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Durchschnittsgehalt 62k

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  1. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Lomex 19.01.20 - 08:46

    Masterabbrecher. 42k Einstieg als Java Entwickler. 48k nach der Probezeit. Nach erstem Jobwechsel (2 Jahre Später) auf 60k und nach einem Jahr später 70k + 1-3 Monatsgehälter Bonus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.20 08:47 durch Lomex.

  2. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Niaxa 19.01.20 - 11:24

    Bei Daimler, VAG, SAP, Airbus etc. ist das sicher ein durchschnittliches IT Gehalt. Bei Systemhaus xyz ist das wohl eher schon fast Bereichsleiter Niveau. Einen Echten Durchschnitt kann man in der Branche nicht so bananal dahinklatschen und den Leuten damit das Gefühl geben, sie verdienen zu viel oder zu wenig. Hier muss vor allem zwischen Konzern, Endkunde unter 500 und über 500 Mitarbeiter und Systemhaus unterschieden werden. Selbst bei Systemhäusern muss noch mal unterschieden werden zwischen den Fachbereichen Infrastrukturelle Themen, Entwicklung und SAP.

    Das sind alles gehaltstechnisch mega unterschiedliche Bereiche.

  3. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ayngush 19.01.20 - 11:43

    Die Unternehmen sollten sich mal Hinterfragen warum das so ist - und dann ggf. mal reflektieren, warum einige Fachkräftemangel haben und andere nicht.
    Sicherlich wird es immer gewisse regionale Unterschiede geben aber das Delta sollte nicht > 2 sein, da läuft was grundlegend falsch. KMU müssen akzeptieren, dass Entwickler mit weniger als 60.000 - 80.000 EUR AN-Brutto pro Jahr unterbezahlt sind und, sofern sie bereit sind den AG und ggf. den Standort zu wechseln, problemlos mehr bekommen können. Da hilft dann auch kein Jammern nach billigeren Entwickler, die wird es nämlich nicht geben. Und Argumente wie "dann würde der ja mehr verdienen als der Geschäftsführer" kann ich echt nicht mehr hören. Fragt euch halt mal, warum der GF so wenig Geld für das gesamte Betriebsrisiko bekommt! Und wenn man so "arm" ist als Unternehmen, dann muss man seine Ansprüche halt runter schrauben und kann keine Entwickler fest einstellen, dann muss man halt Projekte an externe in Auftrag geben... Das ist punktuell zwar noch teurer aber dafür hat man keinen Arbeitsvertrag zu erfüllen.
    In Wirklichkeit geht es aber meistens lediglich darum, dass die GF nicht bereit ist von ihren Kuchen ein im Vergleich mit anderen Stellen im Unternehmen etwas größeres Stück abzugeben.

  4. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Bitfuchs 19.01.20 - 12:04

    Scheinbar können es sich die Firmen halt nach wie vor leisten, auf Entwickler zu verzichten.
    Ich kenne einige Firmen, die lieber jahregelang eine Stelle nicht besetzen, anstatt mehr zu bezahlen. Ich habe selbst erlebt, dass die Leute bei uns den Vertrag nicht unterschreiben, weil es nur 28 Tage Urlaub gibt und die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
    Solange der Chef sich jedes Jahr noch einen weiteren Porsche in die Garage zu seine Sammlung stellen kann, ist ja auch kein wirkliches Problem vorhanden.

  5. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Bitfuchs 19.01.20 - 12:16

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ein Senior Entwickler hat wirklich etwas falsch gemacht, wenn er mit
    > unter 60k nach Hause geht. Mal jetzt von strukturschwachen Regionen
    > abgesehen.
    >
    > Also ich weiß wirklich nicht, ob das jetzt an der Region Stuttgart liegt
    > oder ob man im Azure-Umfeld wirklich so viel weniger bekommt als bei AWS.

    Das liegt an der Region, 65k sind hier ein echt gutes Gehalt. Java ist noch ein bisschen besser bezahlt als .NET.
    Eine Handvoll große Firman zahlt sehr gut, aber der Rest dafür eher schlechter. EnBW hat eine 36 Stunden Woche und sucht seit Jahren. Ich kenne 5 Leute die dort waren, ich auch, aber es läuft nach dem gleichen Schema. Ja man meldet sich nächste Woche, dann hört man zwei Monate nichts und es kommt eine Absage. DIe haben einen riesigen Mangel.

