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Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

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  1. Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Hakuro 15.02.18 - 18:15

    Bei uns im Unternehmen (500 MA) liegt der Altersdurchschnitt bei ca. 40. Wir haben sehr viele Mitarbeiter, die bei uns noch in Rente gehen. Grundsätzlich finde ich es total gut, wenn man ältere Mitarbeiter nicht einfach aussondert. Die Leute haben das Unternehmen maßgeblich beeinflusst und auch ich möchte im Alter noch beschäftigt werden.

    Die Realität ist aber, dass es extrem Schwer ist, mit Älteren Mitarbeitern zu arbeiten die nicht den Sprung in eine Führungsposition geschafft haben. Ich kämpfe hier ständig gegen Windmühlen und es nervt einfach:

    - Mürrische Alte Böcke, die glauben sie wüssten alles besser, die aber den Blick für das große Ganze bereits verloren haben (oder nie hatten) und sich hinter 20 Jahre alten Technologien und ihre Frickeleien verstecken, die sie selbst kaum mehr verstehen.

    - Keine Ideen wie man Prozesse verbessern könnte. "Läuft doch". "Nein das geht nicht, das haben wir schon immer so gemacht". "Aaaach alles viel zu kompliziert" ... blabla...

    - Abblocken von neuen Organisationsformen. Beispiel: Jira Kanban statt Zettelwirtschaft. Da gibts tatsächlich Leute, die alles was sie ins Kanban schreiben, trotzdem noch mal ausführlich in ihr Notizbuch schreiben. Wenn man sie darauf anspricht: "Das habe ich schon immer so gemacht", "Das neue taugt doch nix".... Da fällt man echt vom Glauben ab.

    - Ständiges meckern, wie scheisse doch alles in der Firma ist und das es keine exorbitanten Gehaltserhöhungen mehr gibt ( dabei sitzen viele noch auf üppigen Altverträgen - verdienen teilweise 50% mehr, als neu Eingestellte Kollegen, die aber die identische Arbeit machen - oft sogar qualitativ hochwertiger (nach neusten Standards) und nachhaltiger).

    Ich könnte die Liste mit unendlich vielen Details fortführen.
    Es gibt natürlich auch ältere Mitarbeiter, die nicht so sind, aber die Masse ist das gewiss nicht. Und ich kann absolut verstehen, warum man sich ein junges Team wünscht. Da gehts nicht nur um Gehalt, sondern tatsächlich auch darum, dass man mit den Alten oft nichts umgesetzt kriegt. Die verwalten oft nur noch und KÖNNEN keine Innovation umsetzen.

    Von der angepriesenen sozialen Kompetenz älterer Mitarbeiter sehe ich im Arbeitsalltag oft überhaupt nichts. Gerade die Älteren Mitarbeiter werden oft sehr schnell ausfalllend, unsachlich und sind grundsätzlich eher ungeduldig, wenn etwas nicht so funktioniert oder abläuft, wie sie sich das vorstellen.

    Mich nervts einfach.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.18 18:20 durch Hakuro.

  2. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: FalschesEnde 15.02.18 - 22:43

    Hakuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Abblocken von neuen Organisationsformen. Beispiel: Jira Kanban statt
    > Zettelwirtschaft. Da gibts tatsächlich Leute, die alles was sie ins Kanban
    > schreiben, trotzdem noch mal ausführlich in ihr Notizbuch schreiben. Wenn
    > man sie darauf anspricht: "Das habe ich schon immer so gemacht", "Das neue
    > taugt doch nix".... Da fällt man echt vom Glauben ab.

    Wenn ich der Ansicht bin, dass ich *meine* Notizen *für mich selbst* auf ein verdammtes Stück Papier schreibe, dann schreibe ich meine Notizen auf ein verdammtes Stück Papier. Und das geht niemanden etwas an.

