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Bitte mit Märchen aufhören?

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  1. Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Cyborgeagle 17.09.19 - 18:17

    Als ich 2017 bzw. Anfang 2018 auf Jobsuche war, frisch nach meinem Masterabschluss in Technischer Informatik, war nichts davon zu merken, dass einem Unternehmen direkt abwerben oder Ähnliches. Auf viele Bewerbungen hab ich keine Antwort oder eine Absage bekommen. Aber bei Golem, Heise und Co. wird immer wieder propagiert, man müsse sich fast gar nicht mehr bewerben und man bekommt auch so locker 2-3 Jobangebote mit Traumeinstiegsgehältern. Aber vielleicht war ich nur ein Einzelfall oder wirkte auf dem Papier wie ein absoluter Taugenichts.

  2. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Drag_and_Drop 17.09.19 - 18:23

    Mit Berufserfahrung stimmt das schon im Februar 8 Bewerbungen geschrieben 6 Vorstellungsgespräche und 5 Angebote. Ohne Berufserfahrung ist es mega schwer. Aber das war 2010 als ich angefangen habe auch schon so. 6 monate war ich auf Jobsuche

  3. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: divStar 17.09.19 - 18:38

    Nach 11 Jahren Berufserfahrung im Java EE Bereich sowie allem - wirklich allem (auch Organisatorischem) - was dazu gehört, muss man sich - wenn man gut ist - dahingehend keine Sorgen mehr machen.
    Ist man aber nicht ganz do flexibel o.ä. - wird es schwerer.

  4. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Magdalis 17.09.19 - 20:11

    Cyborgeagle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich 2017 bzw. Anfang 2018 auf Jobsuche war, frisch nach meinem
    > Masterabschluss in Technischer Informatik, war nichts davon zu merken, dass
    > einem Unternehmen direkt abwerben oder Ähnliches.
    Für welche Art von Job hattest Du Dich beworben?
    Mit einem Master in Technischer Informatik ist man nicht unbedingt prädestiniert für die Softwareentwicklung.
    Außerdem hängt es auch vom Landstrich ab, wie gut die Jobchancen sind.

  5. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Komischer_Phreak 17.09.19 - 20:24

    Cyborgeagle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich 2017 bzw. Anfang 2018 auf Jobsuche war, frisch nach meinem
    > Masterabschluss in Technischer Informatik, war nichts davon zu merken, dass
    > einem Unternehmen direkt abwerben oder Ähnliches. Auf viele Bewerbungen
    > hab ich keine Antwort oder eine Absage bekommen. Aber bei Golem, Heise und
    > Co. wird immer wieder propagiert, man müsse sich fast gar nicht mehr
    > bewerben und man bekommt auch so locker 2-3 Jobangebote mit
    > Traumeinstiegsgehältern. Aber vielleicht war ich nur ein Einzelfall oder
    > wirkte auf dem Papier wie ein absoluter Taugenichts.

    Das ist nur der Anfang; das Resultat aus fehlender Berufserfahrung (und meines Erachtens der Idiotie der Unternehmen). Ich habe mich zeit meines Lebens (war lange Freiberufler) bei vielen Consulting-Firmen beworben. Alle zwei, drei Wochen kriege ich einen Anruf.

    Ich schlage Dir mal etwas vor; das habe ich bei einem Bekannten gemacht. Der wohnt in einer großen Stadt und hatte einen Job (natürlich in der IT) mit Schichtdienst, über einer Stunde Fahrzeit (einfache Strecke) und mit 32.500 Brutto. Den Job hat er nur unter größten Schwierigkeiten ergattern können.

    Ich habe ihm gesagt, er soll sich bei den ganzen Consulting- und Zeitarbeitsfirmen melden, mit denen er Kontakt hat. Und ihnen sagen, das er einen Job in der Nähe mit höherem Gehalt haben will. Den hatte er auch drei Monate später. Er kann kann mit dem Fahrrad zur Arbeit und verdient knapp 38.000, übrigens im ÖD. Mach das auch! Du hast jetzt Berufserfahrung und bist mehr wert. Bewirb dich jetzt mal bei Consulting- bzw. Zeitarbeitsfirmen mit einer Maßgabe für Entfernung und Gehalt, so, das Du bei beiden besser stehst. Klappt wunderbar. Und dann lässt Du dich von den Firmen später zu einem noch höheren Gehalt einstellen.