    Ein Bekannter mit Uni Diplim vom KIT, also recht gut qualifiziert, war auch nach 10 Jahren in diversen Mittelständischen Unternehmen und hat nach über 10 Jahren die 70k Marke geknackt. Inzwischen als Senior Cloud Consultant bei einer der großen Beratungen und da jetzt mit 80k, davon ab geht aber der zwingende Firmenwagen und drauf kommt noch die Reisezeit.

  6. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Anonymer Nutzer 19.01.20 - 12:36

    Bitfuchs schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------->EnBW hat eine 36 Stunden Woche und sucht seit Jahren. Ich kenne
    > 5 Leute die dort waren, ich auch, aber es läuft nach dem gleichen Schema.
    > Ja man meldet sich nächste Woche, dann hört man zwei Monate nichts und es
    > kommt eine Absage. DIe haben einen riesigen Mangel.

    Hab selbst mal in der Energiebranche gearbeitet einmal bei eine spezialisierten Softwarehrsteller, dann bei einem Energieversorger , jetzt bei einem IGM Konzern im Bereich Sanitär- und Heizungstechnik. Ich denke ich kann mir erklären warum es kein Problem ist für die Firmen im Zweifel nicht einzustellen: Deren Kerngeschäft ist nicht Softwareentwicklung. Klingt banal, aber ich denke das ist der Grund. Die meisten Informatiker bauen für diese Firmen die Webseite, oder es gibt Budget für "Digitalisierung", wo sich der Fachbereich dann irgendwelche Anwendungsfälle ausdenkt woraus dann im Idealfall "nice to have" - Apps werden, im Zweifel aber da Dienste betrieben werden die 10 User im Monat benutzen. Und die Firmen ticken dann halt so: Neue Person passt nicht ins Budget? Man findet niemanden, dann verlängern wir halt die Projektlaufzeiten. Sind ja eh nicht kriegsentscheidend. Ich weiss das ist eine Milchmädchenrechnung aber so läuft das da. Das ist quasi eine Vorstufe zum Beamtentum. Dann geht das Redesign halt 6 Monate später online, wen interessierts.

    Die vielen Benefits und guten Arbeitsbedingungen sind für viele der Grund sich fürstlich mit der Rolle als Industrie-Beamter zu arrangieren.

  7. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Niaxa 19.01.20 - 12:46

    Man muss auch wissen, das ein Gehalt von 80.000 Auf Arbeitgeberseite eben 160.000 bedeuten. So im Schnitt halt. Das ist ein haufen Holz für kleinere Firmen. Ich sehe auch den Wert nicht immer. Ein Entwickler der viel kann, ist auch nur viel wert, wenn er für mich etwas Entwickelt, was den Wert des Entwicklers deutlich übersteigt.

    Ganz einfach zu rechnen. Ich muss die 160.000 + 40% davon Umsatzsteuer + 3-7% Sonderkosten (Betriebliche Annehmlichkeiten, Fixkosten der Firma und Verwaltung etc.) Jährlich wieder rein bekommen. Und dann bin ich mit 232.000 Wert erst beim Selbstkostenpreis. Wenn der Entwickler für mich dann 300.000 umsetzt, dann kommen wir langsam in einen Bereich wo es sich geringfügig anfängt zu lohnen, einem Menschen langfristig ein solches Gehalt zu bezahlen. Schließlich besteht das Risiko bei einem unbefristeten Vertrag ja weiter, dass der Entwickler diese Leistung nicht immer bringt.

    Der Entwickler kann letzendlich der beste der Welt sein und ist mir keine 30.000 Brutto wert, wenn er für mich keinen Mehrwert bietet. Alle sagen immer wie viel doch so ein Entwickler wert sein MUSS. Nein es kommt letztendlich auf das Endprodukt darauf an, was der Entwickler wert ist. Und da wir auf der Welt nicht nur Googles, Microsofts, Apples, Samsungs und co. haben, haben wir auch ein vielfaches mehr Stellenangebote, wo die Entwicklung eben nicht das Gehalt wert ist, was der Entwickler bei Apple verdienen könnte, wenn er dort eine Stelle bekommen würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.20 12:50 durch Niaxa.