    Diese ganze Organisationstheorie-Scheiße ... echt! Da bekomm ich Anfälle. Mir wollte mal jemand erklären wie ich mein Büro zu organisieren habe (Kaizen), was wo steht / nicht steht, etc.. Die Person hab ich hochkant aus meinem Büro geschmissen.

  3. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: freebyte 16.02.18 - 01:03

    Hakuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Keine Ideen wie man Prozesse verbessern könnte. "Läuft doch". "Nein das
    > geht nicht, das haben wir schon immer so gemacht". "Aaaach alles viel zu
    > kompliziert" ... blabla...

    Bei 500 MA kannst Du nichtmal ein Icon im Outlook verschieben ohne dass sofort das gesamte Unternehmen zusammenbricht weil es keine Mails mehr bearbeiten kann.

    Du unterschätzt *völlig* wie schwer es ist, einen solchen Koloss von Firma nur in den geringsten Bereichen zu verändern - dazu muss wirklich jedem Mitarbeiter permanent ins Hirn geblasen wird dass sich das Unternehmen verändert. Und wenn das nicht auf den Mitarbeiter zugeschnitten ist bekommst Du Angst und Panik ins Unternehmen.

    Da in einer solchen Fima 99,99% der Mitarbeiter nicht kaufmännisch denken können (ob Du eine Ausnahme bist, müsste man im Einzelfall prüfen) und das auch nicht wollen, würde ich als Inhaber sowas "as is" weiterlaufen lassen und dann den Kram geordnet in die Insolvenz schicken um die Idioten zu entsorgen und irgendwo anders mit den wirklichen Experten aus der alten Firma was neues zu bauen.

    fb

  4. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: elidor 16.02.18 - 08:11

    Ich arbeite in einer ähnlich großen Firma wie du und hier läuft das auch so.
    Ich als jüngerer Mitarbeiter lerne ja gerne von den Älteren, aber wenn ich dann die Aussage bekomme "nein, das machen wir weiter so wie gehabt", dann möchte ich eine nachvollziehbare Begründung dafür. Die bekommt man leider zu selten.

    Ein super Beispiel ist ein aktuelles Projekt von mir, bei dem Daten von der Fachabteilung in die Datenbank übertragen werden sollten. Ich habe mir da super Möglichkeiten überlegt, wie man recht einfach unser (bereits eingesetztes) ETL-Tool oder verschiedene Programmiersprachen nutzen könnte, um diese Daten sauber zu übertragen und den Code auch in nem Jahr noch zu verstehen.
    Das wurde alles mit der Begründung abgelehnt, dass man das doch auch mit VBA in Excel machen könnte. Jetzt haben wir einen extrem unübersichtlichen Code, der in Excel läuft und nicht wirklich toll zu debuggen ist, wenn es mal Probleme damit gibt. Aber der (ältere) Kollege hatte Recht, man kann es in Excel lösen.

  5. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Gamma Ray Burst 16.02.18 - 08:23

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich arbeite in einer ähnlich großen Firma wie du und hier läuft das auch
    > so.
    > Ich als jüngerer Mitarbeiter lerne ja gerne von den Älteren, aber wenn ich
    > dann die Aussage bekomme "nein, das machen wir weiter so wie gehabt", dann
    > möchte ich eine nachvollziehbare Begründung dafür. Die bekommt man leider
    > zu selten.
    >
    > Ein super Beispiel ist ein aktuelles Projekt von mir, bei dem Daten von der
    > Fachabteilung in die Datenbank übertragen werden sollten. Ich habe mir da
    > super Möglichkeiten überlegt, wie man recht einfach unser (bereits
    > eingesetztes) ETL-Tool oder verschiedene Programmiersprachen nutzen könnte,
    > um diese Daten sauber zu übertragen und den Code auch in nem Jahr noch zu
    > verstehen.
    > Das wurde alles mit der Begründung abgelehnt, dass man das doch auch mit
    > VBA in Excel machen könnte. Jetzt haben wir einen extrem unübersichtlichen
    > Code, der in Excel läuft und nicht wirklich toll zu debuggen ist, wenn es
    > mal Probleme damit gibt. Aber der (ältere) Kollege hatte Recht, man kann es
    > in Excel lösen.


