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Nachweis

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  1. Nachweis

    Autor: visio-do 04.08.20 - 14:20

    Als Anwalt habe ich es vor 20 Jahren erlebt: Ein Kündigungsschreiben per Einschreiben/Rückschein verschickt. Keine Reaktion - Klage! Im Gerichtstermin erscheint der Gegner und fragt, was ich denn wolle. Er habe ein Schreiben von mir bekommen ohne Inhalt und er zeigt eine Kopie nur des Briefkopfes. Darunter alles leer. Ich solle besser auf mein Schreibbüro aufpassen.
    Tatsächlich hatte er diese Kopie hergestellt, das konnte ich ihm aber nicht beweisen. Prozeß verloren!
    Seitdem nutze ich für solche Schreiben zusätzlich das Fax. Das druckt das Faxprotokoll und darunter 2/3 der ersten Seite aus und beweist damit auch, was ich gesendet habe. Die wesentlichen Erklärungen stehen bei mir dann immer in den oberen 2/3 und sind davon erfaßt.
    Zudem habe ich beim Fax das Wochenjournal - und in einem Fall eines trickreichen Kollegen habe ich mir zusätzlich noch einen Verbindungsnachweis für diese Zeit schicken lassen, das reicht dann als Beweis. - Bei E-Mail funktioniert das nicht. Nicht beweissicher.
    Also lasst mir bloß diese alte Technik!!

  2. Re: Nachweis

    Autor: John2k 04.08.20 - 14:32

    visio-do schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Anwalt habe ich es vor 20 Jahren erlebt: Ein Kündigungsschreiben per
    > Einschreiben/Rückschein verschickt. Keine Reaktion - Klage! Im
    > Gerichtstermin erscheint der Gegner und fragt, was ich denn wolle. Er habe
    > ein Schreiben von mir bekommen ohne Inhalt und er zeigt eine Kopie nur des
    > Briefkopfes. Darunter alles leer. Ich solle besser auf mein Schreibbüro
    > aufpassen.
    > Tatsächlich hatte er diese Kopie hergestellt, das konnte ich ihm aber nicht
    > beweisen. Prozeß verloren!
    > Seitdem nutze ich für solche Schreiben zusätzlich das Fax. Das druckt das
    > Faxprotokoll und darunter 2/3 der ersten Seite aus und beweist damit auch,
    > was ich gesendet habe. Die wesentlichen Erklärungen stehen bei mir dann
    > immer in den oberen 2/3 und sind davon erfaßt.
    > Zudem habe ich beim Fax das Wochenjournal - und in einem Fall eines
    > trickreichen Kollegen habe ich mir zusätzlich noch einen
    > Verbindungsnachweis für diese Zeit schicken lassen, das reicht dann als
    > Beweis. - Bei E-Mail funktioniert das nicht. Nicht beweissicher.
    > Also lasst mir bloß diese alte Technik!!

    Es gibt aber auch andere Technik, die sicher ist. Ticketsysteme etc... Es müsste nur eine einheitliche Grundlage geschaffen werden.

    An sich war es ein genialer Zug von diesem Kollegen. Eine wirklich gute Finte.
    Aber müsste er nicht das Original vorlegen können? Habt ihr nur die Kopie verschickt?

  3. Re: Nachweis

    Autor: cruse 04.08.20 - 17:13

    Wir machen dafür vorher Smartphone-Bilder und zur Not wird eine 2. Person dazu geholt.
    Dabei geht es aber weniger um Einschreiben, sondern eher um den Inhalt von verschickten Paketen.
    Das Ganze wird auch archiviert und protokolliert.

    Ich finde das ganze schon sehr beweissicher - das mit der Kopie des Briefkopfes ist aber schon extrem dreist. Man hätte hier maximal über das Schriftbild des Kopfes argumentieren können, da eine Kopie nicht zwingend eine 1:1 Kopie ist, sondern leichte Änderungen aufweist bzw. aufweisen kann. (Aber häufig findet man etwas, vor allem bei Serifenschriftarten)

  4. Re: Nachweis

    Autor: visio-do 04.08.20 - 19:05

    Nein - das war von ihm getürkt! Aber von mir nicht zu beweisen.

  5. Re: Nachweis

    Autor: cruse 04.08.20 - 20:53

    Ok, hätte statt Bindestrich einen Punkt machen sollen.
    Das beweissicher war nicht auf dein Schreiben bezogen, sondern auf das Vorgehen von mir, bei mir.

    hier z.b. https://www.youtube.com/watch?v=7FeqF1-Z1g0
    Finde den anderen Link grad nicht, ist schon ein paar Jahre her.
    Wenn er den Briefkopf nur kopiert hat, kann man das unter Umständen nachweisen.
    Vor allem wenn er ein schön kompliziertes Logo hat oder Serifenschriftarten (wie TimesNewRoman).

  6. Re: Nachweis

    Autor: ahja 04.08.20 - 21:23

    Aber du weißt schon, dass es kein Fax mehr gibt? Es wird zwar fax genannt, aber rein technisch ist das eher eine e-mail an eine Telefon Nummer an der ein drucker ab hebt.

    Deswegen ist auch deine nachweisart obsolet. Du kannst nur beweisen, was du unverschlüsselt los geschickt hast. Du kannst nicht beweisen, dass der Inhalt unterwegs nicht geändert/gelöscht wurde.

    Das ging nur bei altem fax, was zwingend analoge Telefonleitung erfordert. Sry.

    Schade, dass De-Mail so verhunst wurde... Wenn das Ding sicher Ende-zu-Ende verschlüsselt gewesen wäre, mit Zertifikaten und einem sicheren Empfangsnachweis (und SPAM-Bekämpfung), dann wäre das was gewesen... Am Besten mit einer 2 oder 3 Wortadresse (musik.garten.fernseher@de-mail.de) verpflichtend für jeden Bürger oder so ähnlich. Unternehmen können dann neben ihrer 3-Wort-Adresse noch aliase (erforderlich aufgrund dsgvo und gobd) für Bewerbungen etc haben können.

    So on...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.08.20 21:40 durch ahja.

  7. Re: Nachweis

    Autor: GodsBoss 07.08.20 - 07:41

    > Finde den anderen Link grad nicht, ist schon ein paar Jahre her.
    > Wenn er den Briefkopf nur kopiert hat, kann man das unter Umständen
    > nachweisen.
    > Vor allem wenn er ein schön kompliziertes Logo hat oder Serifenschriftarten
    > (wie TimesNewRoman).

    Es müsste aber nachgewiesen werden, dass das Gegenüber die Kopie gemacht hat und nicht ein Fehler im "Schreibbüro" passiert ist. Das ist doch das Problem.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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