problem ist weniger der Kurs bei der IHK und das Tool, sondern wenn man bei den Abschreibungen reinkommt, die monatlichen Abschlagszahlungen, all das drumherum.

    Viele die ich kenne haben auch ein vernünftiges Finanzmanagement

    Und dann kriegt man nach fünf Jahren, wo ja alles ok ist, eine spontane Steuerprüfung und irgendwie soll man zum nächsten Freitag einen fünfstelligen Fehlbetrag überweisen.

    Respekt wenn man das alles im Griff hat. Ich brauche schon 4h im Monat nur für das sortieren und planen der Unterlagen und des Gehalts. Das ist nie "one click".

  12. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: wgvdl 04.05.19 - 12:39

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann kriegt man nach fünf Jahren, wo ja alles ok ist, eine spontane
    > Steuerprüfung und irgendwie soll man zum nächsten Freitag einen
    > fünfstelligen Fehlbetrag überweisen.

    Buchaltung und Steuererklärungen habe ich immer selbst erledigt. Nur die Routinearbeiten hat eine Mitarbeiterin gemacht. Erst dadurch findet man lukrative Lücken im Steuerdickicht. 500 Euro Ertrag, pro Stunde Auseinandersetzung mit dem Steuerrecht, ist nicht ungewöhnlich.
    Steuerprüfungen waren mir am liebsten. Machen sie doch die Steuererklärung endgültig und die 10 Jahre Aufbewahrung der unterlagen entfällt. Und ich hatte viele Steuerprüfungen wegen meiner Aufsässigkeit. Einige Fehler zu meinen Ungunsten streute ich immer in die Buchhaltung. Denn auch die muss der Prüfer finden. Meistens wurden diese Fehler aber nicht gefunden und ich machte richtig Rabatz. Nach Beschwerden bis zum Finanzministerium bekam ich eine äußerst zuvorkommende Behandlung durch das Finanzamt. Steuerprüfungen gab es dann auch keine mehr.

    Ich habe mein ganzes Aggieren dem Finanzamt dahin angelegt, denen so viel Arbeit wie möglich zu machen. Denn dass mögen die überhaupt nicht. Hat bombig funktioniert.

  13. Re: Erste Umsatzsteuererklärung als Freelancer...

    Autor: Bourbon 06.05.19 - 09:20

    Ich kann da nur den Dienstleister Papierkram.de empfehlen, gerade Umsatzsteuervoranmeldung etc. geht damit spielend einfach

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