    ETL? VBA? Excel? Schrott!

    Man kann es in Excel lösen!? Was ist denn das für eine Aussage? Das ist doch nicht die Frage. Ist es gut wartbar? Ist es stabil? Ist es skalierbar? Erhöht es die Produktivität? Wohl Nein... in allen Fällen ... also Totalausfall.

  6. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Parodontose 16.02.18 - 08:35

    An die unter 30 Jährigen hier: Wir sprechen uns in 30 Jahren wieder. Da bin ich dann in Rente und ihr werdet vom Nachwuchs genervt, weil an der Uni wieder ne neue Sau durchs Dorf getrieben wurde, die euch nicht gefällt. Wetten?

  7. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: CSCmdr 16.02.18 - 08:59

    Parodontose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An die unter 30 Jährigen hier: Wir sprechen uns in 30 Jahren wieder. Da bin
    > ich dann in Rente und ihr werdet vom Nachwuchs genervt, weil an der Uni
    > wieder ne neue Sau durchs Dorf getrieben wurde, die euch nicht gefällt.
    > Wetten?

    Naja...
    Er verlangt ja nicht, dass man eine gut funktionierende JavaEE-Anwendung mit JSF-Oberfläche sofort durch eine hippe Microservice-Architektur mit Netflix-Stack und Angular 8 austauscht. Stattdessen möchte er eine Excel-VBA-Frickelei durch eine sinnvolle Softwarelösung ersetzen. Das macht schon einen deutlichen Unterschied.

  8. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: lottikarotti 16.02.18 - 09:23

    > Wenn ich der Ansicht bin, dass ich *meine* Notizen *für mich selbst* auf
    > ein verdammtes Stück Papier schreibe, dann schreibe ich meine Notizen auf
    > ein verdammtes Stück Papier. Und das geht niemanden etwas an.

    Öhm, doch. Nämlich deinen Arbeitgeber. Denn der muss dich schließlich dafür bezahlen, dass du zunächst eine halbe Stunde brauchst um alles ins JIRA zu ballern und anschließend eine halbe Stunde brauchst das nochmal handschriftlich in deinem Heftchen festzuhalten. Und wehe du fängst dann noch an dir Post-Its an den Monitor zu kleben :-)

    Ich schreibe mir zwar auch gerne mal Todos auf ein Blatt Papier, aber das sind dann meistens 5-6 ganz grobe Punkte. Dauer: 1 Minute.

    Aber es geht letztlich auch einfach darum, dass Prozesse standardisiert sind / werden und irgendwelche Habits einen Mitarbeiter nicht unnötig ausbremsen.

    > Diese ganze Organisationstheorie-Scheiße ... echt! Da bekomm ich Anfälle.
    > Mir wollte mal jemand erklären wie ich mein Büro zu organisieren habe
    > (Kaizen), was wo steht / nicht steht, etc.. Die Person hab ich hochkant aus
    > meinem Büro geschmissen.

    Mein alter Chef hat immer gesagt: "Solange die Mitarbeiter effizient arbeiten und die Zahlen am Monatsende stimmen ist mir scheiß egal was sie treiben." :P

    R.I.P. Fisch :-(

  9. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Parodontose 16.02.18 - 10:17

    CSCmdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Parodontose schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > An die unter 30 Jährigen hier: Wir sprechen uns in 30 Jahren wieder. Da
    > bin
    > > ich dann in Rente und ihr werdet vom Nachwuchs genervt, weil an der Uni
    > > wieder ne neue Sau durchs Dorf getrieben wurde, die euch nicht gefällt.
    > > Wetten?
    >
    > Naja...
    > Er verlangt ja nicht, dass man eine gut funktionierende JavaEE-Anwendung
    > mit JSF-Oberfläche sofort durch eine hippe Microservice-Architektur mit
    > Netflix-Stack und Angular 8 austauscht. Stattdessen möchte er eine
    > Excel-VBA-Frickelei durch eine sinnvolle Softwarelösung ersetzen. Das macht
    > schon einen deutlichen Unterschied.