  6. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: PerilOS 17.09.19 - 20:32

    Kommt echt auf die Gegend an. Aber eigentlich findet sich immer was. Nur das mit den Traumgehältern ist halt nur ein Forenmärchen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.19 20:33 durch PerilOS.

  7. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: tomate.salat.inc 17.09.19 - 20:37

    Das sind keine Märchen. Gilt aber halt nicht für alle Berufszweige. Als Programmierer hast du keine Probleme was zu finden.

  8. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: RuID 17.09.19 - 22:38

    Cyborgeagle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich 2017 bzw. Anfang 2018 auf Jobsuche war, frisch nach meinem
    > Masterabschluss in Technischer Informatik, war nichts davon zu merken, dass
    > einem Unternehmen direkt abwerben oder Ähnliches. Auf viele Bewerbungen
    > hab ich keine Antwort oder eine Absage bekommen.
    > ...
    > Aber vielleicht war ich nur ein Einzelfall oder
    > wirkte auf dem Papier wie ein absoluter Taugenichts.

    Ich kann mich in deinem Text vollständig wiederfinden. Meine Bewerbungsphase war 2014, also auch in dem Bereich, in dem bereits händeringend nach qualifizierten Personal gesucht wurde. Meinen Master Abschluss in Informatik hatte ich mit 1,x gemacht und war guter Dinge schnell etwas zu finden. Leider gestaltet sich das letztendlich doch etwas schwieriger als gedacht.

    Nach einigen erfolglosen Bewerbungen, die wie auch bei dir, zum Teil unbeantwortet blieben, habe ich mich an eine Dienstleistungsfirma gewandt. Dort habe ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag über die Dienstleistungsfirma mit Grundgehalt bekommen, ob Vermittlung erfolgte oder nicht. Das hörte sich erstmal ganz gut an, leider waren die nicht in der Lage mich innerhalb von 3 Monaten zu vermitteln. Daraufhin wurde ich an einen, "Handwerksbetrieb" ausgeliehen um dort handwerkliche Zuarbeit und diverse montage Hilfsarbeiten zu verrichten, was bzgl. des Arbeitsvertrags leider möglich war. Mein Selbstwertgefühl war da bereits am Boden. In der zweiten Woche begrüßte mich ein Neuling im Betrieb, ebenfalls von dieser Dienstleistungsfirma, als ich ihn fragte was er gelernt hatte, kam als Antwort Master Elektrotechnik. An dieser Stelle dachte ich, hier läuft was richtig schief. Als einen Tag später noch ein Maschinenbauer hinzukam, wusste ich, "nimm die Beine in die Hand" und dann schnell weg hier.

    Ich habe mich dann deutschlandweit auf alles beworben was ging und nach 2 Monaten "Handwerk" bin ich, wie einige andere auch, in einer Behörde untergekommen. Ob diese Entscheidung wirklich die richtige oder nur aus der Not heraus geboren war, kann ich derzeit nicht genau sagen. Summa summarum und um auf deinen Letzten Absatz wieder zurück zu kommen, es beschleicht mich ebenso oftmals das Gefühl, dass bei einem selbst nichts klappt oder man scheinbar nicht voran kommt.

    Vielleicht ging es anderen Absolventen in ihrer Bewerbungsphase ähnlich, ansonsten sind wir wohl zwei Paradebeispiele wie es nicht laufen sollte.

  9. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: divStar 17.09.19 - 22:58

    Das Ding ist - und ja ich habe nur eine Ausbildung gemacht, aber: ein Master-Absolvent ist erst einmal genau so gut wie jemand, der die Ausbildung abgeschlossen hat - wobei letztere mehr Praxis haben. Erst später - wie ich finde - haben Studenten wirklich bessere Karten weil sie dann ihr Potenzial entfalten können. Und selbst das gilt nicht immer (ich habe im ÖD so einige Bachelor- und Master-Absolventen angelernt und sie haben sich erst nach einiger Zeit potentiell besser gemacht - wobei ausgelernte Azubis aus der eigenen Herstellung lange Zeit mindestens genau so gut waren).

