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Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

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  1. Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: exxo 17.10.19 - 12:26

    Die Rechnung ist ganz einfach für einen Top Berater oder Entwickler im SAP Umfeld.

    Mit einem Stundensatz von 112 Euro können zwar 233k Umsatz generiert werden.
    Aber die Firmen die soviel Geld ausgeben, beauftragen idr keine Kleinunternehmen.
    Also ist man Subcontractor und bekommt weniger.

    Wenn dann 200k übrig bleibt bleiben, ist das erstmal viel auf den ersten Blick.
    Nun nimmt man an das jemand mit solchen Skills bei solchen Kunden die höchste Tarifgruppe erhält oder außertariflich bezahlt wird, wenn er angestellt wäre.

    Das sind idr über 100k Brutto Gehalt mit 30 Tagen Urlaub. Wer sauber kalkuliert rechnet noch 10 Tage Ausfall für Krankheit hinzu.
    Der Arbeitgeber zahlt nochmal auf das Bruttogehalt knapp 30 Prozent Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung.

    Große Kunden bieten oder eine Pensionskasse und zahlen dort für den Mitarbeiter monatlich ein.

    Schulungen bezahlt der Arbeitgeber. Im IT Bereich fallen Trainings quasi jährlich an

    Nun verrechnet man alles was ich aufgezählt habe mit dem Teil des Umsatz den ein Freelancer als Subcontractor macht. Nun zieht man davon Steuern, Kosten für Steuerberater oder Zeitaufwand wenn man das selber macht, Arbeitsausfall und Urlaub ab.

    Die Differenz zwischen dem realen Netto eines Freelancer und eines Angestellten ist schlussendlich relativ gering. Diese Differenz ist lediglich ein (berechtigter) Obolus für das unternehmerische Risiko eines Freelancers.

  2. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Toleg 17.10.19 - 13:57

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dann 200k übrig bleibt bleiben, ist das erstmal viel auf den ersten
    > Blick.
    > Nun nimmt man an das jemand mit solchen Skills bei solchen Kunden die
    > höchste Tarifgruppe erhält oder außertariflich bezahlt wird, wenn er
    > angestellt wäre.

    Der war gut.
    Die höchste Tarifgruppe erhalt nicht der, wer die besten Skills hat, sondern der mit dem höchsten Abschluss, meister Betiebszugehörigkeit und meist auch nur, wenn er sich mit dem Vorgesetzten gut versteht.

    Also wird für den Herrn aus dem Artikel äusserts schwierig, er hat nämlich nicht einmal einen Hochschulabschluss.

  3. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: exxo 17.10.19 - 16:37

    Du scheinst sehr unzufrieden zu sein.

    Dann geh doch zu einer privaten FH und mach abends einen Fachwirt oder Bachelor.

    Übrigens steht in den Tarifverträgen als Richtlinie für Eingruppierungen immer auch das eine Qualifikation auf anderem Wege als über eine Hochschule erworben sein kann.

    In meiner Abteilung sind alle Kollegen als ausertarifliche oder im höchsten Tarif unterwegs. Eine Hochschule hat die Hälfte der Leute besucht.

    Wir haben immer wieder extrem teure Freelancer die neben 20 Jahren Erfahrung lediglich einen Abschluß auf der Volksschule gemacht haben

  4. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Trockenobst 17.10.19 - 20:43

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Grundsätzlich ist das alles richtig, wenn auch das mit den Finanzen sehr anders sein kann.

    > Schulungen bezahlt der Arbeitgeber. Im IT Bereich fallen Trainings quasi
    > jährlich an

    Die Trainings der Firmen sind für fortgeschrittene Themen meistens wertlos. Was jedoch interessant für Feste ist, das man sich mit Trainings strategisch gewählt aus schlechten
    Situationen befreien kann. Einfach mal drei Monate vorplanen, wenn man das Gefühl hat das das aktuelle Projekt fällt bis dahin inhaltlich auseinander ist man genau in der Schulung ;)

    > Nun zieht man davon Steuern,
    > Kosten für Steuerberater oder Zeitaufwand wenn man das selber macht,
    > Arbeitsausfall und Urlaub ab.

