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warum

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  1. warum

    Autor: ML82 18.06.18 - 12:29

    sollen 35+ urlaubstage + weiterbildung nicht gehen?

    ich meine gerade in einem startup sollen die mitarbeiter höchstleistungen erbringen, aus dem nichts etwas neues schaffen, da gehört für mich entsprechender ausgleich einfach dazu, sonst reibt man sich nur auf, und macht die arbeit schlechter als nötig.

  2. Re: warum

    Autor: Sharra 18.06.18 - 12:45

    Weil alles über dem gesetzlich zustehenden Minimum an Urlaub a) Verhandlungssache ist, und 2. bedeutet, dass der dringend benötigte MA, für den keiner einspringen kann, dann noch länger fehlt. (Und ja, ein Krankheitsfall bricht solchen Startups gerne auch mal das Genick)

    Und woher soll das Budget für Weiterbildungen kommen? Das Geld ist für den Firmenaufbau gedacht, nicht für die Weiterqualifikation der Mitarbeiter. Davon abgesehen, siehe oben, fehlt der Typ dann wieder wochenlang. Das geht einfach nicht.

    Wer sich auf so einen Job einlässt, muss sich darüber im klaren sein, dass man dort eine Firma aufbaut. Das ist kein 0815 9to5 Job, und um 16:59 fährt der Rechner runter.
    Wer das nicht möchte, ist dort eben komplett falsch. Für mich wärs nichts, und für viele andere auch nicht. Deswegen finden sie ja so schwer passende Leute.

  3. Re: warum

    Autor: Psy2063 18.06.18 - 12:48

    das sind Startups, mit entsprechender Halbwertszeit... "Urlaub" ist die Phase zwischen zwei Jobs ;)

  4. Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: MarioWario 18.06.18 - 12:58

    Aber der Artikel hat schon ein propagandistischen Touch. Im Endeffekt geht es bei StartUps nur um die Ausbeutung von Codern - außer einen Lerneffekt bei Projekt- und Social-Skills bringt das nix.

  5. Re: warum

    Autor: Muhaha 18.06.18 - 13:18

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wer sich auf so einen Job einlässt, muss sich darüber im klaren sein, dass
    > man dort eine Firma aufbaut. Das ist kein 0815 9to5 Job, und um 16:59 fährt
    > der Rechner runter.

    Es ist eine Urban Legend, nach der so ein Verhalten für Startups nicht geeignet wäre.

    Ganz im Gegenteil, ein Startup BRAUCHT Mitarbeiter, wie Wert auf klar geregelte Strukturen legen, die dann auch gerne selbstverantwortlich klar geregelte Strukturen aufbauen, weil dieses Hochjubeln eines 10-14h-Tages nur ein Feigenblatt für die Unorganisiertheit und Inkompetenz der Gründer ist, wo die Mitarbeiter das ausgleichen müssen, was die Geschäftsleitung nicht auf die Reihe bringt.

    "Hachhuch, da liegt ja noch ein Auftrag rum. Ups, der muss ja nächste Woche fertig sein. Habt ihr am Wochenende was vor?"

    "Wir machen das jetzt so, weil der Kunde das so will! Nein, mir egal, dass das nicht gut ist, der Kunde will das so! Nein, ich bin leider nicht fähig Kunden von katastrophal schlechten Ideen abzubringen, ich kann nur ja sagen, weil ich den Auftrag will. Und Euch bezahle ich dafür dieses Chaos mit Überstunden zu einem unbefriedigenden Ende zu bringen!"

    "Nein, Du bekommst keine Verstärkung, Du musst das Projekt alleine machen. Wir haben kein Geld für eine neue Stelle. Ja, das ist das neue iPhone und ja, da draussen steht mein neuer Mercedes, warum?"

    Nie wieder Startup mit inkompetenten, arroganten Vollidioten als Geschäftsführer.