    Ja, genau darum geht's in dem Beitrag.

  10. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: minnime 16.02.18 - 10:44

    Manchmal haben die älteren aber auch recht. Ich habe das selbst erlebt. Ich relativ jung und neu hatte diverse Ideen wie man was machen kann, habe dabei aber etwas übersehen, was die älteren nicht taten. Oder, noch schlimmer, die Anwender waren mit den alternativen Umsetzungen unzufrieden, was die älteren schon vorher abgeschätzt haben.

  11. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Trockenobst 16.02.18 - 10:59

    FalschesEnde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich der Ansicht bin, dass ich *meine* Notizen *für mich selbst* auf
    > ein verdammtes Stück Papier schreibe, dann schreibe ich meine Notizen auf
    > ein verdammtes Stück Papier. Und das geht niemanden etwas an.

    Alle Systeme bieten eine Druckfunktion. Einfach alles sauber eintippen,
    drucken drücken und dann in den Ordner stecken.
    "Scheiße, ist nicht in meiner Handschrift. Kann ich nicht haben!"

    Raus mit dem zum Dosenauffüllen. Ernsthaft.

    > Mir wollte mal jemand erklären wie ich mein Büro zu organisieren habe
    > (Kaizen), was wo steht / nicht steht, etc.. Die Person hab ich hochkant aus
    > meinem Büro geschmissen.

    Vielleicht hattest du Probleme mit dem Priorisieren von Tasks? Bist nicht fertig geworden? Waren deine Aussagen schwammig? Die haben das nicht zum Spass gemacht. Bei uns schicken wir solche Leute nur los, wenn die Person nicht zum Team passt.

  12. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: ulink 16.02.18 - 11:06

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manchmal haben die älteren aber auch recht. Ich habe das selbst erlebt. Ich
    > relativ jung und neu hatte diverse Ideen wie man was machen kann, habe
    > dabei aber etwas übersehen, was die älteren nicht taten. Oder, noch
    > schlimmer, die Anwender waren mit den alternativen Umsetzungen unzufrieden,
    > was die älteren schon vorher abgeschätzt haben.

    Das nennt man Erfahrung. Die kann man als Jungspund gar nicht haben (wie denn auch).

    Mir geht es auch oft so, dass ich, um die Diskussion abzukuerzen, manchmal sagen muss: Mein Bauch (meine Erfahrung) sagt mir, dass sich das das zu 99.9% letztlich als eine doch ganz schlechte Idee herausstellen wird.

    Das ist natuerlich nicht leicht zu schlucken. Bei vielen Dingen ist es aber aufgrund der Komplexitaet (nicht Kompliziertheit) "ingenieurmaessig" ueberhaupt nicht mit hinreichender Genauigkeit und vernuenftigem Zeitaufwand ermittelbar, wie sich eine Aenderung in Summe auswirken wird.

    Wohl der Bude, die (auch) Leute mit Erfahrung hat.

    Man muss die beiden Dinge vernuenftig kombinieren: Die jungen mit neuen, frischen Ideen und die alten mit langjaehriger Erfahrung.

    Da muss halt der Jungspund auch mal einsehen, dass er das Problem doch nicht komplett ueberblickt hat. Und der alte Sack muss auch mal einsehen, dass die neue Idee vielleicht am Anfang mehr Arbeit kostet, sich aber letztlich rentiert.

    Nicht alles neue ist gut, nicht alles alte ist schlecht ;-)

  13. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: sodom1234 16.02.18 - 16:06

    Ich bin 46 und muss Dir leider sagen .. ja es gibt ältere Kollegen die sind sehr "Lernresistent" .. aber es gibt noch mehr junge Leute die haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und glauben nur weil etwas "neu" ist, muss es automatisch viel besser sein als der "alte" *scheiß*.