    Bei einigen Leuten im Mittel des Umsatzes sind das die ersten drei, vier Wochen des Jahres die sie für diese Kosten arbeiten. Alles danach kommt in das Rentenkonstrukt, das je nach Risiko, mindestens 20% mehr als die gesetzliche Rente abwerfen wird. 20% mehr ist viel.

    Als One Man Show hat man selten komplexe Buchhaltungen. Das sind im Idealfall 12-20 Rechnungen im Jahr die du stellst und die Ausgaben für digitale Kosten wie Webpage/Hosting. Meine Aufwände sind 2h pro Monat für das alles.

    > Die Differenz zwischen dem realen Netto eines Freelancer und eines
    > Angestellten ist schlussendlich relativ gering

    Für das Netto hast du in vielen Fällen Recht, wobei man hier auch * hinstellen muss.
    Bist du in vielen Firmen auf solche Umsätze kommst, musst du 10 Jahre dabei sein und wirst in der Regel Mitarbeiterverantwortung übernehmen müssen. Dazu kommen ca. 30% deiner Zeit die du nur damit verbringst deine Position zu verteidigen und die "Organigramm" Spielchen (Wer bekommt die nächste Beförderung?) mitspielen zu müssen.

    Als externer hatte ich mit den schlimmsten Taktierern in Firmen immer eine gute Arbeitsbeziehung. Ich war nie gefährlich für sie, und deswegen wurde auch nicht ausgebootet.

    Diese Freiheiten sind GOLD wert für mich. z.B. ist das Netzwerk ausgefallen. Wenn du als interner keine freien Tage nehmen willst, wirst du irgendwo hin geschickt um Ordner zu sortieren oder sonst was. Oder wenn du Gäste hast und drei Tage wegbleiben willst. Das kann ich einfach machen, solange die vereinbarten Ziele erreicht sind. Das geht als Interner nicht.

    Anderes sehr häufiges Beispiel: die Anschlußfinanzierung für das Projekt ist nicht in trockenen Tüchern. Ich bleibe einfach zwei Wochen daheim, und mache eigene Themen, und dann komme ich wieder wenn das Geld da ist. Bei Festen wird in Quartalen oder gar in Projektlängen gerechnet (jedenfalls bei großen Firmen) und wenn so was passiert ist der ganz schnell mal in einem "Scheißprojekt" weiter geparkt worden. Ein, zwei Wochen "abwarten" geht nicht.
    Dann steckt man da "erst mal" sechs Monate drin.

    So kam es häufiger vor, dass ich im "coolen" Projekt geblieben bin, während die Topleute "leider" wegen der internen Abläufe und Spielchen eben in die Nervprojekte abgeschoben wurden.

    Neben der besseren Rente ist das ein Hauptgrund warum man Externer bleiben möchte. Und nicht das wir uns falsch verstehen: viele Firmen finden genau diese Freiheiten eigentlich unmöglich!!! und nutzen ihre Lobbys das dies abgeschafft wird.

  5. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: exxo 18.10.19 - 02:03

    Oha.

    Das sind ja schlimme Zustände die dürfen da skizzierst.

    Mal ehrlich, bei deinen Kunden will ich nicht mal also externer arbeiten.
    Du solltest dir neue Kunden suchen.

    Anscheinend habe ich Glück mit meinen Arbeitgeber, denn alles was ich aufgezählt habe, trifft bei mir zu. Freelancen lohnt sich einfach nicht für mich. Und keine Sorge, diese Firma bietet eine super Pensionskasse an, die mir eine Rente ermöglichen wird die deutlich mehr bieten wird als die gesetzliche Rente.

    Blöde Projekte musste ich bisher nie durchziehen. Wenn ich keine Lust auf ein bestimmtes Thema habe, dann bin ich halt mit was anderem beschäftigt. Notfalls werden externe für solche Themen angeheuert ;)

    Von daher gilt weiterhin, wer was kann, kommt als Angestellter bei einem sehr guten Arbeitgeber unter und kann sich das Arbeiten auf Rechnung sparen.