  6. Re: warum

    Autor: Dino13 18.06.18 - 13:22

    Du beschreibst das Kern-Problem. Es existiert einfach kein Ausgleich zu den zusätzlichen Anforderungen die viele Startups mit sich bringen. Das sehen dann viele zurecht auch nicht ein sich einfach so dafür aufzuopfern.

  7. Re: warum

    Autor: elidor 18.06.18 - 13:28

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du beschreibst das Kern-Problem. Es existiert einfach kein Ausgleich zu den
    > zusätzlichen Anforderungen die viele Startups mit sich bringen.

    Kein Ausgleich? Und was ist für dich der Kicker da vorne in der Ecke?

  8. Re: warum

    Autor: minnime 18.06.18 - 14:18

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und woher soll das Budget für Weiterbildungen kommen? Das Geld ist für den
    > Firmenaufbau gedacht, nicht für die Weiterqualifikation der Mitarbeiter.
    > Davon abgesehen, siehe oben, fehlt der Typ dann wieder wochenlang. Das geht
    > einfach nicht. Das ist kein 0815 9to5 Job, und um 16:59 fährt der Rechner runter.
    > Wer das nicht möchte, ist dort eben komplett falsch.
    Übersetzt, Mindesturlaub, keine Weiterbildung außer der in der eigenen Freizeit, wobei das schwierig ist, denn da finden ja die unbezahlten Überstunden statt, wobei die Bezahlung ohnehin schlecht ist, ggf. auch unregelmäßig. Aber dafür gibt es ja flache Hierarchien, das heißt keine Aufstiegsmöglichkeiten und wenn man Probleme mit dem Vorgesetzten hat, hat man Pech, denn es gibt keine höhere Ebene an die man sich wenden kann. Außerdem kann man holistisch, das Wort musste ich erst mal nachschlagen am Produkt arbeiten, das heißt man muss wirklich alles selbst machen und hat im Ernstfall keine Unterstützung.

  9. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Leprechaum 18.06.18 - 14:44

    MarioWario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber der Artikel hat schon ein propagandistischen Touch. Im Endeffekt geht
    > es bei StartUps nur um die Ausbeutung von Codern - außer einen Lerneffekt
    > bei Projekt- und Social-Skills bringt das nix.


    Also von Ausbeutung würde ich nicht reden, vielmehr sollte man vielleicht den Job bei einem Start-Up nicht als "Job4Life" sehen sondern sich eben die Skills aneignen, die dort vermittelt werden und in den nächsten Job mit einbringen. Vielleicht merkt man dann auch, wie stark man belastbar ist und wo die eigenen Grenzen liegen.

    Aber in den allermeisten kleinen Läden gibt es nur 24 Tage Urlaub und keinen bezahlte Weiterbildung. Dafür halt unter Umständen nen direkten Draht zum Chef und ein besseres Betriebsklima und weniger Hierarchien und weniger Bürokratie. Wenn das aber auch noch fehlt, dann müsste zumindest das Gehalt stimmen, was aber bei vielen kleinen Buden auch nicht klappt.
    Aber deshalb gleich zu einem mittelständischen Unternehmen oder zu einem Konzern gehen? Was meint ihr?

  10. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Muhaha 18.06.18 - 14:59

    Leprechaum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber deshalb gleich zu einem mittelständischen Unternehmen oder zu einem
    > Konzern gehen? Was meint ihr?

    Das weiß man vorher nie.

    Normalerweise wechselt man eh mehrmals den Arbeitgeber, bis man für sich selbst herausgefunden hat, was man definitiv NICHT will, was man akzeptieren kann und was man unbedingt haben möchte. Und nie vergessen, dass sich auch das eigene Leben ändert. Was als Mitt-Zwanziger vollkommen ok ist, ist als Mitt-Vierziger nur dümmliche Kindergarten-Scheisse, die man nie mehr um sich haben will.

