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Durchschnittsgehalt 62k

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  1. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Nutzer-name 17.01.20 - 14:17

    Steffo schrieb:
    > Ich weiß was Median ist, aber dass man innerhalb Deutschlands doppelt so
    > viel verdienen kann für dieselbe Arbeit, ist einfach nicht rechtfertigbar!

    Du meinst doppelt so wenig?

    Mein erster richtiger Arbeitgeber wollte mir auch erst nur 1400¤ Brutto im Monat zahlen. War jung, unerfahren, brauchte das Geld etc... und konnte innerhalb von 2 Jahren das Gehalt auf max 2200¤ steigern. Hatte dann die Schnauze voll und habe gewechselt mit einem Gehalt von 3250¤ (39K).. Zwei Jahre später lag ich schon bei 65K.. inzwischen noch mehr..

    Was ich damit sagen möchte ist, es ist sehr wichtig ob man sich über den Tisch ziehen lässt und wie gut man sich verkaufen kann und VOR ALLEM will!

  2. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Michael H. 17.01.20 - 14:39

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der OP postet sogar den Unterschied zwischen Median und Durchschnitt,
    > und
    > > sagt dass er von Sachen-Anhalt als Arbeitsort spricht. Irgendwie hast du
    > > das Konzept vom Durchschnitt nicht verstanden, wenn du eine der
    > > bestbezahlten Regionen aufführst und sagst der OP wird verarscht, wenn
    > er
    > > ein so niedriges Gehalt in einer der schlecht-bezahltesten Regionen hat.
    > >
    > > Die Lösung "Firma wechseln" ist natürlich richtig, aber nur wenn er in
    > den
    > > Raum Stuttgart oder München zieht - dann kommt er wieder in ähnliche
    > > Gehaltsregionen.
    >
    > Ich weiß was Median ist, aber dass man innerhalb Deutschlands doppelt so
    > viel verdienen kann für dieselbe Arbeit, ist einfach nicht rechtfertigbar!

    Och gibt schon so einige Gründe... der Hauptgrund sind die Grundstückspreise und Mieten, sowie die restlichen Durchschnittsgehälter...

    Wenn ich ne Firma in München habe, muss ich sogar mehr bezahlen, weil die Lebenshaltungskosten extrem hoch sind.
    Baugrund kostet 1750¤ in München (bis zu 4500¤/m² je nach location... )
    Für ne 32qm Einzimmerbutze biste schon Teils bei 1200¤ Kaltmiete
    Hab teils schon 12qm zimmer für 680¤ Kalt gesehen :D
    Preise in Supermärkten sind auch höher da die Kaufkraft höher ist.
    Da zahlste auch für n Belegtes Brot 3,80¤ beim Bäcker teilweise


    In Sachsen wohnt ne Freundin von mir in ner 4 Zimmer 109qm Wohnung für 780¤ Warm. In München wärste da bei guten 2k für die Wohnung wenns reicht.
    Für nen Baugrund in Sachsen biste bei 180¤/qm... also quasi ein zehntel...

    Leipzig Sachsen 180 ¤
    München Bayern 1.750 ¤

    Entsprechend kannste in Leipzig auch bei der Hälfte des Gehalts gut und gerne einen wesentlich besseren Lebensstandard halten. In München müssteste erstmal doppelt so viel verdienen um nen ähnlichen Standard zu haben (Wohnung/Haus) etc.

    Da es in Sachsen entsprechend günstiger ist, sind diverse Sachen vergleichsweise auch günstiger... damit der Handwerker in München seine Mitarbeiter bezahlen kann, muss er z.b. auch höhere Sätze verlangen. Was auch bedeutet dass dies die Lebenshaltungskosten beeinflusst

  3. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: SoD 17.01.20 - 15:45

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > drdoolittle schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist das jetzt ein Scherz? Wo verdient man bitte so viel für normale IT
    > > Jobs? Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > > Systemadministration so ca. 35-40k.
    >
    > Naja Support ist zum einen nicht gut bezahlt und Handel jetzt keine
    > Spitzenbranche. Studierte Softwareentwickler/Architekten (keine Admins!)
    > bekommen hier in Süddeutschland in jedem IG Metall Betrieb locker 62k, das
    > ist Tarif - bei entsprechender Eingruppierung. Ohne jegliche
    > Führungsverantwortung. Ist auch in meinem Entwicklerumfeld kein unübliches
    > Gehalt für Berufserfahrene (auch ohne Studium wenn der technische
    > Hintergrund passt).