  6. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Bitfuchs 18.10.19 - 09:01

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oha.
    >
    > Das sind ja schlimme Zustände die dürfen da skizzierst.
    >
    > Mal ehrlich, bei deinen Kunden will ich nicht mal also externer arbeiten.
    > Du solltest dir neue Kunden suchen.
    >
    > Anscheinend habe ich Glück mit meinen Arbeitgeber, denn alles was ich
    > aufgezählt habe, trifft bei mir zu. Freelancen lohnt sich einfach nicht für
    > mich. Und keine Sorge, diese Firma bietet eine super Pensionskasse an, die
    > mir eine Rente ermöglichen wird die deutlich mehr bieten wird als die
    > gesetzliche Rente.
    >
    > Blöde Projekte musste ich bisher nie durchziehen. Wenn ich keine Lust auf
    > ein bestimmtes Thema habe, dann bin ich halt mit was anderem beschäftigt.
    > Notfalls werden externe für solche Themen angeheuert ;)
    >
    > Von daher gilt weiterhin, wer was kann, kommt als Angestellter bei einem
    > sehr guten Arbeitgeber unter und kann sich das Arbeiten auf Rechnung
    > sparen.

    Vielleicht sollte ich Freelancer werden um an eine brauchbare Festanstellung zu kommen...

  7. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Toleg 18.10.19 - 09:34

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du scheinst sehr unzufrieden zu sein.
    danke, dass du dich um mich kümmerts :)
    >
    > Dann geh doch zu einer privaten FH und mach abends einen Fachwirt oder
    > Bachelor.

    wozu? Bin Dipl.-Inf.

    >
    > Übrigens steht in den Tarifverträgen als Richtlinie für Eingruppierungen
    > immer auch das eine Qualifikation auf anderem Wege als über eine Hochschule
    > erworben sein kann.
    >
    > In meiner Abteilung sind alle Kollegen als ausertarifliche oder im höchsten
    > Tarif unterwegs. Eine Hochschule hat die Hälfte der Leute besucht.

    sag ich doch, ihr versteht euch gut mit dem Chef, BR, HR und wem auch immer.
    Und ein Freelancer hat keine Lust, darüber zu diskutieren, er verlangt einfach seine 120¤/Std und und muss seinen Stundensatz nicht rechtfertigen.
    >
    > Wir haben immer wieder extrem teure Freelancer die neben 20 Jahren
    > Erfahrung lediglich einen Abschluß auf der Volksschule gemacht haben

    das bezweifle ich nicht, ganz im Gegenteil ist es sogar viel wahrscheinlicher als bei Festangestellten mit TV

  8. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Toleg 18.10.19 - 09:39

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anderes sehr häufiges Beispiel: die Anschlußfinanzierung für das Projekt
    > ist nicht in trockenen Tüchern. Ich bleibe einfach zwei Wochen daheim, und
    > mache eigene Themen, und dann komme ich wieder wenn das Geld da ist. Bei
    > Festen wird in Quartalen oder gar in Projektlängen gerechnet (jedenfalls
    > bei großen Firmen) und wenn so was passiert ist der ganz schnell mal in
    > einem "Scheißprojekt" weiter geparkt worden. Ein, zwei Wochen "abwarten"
    > geht nicht.
    > Dann steckt man da "erst mal" sechs Monate drin.

    So geschickt sich selbst in die Tasche zu lügen muss man auch können!
    Dich schickt der Kunde für 2 Wochen nach Hause anstatt woanders einzusetzten und du freust dich?!
    Der Festangestellte aus deinem Beispiel wird eintweder auf eine Weiterbildung geschickt oder in ein anderes Projet, aber Hauptsache er kriegt sein Gehalt weiter.
    Und wenn das Projekt doch so Sch.... ist, dann meldet er sich halt krank.

  9. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: MarkuusM 18.10.19 - 09:39

    Toleg schrieb:
    > Und ein Freelancer hat keine Lust, darüber zu diskutieren, er verlangt
    > einfach seine 120¤/Std und und muss seinen Stundensatz nicht
    > rechtfertigen.

    Dem guten Freelancer ist ja auch bewusst, dass der typische Interne in vielen Fällen in der Totalkostenberechnung deutlich teurer für den AG ist ...

  10. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: exxo 18.10.19 - 11:14

    Toleg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sag ich doch, ihr versteht euch gut mit dem Chef, BR, HR und wem auch
    > immer.
    > Und ein Freelancer hat keine Lust, darüber zu diskutieren, er verlangt
    > einfach seine 120¤/Std und und muss seinen Stundensatz nicht
    > rechtfertigen.

    Das Wohl auch, aber das ist nicht der springende Punkt.