  8. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Thomas 19.01.20 - 13:14

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss auch wissen, das ein Gehalt von 80.000 Auf Arbeitgeberseite eben
    > 160.000 bedeuten. So im Schnitt halt.

    Erklär mal bitte, wie du auf die 160.000 EUR kommst. Wenn ich entsprechende Rechner wie z.B. https://www.nettolohn.de/rechner/gehaltsrechner-fuer-arbeitgeber/ bemühe, komme ich inkl. aller Lohnnebenkosten auf 96.600 EUR für den Arbeitgeber. Dazu kommen natürlich noch die üblichen Kosten wie der Arbeitsplatz, aber die hat man ja für jeden Mitarbeiter.

    > Das ist ein haufen Holz für kleinere
    > Firmen. Ich sehe auch den Wert nicht immer. Ein Entwickler der viel kann,
    > ist auch nur viel wert, wenn er für mich etwas Entwickelt, was den Wert des
    > Entwicklers deutlich übersteigt.

    Prinzipiell ja. Aber dann kann man halt auch als Unternehmen nicht erwarten, gute Entwickler zu bekommen, wenn man sich diese gar nicht leisten kann oder will.

    > Ganz einfach zu rechnen. Ich muss die 160.000 + 40% davon Umsatzsteuer +
    > 3-7% Sonderkosten (Betriebliche Annehmlichkeiten, Fixkosten der Firma und
    > Verwaltung etc.) Jährlich wieder rein bekommen.

    Also mal abgesehen davon, dass die 160.000 wohl nicht stimmen, wie kommst du denn dann noch auf die "+ 40% davon Umsatzsteuer"?

    > Und dann bin ich mit 232.000 Wert erst beim Selbstkostenpreis.

    Aber auch nur, wenn man so obskure Rechnungen aufstellst wie du. ;-)

    > Der Entwickler kann letzendlich der beste der Welt sein und ist mir keine
    > 30.000 Brutto wert, wenn er für mich keinen Mehrwert bietet. Alle sagen
    > immer wie viel doch so ein Entwickler wert sein MUSS. Nein es kommt
    > letztendlich auf das Endprodukt darauf an, was der Entwickler wert ist. Und
    > da wir auf der Welt nicht nur Googles, Microsofts, Apples, Samsungs und co.
    > haben, haben wir auch ein vielfaches mehr Stellenangebote, wo die
    > Entwicklung eben nicht das Gehalt wert ist, was der Entwickler bei Apple
    > verdienen könnte, wenn er dort eine Stelle bekommen würde.

    Dann bekommt die Firma halt keine guten Entwickler. Sollen sie sich aber auch nicht beschweren über Fachkräftemangel oder zu hohe Gehaltsvorstellungen. :-)

    --Thomas

  9. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Anonymer Nutzer 19.01.20 - 13:31

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss auch wissen, das ein Gehalt von 80.000 Auf Arbeitgeberseite eben
    > 160.000 bedeuten. So im Schnitt halt. Das ist ein haufen Holz für kleinere
    > Firmen. Ich sehe auch den Wert nicht immer. Ein Entwickler der viel kann,
    > ist auch nur viel wert, wenn er für mich etwas Entwickelt, was den Wert des
    > Entwicklers deutlich übersteigt.
    >
    > Ganz einfach zu rechnen. Ich muss die 160.000 + 40% davon Umsatzsteuer +
    > 3-7% Sonderkosten (Betriebliche Annehmlichkeiten, Fixkosten der Firma und
    > Verwaltung etc.) Jährlich wieder rein bekommen. Und dann bin ich mit
    > 232.000 Wert erst beim Selbstkostenpreis. Wenn der Entwickler für mich dann
    > 300.000 umsetzt, dann kommen wir langsam in einen Bereich wo es sich
    > geringfügig anfängt zu lohnen, einem Menschen langfristig ein solches
    > Gehalt zu bezahlen. Schließlich besteht das Risiko bei einem unbefristeten
    > Vertrag ja weiter, dass der Entwickler diese Leistung nicht immer bringt.
    >
    > Der Entwickler kann letzendlich der beste der Welt sein und ist mir keine
    > 30.000 Brutto wert, wenn er für mich keinen Mehrwert bietet. Alle sagen
    > immer wie viel doch so ein Entwickler wert sein MUSS. Nein es kommt
    > letztendlich auf das Endprodukt darauf an, was der Entwickler wert ist. Und
    > da wir auf der Welt nicht nur Googles, Microsofts, Apples, Samsungs und co.
    > haben, haben wir auch ein vielfaches mehr Stellenangebote, wo die
    > Entwicklung eben nicht das Gehalt wert ist, was der Entwickler bei Apple
    > verdienen könnte, wenn er dort eine Stelle bekommen würde.


