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Ich kenne nur den Stereotyp

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  1. Ich kenne nur den Stereotyp

    Autor: Kaliumpermanganat 23.03.20 - 09:23

    Des indischen call Center (Fake) Support angestellten, und den "Programmierung nach Indien outgesourced und jetzt klappt hat nix mehr" Stereotyp.

    Würde mir hier eher chinesische Chefs vorstellen, so wie Chinesen die heimische Uni Fluten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.03.20 09:27 durch Kaliumpermanganat.

  2. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: bionade24 23.03.20 - 10:19

    Kaliumpermanganat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Des indischen call Center (Fake) Support angestellten, und den
    > "Programmierung nach Indien outgesourced und jetzt klappt hat nix mehr"
    > Stereotyp.

    Aus meiner Erfahrung (ich arbeite jetzt schon mit knapp 2 Jahre mit Indern zusammen), kann ich sagen, dass sie sehr, sehr pragmatisch eingestellt sind. Wenn also jemand zusätzlich noch schlecht ist, kommt da halt das Klischee raus, ist in der Mehrheit der Fälle aber nicht so.

    Das einzige echte Fakt über Inder ist, dass sie oft so leise Reden, dass man sie nicht verstehen kann. Es ist unglaublich anstregend, Indern zuzuhören, besonders wenn die Umgebung laut ist.

    Bitte BBCode nutzen und nicht einfach Links reinpasten, wir sind hier schließlich in einem IT-Forum!

  3. Re: Ich kenne nur den Stereotyp

    Autor: waterwalker 23.03.20 - 10:34

    Kaliumpermanganat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Des indischen call Center (Fake) Support angestellten, und den
    > "Programmierung nach Indien outgesourced und jetzt klappt hat nix mehr"
    > Stereotyp.
    >
    > Würde mir hier eher chinesische Chefs vorstellen, so wie Chinesen die
    > heimische Uni Fluten.

    Ich habe beruflich viel mit ITlern aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten zu tun und war selbst für mehrere Monate in Indien für ein Projekt. Der Artikel spricht über die Führungspersonen, die in der Regel gut ausgebildet sind (und nicht nur die, die Auswandern). Auf der anderen Seite gibt es auch die "Arbeitsbienen", die die eigentliche Umsetzung machen. Die im Artikel erwähnten flachen Hierarchien gibt es in Inden selber so aber nicht - im Asiatischen Raum dreht sich alles um Titel und Gesichtsverlust, entsprechend groß sind teilweise die Fürhungspyramiden. Zwei Techniker haben einen Team-Leiter, über diesem gibt es dann Team-Head, darüber einen Head-of-IT und dann einen Vice President IT

    Diese Strukturen sind für Europäer, aber auch Amerikaner nur schwer zu verstehen und werden dann weggekürzt - und dann entstehen die Probleme

    Auch mit Chinesen ist es nicht so einfach, da diese nie Nein sagen (Inder übrigens auch nicht), dazu kommt die hohe Fluktuation in China in den Jobs dazu, teilweise alle drei oder vier Monate gibt es neue Leute. Der typische Chinese ist meist mit Ende 20/Mitte 30 schon ausgebrannt

    Dazu kommt das "Titel" Problem, auch ein Senior Network Ingeneur kennt nichts von HSRP oder VRRP, geschweige denn dynamic Routing, er baut halt Switche bereits seit zwei Jahren ein und aus

    Wenn man die Fallstricke aber kennt, macht das Arbeiten durchaus Spaß mit den Leuten, da diese menschlich ganz anders sind als die distanzierten Europäer oder die Small-Talk Amerikaner

  4. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: gaym0r 23.03.20 - 10:39

    bionade24 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist unglaublich anstregend, Indern
    > zuzuhören, besonders wenn die Umgebung laut ist.

    Und in Indien ist die Umgebung IMMER laut.

  5. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: bionade24 23.03.20 - 10:42

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bionade24 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist unglaublich anstregend, Indern
    > > zuzuhören, besonders wenn die Umgebung laut ist.
    >
    > Und in Indien ist die Umgebung IMMER laut.
    Untereinander haben sie ja auch keine Probleme, sich auf akustischer Ebene zu verstehen. Nur ich hab dieses Problem, da ich lautere Stimmen gewöhnt bin.

    Bitte BBCode nutzen und nicht einfach Links reinpasten, wir sind hier schließlich in einem IT-Forum!

  6. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: fanreisender 23.03.20 - 11:03

    bionade24 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Untereinander haben sie ja auch keine Probleme, sich auf akustischer Ebene
    > zu verstehen. Nur ich hab dieses Problem, da ich lautere Stimmen gewöhnt
    > bin.

    Oh, so ist das nicht.
    Inder sprechen keinesfalls alle Englisch (oder, das was man in indien unter "Englisch" versteht), noch nicht einmal alle verstehen Hindhi. Einwohner aus Kerala und Bengalen können keinesfalls unbedingt miteinander reden. Die Entfernungen müssen noch nicht einmal so groß sein.