    Welche IGM Unternehmen, stellen denn derzeit noch Entwickler ohne extreme Spezialisierung (autonomes Fahren, KI etc.) ein?

  4. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Anonymer Nutzer 17.01.20 - 15:48

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > drdoolittle schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist das jetzt ein Scherz? Wo verdient man bitte so viel für normale IT
    > > Jobs? Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > > Systemadministration so ca. 35-40k.
    >
    > Naja Support ist zum einen nicht gut bezahlt und Handel jetzt keine
    > Spitzenbranche. Studierte Softwareentwickler/Architekten (keine Admins!)
    > bekommen hier in Süddeutschland in jedem IG Metall Betrieb locker 62k, das
    > ist Tarif - bei entsprechender Eingruppierung. Ohne jegliche
    > Führungsverantwortung. Ist auch in meinem Entwicklerumfeld kein unübliches
    > Gehalt für Berufserfahrene (auch ohne Studium wenn der technische
    > Hintergrund passt).

    In nem IG Metall Betrieb kriegt man echt viel mehr .. ich war zuerst in einem ohne Tarif und hatte netto etwas mehr als Hälfte zu meinem jetzigen Einkommen. Ebenfalls Süddeutschland. Aber Tarifunternehmen gibt es immer weniger in diesem Landkreis.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 15:50 durch Bradolan.

  5. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ssj3rd 17.01.20 - 18:22

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Steffo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geistesgegenwart schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Der OP postet sogar den Unterschied zwischen Median und Durchschnitt,
    > > und
    > > > sagt dass er von Sachen-Anhalt als Arbeitsort spricht. Irgendwie hast
    > du
    > > > das Konzept vom Durchschnitt nicht verstanden, wenn du eine der
    > > > bestbezahlten Regionen aufführst und sagst der OP wird verarscht, wenn
    > > er
    > > > ein so niedriges Gehalt in einer der schlecht-bezahltesten Regionen
    > hat.
    > > >
    > > > Die Lösung "Firma wechseln" ist natürlich richtig, aber nur wenn er in
    > > den
    > > > Raum Stuttgart oder München zieht - dann kommt er wieder in ähnliche
    > > > Gehaltsregionen.
    > >
    > > Ich weiß was Median ist, aber dass man innerhalb Deutschlands doppelt so
    > > viel verdienen kann für dieselbe Arbeit, ist einfach nicht
    > rechtfertigbar!
    >
    > Och gibt schon so einige Gründe... der Hauptgrund sind die
    > Grundstückspreise und Mieten, sowie die restlichen
    > Durchschnittsgehälter...
    >
    > Wenn ich ne Firma in München habe, muss ich sogar mehr bezahlen, weil die
    > Lebenshaltungskosten extrem hoch sind.
    > Baugrund kostet 1750¤ in München (bis zu 4500¤/m² je nach location... )
    > Für ne 32qm Einzimmerbutze biste schon Teils bei 1200¤ Kaltmiete
    > Hab teils schon 12qm zimmer für 680¤ Kalt gesehen :D
    > Preise in Supermärkten sind auch höher da die Kaufkraft höher ist.
    > Da zahlste auch für n Belegtes Brot 3,80¤ beim Bäcker teilweise
    >
    > In Sachsen wohnt ne Freundin von mir in ner 4 Zimmer 109qm Wohnung für 780¤
    > Warm. In München wärste da bei guten 2k für die Wohnung wenns reicht.
    > Für nen Baugrund in Sachsen biste bei 180¤/qm... also quasi ein zehntel...
    >
    > Leipzig Sachsen 180 ¤
    > München Bayern 1.750 ¤
    >
    > Entsprechend kannste in Leipzig auch bei der Hälfte des Gehalts gut und
    > gerne einen wesentlich besseren Lebensstandard halten. In München müssteste
    > erstmal doppelt so viel verdienen um nen ähnlichen Standard zu haben
    > (Wohnung/Haus) etc.
    >
    > Da es in Sachsen entsprechend günstiger ist, sind diverse Sachen
    > vergleichsweise auch günstiger... damit der Handwerker in München seine
    > Mitarbeiter bezahlen kann, muss er z.b. auch höhere Sätze verlangen. Was
    > auch bedeutet dass dies die Lebenshaltungskosten beeinflusst

    So sieht es eben aus, bin auch von Niedersachsen nach Sachsen gezogen bzw. versetzt worden bei gleichem Gehalt (ca 2500¤ Netto) und habe nun ein Deutlich höheren Lebensstandard, einfach weil hier wirklich Alles günstiger ist, hätte ich so nicht erwartet. Überhaupt bist du hier schon mit 2000¤ netto in der oberen Gesellschafttsklasse :-)

    Dafür laufen hier halt viele AFD Wähler rum, die mich als Ausländer (komme aus Sibirien) doch recht häufig sehr böse angucken und auch schon handgreiflich geworden sind gegenüber meiner Frau (kein Kopftuch oder so, wird sind Atheisten durch und durch, nur halt bissel braunere Hautfarbe). Werde mich deswegen wieder zurück versetzen lassen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 18:24 durch ssj3rd.