    Angestellte mit den Qualifikationen, die unter den Lesern bei Golem üblich sind, werden bei einem Einsatz als Freelancer in einem Unternehmen das 120 Euro die Stunde zahlen kann, in unter dem Strich etwa das verdienen was ein Freelancer am Ende raus bekommt

    Das ich recht habe, sieht man daran das du meine Beiträge zeilenweise zitierst und ständig mit Nebenthemen sie Betriebsklima etc um die Ecke kommst.

    Also zusammengefasst, du hast kein Bock involviert zu sein und bist lieber externer. Das ist okay. Mir ist das auf die Dauer auf die Nerven gegangen weil externe nichts entscheiden oder gestalten können. Das ein Diplom Informatiker freiwillig nur auf Anweisung arbeitet ist okay. Mir hat das nie gefallen.

    Aber auch das ist egal weil es hier lediglich um die Bezahlung geht und dein off topic Kram damit nichts zu tun hat

  11. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: velo 18.10.19 - 13:19

    War auch lange selbstständig. Und, ja man kann viel verdienen - wenn man zb keinen Urlaub macht, keine Schulung bezahlt etc.

    Dazu kommen übrigens noch Hardware (wird nicht immer gestellt), sehr teure Versicherungen, wie Haftpflicht (ca. 1000 Euro / Jahr), Arbeitsunfaehigkeitsversicherung etc.

    Auch extrem viel Zeit kosten die Recherchen, Marketing und Buchhaltung.

    Am Ende, wenn man alles "sauber" macht, sicher weiterentwickelt und sich absichert, kommt man etwa auf das Gleiche hinaus.

    Meiner Erfahrung nach, haben in den meisten Firmen, die Freelancer nichts zu sagen, müssen vielleicht sogar den Kaffee mitbringen, sitzen auf dem schlechtesten Platz und werden immer nur 3 Monate verlängert.

  12. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Trockenobst 18.10.19 - 16:11

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind ja schlimme Zustände die dürfen da skizzierst.

    Bei großen Firmen 10,20 Projekten ganz normal.

    Ich hatte bei mehreren Projekten übles Mobbing von der Leitung miterlebt, wo man eine Abteilung gegen jeden Mist geschützt hat und jede andere Geopfert. Und das war ein 50 Millionen Projekt, das am Ende Millionen in Konventionalstrafe gezahlt hat, um diese Abteilung zu schützen.

    In großen Firmen sind Spielchen an der Tagesordnung, und genau aus dem Grund will ich kein Fester sein. Bis ich dahin komme wo ich diese Freiheiten und dieses Geld verdiene, muss ich 1/3 meiner Seele abgeben. Und ich kenne Leute, die sind in Banken, in Industrie, in IT, und jeder von denen hat ein zweimal was machen müssen was gegen ihren Charakter stand.

    Das musste ich nie. Ich bin dann lieber gegangen.

    > mich. Und keine Sorge, diese Firma bietet eine super Pensionskasse an, die
    > mir eine Rente ermöglichen wird die deutlich mehr bieten wird als die
    > gesetzliche Rente.

    Das ist ein absoluter Sonderfall. Schon allein deswegen, weil ich in der IT nur sehr wenige kenne, die bis zum echten Renteneintritt geblieben sind.

    Die tollen Pensionszusagen helfen nichts, wenn du zwischen 55 und 65 kackprojekte für 1/3 des Gehalts machst. Dann stürzt das alles wieder auf die Standardrente zusammen. Die meisten Leute rechnen sich das schön, genauso wie sich viele Freelancer die Zukunft schön rechnen.

    > Von daher gilt weiterhin, wer was kann, kommt als Angestellter bei einem
    > sehr guten Arbeitgeber unter und kann sich das Arbeiten auf Rechnung
    > sparen.

    Wo findet man die? Ich komme als externer viel rum, und beim Mittagessen gibt es meistens ein "so lala". Für meine Statistik habe ich nirgendwo das Gefühl gehabt: jetzt ist es Zeit, das ist ein Superladen mit supergoldenen Henkeln im Bad, jetzt bleibe ich und lasse mich Fest einstellen.
    Ganz im Gegenteil, mich fragen gerade in den letzten Jahren viele Feste, was man denn tun muss um ein Freier zu werden. Da hast du nach meiner Meinung viel Glück gehabt.