  7. Re: Ich kenne nur den Stereotyp

    Autor: Kaiser Ming 23.03.20 - 11:25

    danke für den Erfahrungsbericht


    waterwalker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaliumpermanganat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Des indischen call Center (Fake) Support angestellten, und den
    > > "Programmierung nach Indien outgesourced und jetzt klappt hat nix mehr"
    > > Stereotyp.
    > >
    > > Würde mir hier eher chinesische Chefs vorstellen, so wie Chinesen die
    > > heimische Uni Fluten.
    >
    > Ich habe beruflich viel mit ITlern aus unterschiedlichen Ländern und
    > Kontinenten zu tun und war selbst für mehrere Monate in Indien für ein
    > Projekt. Der Artikel spricht über die Führungspersonen, die in der Regel
    > gut ausgebildet sind (und nicht nur die, die Auswandern). Auf der anderen
    > Seite gibt es auch die "Arbeitsbienen", die die eigentliche Umsetzung
    > machen. Die im Artikel erwähnten flachen Hierarchien gibt es in Inden
    > selber so aber nicht - im Asiatischen Raum dreht sich alles um Titel und
    > Gesichtsverlust, entsprechend groß sind teilweise die Fürhungspyramiden.
    > Zwei Techniker haben einen Team-Leiter, über diesem gibt es dann Team-Head,
    > darüber einen Head-of-IT und dann einen Vice President IT
    >
    > Diese Strukturen sind für Europäer, aber auch Amerikaner nur schwer zu
    > verstehen und werden dann weggekürzt - und dann entstehen die Probleme
    >
    > Auch mit Chinesen ist es nicht so einfach, da diese nie Nein sagen (Inder
    > übrigens auch nicht), dazu kommt die hohe Fluktuation in China in den Jobs
    > dazu, teilweise alle drei oder vier Monate gibt es neue Leute. Der typische
    > Chinese ist meist mit Ende 20/Mitte 30 schon ausgebrannt
    >
    > Dazu kommt das "Titel" Problem, auch ein Senior Network Ingeneur kennt
    > nichts von HSRP oder VRRP, geschweige denn dynamic Routing, er baut halt
    > Switche bereits seit zwei Jahren ein und aus
    >
    > Wenn man die Fallstricke aber kennt, macht das Arbeiten durchaus Spaß mit
    > den Leuten, da diese menschlich ganz anders sind als die distanzierten
    > Europäer oder die Small-Talk Amerikaner

  8. Re: Ich kenne nur den Stereotyp

    Autor: Gunslinger Gary 23.03.20 - 11:44

    Ich kenne nur die 08/15 Krücken die nichts hinbringen. Sei es im IT-Support in Callcentern oder im Privatbereich (Gothic 3 Addon).

    Verifizierter Top 500 Poster!

    Signatur von quineloe geklaut!

  9. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: .02 Cents 23.03.20 - 12:01

    Das würde der Durchschnittsdeutsche auch über viele Schweizer sagen, die versuchen in ihrem besten Hochdeutsch zu kommunizieren. Das ist aber am Ende des Tages mehr ein Problem des Empfängers, wenn er sich (gerade bei Deutschen häufig genug auch noch nach Jahren des Umgangs) darauf nicht einlassen kann / will ...

  10. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: waterwalker 23.03.20 - 13:24

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bionade24 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Untereinander haben sie ja auch keine Probleme, sich auf akustischer
    > Ebene
    > > zu verstehen. Nur ich hab dieses Problem, da ich lautere Stimmen gewöhnt
    > > bin.
    >
    > Oh, so ist das nicht.
    > Inder sprechen keinesfalls alle Englisch (oder, das was man in indien unter
    > "Englisch" versteht), noch nicht einmal alle verstehen Hindhi. Einwohner
    > aus Kerala und Bengalen können keinesfalls unbedingt miteinander reden. Die
    > Entfernungen müssen noch nicht einmal so groß sein.

    nur weil man meint, das ein Inder einen anderen Inder verstanden hat, heißt das noch lange nicht, das es auch so ist. Inder fragen nicht selten nach, wenn sie etwas nicht verstanden haben, lieber schweigen sie und versuchen es später irgendwie rauszubekommen

    Ich hatte mal einen Inder bei mir im Team, der hat ein Maschinengewehr Englisch gesprochen, der hat die Worte nur so rausgefeuert, meist konnte ich ihm folgen, aber oft waren die Sätze irgendwie komisch. Später habe ich gemerkt, das er Wörter, die er nicht kannte, einfach ausgelassen hat, ohne das man es im Redefluß bemerkt hat. Da konnte auch mal ein wichter Teil des ganzen Satzes fehlen - wurde halt einfach übersprungen

  11. Re: Ich kenne nur den Stereotyp | Mein Stereotyp aus Erfahrung

    Autor: Untrolla 24.03.20 - 07:11

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das würde der Durchschnittsdeutsche auch über viele Schweizer sagen, die
    > versuchen in ihrem besten Hochdeutsch zu kommunizieren. Das ist aber am
    > Ende des Tages mehr ein Problem des Empfängers, wenn er sich (gerade bei
    > Deutschen häufig genug auch noch nach Jahren des Umgangs) darauf nicht
    > einlassen kann / will ...

    Kommt der Kuchen zum Krümel?

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