    In diesem Ansatz (ob die Zahlen nun stimmen oder nicht ist ja für die Grundaussage egal) der betriebswirtschaftlichen Analyse hast du sicherlich recht, aber abgesehen von Tätigkeiten wie im Consulting, wo man das auf in Rechnung gestellte Stunden derart runterbrechen kann, können die meisten Firmen den Umsatz/Gewinn nicht im Verhältnis zur Leistung des Entwicklers individuell runterbrechen. Wie soll das auch gehen?

    Wenn das so gehen würde, und sowohl der Betrieb als auch der Entwickler exakt abschätzen könnten wie viel Umsatz auf 40h erwirtschaftet werden können, dann würde es ja viel mehr Sinn machen für die Firmen, wenn sie das gebotene Gehalt mit in die Stellenanzeige schreiben. Dann wüsste beispielsweise der 60k Entwickler das 40h seiner Arbeitszeit dem Umsatzwunsch entsprechen und man sich daher für 60k auf 40h einigen kann. Und der 80k Entwickler bewirbt sich erst gar nicht weil er 80k verdienen will oder man einigt sich auf 60k bei 30h. Er leistet halt dann das in 30h was ein weniger gegabter/erfahrener Entwickler in 40h leistet.

    Nur so lange das nicht funktioniert, macht es natürlich immer Sinn als Entwickler das meiste rauszuschlagen. Weil sonst ja jede Anstrengung deinerseits letztendlich nur der Reingewinn des Arbeitgebers ist. Ich sehe auch nur darin den Grund, warum die Arbeitgeber die Preise drücken. Die suchen jemanden für 60k deren Arbeitskraft eigentlich auch mit 80k gerecht vergütet wäre. Warum soll man darauf dann einschlagen? Aus Mitleid weil der Betrieb nicht genug Gewinn macht? Ganz ehrlich, dann soll er halt Pleite gehen wenn er im Markt nicht konkurrenzfähig ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.20 13:35 durch nweeiqr.

  10. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: 43rtgfj5 19.01.20 - 15:31

    Ich steige mal ein als Vergleich für Berufsanfänger / fertig studierte:
    AG ist eine Versicherung in Köln, habe Ausbildung als IT-Assistent hinter mir und befinde mich noch im Studium (Arbeite aber Vollzeit und unabhängig vom Studium). Nicht Entwickler, sondern eher Administration.
    Einstieg war jetzt 40k bei 13,5 Gehältern + Zulagen für Bereitschaft = ungefähr 47k Brutto


    Was mir aufgefallen ist bei Freunden aus Ausbildung und Studium: Auch in Köln gibt es viele AG die Mitarbeiter einstellen nach dem Motto "Sei froh dass du für uns arbeiten darfst!" und unter 30k für einen Bachelor mit 2,X Notenschnitt bezahlen.
    Ich bin kein riesen Verfechter vom Studium, aber 30k finde ich dann doch etwas Mau. Vor allem für Köln, wo man für eine halbwegs ansehnliche Wohnung schnell bei 14¤/qm kalt ist, also ca. 840¤ für 60qm, die ich als Single doch ganz gerne habe. Netto Steuerklasse 1 sind das ca. 1670¤ Netto im Monat, Warmmiete bei 840 ist dann ca. 1000¤ im Monat, bleiben 670 für alles andere. Dafür würde ich in Köln nicht arbeiten gehen. 40km außerhalb sieht es dann wieder anders aus, da kommt man mit 30k noch ganz gut über die Runden, aber auch nur weil die Miete nur die hälfte ist.

  11. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Thomas 19.01.20 - 15:47

    drdoolittle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das jetzt ein Scherz?

    Nein, die Realität.

    > Wo verdient man bitte so viel für normale IT Jobs?

    Zum Beispiel in der Softwareentwicklung, der Beratung oder im Bereich Cloud-Infrastruktur und Automatisierung.