  11. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: quineloe 18.06.18 - 15:26

    Was nützt dir ein "direkter Draht zum Chef" wenn du ihn nicht für so etwas wie eine Weiterbildung verwenden kannst?

    "Du Rupert*, wenn wir auf dieses System upgraden wollen dann brauch ich dafür diese Schulung, sonst kann ich dir nicht versichern, dass das mit dem Umstieg reibungslos hinhaut.

    Wenn nicht dafür, wofür denn sonst?

    *zufälliger Name eines Chefs, Gemeinsamkeit mit Namen von Chefs die heute in den Medien sind ist reiner Zufall.


    Edit: Betriebsklima kann auch in kleinen Firmen eine reine Katastrophe sein. Ich jedenfalls bin mit dem Betriebsklima des 400 Mio Umsatz Unternehmens in dem ich sitze völlig zufrieden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.18 15:28 durch quineloe.

  12. Re: warum

    Autor: Dromedarius 18.06.18 - 15:48

    Wer nicht mit tollem Gehalt locken kann, muss zumindestens mit tollen Arbeitsbedingungen werben können (oder mit ganz sicheren so wie im öffentlichen Dienst). Wer das nicht macht, kriegt jedenfalls keine erfahrenen, guten Leute.

    Ansprache über XING oder LinkedIn ist schon okay. Nervig ist, das meistens keine vollständigen Informationen dabei sind (wozu übrigens neben dem Unternehmensnamen auch das Gehalt/Stundensatz gehört). Und einem HR-Menschen die Stück für Stück heraus zu sagen, das nervt dann wirklich. Und telefonieren will ich als Entwickler normalerweise auch nicht, kommt ja auch im Berufsalltag eher nicht vor. Email/Slack, ... wozu haben wir es schließlich erfunden. Was stimmt, wenn der Personaler anfängt Druck zu machen, kann er sich einen anderen Dummen suchen (oder muss halt wie sonst eben mehr zahlen, wenn etwas dringend ist). Und Kontaktversuche am Wochenende oder 23:00 sind auch äußerst unprofessionell.

  13. Re: warum

    Autor: MacFu 18.06.18 - 15:49

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wer sich auf so einen Job einlässt, muss sich darüber im klaren sein,
    > dass
    > > man dort eine Firma aufbaut. Das ist kein 0815 9to5 Job, und um 16:59
    > fährt
    > > der Rechner runter.
    >
    > Es ist eine Urban Legend, nach der so ein Verhalten für Startups nicht
    > geeignet wäre.
    >
    > Ganz im Gegenteil, ein Startup BRAUCHT Mitarbeiter, wie Wert auf klar
    > geregelte Strukturen legen, die dann auch gerne selbstverantwortlich klar
    > geregelte Strukturen aufbauen, weil dieses Hochjubeln eines 10-14h-Tages
    > nur ein Feigenblatt für die Unorganisiertheit und Inkompetenz der Gründer
    > ist, wo die Mitarbeiter das ausgleichen müssen, was die Geschäftsleitung
    > nicht auf die Reihe bringt.
    >
    > "Hachhuch, da liegt ja noch ein Auftrag rum. Ups, der muss ja nächste Woche
    > fertig sein. Habt ihr am Wochenende was vor?"
    >
    > "Wir machen das jetzt so, weil der Kunde das so will! Nein, mir egal, dass
    > das nicht gut ist, der Kunde will das so! Nein, ich bin leider nicht fähig
    > Kunden von katastrophal schlechten Ideen abzubringen, ich kann nur ja
    > sagen, weil ich den Auftrag will. Und Euch bezahle ich dafür dieses Chaos
    > mit Überstunden zu einem unbefriedigenden Ende zu bringen!"
    >
    > "Nein, Du bekommst keine Verstärkung, Du musst das Projekt alleine machen.
    > Wir haben kein Geld für eine neue Stelle. Ja, das ist das neue iPhone und
    > ja, da draussen steht mein neuer Mercedes, warum?"
    >
    > Nie wieder Startup mit inkompetenten, arroganten Vollidioten als
    > Geschäftsführer.

