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"Programmieren" selbst "beibringen"

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  1. "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Computer_Science 26.11.18 - 13:35

    Die Arbeitsmethode vieler "Quereinsteiger", die sich selbst "Developer" nennen und glauben "programmieren" zu können, sieht folgendermaßen aus:

    * nur "Programmiersprachen" wie PHP, Python, JavaScript
    * kann nur Standard-Apps/Applikationen (quasi kaschierte Datenbankfrontends oder Webseiten, ...)
    * "Library-Aggregatoren" d.h. es werden einfach 10 Libraries eingebunden, die Teilprobleme mehr schlecht als recht lösen, anschließend werden 10 Zeilen Code geschrieben um die Einzelkomponenten "irgendwie" zu verkabeln.
    * CopyPasta aus StackOverflow und Google, oft sogar schon die main methode, weil sie nach 5 min Kaffeepause vergessen haben wie's geht

    wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige Mini-Projekte als Einstellungstest:
    * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30 unterschiedlichen Märkten
    * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2 Prozesse abwechselnd ausführt
    * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache

    keiner der "Quereinsteiger" bzw. "Autodidakten" hat auch nur eine dieser Aufgaben ansatzweise gelöst ... die *richtigen* Developer mit Uniabschluss hingegen schon



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.18 13:37 durch Computer_Science.

  2. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: ibsi 26.11.18 - 13:40

    Und was für Software wird bei euch produziert?

    > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30 unterschiedlichen Märkten
    > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2 Prozesse abwechselnd ausführt
    Cool, aber ... wo braucht man das im Real-Life (außer eure Firma macht genau das)?
    > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache
    Cool, aber ... wo braucht man das im Real-Life (außer eure Firma macht genau das)?

  3. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: windermeer 26.11.18 - 13:41

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30
    > unterschiedlichen Märkten
    > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2
    > Prozesse abwechselnd ausführt
    > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache

    Und am Ende wartet der Entwickler dann eine Bestandsanwendung, die quasi ein kaschiertes Datenbankfrontend ist?
    Oder schreibt ihr wirklich hauptsächlich "hochkomplizierte" Software bei euch? Hätte nicht gedacht, dass sich dann bei entsprechender Stellenbeschreibung viele unerfahrene Quereinsteiger bewerben.

  4. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: foho 26.11.18 - 13:44

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was für Software wird bei euch produziert?

    das wäre wirklich interessant zu wissen, das ist für "ne einfache" stelle ja eigentlich schon zu viel aufwand als das man den bei jedem bewerber betreiben möchte.
    wäre auch möglich das der personaler kein bock hat, jeden einlädt der irgendwas "mit IT" kann und die leute so von den Mitarbeitern der Firma ausgesiebt werden.

  5. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Oktavian 26.11.18 - 13:47

    > > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache
    >
    > Cool, aber ... wo braucht man das im Real-Life (außer eure Firma macht
    > genau das)?

    Die Frage stellte ich mir an der Stelle auch. Zunächst einmal sehe ich einen gewissen Widerspruch zwischen "Compiler" und "Scriptsprache", denn letzter läuft üblicherweise in einem Interpreter. Aber seis drum.
    Sowas wird an der Uni natürlich gerne als Übung gemacht, man schraubt Lex und Yacc zusammen, das ist nicht wirklich kompliziert. Ich finde auch, als Informatiker sollte man sowas mal gemacht haben, deshalb hab ich auch Compilerbau gehört. Im realen Leben gebraucht hab ich es noch nie, ich kenne nicht mal jemanden, der sowas gebraucht hat.

  6. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: azeu 26.11.18 - 13:49

    > die *richtigen* Developer mit Uniabschluss hingegen schon

    und scheitern dann dafür an den einfachsten Sachen?

    Die Anforderungen erscheinen mir doch sehr speziell. Wann muss ich denn im Alltag ein eigenes OS in einer VirtualBox coden? Ist mir noch nie passiert :)

    ... OVER ...