    > Bei uns (Handel) bekommen 1st und 2nd Level Supporter inkl.
    > Systemadministration so ca. 35-40k.

    Naja, mach halt was anderes oder Wechsel die Branche, wenn du mit deinem Gehalt nicht zufrieden bist. Die IT bietet einen großes Spektrum an Jobs, auch was das Gehalt angeht.

    --Thomas

  12. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ayngush 19.01.20 - 17:41

    Das ist aber schon ein wenig Unfug, deine Rechnung. Abgesehen davon, dass dein AG Nettoaufwand für die Stelle nicht stimmt ist es halt so, dass nicht jede Stelle im Unternehmen direkt gegen einen Ertrag gegen gerechnet werden kann. Oder wie viel zum direkten Umsatz tragen deine Reinigungskräfte, das Sekretariat, das Archiv und der Hausmeister bei? Auch ist nicht jedes Unternehmen in einer Produktion angesiedelt und kann 1:1 Stellen gegen Ertrag rechnen. Unsere Dienstleistung kann ausschließlich wegen der von mir mitgeschaffenen Software und Geschäftsprozesse durchgeführt werden und sich mit dem Markt entwickeln. Ohne Entwickler wäre die Firma nichts weiter als eine Idee im Kopf. Gleichzeitig kannst du aber die Auswirkungen auf die Arbeitsleistung messen, wenn die Toiletten nicht mehr ordentlich gereinigt werden. Wie viel ist das Wert, wenn die Leute nur noch 50% zu leisten bereit sind? Hälfte der Lohnkosten? Hälfte des Umsatzes? Und wie viel ist es wert, wenn die Prozesse Zeitraubend, ineffizient, nicht automatisiert, nicht digitalisiert und innovationsverhindert wirken? Wie viel Verlust macht eine Firma durch schlechte oder gar keine Entwickler? Viel viel kostet es, wenn Ideen nicht realisiert werden können, weil kein Entwickler da ist, der die Ideen umsetzt?

    Einige GF glauben, nur weil sie die Firma mal gegründet oder noch schlimmer, in die GF reingewachsen sind, dass sie der Nabel der Welt wären ohne dem nichts läuft, dabei ist es immer das große Ganze und das gesamte Team, was ein Unternehmen auszeichnet, vom KMU bis zum Konzern.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.20 17:47 durch ayngush.

  13. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: ayngush 19.01.20 - 17:50

    Einstiegsgehälter sind immer etwas niedriger, es muss ja auch Raum zur Steigerung vorhanden sein. Du wirst mit entsprechender Erfahrung locker die 60k knacken bei der Gothar ;) Zumal die dringend jeden guten IT'ler brauchen, den sie bekommen können.

  14. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Zeussi 19.01.20 - 23:43

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss auch wissen, das ein Gehalt von 80.000 Auf Arbeitgeberseite eben
    > 160.000 bedeuten. So im Schnitt halt. Das ist ein haufen Holz für kleinere
    > Firmen. Ich sehe auch den Wert nicht immer. Ein Entwickler der viel kann,
    > ist auch nur viel wert, wenn er für mich etwas Entwickelt, was den Wert des
    > Entwicklers deutlich übersteigt.
    >

    Wie kommst Du auf 160k? Die Gehälter im Artikel und hier in den Kommentaren sind schon Brutto. Also das, was ein AG zu zahlen hat. Ein Netto-Gehalt hier rein zustellen macht ja auch keinen Sinn, bei Gehaltsverhandlungen wird der Bruttolohn verhandelt und Netto verdient bei gleichem Brutto jeder anders, je nach Steuerklasse (Verheiratet, Kind(er), ...), Religionszugehörigkeit, Bundesland. Oder woher kommt die Verdoppelung des Gehalts in Deinem Kommentar?

  15. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: 43rtgfj5 20.01.20 - 00:11

    Zeussi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Gehälter im Artikel und hier in den Kommentaren sind schon Brutto. Also das, was ein AG zu zahlen hat.

    Naja, nicht ganz. Der AG muss zB auch seine Beiträge zur Rentenversicherung zahlen.
    Bei 50k Bruttolohn sind das schnell 60k für den Arbeitgeber, die 10k kommen zum großteil von der Rentenversicherung und der Krankenversicherung, die der AG teilweise trägt.