    Da kann man auch gerne die Behauptung umdrehen, meist geht es nämlich nur darum das die bestehende Lösung ja so uncooool ist... sooo altbacken. Hat die Firma die Geduld lass ich die neuen Kollegen gerne Beweisen wie toll doch ihre neuen Methoden sind nur leider scheitern 9/10 bei diesem Beweis, weil sie überhaupt nicht das große ganze überschauen können. Natürlich sind dann immer die sturen Kollegen schuld die nicht "mitspielen" wollen.

    Ob eine Firma nun Agile-Entwicklungsmethoden einsetzt oder altbacken das V-Modell durchzieht ist genauso eine Diskussion. Ja, das V-Modell ist scheiße aber wenn der Kunde das will und bezahlt gibst keine Diskussion .. und ja in 50% der Firmen wird Scrum nur verwendet, weil es das Chaos des Entwicklungsteam einfacher verstecken lässt.

  14. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: FalschesEnde 16.02.18 - 17:05

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FalschesEnde schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich der Ansicht bin, dass ich *meine* Notizen *für mich selbst* auf
    > > ein verdammtes Stück Papier schreibe, dann schreibe ich meine Notizen
    > auf
    > > ein verdammtes Stück Papier. Und das geht niemanden etwas an.
    >
    > Alle Systeme bieten eine Druckfunktion. Einfach alles sauber eintippen,
    > drucken drücken und dann in den Ordner stecken.
    > "Scheiße, ist nicht in meiner Handschrift. Kann ich nicht haben!"
    >
    > Raus mit dem zum Dosenauffüllen. Ernsthaft.
    >

    Es geht nicht ums Drucken, es geht nicht um Dokumentation. Es geht um meine persönlichen Notizen. Meine ganz eigenen. Meine Gedanken. Für mich. Meine eigene Aufbereitung des Problems, der Aufgabe, des Projekts, Whatever. Ist das denn so schwer zu verstehen?

    > > Mir wollte mal jemand erklären wie ich mein Büro zu organisieren habe
    > > (Kaizen), was wo steht / nicht steht, etc.. Die Person hab ich hochkant
    > aus
    > > meinem Büro geschmissen.
    >
    > Vielleicht hattest du Probleme mit dem Priorisieren von Tasks? Bist nicht
    > fertig geworden? Waren deine Aussagen schwammig? Die haben das nicht zum
    > Spass gemacht. Bei uns schicken wir solche Leute nur los, wenn die Person
    > nicht zum Team passt.

    Nein, mitnichten. Das war ein geplantes Vorgehen für das gesamte Unternehmen, denn es galt bei bestimmten Managern als "schick". Und hat übrigens nicht die Bohne geholfen. Das Unternehmen ist schon sehr lange abgewickelt.

  15. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: subangestellt 16.02.18 - 19:15

    Das von Ihnen geschriebene gilt in den meisten Fällen auch für neue und "jüngere" Mitarbeiter, die ihr Theoretisches Wissen aus welchen Kursen / Seminaren / Zertifikaten auch immer, zwingend umsetzen wollen. Ob's passt oder nicht ist egal, und beginnt meist mit dem Satz: "Herr / Frau ..... ist nicht anpassungsfähig, wir sollten uns von ihm / ihr trennen oder versetzen" und endet mit den Worten des Überfliegers "... warum funktioniert das jetzt nicht so ..."

    Immer schön die Füße gerade halten und mit beiden Beinen auf den Boden bleiben.
    Es gibt auch in Deutschland noch wirkliche Unternehmer die solche HiFly'er erst mal die Lastwagen schrubben und alle PC's auf hochglanz polieren lassen würden, bevor sie überhaupt einen Fuß in irgendeinen Verantwortungsbereich setzen könnten.

  16. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: _Sascha_ 17.02.18 - 04:02

    Ja, diese kleinen Überflieger… *altkluges und herablassendes lachen* …die haben doch so keine Ahnung.