  7. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Neuro-Chef 26.11.18 - 13:52

    Computer_Science schrieb:
    > Die Arbeitsmethode vieler "Quereinsteiger", die sich selbst "Developer"
    > nennen und glauben "programmieren" zu können, sieht folgendermaßen aus:
    >
    > * nur "Programmiersprachen" wie PHP, Python, JavaScript
    > * kann nur Standard-Apps/Applikationen (quasi kaschierte Datenbankfrontends
    > oder Webseiten, ...)
    > * "Library-Aggregatoren" d.h. es werden einfach 10 Libraries eingebunden,
    > die Teilprobleme mehr schlecht als recht lösen, anschließend werden 10
    > Zeilen Code geschrieben um die Einzelkomponenten "irgendwie" zu verkabeln.
    > * CopyPasta aus StackOverflow und Google, oft sogar schon die main methode,
    > weil sie nach 5 min Kaffeepause vergessen haben wie's geht
    Unter Android wird mit sowas teils viel Geld verdient!
    Qualität, Kompetenz und Erfolg sind manchmal eben 11 Paar Schuhe :)

    » Niemand ist vollkommen, aber irre sind ganz sicher viele. « - Vollkommen Irrer

    ಠ_ಠ

  8. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: glasen77 26.11.18 - 13:58

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und am Ende wartet der Entwickler dann eine Bestandsanwendung, die quasi
    > ein kaschiertes Datenbankfrontend ist?
    > Oder schreibt ihr wirklich hauptsächlich "hochkomplizierte" Software bei
    > euch? Hätte nicht gedacht, dass sich dann bei entsprechender
    > Stellenbeschreibung viele unerfahrene Quereinsteiger bewerben.
    Mit ziemlicher Sicherheit ersteres.

  9. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: non_sense 26.11.18 - 14:03

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > die *richtigen* Developer mit Uniabschluss hingegen schon
    >
    > und scheitern dann dafür an den einfachsten Sachen?
    >
    > Die Anforderungen erscheinen mir doch sehr speziell. Wann muss ich denn im
    > Alltag ein eigenes OS in einer VirtualBox coden? Ist mir noch nie passiert
    > :)

    Ich tippe mal, dass er einfach nur Stuss erzählt.

  10. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: ZeldaFreak 26.11.18 - 14:08

    Selbst beibringen ist ein netter Anfang aber mehr auch nicht. Hab mir zuerst etwas beigebracht und später eine Ausbildung als AE gemacht. Jedes Online Tutorial mag anders sein aber können gefährlich sein, besonders in Prod. Man neigt ja auch schnell mal vom Tutorial abzuweichen und sucht die Funktionen wie es die Profis machen.

    Ein Beispiel in der Webentwicklung mit Datenbanken, ist wenn man keine Ahnung hat dass man Usereingaben nicht unverarbeitet in die DB schicken darf. Dass Tutorial was ich damals hatte, hat weder auf XSS oder SQL Injetions hingewiesen.

    Worauf auch wenig eingegangen wird, sind grundlegende Strukturen. Klar man kann alles in eine Datei schreiben, wird aber schnell unsauber und unübersichtlich. Ohne diese Grundlegenden Sachen ist man als Entwickler eine tickende Zeitbombe. Man muss sich mal vorstellen dass diese Person bei einer kleinen Firma angestellt wird, die sich nicht um Ausbildung und co kümmeret und dann eine Webseite baut, die optisch schön aussieht, aber der Code mehr als Gefährlich ist. Für die Firma kann dass der Ruin bedeuten.

    tl;dr
    Selber beibringen kann gefährlich sein in Punkto Sicherheit. Als Einstieg allerdings okay.

  11. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Clown 26.11.18 - 14:09

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30
    > unterschiedlichen Märkten
    > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2
    > Prozesse abwechselnd ausführt
    > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache



    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA "You guys don't have wallets?"

  12. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Maxl1995 26.11.18 - 14:17

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > keiner der "Quereinsteiger" bzw. "Autodidakten" hat auch nur eine dieser
    > Aufgaben ansatzweise gelöst ... die *richtigen* Developer mit Uniabschluss
    > hingegen schon

    Oh no, noch so einer... ich kann dir versprechen, dass das auch viele ohne Uni Abschluss schaffen. Und viele mit Uniabschluss das nicht schaffen werden. Ich kann von mir aus behaupten dass ich mich nach meiner Ausbildung und den paar Jahren Berufserfahrung nicht vor den "echten" Entwicklern verstecken muss.

