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Was man beim Informatik-Studium lernt

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  1. Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: atohx 13.04.13 - 14:19

    Wäre doch mal interessant aus Studentensicht zu beschreiben was im Studium gelehrt wird. Das hilft mit Sicherheit dem ein oder anderen.

    Ich mache mal den Anfang.

    Ich studiere Informatik Bachelor im (ab Montag) 4. Semester an der Uni Freiburg.
    Am Ende des Studiums sind ca. 30 Prozent der Leute noch da.

    1. Semester
    ---------------

    Informatik 1
    Man lernt die Sprachen Java und Haskel und ein paar grundlegende Konzepte.
    Für mich war gut das mich das Studium soz. gezwungen hat die beiden Sprachen zu lernen, da ich es sonst nicht gemacht hätte. Ich hatte einen super Tutor und habe so eine Menge Tipps abgestaubt. Das Fach war sehr leicht. Ich habe mich am Abend vor der Prüfung hingesetzt und am nächsten Tag bestanden.

    Mathematik 1
    Vollkommene Zumutung. Eine Dozentin die 8 Tafeln vollschreibt und wieder abwischt um sie immer wieder vollzuschreiben ohne Erklärung. Durchfallquote 70%. Extrem schwere Übungsblätter. In der Veranstalltnung sitzen neben uns Informatikern auch die Mikrosystemtechniker und Embeded Systems Enginiering Studenten. Deshalb war es inhaltlich eine Mischvorlesung von der nur ein Bruchteil für uns Informatiker interessant war. Wie ich von Komillitonen gehört habe macht die Vorlesung jetzt ein anderer Dozent. Die Durchfallquote liegt jetzt bei 30% und der Lehrplan wurde geändert.

    Technische Informatik
    Die zweite Horrorvorlesung. Extreme Stoffdichte. Extrem harte Übungsblätter. 6 Leute sitzen Stunden in einem Raum um eine Übungsaufgabe zu lösen. (Hinweis: Wie in Mathe I und Systeme I sind 50% der erreichbaren Punkte Pflicht um zur Prüfung zugelassen zu werden.)
    Rückblickend betrachtet muss man sagen, das einige Aufgaben man mit dem Wissen des erstens Semesters garnicht lösen kann.
    Zum Inhaltlichen: Man lernt die Rechnerarchitektur anhand einem Beispielrechner (Reti genannt). Unverzichtbares Basiswissen für alle Leute die daran später mal forschen wollen. Sehr wichtig auch für alle die Hardware wie FPGAs programmieren möchten. Für alle anderen ganz interessant - mehr aber auch nicht.

    Systeme 1
    Das Fach ist geschenkt. Gibt auch nur 4 ECTS. Aber der Inhalt ist für Anwendungsentwickler sehr wertvoll. Thema ist Speicherallokation und diverse Strategien zur Vermeidung von Deadlocks, Livelocks, usw.
    Sollte jeder mal sich reingezogen haben.
    Oh und man lernt noch ein bischen Linux-Administration.
    (Diverse Shell-Kommandows. Unterschiedliche Dateisysteme u.a. das Inodes Konzept von Linux)

    System Design Project
    Zusammen mit Microsystemtechnik und Embedded Systems Enginiering Studenten Lego-Robotter programmieren.
    Dazu gibt es ein echt schönes Video:
    http://www.uni-tv.uni-freiburg.de/alma/Sendungen2012/sendung-88
    Es ist nur Spaß. Gibt auch keine Note. Man muss nur Teilnehmen.


    2. Semester
    ---------------

    Informatik II
    Sehr sehr wichtiges Fach für Anwendungsentwickler.
    Hier lernt man Algorithmen und man wird darauf getrimmt Themen wie Laufzeitkomplexität und Korrektheit ernster zu nehmen.
    Hat mein Bewusstsein als Programmierer nach oben Katapultiert.
    Einziger Wehrmutstropfen ist, dass alle Algorithmen auf Zahlen beschränkt sind. Schade diese Vorlesung (hat bereits 8 ECTS) sollte 16 ECTS haben.

    Systeme II
    Hier gehts um Netzwerke und zwar um so ziemlich alles. Um die einzelnen Schichten um Routerm um UDP/TCP, um Protokolle bis Content Distribution Netzwerke.
    Sehr unterhaltsamer Professor macht gerne Scherze. Faire Prüfung.

    Mathematik II
    Deutlich fairer als Mathe I.
    Ob man es baucht? Kann ich nicht so beurteilen.

    Hardwarepraktikum
    Einen fahrbaren Robotter Programmieren. Programmierbar ist das eingebaute FPGA und der Microsystemprozessor auf Arduino-basis, wobei der Fokus auf dem FPGA liegt was mit VHDL programmiert wird. Jo das ist echt mal heftig. Ich hab mit meinen Programmierkenntnissen ordentlich abgekackt. Das liegt daran, dass VHDL halt sowas von anders ist. Sehr nützliches Fach. Nur schade das man am Ende keine Zeit hatte um das Teil ordentlich zu Programmieren. (Gibt noch andere Fächer.)

    C++ Programmierkurs
    Die Dame wo das macht erhält jedes Jahr den Lehrpreis für die Veranstalltung, weil sie sich richtig Mühe gibt. Es ist die Frau die den Suchalgorithmus von Google-Maps entwickelt hat. Da wird man gefordert aber lernt auch echt eine Menge. Nicht nur was C angeht, sondern auch das Drumherum (Makefiles, Vim, usw.).