  6. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: notuf 17.01.20 - 20:26

    drdoolittle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das jetzt ein Scherz? Wo verdient man bitte so viel für normale IT
    > Jobs? Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > Systemadministration so ca. 35-40k.

    Knapp 60k bekommt ein Softwareentwickler mit Master nach knapp 3 Jahren Berufserfahrung, wenn er wechselt. In Berlin. Die Softwareentwickler ziehen die Durchschnittsgehälter der IT hoch.

  7. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ayngush 17.01.20 - 20:42

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Knapp 60k bekommt ein Softwareentwickler mit Master nach knapp 3 Jahren
    > Berufserfahrung, wenn er wechselt. In Berlin. Die Softwareentwickler ziehen
    > die Durchschnittsgehälter der IT hoch.

    In Hannover auch. Geht auch ohne Master, Bachelor reicht. Aber als Entwickler kann ich auch ein wenig mit Zahlen und Formeln: Wenn 60K der Durchschnitt ist und Entwickler erfahrungsgemäß 60K bekommen, wie beeinflussen sie dann den Durchschnitt nach oben? Für den Nachweis winkt mit Sicherheit eine Fields-Medaille.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 20:43 durch ayngush.

  8. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: notuf 17.01.20 - 20:48

    Ich rede ja von Anfängern. Entwickler mit er Erfahrung verdienen mehr als die 60k.

  9. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: bennie 17.01.20 - 21:00

    drdoolittle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das jetzt ein Scherz? Wo verdient man bitte so viel für normale IT
    > Jobs? Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > Systemadministration so ca. 35-40k.

    Was verstehst du unter normal? Wie die anderen schon erklärt haben, es gibt in der Realität die ganze Skala rauf und runter. Ich, 40, in NRW bei einer mittelgroßen Versicherung in der IT, habe derzeit 80k bis 83k, abhängig von Bonus und ein paar bezahlten Überstunden. 10-11k sind die nächsten Jahre noch zu holen, bis ich am Maximum für diese Position angelangt bin. In der gleichen Stadt gibt es ein paar Banken wo mit gleicher Position 10-20k mehr drin wären, aber die sind mir das Chaos dort nicht wert.

    Ich arbeite wenn man so will auch als Systemadministrator, aber mit relativ hohem fachlichen Anspruch. Wenn Support, dann last level, ein bis drei weitere Teams sind je nach Thema davor aktiv gewesen. Zudem ist die Themenbandbreite erheblich und ich kann mit guten Entscheidungen/Aktionen dem Unternehmen sehr, sehr viel Geld sparen. Daher habe ich kein Problem damit, wenn dafür auch was kommen muss.

    Ich habe als Senior fachliche Verantwortung für eine Reihe von Infrastruktur-Themen, bei denen ich dafür sorge das Kollegen und Externe inhaltlich in die richtige Richtung laufen. Für mich ist das derzeit die perfekte Rolle: Noch weiter nach oben in der Hierarchie bedeutet vielleicht etwas mehr Geld, aber viel weniger Hands On/Praxis, weniger Entscheidungsfreiheit und definitiv nicht mehr 40h Woche, wie es jetzt meistens der Fall ist. (Real pendelt es zwischen 35 und 45, Freizeitausgleich gibt es ebenso ganz real wie bezahlte Überstunden, je nach Vorlieben.)

  10. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ssj3rd 17.01.20 - 22:46

    Irgendwie verkommt hier jeder Artikel zu einem Schwanzvergleich im Forum :-)

    Jeder haut dann raus wie viel er verdient, natürlich auch ob er Bonusse einstreicht und sonstige Vergütungen erhält. Ein bisschen Strange ist das ganze schon :-)

  11. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: notuf 17.01.20 - 23:43

    Ja. Aber es bietet auch eine gute Möglichkeit über die Marktpreise zu erfahren. Das erfährt man nicht immer so einfach. Und wenn man die Marktpreise kennt, kann man diese auch abrufen und den Preis entsprechend oben halten statt sich gegenseitig zu unterbieten.

