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"Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

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  1. "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: silberfieber 27.12.16 - 10:32

    @dihk/bitkom:
    sagt doch einfach ehrlich, dass ihr zu raffgierig seid, vernünftige gehälter zu zahlen...

  2. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: MadC 27.12.16 - 11:21

    Das Gefühl habe ich auch. Wobei die meisten Fachkräfte in der IT-Branche auch nicht besonders gut ausgebildet sind (nach meiner Erfahrung).
    Selber ausbilden könnte da durchaus helfen.

  3. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: DG-82 27.12.16 - 11:26

    Wenn ich sowas lese muss ich kotzen. Theoretisch müssten die einstiegsgehälter mit Master bei 60k liegen um vergleichbar zu sein mit den 80er - 90er. Zumindest konnten meine Eltern 2 Jahre nach Anfang bauen. Die reale lohnentwicklung in Deutschland ist eine Katastrophe und wird nur durch Statistik lügen schön gerechnet.

  4. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: Arhey 27.12.16 - 11:45

    Sehe ich ähnlich. Man will erfahrene Bewerber, aber für diese möchte man nicht entsprechend zahlen. Gerade aktuell trennt sich ganz schnell spreu vom Weizen. Richtig fähige Leute sind schwer zu finden.

    Wobei es auch viele Leute gibt die Potential haben, diese kriegen aber keine Chance sich zu beweisen.

    Meine Erfahrung ist, die Last und Verantwortung steigt immer weiter und falls mal jemand ein Unternehmen verlässt wird diese Stelle nicht nachbesetzt, sondern die Last auf bestehende Mitarbeiter "verteilt". Mehr Geld wird aber den Leuten nicht gezahlt. Überstunden werden als selbstverständlich angesehen und work life balance ist für die Tonne.

  5. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: mcboernester 27.12.16 - 12:07

    Meine Erfahrung über die vergangenen 8 Jahre:

    Ich habe lange Zeit für einen IT Dienstleister bei VW gearbeitet (haben uns vor 4 Monaten im guten getrennt) und bin nun bei einem Pharmaunternehmen tätig.

    Was ich respektive Fachkräftemangel beobachtet habe ist, dass im Linux Bereich teils riesige Lücken klaffen. Ob dies alleine am Gehalt scheitert vermag ich nicht zu sagen.

    Was ich allerdings nur mit einem Kopfschütteln kommentieren konnte war, dass ich mehrfach gefragt wurde "kannst du das nicht machen", ich aber keinerlei Linux Erfahrungen habe. Der Vorschlag von meiner Seite hier doch eine Linux Schulung einzuschieben wurde mit "zu teuer" abgelehnt. Das perverse daran in meinen Augen ist, dass von meiner Firma sogar im eigenen Portal solche Schulungen beworben wurden, meine KST aber scheinbar "kein Geld" dafür über hat. Und das ist in meinen Augen auch der allgemeine Knackpunkt: Man will jemanden der alles kann aber dafür nichts investieren. Das war vor 10-15 Jahren noch anders wie ich es mir ja schon von diversen Kontakten über die Jahre anhören durfte.

    Oder um es kurz zu machen: Am besten mehrjährige Erfahrungen mit Windows Server 2003-2012 + Windows Clients, Linux, verhandlungssicheres Englisch, zeitgleich noch Netzwerk Guru und wenn möglich Reisebereitschaft und 24 / 7 Erreichbarkeit. Aber bitte nicht mehr als 40k Euro Jahresgehalt (natürlich ohne 13. oder Weihnachtsgeld). An dieser Stelle dann von "Fachkräftemangel" zu sprechen halte ich für sehr fragwürdig...

    OT: Wahrscheinlich findet sich dennoch immer ein Dummer der es für das Gehalt macht... Weswegen die HR Abteilungen auch weiter diese Schiene fahren.

  6. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: TC 27.12.16 - 12:35

    oder die Bewerber zu überzogen mit ihren Gehaltsvorstellungen.

  7. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: SasX 27.12.16 - 13:26

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder die Bewerber zu überzogen mit ihren Gehaltsvorstellungen.

    Das ist relativ einfach: Alles unter 2500¤/Monat endet bekannterweise in der Altersarmut. Das kann schlecht das Ergebnis von einem Bereich mit angeblichen Fachkräftemangel sein.

