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Jeder bekommt das was er verdient

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  1. Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: Hakuro 04.05.17 - 20:32

    Freie Marktwirtschaft = Survival of the fittest

    Das gilt auch für Gehälter. Jeder entscheidet selbst, für welches Gehalt er arbeiten geht und für welches Gehalt er nicht arbeiten geht. Mehr wahrhaftige Gleichberechtigung geht nicht, denn sie ist nicht nur Geschlechterunabhängig, sondern auch unabhängig von Religion, Weltanschauung, Hautfarbe und Bildungsabschluss.

    Wer Angst vor der freien Marktwirtschaft hat, soll in den ÖD gehen oder hinter den Herd (egal ob Frau oder Mann).

  2. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: amagol 04.05.17 - 20:39

    Hakuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gilt auch für Gehälter. Jeder entscheidet selbst, für welches Gehalt er
    > arbeiten geht und für welches Gehalt er nicht arbeiten geht. Mehr
    > wahrhaftige Gleichberechtigung geht nicht, denn sie ist nicht nur
    > Geschlechterunabhängig, sondern auch unabhängig von Religion,
    > Weltanschauung, Hautfarbe und Bildungsabschluss.

    So sehr ich dem Markt vertraue, so sehr bin ich mir dem Einfluss von Werbung bewusst.
    Der Markt fuert keine Gleichberechtigung hervor wenn die Werbung (in erster Linie Bildungsabschluesse und Zertifikate, aber auch Vorurteile) einen wirklich freien Markt verhindert. Grade in kreativen Berufen ist die Arbeitskraft eben nicht beliebig austauschbar (der Obdachlose um die Ecke macht deinen Softwareentwickler-Job bestimmt gern fuer die Haelfte - aber er hat die Befaehigung vermutlich nicht).

  3. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: Steffo 04.05.17 - 20:50

    Ein wirklich sehr simplifiziertes Modell!
    Schon mal von Studien gelesen, in denen Scheinbewerbungen gemacht werden in denen ein Deutscher und ein Türke exakt dieselben Qualifikationen haben und der Deutsche eingeladen wird und der Türke nicht?
    Dann gibt es noch Vetternwirtschaft und sonstige Korruptionen. Kurz: Dein Modell deckt so einiges nicht ab!

  4. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: Hakuro 04.05.17 - 21:04

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Markt fuert keine Gleichberechtigung hervor wenn die Werbung (in erster
    > Linie Bildungsabschluesse und Zertifikate, aber auch Vorurteile) einen
    > wirklich freien Markt verhindert.

    Jeder Mensch ist frei darin Bildungsabschlüsse und Zertifikate zu erwerben und damit die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben. Jeder Mensch ist auch frei darin sich auf Jobs zu bewerben und die Konditionen auszuhandeln.

    Das nicht jeder gewinnt ist ein Bestandteil des freien Marktes. Freiheit hat eben auch viel mit Subsidiarität zu tun. Damit es keine absoluten sozialen Verlierer gibt, greift der Staat da ein, wo es sozial gerechtfertigt ist (z. B. Mindestlohn). Wenn jemand in der freien Wirtschaft 300¤ weniger verdient als der Kollege, gehört das zur Subsidiarität und ist sein Problem.

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Schon mal von Studien gelesen, in denen Scheinbewerbungen gemacht werden in >denen ein Deutscher und ein Türke exakt dieselben Qualifikationen haben und der >Deutsche eingeladen wird und der Türke nicht?
    >Dann gibt es noch Vetternwirtschaft und sonstige Korruptionen. Kurz: Dein Modell >deckt so einiges nicht ab!

    Es gibt auch Studien, die zeigen dass Übergewichtige und Leute ohne Haare bei Bewerbungen statistisch benachteiligt werden. Wäre eine "Migrantenquote" nun wirklich gerechter ? Gegenüber wem? Gegenüber dem Deutsch-aussehenden mit Übergewicht wahrscheinlich nicht, denn der kann sich dann auf einen Prozentsatz an Jobs weniger bewerben und muss sich mit seinem statistisch nachgewiesenen Lastern auf einem noch kleineren Markt behaupten. Wann wird eine Quote zu Übervorteilung? Übervorteilung ist nach dem Grundgesetz verboten, auch wenn er Ursprung vermeintlich moralisch vertretbar ist. Fragen, die sich am Ende nicht zufriedenstellend beantworten lassen.

    Das eigentliche Problem: Niemand sagt, dass Freiheit (und damit ein freier Markt) - im Sinne von Moral - gerecht ist oder sein muss. In einer freien Marktwirtschaft ist eine staatlich geregelte Gleichstellung Utopie, dann ist es nämlich keine freie Marktwirtschaft mehr. Dem Problem könnte man nur mit einer Planwirtschaft begegnen. Darüber kann man sich gerne unterhalten, dann sollte man es aber auch so benennen.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.17 21:23 durch Hakuro.

  5. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: amagol 05.05.17 - 00:26

    Hakuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > amagol schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Der Markt fuert keine Gleichberechtigung hervor wenn die Werbung (in
    > > erster Linie Bildungsabschluesse und Zertifikate, aber auch Vorurteile) einen
    > > wirklich freien Markt verhindert.

    > Jeder Mensch ist frei darin Bildungsabschlüsse und Zertifikate zu erwerben
    > und damit die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben. Jeder Mensch ist auch
    > frei darin sich auf Jobs zu bewerben und die Konditionen auszuhandeln.