    Insofern: das praktische Können sollte über das Gehalt entscheiden. Das ist im ÖD nahezu nie der Fall. Leider. Ein Grund warum ich da weg bin.

  10. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: RuID 17.09.19 - 23:20

    Ich hatte in meiner damaligen Bewerbungsphase als Anfänger nie überzogene Gehaltsvorstellungen, war örtlich flexibel und wollte erst einmal "kleine Brötchen" backen, von den Erfahrungen älterer Kollegen partizipieren und mit den Aufgaben wachsen. Ich war mir meiner Unkenntnis in vielen praktisch relevanten Dingen stets bewusst, als Absolvent mit wenig praktischer Erfahrung ist dies auch nicht besonders verwunderlich. Ich schätze alte Tugenden und mir war von vorn herein klar "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" und der Abschluss sagt nichts über Erfahrung aus.

    Unter diesen Voraussetzungen, mit meinem Abschluss und einer halbwegs gesunden Lebenseinstellung dachte ich, sollte es relativ schnell möglich sein, eine adäquate Tätigkeit in meinem Berufsfeld zu finden. Das die Realität, wie oben bereits beschrieben in Ausflügen in "handwerkliche Montagetätigkeit in Handwerksbetrieben" ausartet hatte ich aufgrund der kontinuierlichen Berichterstattung über mangelndes IT-Personal so nicht erwartet.

  11. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: divStar 17.09.19 - 23:25

    Ich weiß nicht wie du da rein geraten bist - ich habe selbst als ALG2-Bezieher u25 damals einen "Job" im Krankenhaus bekommen, in dem ich was mit IT gemacht habe (damals noch vor meiner Ausbildung und daher eher banale Tätigkeiten). Hat nicht so viel Spaß gemacht, aber man hat für mich eine Ausbildungsstelle schaffen wollen (was ich dankend abgelehnt hatte).

    In einen Montagebetrieb wäre ich nicht gegangen.

  12. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: dododo 17.09.19 - 23:27

    RuID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mich in deinem Text vollständig wiederfinden. Meine
    > Bewerbungsphase war 2014, also auch in dem Bereich, in dem bereits
    > händeringend nach qualifizierten Personal gesucht wurde. Meinen Master
    > Abschluss in Informatik hatte ich mit 1,x gemacht und war guter Dinge
    > schnell etwas zu finden. Leider gestaltet sich das letztendlich doch etwas
    > schwieriger als gedacht.
    >
    > Nach einigen erfolglosen Bewerbungen, die wie auch bei dir, zum Teil
    > unbeantwortet blieben, habe ich mich an eine Dienstleistungsfirma gewandt.
    > Dort habe ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag über die
    > Dienstleistungsfirma mit Grundgehalt bekommen, ob Vermittlung erfolgte oder
    > nicht. Das hörte sich erstmal ganz gut an, leider waren die nicht in der
    > Lage mich innerhalb von 3 Monaten zu vermitteln. Daraufhin wurde ich an
    > einen, "Handwerksbetrieb" ausgeliehen um dort handwerkliche Zuarbeit und
    > diverse montage Hilfsarbeiten zu verrichten, was bzgl. des Arbeitsvertrags
    > leider möglich war. Mein Selbstwertgefühl war da bereits am Boden. In der
    > zweiten Woche begrüßte mich ein Neuling im Betrieb, ebenfalls von dieser
    > Dienstleistungsfirma, als ich ihn fragte was er gelernt hatte, kam als
    > Antwort Master Elektrotechnik. An dieser Stelle dachte ich, hier läuft was
    > richtig schief. Als einen Tag später noch ein Maschinenbauer hinzukam,
    > wusste ich, "nimm die Beine in die Hand" und dann schnell weg hier.
    >
    > Ich habe mich dann deutschlandweit auf alles beworben was ging und nach 2
    > Monaten "Handwerk" bin ich, wie einige andere auch, in einer Behörde
    > untergekommen. Ob diese Entscheidung wirklich die richtige oder nur aus der
    > Not heraus geboren war, kann ich derzeit nicht genau sagen. Summa summarum
    > und um auf deinen Letzten Absatz wieder zurück zu kommen, es beschleicht
    > mich ebenso oftmals das Gefühl, dass bei einem selbst nichts klappt oder
    > man scheinbar nicht voran kommt.
    >
    > Vielleicht ging es anderen Absolventen in ihrer Bewerbungsphase ähnlich,
    > ansonsten sind wir wohl zwei Paradebeispiele wie es nicht laufen sollte.