  8. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: thinksimple 27.12.16 - 13:59

    DG-82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich sowas lese muss ich kotzen. Theoretisch müssten die
    > einstiegsgehälter mit Master bei 60k liegen um vergleichbar zu sein mit den
    > 80er - 90er. Zumindest konnten meine Eltern 2 Jahre nach Anfang bauen. Die
    > reale lohnentwicklung in Deutschland ist eine Katastrophe und wird nur
    > durch Statistik lügen schön gerechnet.


    Für 60k als Einstieg fehlts aber dann doch ein bischen an Praxis und Erfahrung.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  9. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: TC 27.12.16 - 14:35

    Was machen dann unsere Mindestlöhner in der Rente?

  10. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: xX_Gerd_Xx 27.12.16 - 14:46

    mcboernester schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Erfahrung über die vergangenen 8 Jahre:
    >
    > Ich habe lange Zeit für einen IT Dienstleister bei VW gearbeitet (haben
    > uns vor 4 Monaten im guten getrennt) und bin nun bei einem
    > Pharmaunternehmen tätig.
    >
    > Was ich respektive Fachkräftemangel beobachtet habe ist, dass im Linux
    > Bereich teils riesige Lücken klaffen. Ob dies alleine am Gehalt scheitert
    > vermag ich nicht zu sagen.
    >
    > Was ich allerdings nur mit einem Kopfschütteln kommentieren konnte war,
    > dass ich mehrfach gefragt wurde "kannst du das nicht machen", ich aber
    > keinerlei Linux Erfahrungen habe. Der Vorschlag von meiner Seite hier doch
    > eine Linux Schulung einzuschieben wurde mit "zu teuer" abgelehnt. Das
    > perverse daran in meinen Augen ist, dass von meiner Firma sogar im eigenen
    > Portal solche Schulungen beworben wurden, meine KST aber scheinbar "kein
    > Geld" dafür über hat. Und das ist in meinen Augen auch der allgemeine
    > Knackpunkt: Man will jemanden der alles kann aber dafür nichts investieren.
    > Das war vor 10-15 Jahren noch anders wie ich es mir ja schon von diversen
    > Kontakten über die Jahre anhören durfte.
    >
    > Oder um es kurz zu machen: Am besten mehrjährige Erfahrungen mit Windows
    > Server 2003-2012 + Windows Clients, Linux, verhandlungssicheres Englisch,
    > zeitgleich noch Netzwerk Guru und wenn möglich Reisebereitschaft und 24 / 7
    > Erreichbarkeit. Aber bitte nicht mehr als 40k Euro Jahresgehalt (natürlich
    > ohne 13. oder Weihnachtsgeld). An dieser Stelle dann von "Fachkräftemangel"
    > zu sprechen halte ich für sehr fragwürdig...
    >
    > OT: Wahrscheinlich findet sich dennoch immer ein Dummer der es für das
    > Gehalt macht... Weswegen die HR Abteilungen auch weiter diese Schiene
    > fahren.

    Ich gebe dir vollends Recht. Gehalt ist verhandelbar, dennoch sehe ich es immer wieder das Firmen es vermeiden in Fachkräfte zu investieren. Sei es eine Schulung für die Weiterbildung oder die junge Fachkraft, dessen Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Am besten alles in der Freizeit erledigen, so wollen es die Firmen. So werden wir auch in 2 oder 3 Jahren noch vom Fachkräftemangel sprechen. In der Zeit hätte man aber ein Paar aus- und weiterbilden können.

  11. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: SasX 27.12.16 - 14:46

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was machen dann unsere Mindestlöhner in der Rente?

    Die sind ebenso in der Altersarmut. Das kann aber in Zeiten eines angeblichen Fachkräftemangels kein Vergleich sein.

  12. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: TC 27.12.16 - 14:58

    Wie definiert sich denn 'Armut'?

  13. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: Dwalinn 27.12.16 - 15:48

    Unterschiedlich. Andere Institutionen nennen andere Prozentwerte.

    Maximal 60 Prozent des Medianeinkommens – armutsgefährdet
    2013 waren 60 Prozent des Medianeinkommens rund 980 Euro.

    •Maximal 40 Prozent des Medianeinkommens – arm
    40 Prozent des Durchschnittseinkommens lagen 2013 bei rund 650 Euro.

    Bei 2500¤ Brutto sollte man also im Rentenalter zwischen den beiden zahlen liegen.