    Never change runnig system, even if it is spread open like a old heroine addicted slut for ten pennys behind the bakers-street.

    Nein, aber im Ernst. In jungen Jahren gibt es schon so einige neun mal kluge Überflieger, die meinen alles besser zu können als die Älteren, doch mangels Erfahrung und nicht eingestandenen Schwächen oftmals nicht ahnen können was für ein Schaden sie mit ihren Umsetzungen und Ideen anrichten könnten. Eine Stunde Telefon, Terminal, Mail oder Internet-Ausfall in einer Firma gehen schon gern in die Zehntausender, in größeren Konzernen sogar noch höher.

    Doch die hier oben genannten Kritiken gegenüber Älteren ist nicht ohne Halt. In der Firma in welcher ich arbeite sind die verwendeten Betriebssysteme, Server-Anwendungen und Server selbst unzeitgemäß. Statt diese aber zu aktualisieren wird nach der devise "Never change a running system" nicht aktualisiert und es kommt zu Problemen wie Terminal-Abstürzen, 10-30 MB große Fehlerlogs pro Server-Anwendung pro Tag und so ganz sicher ob unsere Kundendaten nicht bereits im Darknet hausieren gehen bin ich mir auch nicht mehr so wirklich.

    Aber mit Einwänden und Vorschlägen fährt man hier gegen die Wand und konkurriert oftmals noch gegen das Vitamin B zwischen Abteilungsleiter und Geschäftsführung. Entsprechend kann man nicht mehr machen als Probleme zu melden und wenn es dann crasht zu sagen: "Ich hab es euch ja gesagt.", was sich dann aber leider wegen des plötzlichen Zeitdrucks nicht mehr gut anfühlt und dem plötzlichen Gemecker: "Das man hätte es doch besser wissen müssen." (von der Person die es bisher immer runtergespielt und verhindert hatte)

    Jaja… *head shakes*



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.18 04:09 durch _Sascha_.

  17. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: FalschesEnde 17.02.18 - 12:44

    _Sascha_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber mit Einwänden und Vorschlägen fährt man hier gegen die Wand und
    > konkurriert oftmals noch gegen das Vitamin B zwischen Abteilungsleiter und
    > Geschäftsführung. Entsprechend kann man nicht mehr machen als Probleme zu
    > melden und wenn es dann crasht zu sagen: "Ich hab es euch ja gesagt.", was
    > sich dann aber leider wegen des plötzlichen Zeitdrucks nicht mehr gut
    > anfühlt und dem plötzlichen Gemecker: "Das man hätte es doch besser wissen
    > müssen." (von der Person die es bisher immer runtergespielt und verhindert
    > hatte)

    Das Problem kenne ich von meinen Kunden. Wir empfehlen dann, doch mal die tatsächlich nachweisbaren Kosten darzustellen. Einwände auf technischer Ebene sind oft zwecklos, weil die Ansprechpartner überhaupt nichts damit anfangen können oder ein falsches Verständnis haben.

    In der Geschäftsleitung, im Management, im Finanzwesen sitzen Kaufleute. Wenn man denen seriös, glaubhaft (!) und verständlich darstellen kann, dass die laufenden Kosten durch eine Neuinvestition gleich bleiben oder sogar sinken: gewonnen. Ein Diagram der bisherigen, der zukünftigen und der geplanten neuen Kostenentwicklung ist dafür äußerst hilfreich.

    Von Vorteil ist es dann auch, konkrete Vorkommnisse mit Zahlenmaterial zu untermauern. Beispielsweise: am soundsovielten ist Server XYZ ausgefallen, 30 Personen konnten 3 Stunden nichts tun, das waren 5.000,- EUR für rumsitzende Arbeitskräfte. Oder man vergleicht die Kosten für den Wartungsvertrag für den 7 Jahre alten Server mit den Kosten für einen neuen Server. Sowas wirkt Wunder, wenn man die gesammelten Kosten in Richtung eines Jahresgehalts eines Managers wachsen sieht. Man vergesse nie den Jahresbonus auf den Gewinn ;-)

    Ich warne aber ausdrücklich vor Begriffen wie "TCO" oder Marketinggewäsch wie "die neue Software wird nur durch ihren Einsatz Kosten senken". Damit stellt man sich ins Abseits.