    So alles was du bis hierhin gelesen hast, hat man in einem Jahr gelernt.
    Es wird einem also wirklich das Wissen hineingeprügelt.
    Freizeit ist nicht wirklich viel.
    Die Prüfungen finden statt wenn andere Semesterferien haben.

    3. Semester
    ---------------

    Informatik III
    Auch Theoretische Informatik genannt. Hier lernt man Chomskys Sprachen kennen, erstellt Gramattiken und Automaten, führt Beiweise und befasst sich mit dem Thema Berechenbarkeit und Komplexität.
    Das Fach fordert, aber wenn man sich anstrengt macht es erstaunlicher weise Spaß.
    Viele sagen, dass ihnen das Wissen rückblickend nützt. Ich sehe das jetzt nicht so. Aber es hat mir Spaß gemacht. Von daher scheiss drauf.

    Datenbanken und Informationssysteme
    Das ist ein neben Technischer Informatik eines der Horrorfächer an dieser Universität was Informatik im Grundstudium anbelangt.
    Das finde ich jetzt in meinem Jahrgang nicht. Vielleicht hatten wir Glück. Das Thema ist SQL, Transaktionsn, Physikalischer Datenbankentwurf, Funktionaler Datenbankentwurf und Formaler Datenbankentwurf und Relationenalgebra und Relationenkalkühl. Den SQL-Teil (der auch den Löwenanteil darstellt) braucht man, den Rest braucht man später nur wenn man Datenbanken entwickeln möchte.
    Also finde ich jetzt. Wobei ich anerkennen muss, dass ich obgleich ich seit jahren mit SQL arbeite, meine SQL-Kenntnisse nach dieser Veranstalltung auf ein deutlich höheres Niveau katapultiert wurden. Also man lernt hier ordentlich.

    Mathematische Logik
    Für dieses Fach saß ich auch mal bis Nachts um 1 an der Uni-Bibliothek.
    Viel viele viele Beweise. Vertrickte Sache. Ordentliches Gehirnträning.
    Ob man es braucht? Vielleicht um Logische Ausdrücke zu vereinfachen. Ich glaube der Sinn ist einfach nur Kopfträning.

    Neben diesen drei Kernfächern hatte ich in diesem Semester noch 3 Veranstalltungen aus meinem Wahlbereich Kognitionswissenschaft. Das war sehr schön. Endlich mal Frauen um mich herum, und mal Wissen auswendig lernen anstatt verstehen. Das war Erholung. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein.

    So und nun kommt das 4. Semester.
    Mit meinen zwei Nebenjobs (nsgesamt 50 Stunden/Woche) und meinem netten Programm:
    - Mathe 2 Wiederholen
    - Mathematische Stochastik
    - Proseminar im Wahlbereich
    - Einführung in die Künstliche Intelligenz
    - Softwaretechnik
    - Softwarepraktikum
    - Einführung in die Optimierung

    werde ich Spaß haben. Mal sehen ob ich das verkrafte oder zusammenbreche.
    Nix Spaß. Lernen lernen lernen.

    ---------------------------------------------
    So der Nächste bitte

  2. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: superhans 13.04.13 - 14:42

    Klingt so ähnlich wie bei mir. Vielleicht eine Ecke härter, kann ich aber nicht beurteilen ohne deine Vorlesungen besucht zu haben.

    Aber dass Übungen mehrere Stunden in Anspruch nehmen, ist kein Ausnahmefall, sondern die Normalfall.

    C/C++ wird bei uns nicht gelehrt. Zudem gibt es bei uns auch mehr Module, in denen die Studenten praktisch etwas umsetzen müssen. Nicht zu verwechseln mit unseren Softwareprojekten in denen sich 6 Stunden zusammensetzen und was entwickeln. Im Master gibt es wieder so etwas ähnliches, nur sind es dann 12 Stunden und das Projekt geht über 2 Semester (hier ein Beitrag von mir dazu: https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/it-experten-boom-bei-informatik-studienanfaengern-haelt-an/studiengang-softwareentwicklung-ist-ueberfaellig/72356,3319739,3319769,read.html#msg-3319769).

    Das soviel durchgezogen wird, ist teilweise bestimmt dem Bologna Prozess geschuldet, zumindest habe ich das von älteren Semestern gehört und es gibt auch genügend Artikel dazu. Ich finde auch, dass das keine gute Entwicklung ist. Den Stundeten sollte genug Zeit geboten werden, um einige Projekte anzugehen oder sich mit was anderem zu beschäftigen. Uni wird immer mehr zu einer (Vollzeit-)Schule.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.13 14:45 durch superhans.

  3. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: atohx 13.04.13 - 15:04

    Nachtrag:

    Oh ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass ich beim Programmierkurs als Abschlussprojekt einen Virenscanner entwickeln durfte. Es war zwar nicht gefordert, aber weil ich Spaß daran hatte habe ich eine Baumstruktur verwendet um die Signaturen darin abzulegen und dadurch eine extrem schnelle Virensuche zu ermöglichen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Suche jetzt zwar sehr schnell ist, aber der Aufbau des Baumes 30 Sekunden benötigt. An der Stelle hätte ich gerne gelernt wie man einen Trie oder B+-Baum programmiert. Aber auch hier hat die Zeit gefehlt. Schade das man nicht zu einem Lehrstuhl gehen kann und gegen ECTS-Punkte sowas machen darf.