    Bis zum Rentenalter sind es aber schließlich für die meisten noch eine lange Zeit.... da ändert sich noch vieles und das nicht zum guten

  14. Aber wieso

    Autor: AnAmigian 27.12.16 - 16:07

    Gemäss Marktwirtschaft sollte bei hoher Nachfrage und kleinem Angebot der Preis (hier der Lohn) steigen, da wertvoller (da gefragt). Da spielt bei anderen "Produkten" der reale Wert auch eine untergeordnete Rolle. Warum sollte das hier nicht gellten?

  15. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: SasX 27.12.16 - 16:24

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie definiert sich denn 'Armut'?

    In Fall bei der Altersarmut über die Grundsicherung, die man selbst nicht erreicht, weswegen dann vom Staat aufgestockt werden muss. Darüber kommt man dann nicht hinaus.

  16. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: TC 27.12.16 - 16:25

    Naja, für mich hat 'arm' eine ander Definition.

    Afrika ist arm.
    Menschen im Krieg waren arm.
    Bettler, Obdachlose.

    Aber so lange man ein Dach überm Kopf und -genug- zu Essen hat...

  17. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: divStar 27.12.16 - 17:00

    Ganz ehrlich? Ich verstehe nicht warum Einstiegsgehälter bei Bachelor oder Master so viel höher sein sollten als nach einer Ausbildung. Klar haben Studiumabsolventen ggf. etwas mehr THEORIE gelernt; jene, die nicht reine Informatik studiert haben, haben aber vom Arbeiten Vorort aber keine Ahnung (ich spreche da aus Erfahrung, denn wir haben im Team Kollegen, die erst einmal keine Ahnung von Softwareentwicklung, den Prozessen z.B. im Rahmen von Scrum/Kanban oder auch der nötigen Qualitätssicherung haben). Denen kann und sollte man keine 60k Einstiegsgehalt zahlen - ganz einfach weil ihnen meist das nötige praktische Wissen fehlt und dieses erst einmal aufgebaut werden muss (sofern es tatsächlich um Softwareentwicklung und nicht das Management geht - wobei auch bei letzterem eine längere Einarbeitung nötig ist, da schlicht die Erfahrung fehlt).

    Außerdem finde ich, dass in einem Unternehmen, bei dem nicht an Algorithmen, Engines (für Spiele oder dergleichen) und Frameworks usw. gearbeitet wird, der Unterschied in der Bezahlung von jenen, die studiert haben, und jenen, die das nicht haben, zumindest anfangs gar nicht so groß ausfallen sollte, denn auch die Studiumabsolventen wissen erst einmal nicht wie man arbeitet.

  18. Re: "Sorgen über die Entwicklung der Gehälter"

    Autor: Dwalinn 27.12.16 - 17:00

    Naja in Afrika kann man mit seiner kleinen Rennte wahrscheinlich 2-3 Dörfer aufkaufen.
    In Deutschland gehen schnell 500-600¤ für Wohnen und Heizen drauf. Kleidung/Essen, Medikamente usw. sind auch nicht billig.... klar kann man auch in einem 1 Zimmer Wohnung in einer Kleinstadt leben, Toastbrot mit Butter essen und seine Kleidung beim Kik kaufen.... So kann man auch mit 650¤ auskommen aber genau das würde für mich "Arm" bedeuten.

    Wir leben nunmal in Deutschland und nicht in einem Entwicklungsland da kann die Bedeutung "Arm" nicht erst anfangen wenn man kein Dach über den Kopf hat und sich sein Essen nicht leisten kann.

  19. Re: Aber wieso

    Autor: der_wahre_hannes 28.12.16 - 11:42

    AnAmigian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gemäss Marktwirtschaft sollte bei hoher Nachfrage und kleinem Angebot der
    > Preis (hier der Lohn) steigen, da wertvoller (da gefragt). Da spielt bei
    > anderen "Produkten" der reale Wert auch eine untergeordnete Rolle. Warum
    > sollte das hier nicht gellten?

    Der Preis steitgt vielleicht, aber es wird nicht jeder Preis gezahlt. Niemand würde 2.000¤ für ein Brot ausgeben, selbst wenn Brot plötzlich ein extrem knappes Gut wäre.

  20. Re: Aber wieso

    Autor: aNNdii 28.12.16 - 12:17

    Natürlich wird nicht jeder Preis gezahlt, aber wenn man eben gutes Personal haben möchte, muss man eben auch gutes Geld auf den Tisch legen.

    PS: Es würde auf jeden Fall eine Person geben, die 2.000¤ für ein Brot ausgeben.

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