    Nochmals, absolut richtig ;) Ich denke unser Erfahrungsschatz scheint sich zu teilen :D Vorallem sollte man sich fragen zu was ein Entwickler nach 8 Stunden fokusiertem (meist ja nicht mal möglich in diesen Unternehmen) coden noch in der Lage ist, oder selbst schon nach 4...

  14. Re: warum

    Autor: Muhaha 18.06.18 - 16:15

    MacFu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nochmals, absolut richtig ;) Ich denke unser Erfahrungsschatz scheint sich
    > zu teilen :D

    Fünf Jahre New Economy. Wilde Zeit, aufregende Zeit, viel gelernt. Vor allem, wie man es nicht machen sollte.

    > Vorallem sollte man sich fragen zu was ein Entwickler nach 8
    > Stunden fokusiertem (meist ja nicht mal möglich in diesen Unternehmen)
    > coden noch in der Lage ist, oder selbst schon nach 4...

    Mein persönliches Aha-Erlebnis war bei einem Besuch des Produktionssupports bei BMW, der gerade aufgebaut wurde. Wenn es zu einem Software-Problem mit der Bandsteuerung kommen sollte, musste ASAP für alle Werke weltweit eine Lösung gefunden werden, weil jede Minute Stillstand teuer ist, sehr, sehr teuer. Überaus komplexe Problematik, die zusammen mit Sprachwissenschaftlern und technischen Redakteuren in einen Algorithmus gegossen werden sollte.

    Enger Zeitplan, weil Zeit = Geld.

    Der Projektleiter stand kurz vor dem Projektabschluss, in time, in budget und mit einer lächerlichen Anzahl von Überstunden für alle Entwickler. Wie hat er das geschafft? Gute Leute! :) Unter anderem mit einem fixen Feierabend, weil 10h Coden nichts bringen, nur für mentalen Abrieb sorgen, den die Mitarbeiter auch durch Wochenende und Urlaub nicht reinholen können. Er selbst hat Entwickler aktiv nach Hause geschickt, wenn diese in ein Problem vertieft waren und die Uhr nicht bemerkt haben. Home-Office gab es nicht. Er hat damit das Unterbewusstsein der Entwickler angezapft, die sich gedanklich natürlich immer noch mit dem Problem beschäftigt haben, aber nicht daran aktiv tätig waren. Dafür dann am nächsten Tag eine gute Lösung gefunden haben. Weil man ihnen die Zeit gegeben hat, über das Problem zu schlafen.

    DAs war ein Profi.

  15. Re: warum

    Autor: MacFu 18.06.18 - 16:29

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MacFu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nochmals, absolut richtig ;) Ich denke unser Erfahrungsschatz scheint
    > sich
    > > zu teilen :D
    >
    > Fünf Jahre New Economy. Wilde Zeit, aufregende Zeit, viel gelernt. Vor
    > allem, wie man es nicht machen sollte.
    >
    > > Vorallem sollte man sich fragen zu was ein Entwickler nach 8
    > > Stunden fokusiertem (meist ja nicht mal möglich in diesen Unternehmen)
    > > coden noch in der Lage ist, oder selbst schon nach 4...
    >
    > Mein persönliches Aha-Erlebnis war bei einem Besuch des Produktionssupports
    > bei BMW, der gerade aufgebaut wurde. Wenn es zu einem Software-Problem mit
    > der Bandsteuerung kommen sollte, musste ASAP für alle Werke weltweit eine
    > Lösung gefunden werden, weil jede Minute Stillstand teuer ist, sehr, sehr
    > teuer. Überaus komplexe Problematik, die zusammen mit
    > Sprachwissenschaftlern und technischen Redakteuren in einen Algorithmus
    > gegossen werden sollte.
    >
    > Enger Zeitplan, weil Zeit = Geld.
    >
    > Der Projektleiter stand kurz vor dem Projektabschluss, in time, in budget
    > und mit einer lächerlichen Anzahl von Überstunden für alle Entwickler. Wie
    > hat er das geschafft? Gute Leute! :) Unter anderem mit einem fixen
    > Feierabend, weil 10h Coden nichts bringen, nur für mentalen Abrieb sorgen,
    > den die Mitarbeiter auch durch Wochenende und Urlaub nicht reinholen
    > können. Er selbst hat Entwickler aktiv nach Hause geschickt, wenn diese in
    > ein Problem vertieft waren und die Uhr nicht bemerkt haben. Home-Office gab
    > es nicht. Er hat damit das Unterbewusstsein der Entwickler angezapft, die
    > sich gedanklich natürlich immer noch mit dem Problem beschäftigt haben,
    > aber nicht daran aktiv tätig waren. Dafür dann am nächsten Tag eine gute
    > Lösung gefunden haben. Weil man ihnen die Zeit gegeben hat, über das
    > Problem zu schlafen.
    >
    > DAs war ein Profi.