  13. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Toleg 18.10.19 - 17:29

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Angestellte mit den Qualifikationen, die unter den Lesern bei Golem üblich sind, werden bei >einem Einsatz als Freelancer in einem Unternehmen das 120 Euro die Stunde zahlen kann, in >unter dem Strich etwa das verdienen was ein Freelancer am Ende raus bekommt

    da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Deutsche Firmen sind i.d.R. nicht bereit, Festangestellten ohne leitende Tätigkeit mehr als 80-100k zu zahlen

    > Also zusammengefasst, du hast kein Bock involviert zu sein und bist lieber
    > externer. Das ist okay. Mir ist das auf die Dauer auf die Nerven gegangen
    > weil externe nichts entscheiden oder gestalten können. Das ein Diplom
    > Informatiker freiwillig nur auf Anweisung arbeitet ist okay. Mir hat das
    > nie gefallen.
    und wieder Annahmen und Mutmaßungen.
    Ich bin ein Festangestellter.

  14. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: SoD 18.10.19 - 17:45

    Toleg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Deutsche Firmen sind i.d.R. nicht
    > bereit, Festangestellten ohne leitende Tätigkeit mehr als 80-100k zu
    > zahlen

    Und selbst mit leitender Tätigkeit, sind in kleineren und mittleren Firmen nicht mal die 80k nicht garantiert.

    Sag ich einfach mal so, als Teamleiter mit fachlicher und disziplinarischer Verantwortung, in einer kleinen 300 Mitarbeiter Firma.

  15. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: exxo 18.10.19 - 19:09

    Eure kleinen Unternehmen werden auch nicht bereit sein einen Senior SAP Berater als Freelancer für 120 Euro die Stunde anzuheuern.

    Ergo passt das was ich oben geschrieben habe. Ihr müsst den ersten Post nur mal genauer lesen.

    Btw zahlen Chemie, Auto, Luftfahrt, Banken und Pharmaindustrie nach Tarif und gruppieren Ihr Mitarbeiter sehr hoch ein.

    Wer 40h der höchsten Entgeltgruppe im Tarif der IG Chemie oder Metall verdient, liegt über 100K Brutto. Leitende sind AT und nehmen nochmal 15 bis 25 Prozent mehr mit.

    Wer 112 Euro die Stunde aufschreibt und 221 Tage zu acht Stunden arbeitet und den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung rausrechnet, kommt auf 118K vor Steuern und Sozialversicherung. Das sind gerade mal 8000 Euro Brutto mehr als ein SAP Inhouse Berater in einer der von mir genannten Branchen Brutto verdient.

    8000 Euro sind also der Abschlag für einen unsicheren Job ohne Abfindung wenn sie einen loswerden wollen.

    Von daher lohnt sich Freelancing nicht wirklich

  16. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: dura 18.10.19 - 20:01

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer 112 Euro die Stunde aufschreibt und 221 Tage zu acht Stunden arbeitet
    > und den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung rausrechnet, kommt auf
    > 118K vor Steuern und Sozialversicherung. Das sind gerade mal 8000 Euro
    > Brutto mehr als ein SAP Inhouse Berater in einer der von mir genannten
    > Branchen Brutto verdient.

    Ähm, der AG-Anteil beträgt 80 000?
    Ist das nicht ein wenig hoch gegriffen?

  17. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: whitbread 18.10.19 - 22:05

    Ach liebe Leutchen - warum muss so ein eigtl. unemotionales Thema so heiss diskutiert werden?!? Das hat einfach soviele Facetten und den Leuten sind soviele unterschiedliche Dinge wichtig...
    Ich kenne beide Seiten und sowenig ich mir vorstellen kann, nach Jahren noch am gleichen Platz zu arbeiten, so sehr würde ich mir mehr Planungssicherheit wünschen. Es ist ein bisschen Schicksal, ein bisschen Veranlagung und ein bisschen eigene Entscheidung.
    Dass man heute grob sagen kann, dass keiner grossartig unterschiedlich bezahlt wird, ist doch wunderbar.