    Da widerspeche ich dir nicht. Du bist derjenige der gesagt hat Bildungsabschlüsse haetten auf dem Markt keine Relevanz.

    > amagol schrieb:
    [sorry, nein, das ist nicht meins]
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > >Schon mal von Studien gelesen, in denen Scheinbewerbungen gemacht werden
    > in >denen ein Deutscher und ein Türke exakt dieselben Qualifikationen haben
    > und der >Deutsche eingeladen wird und der Türke nicht?
    > >Dann gibt es noch Vetternwirtschaft und sonstige Korruptionen. Kurz: Dein
    > Modell >deckt so einiges nicht ab!

    > Es gibt auch Studien, die zeigen dass Übergewichtige und Leute ohne Haare
    > bei Bewerbungen statistisch benachteiligt werden. Wäre eine
    > "Migrantenquote" nun wirklich gerechter ?

    Vielleicht solltest du deine Argumentationslinie mal etwas grade halten.
    Du hast behauptet der Markt wuerde solche Benachteiligungen nicht zulassen.
    Wenn dem so ist wie kommt es zu sowas?

    > Das eigentliche Problem: Niemand sagt, dass Freiheit (und damit ein freier
    > Markt) - im Sinne von Moral - gerecht ist oder sein muss. In einer freien
    > Marktwirtschaft ist eine staatlich geregelte Gleichstellung Utopie, dann
    > ist es nämlich keine freie Marktwirtschaft mehr. Dem Problem könnte man nur
    > mit einer Planwirtschaft begegnen. Darüber kann man sich gerne unterhalten,
    > dann sollte man es aber auch so benennen.

    Vielleicht geht's dir morgen wieder besser.

  6. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: Hakuro 05.05.17 - 06:02

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast behauptet der Markt wuerde solche Benachteiligungen nicht
    > zulassen. Wenn dem so ist wie kommt es zu sowas?

    Empathie von Personaler zum Bewerber. Ich habe nicht gesagt, dass es solche Benachteiligungen nicht geben könnte. Sie sind allerdings eher ein statistisches Problem. Ein "Grundrauschen" das für das Individuum keine echte Relevanz hat. Stimmt die Empathie bei dem einem Unternehmen nicht, dann halt beim nächsten. Niemand würde sagen, der Markt funktioniert nicht, nur weil er nicht einem vollkommenen Markt entspricht. So ist es auch hier. Jeder bekommt das, was er verdient, und für das er sich verkauft.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.17 06:14 durch Hakuro.

  7. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: aLpenbog 05.05.17 - 07:16

    Stimme dem erst einmal zu. Problem für mich sind da aber vor allem die großen Unterschiede zu beginn. Klar jeder kann sich bei einen Konzern in Bayern oder bei einer Bank in Frankfurt bewerben. Der eine wohnt aber ggf. schon da, hat dort Freunde und Familie, der andere müsste dafür alle Lager abbrechen und quasi von Null starten. Wenn eine eigene Familie dranhängt wird das natürlich noch schwieriger.

    So fair der Markt auch ist, auf absoluter Ebene, so wenig ergibt sich bei den unterschiedlichen Menschen und Bedingungen daraus eine einfache Gleichung ala Aktion A + Aktion B resultiert in Gehalt C.

    Ich denke der Markt ist fair und jeder kann seine Chancen verbessern und mehr erreichen. Gerade in Deutschland ist das alles relativ leicht, nix desto trotz muss der eine mehr oder anderes für das selbe Ergebnis tun. Natürlich kann man da dann reininterpretieren, dass er mehr getan hat und damit wieder mehr verdienen müsste, damit das ganze fair bleibt.

    Nix desto trotz klingt deine Aussage relativ salopp. Ich würde nicht sagen, dass jeder entscheidet für welches Gehalt er arbeiten geht oder nicht arbeiten geht, sondern was er bereit ist für Gehalt Xy zu tun. Am Ende entscheidet eben der Markt und nicht man selbst, was man wert ist und das bedeutet meist Firmengröße, Standort, Branche und nicht das Produkt bzw. seine Arbeitszeit die man verkauft.

    Die meisten versuchen an dieser Stelle halt das Produkt zu verbessern, Fortbildungen, Studium usw. und nicht einen besseren Käufer am anderen Ende des Landes oder gar der Welt zu finden.

  8. Re: Jeder bekommt das was er verdient

    Autor: amagol 05.05.17 - 18:39

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nix desto trotz klingt deine Aussage relativ salopp. Ich würde nicht sagen,
    > dass jeder entscheidet für welches Gehalt er arbeiten geht oder nicht
    > arbeiten geht, sondern was er bereit ist für Gehalt Xy zu tun.

    Zumal man nicht vergessen darf, dass es eine extreme Informationsasymmetrie gibt. Der Arbeitgeber weiss in der Regel sehr genau was fuer eine bestimmte arbeit zu bezahlen ist (Forderungen von Bewerbern, aktuelle Gehaelter, Informationen von Personalvermittlern, ...) waehrend die Mehrzahl der Bewerber nur eine sehr vage Vorstellung hat. Ich hab selbst gesehen, dass man Mitarbeitern auf gleicher Position bei vergleichbarer Leistung x und 3x gezahlt hat. Natuerlich kann man sagen, der hat jetzt schlecht verhandelt, aber die Voraussetzung dafuer sollte sein das (wie die Preise in jedem Supermarkt auch) die Gehaelter einfach oeffentlich einsehbar sind.

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