    Aber dadurch ist nicht der o.g. Unterschied zu erklären. Bei mir kommen aber z.B. noch Betriebsrente, Vermögenswirksame Leistungen, übertarifliche bezahlte Urlaubstage, Jobticket welches ich aktuell nicht in Anspruch nehme, Zuschuss zum Essen in der Kantine, ...
    Vieles davon sind Fixkosten die für jeden Mitarbeiter fällig werden (Jobticket, VWL, ...) aber sie sind nunmal fällig, und das pro Mitarbeiter.

  16. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Michael H. 20.01.20 - 09:00

    Zeussi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niaxa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man muss auch wissen, das ein Gehalt von 80.000 Auf Arbeitgeberseite
    > eben
    > > 160.000 bedeuten. So im Schnitt halt. Das ist ein haufen Holz für
    > kleinere
    > > Firmen. Ich sehe auch den Wert nicht immer. Ein Entwickler der viel
    > kann,
    > > ist auch nur viel wert, wenn er für mich etwas Entwickelt, was den Wert
    > des
    > > Entwicklers deutlich übersteigt.
    > >
    >
    > Wie kommst Du auf 160k? Die Gehälter im Artikel und hier in den Kommentaren
    > sind schon Brutto. Also das, was ein AG zu zahlen hat. Ein Netto-Gehalt
    > hier rein zustellen macht ja auch keinen Sinn, bei Gehaltsverhandlungen
    > wird der Bruttolohn verhandelt und Netto verdient bei gleichem Brutto jeder
    > anders, je nach Steuerklasse (Verheiratet, Kind(er), ...),
    > Religionszugehörigkeit, Bundesland. Oder woher kommt die Verdoppelung des
    > Gehalts in Deinem Kommentar?

    Weil alle sozialen Abgaben zu 50% vom AG getragen werden. Verdopplung ist zwar nicht ganz korrekt... aber mit allen weiteren Maßnahmen, kann man pro AN am Jahresende noch n gutes Stück auf die Lohnkosten draufrechnen.

    Beispiel: 3000¤ Bruttolohn = 1938¤ Nettlohn = 600,75 ¤ Sozialabgaben = 3600,75¤ plus Umlagen = 3.718,34 ¤ Kosten für den Arbeitgeber. https://www.nettolohn.de/rechner/gehaltsrechner-fuer-arbeitgeber/ergebnis.html

    Vermutlich hat Zeussi das mit dem "50% der Sozialabgaben trägt der AG" zu wörtlich genommen.
    Steuern werden nicht geteilt :P

    Dazu kommen noch alle Bildungsmaßnahmen wie Schulungen, Zertifzierungen oder auch Fuhrpark und Inventar. Aber das ist erstmal irrelevant. Als AG haste im Schnitt nochmal gut n viertel draufzulegen ^^

  17. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Dino13 20.01.20 - 09:07

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einstiegsgehälter sind immer etwas niedriger, es muss ja auch Raum zur
    > Steigerung vorhanden sein. Du wirst mit entsprechender Erfahrung locker die
    > 60k knacken bei der Gothar ;) Zumal die dringend jeden guten IT'ler
    > brauchen, den sie bekommen können.

    Mit dem Argument kann man natürlich jede Unterhaltung erschlagen. Und nein wenn man bei unter 30k anfängt wird man sicherlich nicht ganz so einfach die 60k knacken. Ich kann nur jedem raten während des Studiums in der IT tätig zu sein. Das hilft ungemein.

  18. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Niaxa 20.01.20 - 11:37

    Ja lass ie 160 dann eben 100K sein, ändert nichts daran, dass eine kleine Firma sich keinen Entwickler zu so einem Preis leisten kann und gleichzeitig aber einen Entwickler braucht. Das wiederum bedeutet letztendlich, dass die kleinen sich auch beschweren dürfen, dass sie im Wettbewerb abgehängt werden, da sich nur Konzerne Entwickler leisten können.

    Auch mit 60K oder 100K weniger ist der Preis zu hoch für viele. Was will da eine kleine Klitsche machen? Und der Fachkräftemangel ist meistens nicht da. Es hocken auch genug Entwickler daheim, weil sie für das Geld nicht arbeiten wollen. Nur wie gesagt gibt es nicht nur Konzerne auf der Welt und leider deutlich mehr Entwickler, wie 80K+ Stellen für diese.