    Im nächsten Semester gibt es ein Programmierpraktikum. Da wird mit C# in Teams unter Zuhilfenahme von SCRUM Spiele entwickelt mit der Priorität auf Grafik.

    Und UniTests wurden auch beim Programmierkurs gefordert. Weil ich hier und da zufaul war die Tests zu schreiben habe ich am Ende um einen Punkt eine schlechtere Note bekommen. Will damit sagen: Solche Dinge werden einem an der Uni auch anträniert. Genauso wie Code Styling (wir haben den Linter von Google verwendet). Wer Stylingfehler hatte bekam Punkteabzug.

    Also ich habe sehr wohl den Eindruck das man hier getrimmt wird Qualität abzuliefern.

  4. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: superhans 13.04.13 - 15:15

    Klingt nach einem harten Studium, aber danach solltest du kompetenter als manch anderer sein^^

    Das was du da teilweise reingedrückt bekommst, muss ich mir durch Selbststudium aneignen.

    Ich mag Spiele-Entwicklung nicht mehr. Die Basis zu legen ist spaßig, aber blöd wird es, wenn du keinen Grafiker und Sound-Macher hast.

  5. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: Elst4r 13.04.13 - 15:27

    Ich führe das mal fort, vllt interessiert es ja jemanden.
    Ich habe jezt auch das 4. Semester begonnen und studiere in Bonn. Allgemein kann man sagen, dass das Studium in Bonn recht mathematisch ausfällt. Die Uni ist recht stolz auf ihre Mathesparte^^ Jedenfall ist das der Eindruck, den man hat, wenn man von anderen Unis hört.

    1. Semester
    -----------------
    Logik und diskrete Strukturen 9LP:
    Die Aussiebevorlesung, die auch eine ganze Menge leute nochmal machen. Es geht um mathematische Beweise, Gruppentheorie, Zahlenräume(komplexe, reel etc.) und so weiter. Je nach Dotzend auch schon etwas "informatischeres" wie Automatentheorie und formale Sprachen.

    Technische Informatik 9LP:
    Einstieg in die technische Seite mit theoretischen Aufbau von Computer (von Neumann-Rechner), Codierungen (Binärcode...) und Schaltungslogik. Sehr interessant aber auch recht viel Stoff. Ambitionierte Minecrafter bauen die Schaltungen der Übungsaufgaben direkt in MC nach (Multiplexer, Shifter...).

    Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens:
    Quatsch den es in fast jedem STudiengang gibt. Wie mache ich ne Präsentation, wie schreibe ich wissenschaftlich. Völliger unfug und viel zu viel Aufwand für sowas. Nicht besonders schwer, aber viele verpassen die Klausurzulassung, da sie zu spät mit dem Vortrag oder der 10 Seitigen Arbeit anfangen.

    Algorithmisches Denken und imperative Programmierung: (Adip)
    Einstieg in Programmieren (meist C) und einfache Algorithmen (zB Suche). Stark Dozentenabhängig. Für Leute mit Vorkenntnissen sehr einfach, für andere schwer.

    Informationssysteme:
    Einführung in Datenbanken und SQL. Nicht allzu schwierig. Aber SQL kann schon ziemlich nerven^^

    2. Semester
    ----------------
    Analysis 9LP:
    Matheoverkill. Funktionen, Folgen und Reihen in all ihrer Schönheit. Auch Einstieg in Abschätzungen. Sauschwer!!

    Lineare Algebra 9LP:
    Nicht ganz so schwer. Aber ordentlich viel Stoff und viel Arbeit. Hier gehts halt ohne Ende um Gleichungssysteme, Vektoren und Matrizen. Und das alles ohne Taschenrechenr^^ Sehr mühselig so eine Diagonalisierung von Hand.

    Objektorientierte Softwareentwicklung: (Oose)
    Einstieg in objektorientierte Konzepte. Meist mit Java, bei meinen Dozenten gabs noch optinal Ruby und Objective C. Sehr interessant, aber nicht immer einfach.

    Systemnahe Informatik:
    Puuh, worum gehts hier..... Seeehhhhr theoretische Betrachtung von Zusammenspiel von Hardware und Software. Kann mich kaum an was Erinnern^^ Glaub es war auch etwas Netzwerktechnik dabei. Weiß wirklich kaum noch was tut mir leid.

    3.Semester
    ---------------
    Ab hier kann man langsam wählen. Theoretisch kann man auch von Anfang alles anderes in ner anderen Reihenfolge machen. Aber diese Reihenfolge ist halt empfohlen. Man muss sowieso alles machen, was ich bisher beschrieben habe. Beschreibe auch jetzt weiter die Pflichtmodule.

    Softwaretechnologie:
    Sehr interessant, teilweise auch langweilig. Quasi die Fortsetzung zu Objektorientierte Softwareentwiklcung. Es geht um Programmierkonzepte (von Sprachen unabhängig) aber zum großen Teil könnte diese Vorlesung auch unter "Projektmanagement" laufen. Es geht um Möglichkeiten im Team an Software zu arbeiten (zB SVN) aber auch um effizientes Zeitmanagement, Anforderunganalyse usw... kurz gesagt: Welche Schritte gibt es bei der Entwicklung von Software und wie sehen die aus.