    Ich denke die Chancen für nen guten Job mit einem Entsprechenden Gehalt sind stark von der Gegend abhängig. Ich habe letztes Jahr ebenfalls mit einem 1,x Master in Informatik abgeschlossen. Im Großraum Stuttgart habe ich damit problemlos eine gute bezahlte Stelle (knapp unter 60k) noch während der Abschlussarbeit gefunden, als Berufseinsteiger bin ich damit echt zufrieden, zumal auch der Job echt Spaß macht. Hatte allerdings auch nur 2 Bewerbungen, die aber beide erfolgreich waren, was statistisch jetzt nicht die Relevanz hat, kann also auch nur sehr viel Glück gehabt haben.

    Wollte damit lediglich sagen dass ich auch als Berufseinsteiger da durchaus andere Erfahrungen gemacht habe. Wenn man jetzt in einer strukturschwachen Gegend sucht kann das ganze natürlich ganz anders aussehen. Wo in etwa bist du den her um deine Erfahrungen grob einordnen zu können. Ich denke der gefühlte Unterschied von Berichten zum "Fachkräftemangel" und persönlichen Erfahrungen kann auch daher rühren, dass in großen Industriezentren in welchen viele Unternehmen nach Entwicklern suchen die Zahl der potentiellen Bewerber im Vergleich zum Stellenangebot möglicherweise relativ geringer ist, als in Gegenden mit weniger Unternehmen. Daher hat man dann ein lokalen Fachkräftemangel der aber nicht überall so deutlich auftritt. Ist jetzt aber nur eine wilde und unbelegte Vermutung meinerseits.

  13. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: RuID 18.09.19 - 00:03

    Das Dienstleistungsunternehmen war dem Bereich Thüringen zugeordnet und agierte etwas über dessen Grenzen hinaus. Also meiner Vermutung nach eigentlich genug Potential.

    Mit den von dir erwähnten regionalen Unterschiede und Chancen auf dem potentiellen Arbeitsmarkt hatte ich mich während meiner recht erfolglosen Bewerbungsphase dann intensiver auseinandergesetzt. Natürlich kommt man ins Grübeln und Zweifeln und versucht es rational, logisch oder wie auch immer zu begründen.

    Vielleicht bin ich auch der statistischer Sonderfall und deine Erfahrung spiegelt die Mehrheit wieder, wer weis, ...vielleicht habe ich bei meinen bisherigen Entscheidungen einfach den bedauerlicherweise ungünstigeren Abzweig bzw. Weg gewählt. Ich kann wirklich nicht festmachen woran es am Ende gelegen hat.

  14. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: spagettimonster 18.09.19 - 08:00

    Arbeit ist erst einmal Arbeit.

    Nun müsste man wissen was dort montiert/hergestellt wurde, so Manches kann durchaus sehr komplex ausfallen, so dass man gern Leute die von Prozessoptimierung und Informations-Technologie einen blassen haben dabei haben möchte. Entwicklung geht auch ohne warmen Bürostuhl und Bildschirm. Ich habe noch Informatiker kennen gelernt die im Studium einmal im Monat einen definierten Stapel an Lochkarten über _eine_ (Groß-)Rechenanlage _für alle_, die Vornehmlich zur Lohnbuchhaltung eines Großbetriebes bestimmt war, jagen dürften ... sonst nur mit Tafel, Kreide, Papier, Stift und Rechenschieber sowie mathematischem Verständnis, solidem Grundwissen in Physik, Elektrotechnik und Fach-Theoretischen Grundlagen bewaffnet wurden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.19 08:02 durch spagettimonster.