  13. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: simonheinrich 26.11.18 - 14:21

    Maxl1995 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh no, noch so einer... ich kann dir versprechen, dass das auch viele ohne
    > Uni Abschluss schaffen. Und viele mit Uniabschluss das nicht schaffen
    > werden. Ich kann von mir aus behaupten dass ich mich nach meiner Ausbildung
    > und den paar Jahren Berufserfahrung nicht vor den "echten" Entwicklern
    > verstecken muss.


    Dem schließe ich mich an und ich kann bestätigen, dass ein "richtiger" Developer keine Frage des Abschlusses ist. Glücklicherweise sehen das viele so. Dem Threadersteller kann ich nur sagen: Ich habe keinen Schimmer, wie ich ein eigenes Betriebssystem erstellen soll. Bin ich deswegen ein schlechter Softwareentwickler? Oder weiß ich nur nicht, wie man ein Betriebssystem baut.

  14. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: krangerich 26.11.18 - 14:40

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > keiner der "Quereinsteiger" bzw. "Autodidakten" hat auch nur eine dieser
    > Aufgaben ansatzweise gelöst ... die *richtigen* Developer mit Uniabschluss
    > hingegen schon

    *richtiger* Developer mit Diplom hier. (Die Aufgaben) halte ich für gelogen, persönliches Wunschdenken oder Quatschanforderungen, wo ihr dann zufällig Glück hattet, mit einer Aufgabe vorhandenes Wissen zu treffen. Oder ihr bietet das doppelte Gehalt wie andere. Sofern "ihr" überhaupt eine Firma seid und du nicht jemand bist, der seine eigenen Stärken nicht gewürdigt sieht und findet, dass alle anderen ja gar nix können.

    Wenn eine Firma Geld verdienen will, dann will sie, dass ihre Features so schnell wie möglich umgesetzt sind und funktionieren. Die Skills der Wahl sind dabei Fähigkeiten zum sauberen Software-Engineering, also Clean Code, TDD. Kein arkaner Quatsch wie "Entwickeln eines Betriebssystems oder Compilers in 3 Tagen", was vielleicht einer mal in seinem Vertiefungsfach hatte und infolgedessen über Monate am L4-Kernel geschraubt hat. Wenn man zufällig genau in einer dieser Spezialsparten was braucht, dann lässt man sich einen entsprechenden Spezialisten von einem Headhunter suchen.

    Und Kellerkinder, die unflexible Ansichten bezüglich Sprachen / Frameworks / Betriebssystemen haben, will auch keiner. Klar, es gibt Präferenzen und niemand findet PHP geil, aber am Ende muss das genommen werden, was gerade das passende Werkzeug ist bzw. historisch bedingt erforderlich ist (ich erinnere mal daran, dass Facebook nicht gerade von heute auf morgen von ihrer PHP-Basis loskommt).

  15. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: jonasz 26.11.18 - 14:47

    Es kommt ganz darauf an, wie man seine Anforderungen in der Jobofferte beschreibt, ich kenne es eher so, wenn man als Unternehmen nicht bereit ist etwas zu investieren und zu hohe Anforderungen hat, bekommt man keinen. Gut eigentlich hat sich das geändert, in Deutschland gibt es Fachkräfte Überschuss und viele sind arbeitslos, weil die einzig freien Stellen so extrem spezialisierte sind, dass sich keiner finden lässt, wahrscheinlich wie das Jobangebot in deinem Unternehmen.

    Kenne ein ähnliches in der Nähe von Graz mit der Anforderung von Kenntnisse in Sicherheitstechnik, Automobiltechnik und Codierungserfahrungen in hardwarenahen Sprachen, Mathlab und die andere Anforderung beschreiben einen Kandidaten der mindestens Bachelor in Informatik und Elektronik benötigt, um der Anzeige gerecht zu werden. Der Verdienst ist extrem lausig IKT ST2 Stufe, deswegen sind die 10 Stellen seit 1,5 Jahren unbesetzt.