    Systemnahe Programmierung(Alternative zu Adip):
    Bockschwere Programmierung. Wer sich mit C auskennt, gerne programmiert und auch hardwarenah gerne unterwegs ist, ist hier richtig. Zum Beispiel werden Protokolle für Server-Klient Kommunikation geschrieben. Mehr kann ich nich sagen. Habs noch nciht gemacht.

    Algorithmen und Berechnungskomplexität I:
    Hier gehts los mit Algorithmendesign (Brute-Force, Divide&Conquer...) anhand von Beispielen. Recht schwer aber in Ordnung. Der Matheteil (O-Notation mit Laufzeitabschätzungen..) ist schwer.

    Angewandte Mathematik ( Numerik im 3. oder Stochastik im 4.):
    Beides noch nicht gemacht. Ist der letzte große Mathebrocken des Pflichtstudiums.

    4. Semester
    -----------------
    Hier gibts nurnoch Algo II und all das, was man bisher noch nicht bestanden hat^^
    Ansonsten geht jetz richtig los mit Wahlfächern.
    Hier einige Beispiele:
    Grundlagen der KI
    Grundlagen von Computergrafik
    Rechnerorganisation (quasi Technische Informatik 2)
    Diskrete Mathematik
    Relationale Datenbanken (Informationssysteme 2)

    Ansonsten gibts noch ein Nebenfach. Standard sind hier Psychologie, Physik, Wirtschaft oder Mathe. Andere kann man beantragen.

    Hoffe das hilft jemanden.
    Insgesamt ist das Informatikstudium nicht gerade einfach, aber auch nicht übertrieben schwer. Wer interesse an Computern und keine Angst vor Mathe hat ist hier schonmal nicht so verkehrt. Auswendig lernen muss man auch nicht viel.

    Und ganz wichtig: Nicht von den Nerds entmutigen lassen. Ich hab jedenfalls privat noch keine krassen Sachen programmiert, Roboter gebaut, an Rasperry PIs gewerkelt oder professionell Webseiten gebastelt. Komme trotzdem ganz gut klar. Gibt genug Kommilitonen, die völlig ohne Programmierkenntnisse angefangen haben und auch noch da sind.

  6. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: superhans 13.04.13 - 15:47

    Leute, ihr könnt auch einfach einen Link zu eurer Modulliste posten und ein Fazit abgeben, was schwer war, was euch gefiel oder was besonders ist an eurer Uni :D

    Die Themen werden sich grob nicht von einander unterscheiden. Jeder muss Mathe paucken und Theoretische und Technische Informatik hören. Jeder wird auch was über Informationssystemen, Rechnernetzen und Betriebssystemen gehört haben. Viel interessanter sind doch die Module zur praktischen und angewandten Informatik. Atohx hat ja schon angedeutet, dass sie viel auf Codequalität setzen und auch SCRUM näher bringen.

    Falls Interesse beseht, kann ich noch einmal die Highlights meiner Uni erläutern - bin übrigens im letzten Master-Studium.

  7. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: Bujin 13.04.13 - 16:06

    atohx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird einem also wirklich das Wissen hineingeprügelt.
    > Freizeit ist nicht wirklich viel.
    > Die Prüfungen finden statt wenn andere Semesterferien haben.

    Finde es gut dass du dir Mühe gibst aber das klingt schon arg negativ. Jemand der studieren geht sollte es wollen. Wenn jemand wirklich will dann hängt er sowieso täglich am PC und programmiert / lernt irgendein Zeug. Warum also nicht strukturiert und mit Nachweis. Wenn man dir das Wissen hineinprügeln muss läuft doch schon was verkehrt.

    Ich denke das größte Problem beim Studium ist nicht der Stoff sondern die künstlich erschaffene Hektik möglichst schnell fertig zu werden. Du hörst dich so an als ob du nach der Uni schon verschlissen bist obwohl der Weg zum Abschluss eigentlich Spaß machen sollte damit die Innovationen nur so aus die raussprudeln.

    Leute die in den Semesterferien keine Prüfungen haben hängen zudem nicht zu Hause rum und haben "frei". Das wären fast 6 Monate im Jahr. Die Studiengänge bei denen das so ist nutzen die Zeit in den "Ferien" um praktische Erfahrung zu sammeln also zu arbeiten.

    Ich studiere Elektrotechnik im 8. Semester (scheinfrei) und falls es jemanden interessiert hier mein Studienplan http://goo.gl/ofOLX

    edit: gab Probleme mit dem Link



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.13 16:07 durch Bujin.

  8. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: superhans 13.04.13 - 16:45

    Bujin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde es gut dass du dir Mühe gibst aber das klingt schon arg negativ.
    > Jemand der studieren geht sollte es wollen. Wenn jemand wirklich will dann
    > hängt er sowieso täglich am PC und programmiert / lernt irgendein Zeug.
    > Warum also nicht strukturiert und mit Nachweis. Wenn man dir das Wissen
    > hineinprügeln muss läuft doch schon was verkehrt.
    >
    > Ich denke das größte Problem beim Studium ist nicht der Stoff sondern die
    > künstlich erschaffene Hektik möglichst schnell fertig zu werden. Du hörst
    > dich so an als ob du nach der Uni schon verschlissen bist obwohl der Weg
    > zum Abschluss eigentlich Spaß machen sollte damit die Innovationen nur so
    > aus die raussprudeln.