  12. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: SoD 18.01.20 - 07:00

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich rede ja von Anfängern. Entwickler mit er Erfahrung verdienen mehr als
    > die 60k.

    Manche Entwickler mit Erfahrung verdienen mehr als 60k.
    In einem Konzern hier in Region um Stuttgart ist so um den Dreh das Einstiegsgehalt und geht AllIn auch hoch bis knapp unter 100k.
    Außerhalb der Konzerne und Tarif gebundenen Firmen gibt es aber die meisten Jobs und da bist du als Cloud Entwickler mit 10 Jahren Erfahrung auch mal nur mit 55k dabei.
    Mir wurde letztens auch eine Lead Cloud Architect Stellle für 54k angeboten, auf 12 Monate befristet oder ein Senior Azure Backend Developer bis 65k mit Befristung auf das Projekt.

  13. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: SoD 18.01.20 - 07:07

    bennie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was verstehst du unter normal? Wie die anderen schon erklärt haben, es gibt
    > in der Realität die ganze Skala rauf und runter. Ich, 40, in NRW bei einer
    > mittelgroßen Versicherung in der IT, habe derzeit 80k bis 83k, abhängig von
    > Bonus und ein paar bezahlten Überstunden. 10-11k sind die nächsten Jahre
    > noch zu holen, bis ich am Maximum für diese Position angelangt bin. In der
    > gleichen Stadt gibt es ein paar Banken wo mit gleicher Position 10-20k mehr
    > drin wären, aber die sind mir das Chaos dort nicht wert.
    >
    > Ich habe als Senior fachliche Verantwortung für eine Reihe von
    > Infrastruktur-Themen, bei denen ich dafür sorge das Kollegen und Externe
    > inhaltlich in die richtige Richtung laufen. Für mich ist das derzeit die
    > perfekte Rolle: Noch weiter nach oben in der Hierarchie bedeutet vielleicht
    > etwas mehr Geld, aber viel weniger Hands On/Praxis, weniger
    > Entscheidungsfreiheit und definitiv nicht mehr 40h Woche, wie es jetzt
    > meistens der Fall ist. (Real pendelt es zwischen 35 und 45,
    > Freizeitausgleich gibt es ebenso ganz real wie bezahlte Überstunden, je
    > nach Vorlieben.)

    Ich hatte disziplinarische Verantwortung für 5 Entwickler in Deutschland und dann noch ein Team im Ausland.
    Und die technische Verantwortung für diverse Projekte, Entwicklung und Betrieb, dazu noch Kundenkontakt,
    Workshops, Demos, internes sowie externes Requirements Engineering usw. Überstunden waren mit dem Gehalt abgegolten.
    Ich kam hier in Stuttgart nicht auf 80k, meine Senior Entwickler lagen bei 50-60k.
    Bei meiner Stellensuche derzeit merke, dass ist vom Gehalt wohl auch nicht normal, sondern zu viel!
    Das Durchschnittsgehalt kommt halt deswegen zustande, weil im Konzern ganz gut verdient wird. Auch im Consulting
    gibt es noch bessere Löhne. Wenn man aber die unbezahlten Überstunden und im Consulting die unbezahlte Reisezeit wieder rausrechnen würden,
    würde der Schnitt sicher etwas sinken.

  14. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: StopTrolling 18.01.20 - 14:11

    Ich habe Ende 2018 meinen Master gemacht und bin Januar 2019 bei einer Firma im Ruhrgebiet eigestiegen. Bin also gerade so ein Jahr da.
    Eingestiegen bin ich Inhouse(kein Reisen) mit 54k¤(13,5 Gehäter) und 38 Stundenwoche. Überstunden werden abgefeiert oder ausbezahlt und mit Stechuhr erfasst. In meiner Konzerntochter wird nicht nach Tarif gezahlt. Im Mutterkonzern gibt es mehr. Alle Stellen mit fachlicher Verantwortung (Product Owner/Projektleiter) liegen auch noch deutlich höher (>5000¤) zum Einstieg. Mit über 10 Jahren Erfahrung kann man dann bis auf 85k¤ kommen, darüber ist auch alles möglich, aber dann ist man halt AT-Mitarbeiter mit abgegoltenen Überstunden aber extra Urlaubstagen.