  19. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Adventure89 20.01.20 - 12:05

    Also ich, 31, > 10 Jahre Berufserfahrung (Ausbildung eingeschlossen), aus NRW, verdiene als IT-Systemadmin mit 2nd und 3rd Level Support, Projektabwicklung aus Adminsicht im Infrastrukturbereich 37.000¤ jährlich + Firmenwagen mit privater Nutzung + Tankkarte + Handy (auch private Nutzung) + Notebook.
    Wenn ich das also mal aufrechne, liege ich mit dem Auto und dem Handy bei ~45.000¤ jährlich.
    Ich habe eine normale Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und entgegen dem Trend hier keine Studium :-)
    Ich bin zufrieden mit dem Gehalt, auch wenn ich dieses Jahr gerne meine anstehende Lohnerhöhung auf 40.000¤ annehme.

    Aber irgendwie finde ich, dass Aussagen wie "der Chef will unbedingt noch nen Porsche..." oder "na dann haben kleine Firmen eben keine Lust mehr zu zahlen" blöd sind.
    Erstens, in Deutschland sind gerade die kleinen Mittelständler ein sehr wichtiger Teil für Wirtschaft und Gesellschaft. Denn auch Konzerne stellen nur bedingt ein, was machen die ganzen anderen potenziellen Arbeitnehmer dann?
    Und ein Unternehmer trägt ja auch immer ein Risiko. Es ist ja nicht damit getan, 25.000¤ für die GmbH zu zahlen, Kredite um zu investieren werden immer auch privat durch den Unternehmer bzw. seine Sicherheiten (zB Haus) abgesichert, was ist wenn die Firma wieso auch immer mal pleite gehen sollte usw?
    Plus die Tatsache, dass ja eben wie erwähnt Lohnnebenkosten auch durch den Arbeitgeber getragen werden müssen. Laut meinem Steuerberater kann man so grob von +20% auf das eigentliche Bruttogehalt ausgehen. In meinem Fall also etwa 45.000¤ die mein AG jährlich abgesehen vom Auto zahlt.
    Und das finde ich jetzt nicht wenig ehrlich gesagt.
    Natürlich wird es immer Spezialisten geben die wahnsinnig nach oben ausufern, aber meiner Meinung nach ist der gesamte Durchschnitt der Gehaltserwartungen deutlich zu hoch oder ein Wunschdenken einiger.
    Denn, wenn jeder die angeblich ihm "zustehenden" 60k und mehr verdienen würde, stelle ich mir die Frage, wie viele Unternehmen überhaupt noch wettbewerbsfähig wären...

  20. Re: Durchschnittsgehalt 62k

    Autor: Niaxa 20.01.20 - 15:11

    So sehe ich das auch. OK 37K kommt auch drauf an wo du wohnst. In Ulm und Umgebung kostet eine 2 Zimmerwohnung mit 60 qm teilweise über 1000¤ Warm. Ich habe Frau und 2 Kinder und da reichen 2 Zimmer und 60 Qm nicht wirklich. Daher benötige ich für die regionalen kosten auch dementsprechend ein passendes Gehalt.

    Im großen und ganzen ist es einfach so, dass viele denken, als Chef ist man automatisch Geldsack. Ich habe lange Nebenberuflich viele Mittelständler und Ärzte usw. betreut und kann aus Erfahrung sprechen, dass wenn es mal der Porsche sein soll, dieser meist hoch verdient für den Chef war. Aber meistens fahren auch die, normale Geschäftswagen. Und die sind auch meistens gefühlt 40 von 24 Stunden mit dem Geschäft beschäftigt sind. Manche haben es auch leichter. Arzt will ich nicht sein. Das ist Akkordarbeit, die man sogar leisten MUSS, sonst gibt es auf den Deckel. Und dann darf man sich Sachen anhören wie... Man fertigt doch eh nur alle Patienten ab. Der Alltag vieler vermeintlich wohlhabenden Scheffs, ist oft einfach nicht einfach :-) und ganz anders als es die eigene Wahrnehmung uns weis macht.

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      Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe
      Neben Star Trek leider fast vergessen

      Der Name Gene Roddenberry steht vor allem für Star Trek. Nach dem Ende der klassischen Serie hat er aber noch andere Science-Fiction-Stoffe entwickelt.
      Von Peter Osteried

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