  15. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: kritisch_user 18.09.19 - 09:19

    Nur für die Statistik:
    Einstiegsgehalt als Javaentwickler mit BA: 42.000 + 3.000 Bonus
    Nach 3,5 Jahren Berufserfahrung jetzt Arbeitgeberwechsel mit 65.000 fix.

  16. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Shred 18.09.19 - 10:07

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bewirb dich jetzt mal bei Consulting- bzw.
    > Zeitarbeitsfirmen mit einer Maßgabe für Entfernung und Gehalt, so, das Du
    > bei beiden besser stehst. Klappt wunderbar.

    Been there, done that.

    Als Consultant wirst du da hin geschickt, wo das Projekt und die Kohle ist. Ich hatte wochenlang drastisch höhere Anfahrtzeiten für Projekte, die einfach nicht enden wollten. (Die langen Anfahrtzeiten zählen übrigens als Privatvergnügen, nicht als Arbeitszeit.) Zwischendurch immer wieder Hotelaufenthalte irgendwo in Deutschland. Seinen Tagesablauf kann man auch nicht planen, da der Chef jederzeit anrufen und einen in ein neues Projekt irgendwo anders kippen konnte.

    Beim Bewerbungsgespräch wird der Vor-Ort-Einsatz beim Kunden gerne heruntergespielt. Ich bewarb mich auf eine In-House-Stelle mit nur gelegentlichem Kundeneinsatz. Tatsächlich hatte ich schon während der Probezeit keinen eigenen Schreibtisch mehr, weil ich sowieso ständig auf Achse war.

    Consulting ist ein guter Start, um Erfahrungen zu sammeln, oder das Sprungbrett für eine geplante Selbstständigkeit. Work-Life-Balance oder ein Privatleben kannst du in der Zeit aber komplett vergessen. Und auch gehaltlich muss man aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird.

  17. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: dEEkAy 18.09.19 - 10:18

    kritisch_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur für die Statistik:
    > Einstiegsgehalt als Javaentwickler mit BA: 42.000 + 3.000 Bonus
    > Nach 3,5 Jahren Berufserfahrung jetzt Arbeitgeberwechsel mit 65.000 fix.


    Meine Studiensituation gestaltet sich zwar leicht anders, bin aber auch als Java-Entwickler mit ca 45k eingestiegen. Bin jetzt ca 1 Jahr dabei und lerne jeden Tag was neues dazu. Mal gucken wie sich mein Gehalt demnächst entwickelt.

  18. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: dEEkAy 18.09.19 - 10:23

    RuID schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Dienstleistungsunternehmen war dem Bereich Thüringen zugeordnet und
    > agierte etwas über dessen Grenzen hinaus. Also meiner Vermutung nach
    > eigentlich genug Potential.
    >
    > Mit den von dir erwähnten regionalen Unterschiede und Chancen auf dem
    > potentiellen Arbeitsmarkt hatte ich mich während meiner recht erfolglosen
    > Bewerbungsphase dann intensiver auseinandergesetzt. Natürlich kommt man ins
    > Grübeln und Zweifeln und versucht es rational, logisch oder wie auch immer
    > zu begründen.
    >
    > Vielleicht bin ich auch der statistischer Sonderfall und deine Erfahrung
    > spiegelt die Mehrheit wieder, wer weis, ...vielleicht habe ich bei meinen
    > bisherigen Entscheidungen einfach den bedauerlicherweise ungünstigeren
    > Abzweig bzw. Weg gewählt. Ich kann wirklich nicht festmachen woran es am
    > Ende gelegen hat.


    Es kann auch einfach Pech gewesen sein.
    Vielleicht hat dem Interviewer im Bewerbungsgespräch deine Nase nicht gepasst? Vielleicht war deine Bewerbung nicht auf die Stelle zugeschnitten? Vielleicht hatte man einfach schon jemanden gefunden und die Stelle noch nicht aus dem Netz genommen. So etwas kann viele Ursachen haben.

