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Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

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  1. Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: st0 16.10.19 - 22:48

    Viele IT-Projekte werden über Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiting Agencies und wie sie alle heißen vermittelt. Das heißt: Firma X hat einen Vertrag mit einem Großkonzern und rechnet mit eben jenem Konzern ab. Auf der anderen Seite hat Firma X einen Vertrag mit einem Freiberufler, Freiberufler rechnet mit Firma X ab.

    Hat jemand seriöse Zahlen, wie viel da klassischerweise mitgeschnitten wird?

    Ich hätte für mein erstes Projekt hier in Wien ein Angebot bekommen, 55¤/h (alles hier exkl. Ust) für mich und die Firma schlägt ein Fixum von 15¤/h oben drauf. Die waren die einzigen, die es mir seriös sagen konnten.
    Weiteres Beispiel: ich bekam neulich ein Angebot in Hamburg zu arbeiten, Tagessatz 640¤ und 15% on Top für die Vermittlungsfirma, sprich knapp 100¤ pro Tag.

    Ich habe auch schon Extrembeispiele gehört, zum Beispiel mit zwei Zwischenfirmen, am Ende rechnet die große IT-Consultingfirma über 110¤/h ab und der Freelancer erhält davon 65¤.

    Hat jemand schon mal über einen Vermittler als Freelancer gearbeitet und weiß, was dieser tatsächlich abgerechnet hat mit dem Endkunden? Kenne bisher solche Storys nur von Angeboten und Geschichten vom Hörensagen.

    Falls jemand ohne Vermittlern arbeitet: ist es realistisch als einzelner Freelancer bei Großkonzernen direkt anzuheuern? Ich habe bisher immer nur gehört, dass das für den Einkauf zu komplex ist und selbst wenn sie einen passenden Freelancer gefunden haben, dann machen sie das über eine ihrer Vermittlungsfirmen - und das im Wissen, dass das für den Konzern als Endkunden teurer wird.

  2. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: richtchri 17.10.19 - 01:02

    Ich kenne das unter dem Begriff „Royalty“ und die liegt im Bereich zwischen 15-25%.

  3. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: JackReaper 17.10.19 - 09:37

    Von 5% - 30% hab ich schon alles erlebt.
    Sofern die Agentur kein "Open Book" macht, oder man keinen guten Draht zu der Agentur hat, is das auch relativ schwer rauszufinden.

    Nachdem du aber in der Regel gefragt wirst was du haben willst, is das letztendlich "Deine Schuld" wenn du zu niedrig pokerst.

    Ich frag im Anschluss immer ganz dreist den Kunden direkt, oder ggf. andere Externe vor Ort, was so bei Ihnen rauskommt und passe mich dann ggf. nach oben an.


    Direkt Verträge mit Großfirmen abschließen klappt, zumindest bei mir, nur über Vitamin B / Empfehlungen. Da hilft ein gutes Netzwerk tatsächlich viel, es müssen aber definitiv keine 4000 Leute sein :D

  4. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: Geistesgegenwart 17.10.19 - 09:43

    JackReaper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von 5% - 30% hab ich schon alles erlebt.

    Kann ich so bestätigen, diese Margen habe ich ebenfalls schon erlebt. 10-20% finde ich allerdings auch Fair, schliesslich übernimmt die Agentur für dich den Vetrieb und (je nach Vertrag) auch das Zahlungsausfallrisiko des Endkunden. Hays z.B. macht das so, d.h. ist dein Endkunde eine kleine Firma und geht insolvent, bekommst du dein Honorrar dennoch von Hays - denn gegen die hast du den Anspruch. Andere Anbieter sichern sich im Vertrag gegen die Insolvenz ab, sodass sie in dem Fall nicht zahlen müssen (z.B. Etengo, die nehmen aber auch nur 10-12%). Also immer das Kleingedruckte lesen.

  5. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: MarkuusM 17.10.19 - 10:06

    Das ist eines der großen Themen mit der Transparenz ...