  18. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: subangestellt 17.02.18 - 13:37

    "Never change ..." ist auch in gewissen maßen nachvollziehbar.

    Die "kleinen Überflieger" sollten dann aber auch ein Konzept mitbringen das nicht nur darin besteht "... weil ich es so gelernt habe" sondern auf den entsprechenden Bereich auch angepasst bzw. in dem Bereich auch umsetzbar ist.

    Und wieder kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten, dass sich gerade jüngeren Mitarbeiter sträuben positive Änderung anzunehmen; sei es aus Frust weil die Idee nicht von ihnen gekommen ist, sei es aus Faulheit weil es ja auch so funktioniert.

    _Sascha_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, diese kleinen Überflieger… *altkluges und herablassendes lachen*
    > …die haben doch so keine Ahnung.
    >
    > Never change runnig system, even if it is spread open like a old heroine
    > addicted slut for ten pennys behind the bakers-street.
    >

  19. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: Cane 18.02.18 - 10:23

    FalschesEnde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hakuro schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > - Abblocken von neuen Organisationsformen. Beispiel: Jira Kanban statt
    > > Zettelwirtschaft. Da gibts tatsächlich Leute, die alles was sie ins
    > Kanban
    > > schreiben, trotzdem noch mal ausführlich in ihr Notizbuch schreiben.
    > Wenn
    > > man sie darauf anspricht: "Das habe ich schon immer so gemacht", "Das
    > neue
    > > taugt doch nix".... Da fällt man echt vom Glauben ab.
    >
    > Wenn ich der Ansicht bin, dass ich *meine* Notizen *für mich selbst* auf
    > ein verdammtes Stück Papier schreibe, dann schreibe ich meine Notizen auf
    > ein verdammtes Stück Papier. Und das geht niemanden etwas an.
    >
    > Diese ganze Organisationstheorie-Scheiße ... echt! Da bekomm ich Anfälle.
    > Mir wollte mal jemand erklären wie ich mein Büro zu organisieren habe
    > (Kaizen), was wo steht / nicht steht, etc.. Die Person hab ich hochkant aus
    > meinem Büro geschmissen.

    Du bist eine wirklich perfekte Zusammenfassung für Altersstarrsinn.

    Dass du prinzipiell alles doppelt und dreifach machen willst -- geschenkt. Das sieht man am Ende an deiner Performance und in einem vernünftig geführten Team würde man dich spätestens nach 2 Wochen mal zur Seite nehmen und anfühlen, ob du einfach nur unorganisiert oder wirklich so schlecht bist.

    Dir fehlt halt (wie schon vom TE bemängelt) der Blick fürs große Ganze. Dass Notizen eben selten "nur für dich" sind, und man Wissen teilen muss. Dass andere von deinen Notizen (Wissen) profitieren sollten, damit das Team als ganzes erfolgreich ist. Du bist halt kein Teamplayer. Das ist für sich schon schlimm genug, aber du gehörst unter Garantie auch zu den Blendern, die im Bewerbungsgespräch einen auf "teamfähig" machen, und da platzt mir dann der Kragen.

    Deine Borniertheit, mit der du "Theorie" verachtest toppt deinen Post halt echt. Bezeugt auch deine vollkommen Innovationsverweigerung und Lernunfähigkeit. Natürlich ist nicht jede Theorie 1:1 in die Praxis umsetzbar. Dennoch erwarte ich insbesondere von einem "Experten", dass er in der Lage ist, auch neue Theorien / Ansätze auf bestehende Probleme zu übertragen. Womit sich dann auch ziemlich schnell zeigt, wer tatsächlich Sachverstand hat und wer nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.18 10:31 durch Cane.