    Tut mir leid, aber deine Vorstellungen klingen ziemlich utopisch. Spaß haben, mehr Lernen wollen und am besten auch noch von morgens bis abends nichts anderes machen.
    Ich kann seinen Frust nachvollziehen, bei mir sieht es nämlich nicht anders aus. Es gibt durchaus Module, die Spaß machen, aber denen kann man sich nicht mit voller Aufmerksamkeit widmen, weil man sich mit anderen Modulen noch rumschlagen muss. Abgesehen davon, dass es ungesund ist 24/7 zu arbeiten.

    Meiner Meinung nach gibt es nur eine Möglichkeit sich das Leben "chilliger" zu gestalten, wenn man weniger als 5 Module pro Semester belegt. Aber dann wird man auch länger studieren. Daher lautet meine Devise eher Zähne zusammenbeißen und durch (sofern die Noten dabei nicht leiden).

    Und man darf auch nicht vergessen, dass einige Studenten nebenbei noch arbeiten gehen..

  9. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: der_wahre_hannes 13.04.13 - 17:22

    Ich habe im Dezember mein Wirftschaftsinformatikstudium beendet (Diplom). Den Wirtschaftsteil kann ich wohl weglassen. Auch kann ich mich bei den meisten Vorlesungen nicht mehr erinnen, wieviele BP (Bonuspunkte = Eine Vorlesung mit 2 SWS bringt 2 BP. Gibt's noch ne Übung dazu, sind es 3 BP) sie gebracht haben. Das Studium hat sich aus diversen Gründen leider etwas in die Länge gezogen.

    Grundstudium
    1. Semester
    Grundlagen der Wirtschaftsinformatik

    Ging ein wenig um den Kontext von Informatik und Wirtschaftsinformatik. Leichte Klausur.

    Informatik im Kontext
    Der Titel hält nicht so wirklich, was er verspricht. In der ersten Semesterhälfte ging es hauptsächlich um die Sehfähigkeit des Auges... ok, im Grunde genommen schon irgendwie wichtig (zur Gestaltung von Webseiten und Programmen), aber muss ich als (Wirtschafts-)Informatiker wirklich wissen, wie die einzelnen Zäpfchen im Auge heißen, wie das Gesehene ans Gehirn übermittelt wird, etc.?

    Mathe 1
    Das Tempo war extrem hoch, der Dozent aber sehr hilfsbereit. Auch der Übungsgruppenleiter war gut. Ohne Hilfe hätte ich den Übungsschein aber nicht bestanden. Die Informatiker mussten hier ne Klausur schreiben, ich weiß aber nichts über die Durchfallquote.

    Softwareentwicklung 1
    Java. Jede Menge Java. Dazu ein paar Programmierkonzepte (Kapselung, Vererbung, etc.). Die Klausur war sehr einfach.

    2. Semester
    Softwareentwicklung 2/Anwendungsentwicklung
    Noch mehr Java. Aufgabe in der Übung war es, ein Kinoprogramm zu entwickeln (Welcher Film läuft wann in welchem Saal, wieviel kostet der Eintritt, etc. Sowas sollte das Programm alles können). Zum Glück war ich mit zwei echten Programmiercracks in einer Übungsgruppe, die haben das quasi im Alleingang gemacht. Andere Gruppen hatten nicht so ein Glück und sind gnadenlos gescheitert. Gab auch wirklich keine gute Anleitung durch die Dozenten und Übungsgruppenleiter. War auch das erste mal, dass es die Veranstaltung in dieser Form gab (Informatik war schon auf Bachelor/Master umgestellt, WiInf im letzten Diplomjahrgang). Zum Glück gab's keine Klausur.

    Informatik im Kontext 2
    Dazu nur ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Informationstechnologien_in_Organisationen_und_globalen_Gesellschaften#Das_Mikropolis-Modell
    Der Prof hatte das Modell mitentwickelt. Ist auch sehr interessant, aber doch etwas trocken. Durch die Klausur bin ich durchgefallen (nur einen Abend lernen hat halt nicht gereicht ;) ). Habe dann später ne mündliche Prüfung gemacht und die leicht bestanden.

    Mathe 2
    Der Horrror. NACH der Vorlesung wusste ich weniger als vorher. Einen Monat auf die Klausur vorbereitet (ok, ich bin irgendwann nicht mehr zur Vorlesung hin und musste dann quasi alles nacharbeiten. Keine gute Taktik) und nur deshalb bestanden, weil die Klausur SO schlecht ausgefallen ist, dass sie abgewertet werden musste (statt 40 reichten dann 20 Punkte zum bestehen... ich hatte 21).

    3. Semester
    Algorithmen und Datenstrukturen
    Die Vorlesung wurde von einem Bioinformatiker gehalten. Horror. Mit Ach und Krach die Klausur bestanden. Wie kann man so interessante Themen nur so stumpf präsentieren?

    4. Semester
    Formale Grundlagen der Informatik
    Im Prinzip interessant, aber sowohl Übungsgruppenleiter als auch Dozent waren Riesenärsche. Noch nie war ich so froh, KEINE Klausur schreiben zu müssen. Durch die Übungsgruppe habe ich mich mit meinen Kommilitonen irgendwie durchgewurschtelt.