    Viele junge Leute, wollen auch nicht mehr auf eine Universität, dafür Unmengen an Geld ausgeben, damit man sich von anderen Leuten ausnutzen lassen kann oder am schlimmsten in Start Ups anderen Leuten hilft ein Unternehmen aufzubauen und einen lausigen Gehalt, dafür kriegt, meist Überstunden unbezahlt. Meine Lehrlinge haben es mir bestätigt (auch damals als Angestellter), Leistung lohnt sich nicht mehr, man kann sich antun, neben den Hochsprachen auf der Universität C++ oder gar Assembler zu lernen, für was? Damit man die ersten 3 Jahre bis zur Regelstufe oder gar Erfahrungsstufe gleich viel erhält wie ein Mechaniker. In einer Umfrage haben 46% der jungen Leute gesagt, Leistung bei der Arbeit lohnt sich nicht mehr, gebe ich ihnen sofort recht.

    Selbst Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker und Ingenieur, wahrscheinlich auch noch irgendwann mit Bachelor in Automobiltechnik. Als Netzwerktechniker in Glasfasertechnik Erfahrung, Systemadministration usw. auf Niveau bis zum MS Systemarchitekt. Meine Webseiten sind nicht die besten, aber als Ing. mit Schwerpunkt Netzwerke muss man kein Gott in Programmieren sein, aber auch C#, Java und Webentwicklung stellen kein Problem, für private Projekte gelernt, hardwarenahe Programmierung kostet auch unzählig Stunden private Zeit zu lernen, auf einem hohen Niveau und die Entlohnung für diese Stunden ist selbst bei qualitativ hochwertigen Ergebnissen Dreck. Habe gleich erkannt besser sich in ein EFTA Staat abzusetzen, um Geld zu machen, als seine Arbeitskraft für einen Hungerlohn in Deutschland oder Österreich zur Verfügung zu stellen.

  16. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: luarix 26.11.18 - 15:16

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30
    > unterschiedlichen Märkten
    > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2
    > Prozesse abwechselnd ausführt
    > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache
    >

    Wenn ich über solche Kenntnisse verfügen würde, würde ich mich bei euch sicher nicht 3 Tage lang zum Affen machen. Alle anderen Enwickler, die kein Betriebssystem oder einen Compiler entwickeln können als Deppen darzustellen, zeugt indes schon von einer gewissen Überheblichkeit. Sieht so aus als wärest Du wenig Teamfähig und damit für die meisten Arbeitgeber uninteressant.

  17. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Skruzzls 26.11.18 - 15:25

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf 30
    > unterschiedlichen Märkten
    > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und 2
    > Prozesse abwechselnd ausführt
    > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre Scriptsprache
    >
    > keiner der "Quereinsteiger" bzw. "Autodidakten" hat auch nur eine dieser
    > Aufgaben ansatzweise gelöst ... die *richtigen* Developer mit Uniabschluss
    > hingegen schon

    Und heute bei "Die IT-Industrie kriegt ihr Jobs nicht gefüllt". Ich nehme mal stark an, dass keine der Aufgaben tatsächlich Anwendung in euren Entwicklungen findet. Wenn dies der Fall ist, ist das ein typisches Beispiel dafür, dass man Erwartungen viel zu hoch ansetzt bei Jobs á la "Wir brauchen einen Kernphysiker, der bei uns Brot backt".

    Ich für meinen Teil habe mir 90% meines Wissens selbst beigebracht. Bin ich deshalb ein schlechter Programmierer? Ich behaupte nein.

  18. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: theonlyone 26.11.18 - 15:31

    luarix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Computer_Science schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf
    > 30
    > > unterschiedlichen Märkten
    > > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und
    > 2
    > > Prozesse abwechselnd ausführt
    > > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre
    > Scriptsprache
    > >
    >
    > Wenn ich über solche Kenntnisse verfügen würde, würde ich mich bei euch
    > sicher nicht 3 Tage lang zum Affen machen. Alle anderen Enwickler, die kein
    > Betriebssystem oder einen Compiler entwickeln können als Deppen
    > darzustellen, zeugt indes schon von einer gewissen Überheblichkeit. Sieht
    > so aus als wärest Du wenig Teamfähig und damit für die meisten Arbeitgeber
    > uninteressant.