  20. Re: Üppige Altverträge, 0 Innovationsfreudig, "Soziale Kompetenz" oft ein Fremdwort !

    Autor: MarioWario 18.02.18 - 18:55

    >Die Realität ist aber, dass es extrem Schwer ist, mit Älteren Mitarbeitern zu arbeiten
    Ist mit jungen Leuten genauso - bei uns sind es fustrierte Mitdreißiger …
    >große Ganze
    Bullshit, es geht um Geld - Kosten und Gewinn
    >- Keine Ideen wie man Prozesse verbessern könnte. "Läuft doch". "Nein das geht nicht, >das haben wir schon immer so gemacht". "Aaaach alles viel zu kompliziert" ... blabla...
    Blödheit geht über alle Altersgrenzen
    >Jira Kanban statt Zettelwirtschaft. Da gibts tatsächlich Leute, die alles was sie ins >Kanban schreiben, trotzdem noch mal ausführlich in ihr Notizbuch schreiben.
    Ja, wichtig ist die Lernkurve - ansonsten hat man auch nix von Kanban
    (laß die Leute schreiben). Deswegen sind einige junge Leute auch sehr lernschwach - schreiben hilft (unsere eAkte ist eher ein Sammelsurium denn nützlich).
    >die identische Arbeit machen - oft sogar qualitativ hochwertiger (nach neusten >Standards) und nachhaltiger).
    Warum bekommst Du nicht mehr Geld - Scheiß-Firma !!!
    >ich kann absolut verstehen, warum man sich ein junges Team wünscht. Da gehts nicht >nur um Gehalt, sondern tatsächlich auch darum, dass man mit den Alten oft nichts >umgesetzt kriegt. Die verwalten oft nur noch und KÖNNEN keine Innovation >umsetzen.
    Kann ich auch, bei mir auch nicht - ab ca 70 Jahre wird es schwierig, aber ich lerne auch noch von viel älteren Leuten - wenn Du die Ursprünge nicht, dann kann keine Alternative gefunden werden (immer noch vonNeumann …)

    >Von der angepriesenen sozialen Kompetenz älterer Mitarbeiter sehe ich im >Arbeitsalltag oft überhaupt nichts. Gerade die Älteren Mitarbeiter werden oft sehr >schnell ausfalllend, unsachlich und sind grundsätzlich eher ungeduldig, wenn etwas >nicht so funktioniert oder abläuft, wie sie sich das vorstellen.
    Stimme ich zu ist ein 'positives Vorurteil' (ähnlich wie 'Schwarze sind immer gute Musiker').



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.18 18:57 durch MarioWario.

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Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
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    Es war einmal die beste Messe

    Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
    Von Nico Ernst

    1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

    IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
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    Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
    Von Maja Hoock

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    1. Bitkom: Besetzung von IT-Jobs scheitert an Geld und Kompetenzmangel
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      Besetzung von IT-Jobs scheitert an Geld und Kompetenzmangel

      Drei von vier Unternehmen meinen, Bewerber für IT-Jobs forderten zu viel Gehalt. Vier von zehn bemängeln fehlende fachliche Qualifikation.

    2. Wolfenstein 2: Hitler statt Heiler möglicherweise auch in Deutschland
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      Nach einer neuen Entscheidung über die Indizierung von Wolfenstein 2 prüft Bethesda derzeit zusammen mit der USK, ob die Originalversion auch in Deutschland erscheinen kann. Dann würden Spieler im Handlungsverlauf auf Herrn Hitler statt auf Herrn Heiler treffen.

    3. Kriminalität: Bombendrohungen per Massenmail
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      Bombendrohungen per Massenmail

      In den USA, Kanada und Neuseeland empfangen Unternehmen und andere Organisationen per E-Mail versendete Bombendrohungen. Die Absender wollen damit offenbar Geld erpressen, Bomben wurden bisher aber keine gefunden.


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