    Grundlagen der Systemsoftware
    Endlich mal wieder ne gute Vorlesung. Interessant gestaltet, faire Übungsaufgaben, gute Dozenten. Kein Problem. Es ging hauptsächlich um den Aufbau von Betriebssystemen, Sicherheit, etc.

    Stochastik und Optimierung
    Ein Dozent, den man nie wieder vergisst. Genuschelt ohne Ende, geistig schien er etwas verwirrt zu sein... Gerüchte machten die Runde, dass er auch mal nen Revolver auf den Tisch gelegt hat, mit dem Kommentar: "Es verlassen zu viele Leute die Vorlesung...". Wenn man den einmal erlebt hat, dann glaubt man das sogar.
    Optimierung: Arschiger Dozent hoch 10! Noch nie sowas studentenfeindliches erlebt. Habe für die Klausur dann auch mehrere Anläufe gebraucht und selbst dann nur gerade so bestanden.

    So, Hauptstudium folgt dann morgen. ^^

  10. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: aha47 13.04.13 - 17:46

    atohx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Man lernt die Sprachen Java und Haskel und ein paar grundlegende Konzepte.

    Nichts für ungut, aber wenn man sich deinen Text durchliest, denkt man sich "es gibt eine weitere Sprache, deren Erlernen auch nicht schlecht gewesen wäre".

    > So alles was du bis hierhin gelesen hast, hat man in einem Jahr gelernt.
    > Es wird einem also wirklich das Wissen hineingeprügelt.
    > Freizeit ist nicht wirklich viel.
    > Die Prüfungen finden statt wenn andere Semesterferien haben.

    Ehrlich gesagt, das hört sich jetzt nach einem ganz normalen Studium an.

  11. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: theonlyone 13.04.13 - 18:17

    Mathe ist für die aller meisten das Fach das die Abbrecher hervorbringt.

    Informatik ist durchaus Mathe lastig, das ist auch genau deshalb um studium damit nicht "alle" bestehen, nicht mal weil man es wirklich brauchen würde (nicht in dem Ausmaß).


    Bei mir gab es die Unterscheidung zwischen:

    1. Informatik
    2. Theoretische Informatik
    3. Technische Informatik

    Um die Grundlagen zu vermitteln.

    Theoretische Infromatik beschäftigte sich hauptsächlich mit Automaten, optimierungen eben dieser, im Prinzip einfach, aber sehr wichtig das zu lernen, da man durchaus jedes Problem in der Informatik in Automaten packen kann und das Denken in Zuständen deutlich erleichtert wird (den ohne Zustände zu programmieren ist schon eine gefährliche Sache, da muss die synchronisation sitzen sonst kracht es gewaltig, oder ist ein reiner Blindflug).

    Technische Informatik war durchaus schwerer, da es einfach technischer ist wie der name schon sagt. Die meisten die sich also nur mit "coden" beschäftigen wollten dürfen hier durchaus etwas lernen, das Grundwissen ist durchaus hilfreich, selbst wenn man es nicht direkt benötigt in seinem beruf, steht man nicht komplett verblödet da.

    Die reine Informatik bezog sich auf Programmieren und man hat einmal die Design pattern durchgenommen, das Buch der "Big 3" , das zu kennen hilft allgemein in jeder Hochsprache und man hat direkt seine Lösungen ohne alles neu zu erfinden.

    Die Sortiertalgorithmen, die O-Notation, all das sollte man gelernt haben.

    Netzwerktechnik das man auch gehört hat wie Packete versendet werden, wie DNS Server funktionieren, welche Lösungen es gibt um packete "sicherer" zu übertragen, gegen Datenfehler abzusichern und Server ausfallsicherheit zu erhöhen.

    Alles sehr hilfreich.

    Das wichtige dabei, die grundlegenden Dinge vermitteln, nicht spezifisch auf irgendwelche Probleme oder spezifische Programmiersprachen, auch nicht auf spezifische programme oder Frameworks, man soll so ausgebildet werden das man auch mit dem Wissen sich jedes spezifische Problem selbst erarbeiten kann und nicht hilflos dasteht.


    Lego-Roboter programmieren haben wir "freiwillig" gemacht, das Fach Robotik selbst hat sich mit SPS Steuerungen beschäftigt und eine virtuelle Fabrik zur Automobilherstellung. Das was man dort gelernt hat kann man im Prinzip direkt in einen beruf übernehmen. Klar es wird komplexer, aber das vermittelte Wissen reicht bereits das man anfangen kann Flughafen Gepäcksysteme zu bauen oder Ampelsysteme in einer Stadt zu coden (zusammenhängende, die Grünwellen erlauben, oder Verkehrabhängig schalten, sehr interessante Sache ; wurde so in Dubai umgesetzt).

    Jeder musste mindestens 1 Fremdsprache im Studium machen, freiwillig zusätzlicher Unterricht, für weitere Zertifikate.

    studium Generale enthält ebenfalls zusätzlichen Unterricht, für weitere Zertifikate und Social Skills die im studium nicht reinpassen (da sie mit Informatik nichts zu tun haben) ; das bedeutet Präsentationstechnik, schreiben von technischen Anleitungen, Unterricht in Photoshop, Bildbearbeitung, Auswahl und Betrachtung von Bewerbern, Arbeitszuweisung und Controlling ; das ist alles freiwillig, man muss viel eigen Initiative mitbringen und viel freiwillig machen.