  15. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: bennie 18.01.20 - 16:33

    SoD schrieb:

    > Ich hatte disziplinarische Verantwortung für 5 Entwickler in Deutschland
    > und dann noch ein Team im Ausland.

    Eigenes Personal habe ich derzeit gar nicht. Meine Hierarchie- und Gehaltsstufe entspricht der von erfahrenen Team- oder Projektleitern, also eins über "Einsteiger" auf solchen Posten. Bei uns wird bis zu einem gewissen Grad Themenverantwortung genauso gut bezahlt wie Projekt- oder Budgetverantwortung.

    > Überstunden waren mit dem Gehalt abgegolten.

    Die sind bei mir mit eingerechnet. 100 bis 120 pro *Jahr*, mehr habe ich in zehn Jahren dort noch nie gemacht, die ich nicht abgefeiert habe. Man darf auch nicht vergessen, das in meinen 80-83k noch Betriebsrente etc drin ist, da ich das Brutto von der Lohnsteuerkarte meine.

    Mein Arbeitgeber zahlt nach dem PV-Tarifvertrag, siehe www.agv-vers.de -> Tarifverträge -> Gehaltstarifvertrag.

    13,5 Gehälter gibt regulär, dazu kommen einige Sozialleistungen. Viel mehr macht aber was anderes aus: Fast alle mittleren und großen Versicherungen verlängern diese Tarif-Tabellen nach unten (übertariflich) und nach rechts (außertariflich/AT). ÜT ist einfach mehr bei gleichen Bedingungen, AT ist in Höhe und Vertrag individuell pro Unternehmen.

    IT-ler sind je nach Aufgabengebiet und Erfahrung in Gruppe 4-8 unterwegs, seltener (wie bei mir) aber auch mit der Option nach AT zu wechseln. Ein besonderes Schmankerl ist die Gruppe AT-1, da man dort fast immer weiterhin stempelt, also abfeiern oder bezahlte Überstunden. Im Prinzip Gruppe 8 mit mehr Gehalt. Dahin schaffen es mit der Zeit viele Team-, Projekt- oder Themenverantwortliche.

    Was man auch nicht vergessen darf: Für Außenstehende ist es schwer, dorthin zu gelangen. Manchmal kann aus meiner Sicht die Not bestimmte Stellen bei uns zu besetzen nicht so groß sein, wie sie oft gemacht wird. Sonst würde man guten Bewerbern mit viel Erfahrung einfach das anbieten, was ich mir intern auch erarbeitet habe. Einstellung nach AT gibt es bei uns aber so gut wie nie von außen. Muss ich nicht verstehen.

  16. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Thomas 18.01.20 - 16:54

    SoD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > Manche Entwickler mit Erfahrung verdienen mehr als 60k.

    Also ein Senior Entwickler hat wirklich etwas falsch gemacht, wenn er mit unter 60k nach Hause geht. Mal jetzt von strukturschwachen Regionen abgesehen.

    > In einem Konzern hier in Region um Stuttgart ist so um den Dreh das
    > Einstiegsgehalt und geht AllIn auch hoch bis knapp unter 100k.
    > Außerhalb der Konzerne und Tarif gebundenen Firmen gibt es aber die meisten
    > Jobs und da bist du als Cloud Entwickler mit 10 Jahren Erfahrung auch mal
    > nur mit 55k dabei.
    > Mir wurde letztens auch eine Lead Cloud Architect Stellle für 54k
    > angeboten, auf 12 Monate befristet oder ein Senior Azure Backend Developer
    > bis 65k mit Befristung auf das Projekt.

    Also ich weiß wirklich nicht, ob das jetzt an der Region Stuttgart liegt oder ob man im Azure-Umfeld wirklich so viel weniger bekommt als bei AWS. Bitte nicht persönlich nehmen, aber verkaufst du dich evtl. schlecht bei potentiellen neuen Arbeitgebern?

    --Thomas

  17. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Thomas 18.01.20 - 17:00

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie verkommt hier jeder Artikel zu einem Schwanzvergleich im Forum
    > :-)
    >
    > Jeder haut dann raus wie viel er verdient, natürlich auch ob er Bonusse
    > einstreicht und sonstige Vergütungen erhält. Ein bisschen Strange ist das
    > ganze schon :-)

    Ja, irgendwie schon, aber liegt auch daran, dass häufig die realen Gehälter und entsprechende Statistiken angezweifelt werden. Ich glaube für einige ist es auch ganz hilfreich zu sehen, was man in unserer Branche wirklich verdienen kann, viele Arbeitgeber scheinen ihre Mitarbeiter ja wirklich stark unterdurchschnittlich abspeisen zu wollen.