    Es gibt von 3% bis 200% eigentlich alles auf dem Markt, weswegen sich gerade die teuren Sklavenhändler vehement und erfolgreich gegen die OpenBook Initiative gewehrt haben.

    Ich wähle meine Projektvermittler danach aus. Wenn ich mir selber einen Vertrieb leiste, dann kostet mich das aus der Erfahrung ungefähr 10-15% des Honorars. Nimmt sich der Projektvermittler mit OpenBook, also Transparenz sowohl zu Freelancer als auch Kunde, in der Größenordnung seine Marge, dann ist das völlig ok. Der Projektvermittler macht seinen Gewinn und ich bekomme über die größere Reichweite auch mal andere Themen angeboten. Startet der Vermittler seinen Descent und wandert deutlich unter 10%, dann trenne ich mich von ihm aufgrund mangelhafter betriebswirtschaftlicher Tragfähigkeit - es sei denn es ist ein normaler IT Systemladen der nur seine Spitzenbelastung per Externe abfedert. Nimmt sich ein Vermittler über 20%, dann muss es gute Begründungen geben, zB erhöhte Anfangsinvestitionen für einen neuen strategischen Kunden, da muss man dann reden. Steigt die Marge auf über 25% fliegt der Vermittler bei mir raus.

    Ich habe Projekte erlebt bei denen intransparent der Externe mit unter 800 Euro Tageshonorar abgespeist wurde, der Kunde aber über 2.000 Euro an den Vermittler zahlen musste. Das Missverhältnis in Erwartungshaltungen der Seiten führt zu brutalen Konflikten, die ich nicht haben muss.

    Als meist halbwegs fairen Korridor würde ich mal die 15% +/- 5% sehen, auch weil sich die Anbieter in dem Bereich deutlich menschlicher Mühe geben!

  6. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: norbertgriese 17.10.19 - 18:46

    Du willst doch Geld verdienen, also setz dein Jahresgehalt als Minimum dem Vermittler als ko Kriterium vor - entweder er hat dafür eine Angebot oder nicht.

    Wenn der Vermittler sich dumm und dämlich verdient, dann ist das sein Verhandlungsgeschick.

    Norbert

  7. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: ino-fb 23.10.19 - 13:20

    > Hays z.B. macht das so, d.h. ist dein Endkunde eine kleine Firma und geht insolvent, bekommst du dein Honorrar dennoch von Hays - denn gegen die hast du den Anspruch.

    Das ist kein Selbstlaeufer, auch Hays hat das in seinen Vertragsentwuerfen und man muss es heraushandeln. Und die haben noch andere Dinge drin, Standardzahlungsfristen von 45 Tagen etwa.

  8. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: ino-fb 23.10.19 - 13:31

    > Wenn der Vermittler sich dumm und dämlich verdient, dann ist das sein Verhandlungsgeschick.

    Blauaeugig, denn der Endkunde sieht nur das, was er dem Vermittler zahlt. Und das erwartet er von dir auch. Wenn die Schere also sehr gross ist, bekommst DU ein Problem.

  9. Re: Wie viel schneiden Vermittler, Zwischenfirmen, Recruiter, etc. eigentlich mit?

    Autor: scrumdideldu 23.10.19 - 21:34

    st0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falls jemand ohne Vermittlern arbeitet: ist es realistisch als einzelner
    > Freelancer bei Großkonzernen direkt anzuheuern? Ich habe bisher immer nur
    > gehört, dass das für den Einkauf zu komplex ist und selbst wenn sie einen
    > passenden Freelancer gefunden haben, dann machen sie das über eine ihrer
    > Vermittlungsfirmen - und das im Wissen, dass das für den Konzern als
    > Endkunden teurer wird.
    Der Grund liegt häufig in der Angst vor der Erwähnten Problematik mit der Scheinselbständigkeit.

    Ich arbeite generell nur mit Vermittlern die mit offenen Karten spielen und lasse mir in jedem Vertrag zusichern dass kein zweiter Vermittler mitspielt!

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