    Der BWL Unterricht in Informatik war auch sehr oberflächlig, genauso der SAP Einblick, was im prinzip auch ok ist, da Wirtschaftsinformatik das intensiver macht, man soll als Informatiker zumindest Grundlagen bekommen, dafür reicht es auch (so hat man einige SAP modulle zumindest mal gesehen, zumindest mal ein paar Anwendungen mit diesen geschrieben und zumindest mal ein komplettes SAP Modul für ein erdachtes kleines Unternehmen gemacht).


    Betriebsführung war ebenfalls ein freiwillig Wahlfach, überraus interessant sich ein ganzes Semester als "Geschäftsführer" einzusetzen, in einem Team mit 4 weiteren Leuten ein Unternehmen zu führen, gegen andere Teams aus jeweils 5 Leuten zu "spielen" und wöchentlich die Entscheidungen die man trifft auswerten zu lesen (Entscheidungen treffen samt Finanzierung, samt Werbung, samt Preisentwicklung und und und, das war sehr interessant, von einem Mann der auch direkte Kontakte zu den Vorständen großer DAX Unternehmen hat, extrem wertvoll).


    Aus all diesem meine ich hilft es extrem vor seinem Studium zumindest bereits Erfahrung gemacht zu haben.

    Wer eine Ausbildung zum fachinformatiker hat und darauf aufbauend sein Studium beginnt wird schon etwas Geld im Hintergrund haben, hat gutes Vorwissen und kann sich ganz auf Mathematik konzentrieren (den hat man die 2-3 Mathe Vorlesungen bestanden hat man auch viel mehr Muse sich für weitere freiwillige Projekte anzumelden, gerade wenn man im Studium ein paar Interessensgleiche findet mit denen man gemeinsam lernen kann und sich gegenseitig motiviert).

    Ein studium blind anzufangen endet selten gut. Selbst wenn man es besteht, wenn es einem einfach keinen Spaß macht ist es vergeudete Zeit, da man einfach nicht glücklich wird.

  12. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: oerpli 13.04.13 - 19:17

    Studiere in Wien Informatik (Software & Information Engineering, bin im 2. Semester)

    Finde nicht, dass man uns irgendwo Stoff reinprügelt.
    Habe bisher 2 Vorlesungen besucht (also Einheiten, nicht 2 Vorlesungen das ganze Semester lang) und max 1h/Prüfung oder Test gelernt - Übungsbeispiele reichen vollkommen um überall einen 2er oder 3er (1 = beste Note, 5 = negativ) zu haben. Für einen 1er muss man zusätzlich noch einen Blick ins Skriptum werfen.
    Die ersten 2 Semester sind mit 2 Nachmittagen/Woche für Übungsstunden und einem Nachmittag um Übungen vorzubereiten gut umsetzbar.

    Vllt ist aber auch nur das Studium an der TU einfach nichts wert.

  13. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: atohx 13.04.13 - 21:28

    "Wissen hineinprügeln" war nicht negativ gemeint. Es ist zwar eine Menge aber so ist es nunmal halt :-)
    Man muss seinen Spaß daran haben und darf sich nicht von der Menge eines Studiums beeindrucken lassen. Es wird überall nur mit Wasser gekocht.

  14. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: der_wahre_hannes 14.04.13 - 13:54

    Hauptstudium
    5. Semester
    Verteilte Informationssysteme und Informationssicherheit
    Verteilte Systeme mit so ziemlich allem, was dazugehört. Synchronisation, RPC, SOA, Middleware, Agenten... eine der besten Vorlesungen + Übung meines Studiums. Habe später in dem Bereich noch ein Seminar belegt.

    6. Semester
    Datenbanken und Informationssysteme
    War am gleichen Fachbereich wie schon VIS und eine ähnlich gute Vorlesung, wenn auch um einiges theoretischer und somit anstrengender.
    Es ging um Informationsgewinn aus Datenbanken (z.B. per Data Mining), Verbindungen mit Datenbanken (verschiedene Schnittstellen), Datenbankoperationen, Sperrverfahren (RIX, RAX, RUX... ;) ) usw.

    Formale Informatik 4 (1-3 musste ich nicht belegen)
    Parallelität und Nebenläufigkeit. Petrinetze mit allem drum und dran. Zigtausend Definitionen, die nicht alle immer unbedingt logisch erschienen... naja, war schon ne gute Vorlesung.

    7. Semester
    Datenschutz
    Vorlesung beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar. Hörenswert. :)

    Softwareentwicklung und Softwareergonomie
    Programmierkonzepte und Produktgestaltung. Welche Vorgehensmodelle gibt es, welche Sichten gibt es, wie kann man zu einem fertigen Softwareprodukt gelangen.

    8. Semester
    Agenten in verteilten Systemen
    Das oben schon angesprochene Seminar zur VIS-Vorlesung.

    Kryptographie
    Seltsame Vorlesung. In der ersten Vorlesung waren wir 4 Studenten...
    Aber sonst halt Standard: Geschichte der Kryptographie, Angefangen bei Caesar, über Enigma hin zu heutigen Systemen.