    Ich kann dir nur sagen, bleib am Ball. Versuch es mit Netzwerken wie Xing/Linkedin. Geh aktiv auf die Stellen zu die dich interessieren und bleib am Ball. Bei mir in der Firma gehen ständig Bewerber ein und aus, viele passen vielleicht vom Leistungsprofil, sind persönlich aber schwierig. Anders herum ebenso.

    Ich war im übrigen einer der Kandidaten, der persönlich voll überzeugt hat, fachlich/technisch aber durchaus Defizite hat und diese auch selbst Kommuniziert hat. Genommen wurde ich trotzdem.

  19. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: allegoric 18.09.19 - 10:39

    Aus meiner Sicht macht ihr was falsch. Da ich auch lange Zeit etwas falsch gemacht habe. Kurz mein Einblick dazu:

    Also entscheidend ist nicht der Abschluss sondern die aktuelle Tätigkeit. Eine Tätigkeit mit möglichst vielen Buzzwords ist immer gut. Also wenn IOT, Developer, Consultant, Cloud, Machine Learning o.ä. drin ist, dann reißen sich aktuell die Unternehmen um euch. Ob ihr wirklich was draufhabt oder nicht ist erst einmal nicht so wichtig. Also das Ziel muss sein, eine Stelle zu finden, wo ihr das ein oder andere Buzzword "abdeckt" mit dem ihr euch später weiterbewerben könnt. Und hier kommt der springende Punkt. In so eine Stelle muss man erst einmal rutschen.

    Ich selbst habe ebenfalls als Fachinformatiker 2010 angefangen und der Einstieg bei einem großen Unternehmen (im Osten der Republik) war echt schwierig. Ich bin damals für >30k eingestiegen, was nicht gerade der Burner ist. Die Beschäftigung würde ich jetzt als "Administrator" bezeichnen. Der Aufstieg in eine interessante Stelle im selben Unternehmen war fast unmöglich, weil mir der oft beschriebene Bachelor oder Master fehlte. Also habe ich mich rangesetzt und noch schnell einen berufsbegleitenden Bachelor hinterhergeschossen, damit man mich überhaupt hört. In meiner Abteilung war es leider noch so, dass ohne Studienabschluss gar nichts ging und in der damaligen Zeit waren alle Stellen mit Ausbildungsabschluss noch schlechter bezahlt als beim genannten großen Unternehmen. Da war es auch völlig egal, wie gut man war. Kaum das Studium angefangen, winkte die erste Stelle, die ich übernahm. neues_gehalt = gehalt * 1,5. Das war schon einmal ein netter Einstieg. Ab dann hatte ich die Chance mit "Buzzword"-Stellen mich zu beschäftigen und seitdem geht es in 10k Schritten aller 2 Jahre aufwärts. Es interessiert jetzt keinen mehr, ob ich Bachelor habe oder nicht. Auch neue Kollegen haben keinen und werden trotzdem entsprechend bezahlt. Die Zeiten haben sich dahingehend völlig geändert und von Linkedin werde ich mit Stellen zugeballert. Das nervt langsam ^^.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.19 10:42 durch allegoric.

  20. Re: Bitte mit Märchen aufhören?

    Autor: Bitfuchs 18.09.19 - 10:59

    dododo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke die Chancen für nen guten Job mit einem Entsprechenden Gehalt
    > sind stark von der Gegend abhängig. Ich habe letztes Jahr ebenfalls mit
    > einem 1,x Master in Informatik abgeschlossen. Im Großraum Stuttgart habe
    > ich damit problemlos eine gute bezahlte Stelle (knapp unter 60k) noch
    > während der Abschlussarbeit gefunden, als Berufseinsteiger bin ich damit
    > echt zufrieden, zumal auch der Job echt Spaß macht. Hatte allerdings auch
    > nur 2 Bewerbungen, die aber beide erfolgreich waren, was statistisch jetzt
    > nicht die Relevanz hat, kann also auch nur sehr viel Glück gehabt haben.

    Als was denn?
    Ich bin in der gleichen Region, aber mit 15 Jahren Erfahrungen und die Gehälter liegen auch "nur" bei 60-65k.

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