  18. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Konphite 19.10.19 - 06:54

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eure kleinen Unternehmen werden auch nicht bereit sein einen Senior SAP
    > Berater als Freelancer für 120 Euro die Stunde anzuheuern.
    >
    > Ergo passt das was ich oben geschrieben habe. Ihr müsst den ersten Post nur
    > mal genauer lesen.
    >
    > Btw zahlen Chemie, Auto, Luftfahrt, Banken und Pharmaindustrie nach Tarif
    > und gruppieren Ihr Mitarbeiter sehr hoch ein.
    >
    > Wer 40h der höchsten Entgeltgruppe im Tarif der IG Chemie oder Metall
    > verdient, liegt über 100K Brutto. Leitende sind AT und nehmen nochmal 15
    > bis 25 Prozent mehr mit.
    >
    > Wer 112 Euro die Stunde aufschreibt und 221 Tage zu acht Stunden arbeitet
    > und den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung rausrechnet, kommt auf
    > 118K vor Steuern und Sozialversicherung. Das sind gerade mal 8000 Euro
    > Brutto mehr als ein SAP Inhouse Berater in einer der von mir genannten
    > Branchen Brutto verdient.
    >
    > 8000 Euro sind also der Abschlag für einen unsicheren Job ohne Abfindung
    > wenn sie einen loswerden wollen.
    >
    > Von daher lohnt sich Freelancing nicht wirklich

    Ich denke du machst dir das mit dem Vergleich ein bisschen zu einfach. Klar lohnt sich Freelancing nicht unbedingt, wenn du schon als "most wanted Spezialist" in einem IG Metall Konzern angestellt bist und da mit 15 Jahren Betriebszugehörigkeit praktisch unkkünbar bist. Das ist ja quasi das maximum von dem, was man als Angestellter erreichen kann.

    Es gibt aber auch eine Menge anderer Realitäten. Hier mal ein direkter Vergleich:

    Mein Bruder und ich sind beide im CI/CD sowie Cloud Umfeld unterwegs mit Schwerpunkt Architektur und Operations. Wir sind beide gelernte Fachinformariker. Ich habe dazu noch einen Bachelor Abschluss in Wirtschaftsformatik von einer privaten FH. Mit 2 Jahren Berufserfahrung bin ich in einen IG Metall Konzern in NRW gewechselt. Eingruppiert bin ich in EG 8, mit Leistungszulage von 10%, einer übertariflichen Zulage sowie 39 Stunden komme ich auf 48.000 Brutto. Sprich ich habe die EG praktisch schon komplett ausgeschöpft. Das war für mich vom Mittelständler ein Gehaltssprung von fast 40%.

    Mein Bruder hingegen ist nach Berlin gegangen und arbeitet dort als Freelancer in diesem Bereich und betreut dort dutzende Startups die ne professionelle CI/CD Pipeline und skalierbare Cloud Infrastrukturen brauchen, sich aber keinen Festangesgellten Experten leisten können der sich Vollzeit darum kümmert. Der kommt auf ein Brutto Gehalt von knapp 150.000.

    Klar geht als Freelancer einiges runter und man kann sich das natürlich auch schlecht rechnen mit Schulungen und Arbeitszeit für Rechnungen schreiben. Die Lebenswirklichkeit ist allerdings, dass mein Bruder mehr als das doppelte meines. Netto Gehalts in der Tasche hat und er sich mit zwei Kindern ein Eigenheim leisten kann was ich nicht mal im Ansatz mit einem Kind könnte usw.

  19. Re: Tatsächlich verdienen Freelancer nicht mehr als Angestellte

    Autor: Toleg 19.10.19 - 09:53

    Konphite schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Bruder und ich sind beide im CI/CD sowie Cloud Umfeld unterwegs mit
    > Schwerpunkt Architektur und Operations. Wir sind beide gelernte
    > Fachinformariker. Ich habe dazu noch einen Bachelor Abschluss in
    > Wirtschaftsformatik von einer privaten FH. Mit 2 Jahren Berufserfahrung bin
    > ich in einen IG Metall Konzern in NRW gewechselt. Eingruppiert bin ich in
    > EG 8, mit Leistungszulage von 10%, einer übertariflichen Zulage sowie 39
    > Stunden komme ich auf 48.000 Brutto. Sprich ich habe die EG praktisch schon
    > komplett ausgeschöpft. Das war für mich vom Mittelständler ein
    > Gehaltssprung von fast 40%.
    Ist EG 8 nicht zu tief für einen Akademiker? Oder liegt es daran, dass die für deine Position grundsätzlich Leute mit Berufsausbildung in Betracht ziehen?

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