    Model Checking
    Ich bin ganz ehrlich: Ich habe KEINE Ahnung, was das Ziel dieser Vorlesung war. Es war alles extrem theoretisch. War zum Glück nur Teil einer sogenannten Profilprüfung (da muss man aus einem bestimmten Bereich insgesamt 12 SWS Vorlesungen hören, ein Seminar machen und dann wird man zum Schluss über den Stoff abgefragt... dann sucht man sich den richtigen Prüfer und wird nur über einen kleinen Teil abgefragt. ;) ).

    Multiagentensysteme
    Ein weiteres Seminar zum Thema Agenten. Bot auch nicht so viel neues.

    9. Semester
    Sicherheit von komplexen Informatik-Systemen
    Quasi eine Zusammenfassung dessen, was man schon vereinzelt in anderen Vorlesungen gehört hat. Kryptographie, Sicherheit in Betriebssystemen und Nachrichtenübertragung. Publick-Key-Infrastructures, Zertifizierung, dazu ein wenig Praxisbezug. Gute Vorlesung.

    Diplomarbeit zum Thema "Alternative Ansätze zum Domain Name System. Eigentlich ein gutes Thema, habe ein paar sehr interessante Ansätze kennengelernt. Leider wird sich davon wohl nie was durchsetzen, so dass wir auch weiterhin am eigentlich schon längst veralteten jetztigen DNS rumfrickeln und es für Sachen missbrauchen, für die es nie vorgesehen war.

    Ich habe jetzt zwar nur 9 Semester aufgezählt (das war die Regelstudienzeit), insgesamt habe ich aber 15 Semester gebraucht (im 15. Semester habe ich die Diplomarbeit geschrieben und meine letzten 3 mündlichen Prüfungen abgelegt). 6 im Grundstudium und ganze 9 im Hauptstudium... ein Grund dafür war die schon angesprochene Umstellung auf BA/MA. Dadurch wurden viele Vorlesungen zusammengelegt oder fielen ganz weg. Das hat dann dazu geführt, dass ich teilweise Prüfungen zu einer Vorlesung abgelegt habe, ohne jemals eine Chance gehabt zu haben, die Vorlesung zu hören. Außerdem war es manchmal echt schwierig, noch einen Prüfer zu finden. Die Profs, die die Vorlesung sonst gemacht haben, waren nicht mehr da oder schon im Ruhestand, etc... die Organisation und Verwaltung des ganzen war also stark verbesserungswürdig. Zudem hing ich als WiInf zwischen zwei Prüfungsämtern (einmal dem für BWL und einmal dem für Informatik). Da wusste die linke Hand natürlich fast nie, was die rechte Hand tat.

    Vor allem die letzten Semester haben sich hingezogen. Im 13. Semester z.B. hatte ich nur EINE Vorlesung. Es gab einfach sonst NICHTS was ich hätte belegen können.

    Aber natürlich habe ich selbst auch Schuld. Gerade zu Anfang des Studiums habe ich vielleicht die falsche Taktik gewählt: Klausuren habe ich immer nur zum zweiten Termin geschrieben, um mich besser vorbereiten zu können. Aber natürlich tut man eh nix für's Studium, wenn man nicht unbedingt muss. Also hatte man dann in einem Monat das ganze Semester aufgearbeitet. Wenn man dann durchgefallen ist (was zum Glück insgesamt nur zweimal der Fall war), hatte man natürlich auch keine Chance, die Klausur nochmal zu schreiben, sondern musste nochmal mindestens ein Semester warten.

    Also mein Tipp an alle, die noch studieren oder studieren wollen: Nicht faul rumliegen, sondern einfach mal den Arsch hochbekommen! ;)

  15. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: HerrHerger 16.04.13 - 10:17

    @all: Danke für eure Beiträge! Das ist verdammt hilfreich hier :)

  16. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: kathrinalt 23.05.13 - 12:12

    Hallo liebe Community,
    ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen, weil ich selbst vorhabe, Informatik zu studieren. Ich muss sagen, ihr habt mir schon jetzt weitergeholfen - persönliche Erfahrungen sind schließlich mehr wert als die (austauschbaren und werblichen) Informationen auf vielen Uni- und FH-Websites.

    Ich überlege mir, ob ich ab kommendem Semester Informatik oder Wirtschaftsinformatik studieren soll. Eigentlich wollte ich immer "reine" Informatik studieren, aber ich habe gestern den Artikel hier gelesen:

    http://www.dmc.de/nc/ueber-dmc/presse/presse-details/article/top-job-guetesiegel-fuer-dmc-digital-media-center-379.html

    Darin heißt es: "Hochqualifizierte, kreative Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund und profunden Kenntnissen in der IT-Entwicklung oder im Consulting sind rar".

    Ich arbeite gerne mit Menschen (--> Consulting) aber muss ehrlich sagen, dass ich kein großartiges Interesse, was betriebswirtschaftliche Prozesse und Zusammenhänge betrifft, mitbringe.

    Gibt es hier einen Wirtschaftsinformatiker, dem es vielleicht gleich geht / ging und der mir weiterhelfen kann?


    Liebe Grüße

  17. Re: Was man beim Informatik-Studium lernt

    Autor: StefaniaM 30.04.17 - 20:40

    Informatik ist eine der schwersten Bereiche, also ich arbeite im Domain aber es ist ein langer Weg bis man es wirklich versteht :)

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