    --Thomas

  18. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Sybok 19.01.20 - 01:35

    drdoolittle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das jetzt ein Scherz? Wo verdient man bitte so viel für normale IT
    > Jobs? Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > Systemadministration so ca. 35-40k.

    Kommt sicher immer drauf an, auch auf die Berufserfahrung. Ich hatte in Thüringen zuletzt 50K in der QA, weiß aber sicher, dass es hier sogar Stellen im Bereich von 60K gibt. Ist auch ein relativ "normaler" IT-Job, würde ich meinen. Bei zwei Gesprächen in der letzten Zeit wurde mir auch bestätigt, dass diese Gehaltsvorstellung realistisch ist. Es gibt aber natürlich auch immer starke Ausreißer nach unten, eine Firma erwähnte direkt bei der Einladung, dass man sich über dieses Thema noch mal unterhalten müsse, mal sehen ob ich vor Lachen vom Stuhl falle, wenn sie mir ihre Vorstellung mitteilen. Aber schlecht bezahlte Stellen gibt es in ganz Deutschland, und natürlich auch ganz besonders hier in Thüringen mehr als genung. Ist ja auch logisch: So lange es irgendwie geht, will man als Unternehmen seine Mitarbeiter natürlich so günstig wie möglich einkaufen.

    Mit persönlich geht es auch weniger um ein Spitzengehalt, ich will einfach nur meine Familie vernünftig versorgen können und natürlich nicht das Gefühl haben, dass ich ausgebeutet werde. Und was hier schon erwähnt wurde ist auch wichtig: Ein Spitzengehalt in München bringt mir am Ende vielleicht weniger, als ein überdurchschnittliches Gehalt in Thüringen. ;-)

  19. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Sybok 19.01.20 - 01:38

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie verkommt hier jeder Artikel zu einem Schwanzvergleich im Forum
    > :-)
    >
    > Jeder haut dann raus wie viel er verdient, natürlich auch ob er Bonusse
    > einstreicht und sonstige Vergütungen erhält. Ein bisschen Strange ist das
    > ganze schon :-)

    Ist doch anonym hier, wieso also nicht? "Schwanzvergleiche" sind natürlich albern, aber wenn viele mal nüchtern äußern was sie so bekommen ist das doch gut. So lange es denn glaubhaft vermittelt wird, finde ich so was sehr nützlich.

  20. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Tw80 19.01.20 - 06:48

    Ich war vorher auch bei einem Kleinunternehmen in Baden-Württemberg beschäftigt und hatte als Entwickler gerade mal 2700 Brutto verdient ( war aber 2011).
    Leider blieb ich aus Faulheit zu lange in der Firma und das Gehalt stieg nicht wirklich.
    Aber ich hatte in einer Kleinstadt gelebt und die Miete war mit 670 Euro für 74 qm warm doch ganz passabel.
    Vor drei Jahren dann endlich dem inneren Druck nachgegeben und mich einfach als Java Entwickler in ganz Deutschland beworben.

    Obwohl ich lange studiert habe (17 Semester Informatik an Uni ) und meine Noten auch nur durchschnittlich waren, wurde ich zu meinem Erstaunen in jedes Vorstellungsgespräch eingeladen.

    Ein Mittelständler aus NRW wollte mich direkt nach dem ersten Bewerbungsgespräch mit 42.000 euro einstellen.

    Dann kamen zwei Zusagen von Dax-Konzernen und jetzt bin bei einem DAX Konzern in Bayern beschäftigt und bekomme ca 85.000 euro brutto (nach Tarif mit Zulage für 40 Stundenwoche).

    Klar die Miete ist deutlich teurer, aber dennoch habe ich natürlich netto viel mehr übrig.

    Eigenes Haus werde ich mir wohl nicht mehr leisten, es sei denn ich will die Immobilie bis weit in die Rente hinein abbezahlen

    Jetzt bin ich 40 und die Arbeit im Konzern wird bisschen eintönig.

    Ein neue technische Herausforderung (z.B. reaktive Applikationen auf Kubernetes Basis zu entwickeln) und natürlich über 100.000 Euro zu verdienen, wäre toll, aber ich will weiterhin keine Führungsaufgaben wahrnehmen.

    Ich spüre aber immer den inneren Druck (womöglich letztmalig) was Neues suchen zu müssen, obwohl ich im Konzern wahrscheinlich bis zur Rente bleiben könnte...

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