    Naja, wer solche Einstellungstests macht der sucht eben eher den Typus "bastler" Programmierer, der im Zweifel alles neu erfinden will.

    Das ist schon etwas ganz anderes als jemand der viel wissen über existierende Frameworks mitbringt und Webanwendungen erstellt.

    Den seien wir ehrlich, heute braucht man immer weniger Betriebssysteme und es läuft eben umso mehr rein im Web, alles auf HTML5 trimmen was nur geht, das soll dann auch bitte auf Smartphones laufen, Tablets und ständig erreichbar sein.
    Alles anbinden an alle APIs der Welt, damit alles zusammen läuft.

    Die Anforderungen sind so bunt wie vielfältig.

    Wer Frontend Entwickler sucht, die müssen eher grafisch Talentiert sein und sollten die Features nutzen die es ohnehin bereits gibt.

    Wer den Dev-Ops Entwickler sucht der irgendwie alles machen soll, der sucht eben auch keine Spezialisten, sondern die "Müll-Eimer" Entwickler denen man einfach alles rein kippen kann und dann irgendeine Lösung bekommt (ob die wirklich gut ist, dabei sehr fragwürdig).
    Das sind eben die Bastler-Programmierer, die gerne viele kleine Projekte machen und mit allem rumspielen wollen ; aber im Zweifel gar nicht die Muse haben viel Zeit für ein großes Projekt aufzubringen.

    Systemverständnis ist auch ein Skill der immer mehr verloren geht, umso mehr Entwickler man einstellt die keine Fragen stellen.

    Egal wie, man muss schon gezielt suchen was man haben will und seine Anforderungen so deutlich machen das man nicht zahlreiche Bewerber bekommt die daran komplett vorbei gehen.

  19. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: Schattenwerk 26.11.18 - 15:32

    Genau. Und für welche Stelle sollen diese Anforderungen repräsentativ sein?

  20. Re: "Programmieren" selbst "beibringen"

    Autor: mnementh 26.11.18 - 15:34

    Skruzzls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Computer_Science schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wir geben den Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch immer 3-tägige
    > > Mini-Projekte als Einstellungstest:
    > > * optimiere Route / Beladung einer LKW-Rundreise über 50 Städte
    > > * finde nicht-triviale (d.h. > 2) Arbitragezyklen für 50 Währungen auf
    > 30
    > > unterschiedlichen Märkten
    > > * schreibe ein rudimentäres Betriebssystem, das in VirtualBox bootet und
    > 2
    > > Prozesse abwechselnd ausführt
    > > * schreibe einen Compiler für eine vorgegebene, rudimentäre
    > Scriptsprache
    > >
    > > keiner der "Quereinsteiger" bzw. "Autodidakten" hat auch nur eine dieser
    > > Aufgaben ansatzweise gelöst ... die *richtigen* Developer mit
    > Uniabschluss
    > > hingegen schon
    >
    > Und heute bei "Die IT-Industrie kriegt ihr Jobs nicht gefüllt". Ich nehme
    > mal stark an, dass keine der Aufgaben tatsächlich Anwendung in euren
    > Entwicklungen findet. Wenn dies der Fall ist, ist das ein typisches
    > Beispiel dafür, dass man Erwartungen viel zu hoch ansetzt bei Jobs á la
    > "Wir brauchen einen Kernphysiker, der bei uns Brot backt".
    >
    > Ich für meinen Teil habe mir 90% meines Wissens selbst beigebracht. Bin ich
    > deshalb ein schlechter Programmierer? Ich behaupte nein.

    Ich konnte programmieren bevor ich mit dem Studium begann. Das habe ich auch sicher nicht im Informatikunterricht in der Schule gelernt. Ich konnte programmmieren weil ich es können wollte. Und das - der Willen zu lernen - ist meines Erachtens das wichtigste Merkmal von guten Programmierern oder Technikern, ob mit oder ohne Studium.

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