    Hach... das ist so selten vorzufinden. Man muss halt leider sagen, dass ein großer Teil der IT-Branche nur ein absolut Chaos-Ding ist, in dem die Teilnehmer reihenweise Sch... bauen, Stress produzieren und dann ausbrennen und ausbrennen lassen. Wenn man sich dann überlegt, dass die IT-Branche besser wächst als der Rest der Wirtschaft, dann muss man sich nur noch mehr wundern über die Wirtschaft. Was alles möglich wäre, wenn Leute mal mit klarem Verstand dabei wären...

  16. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Leprechaum 18.06.18 - 19:17

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was nützt dir ein "direkter Draht zum Chef" wenn du ihn nicht für so etwas
    > wie eine Weiterbildung verwenden kannst?

    nun einschleimen kann man sich überall. In vielen kleinen Firmen gibts halt kein Geld für Weiterbildung - weil keines da ist. Da kann man sich auf den Kopf stellen und rufen: Alles ungerecht. Aber was will man sonst machen? Gleich kündigen?


    Also in ner kleinen Firma will ich was lernen, nette Kollegen haben und nicht von überbordender Bürokratie und "haben wir schon immer so gemacht"-Chefs ausgebremst werden. Gibt's hier niemanden, der das so sieht?

    Natürlich muss das Gehalt so sein, dass es kein Trauerspiel wird und man muss auch mal ne Erhöhung bekommen, aber aufsteigen geht halt meistens nicht, weil schlicht niemand zwischen dem Chef und dir steht in der Hierarchie. Und es arbeiten eine _Menge Leute in solchen kleinen Firmen. Da muss das Geld, das jeden Monat überwiesen werden muss, reingeholt werden. Direkter Draht zum Chef heißt, ihn bei Fragen ansprechen zu können aber doch nicht, ständig was zu fordern, was er nicht erfüllen kann.

  17. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Hawk321 18.06.18 - 19:37

    Ach ja...Startup. Die meisten sind keine Startups sondern schlicht zu früh gegründete Unternehmen ohne jegliche Expertise. In Paderborn hab ich es stetig gesehen..."Startup Meetings"...junge Uni Absolventen oder Leute die noch studieren und meinen der eigene Chef zu sein. Der Gewinner sind meist die:
    Zulieferer wie Hardware, Software Lizenzen, Handwerk --> der Kredit fließt ja irgendwo hin.
    Das Unternehmen selbst...pfff, was will ich mit einem mit 20er der keinerlei Ahnung von Betriebs und Personalführung hat ?

    Ich sehe das wie einige Poster vor mir, wenn es unbedingt sein muss, dann nur um sich irgendwelche Skills anzueignen. Bei einem "StartUP" tätig gewesen zu sein ist für bodenständige Personaler allerdings nicht sonderlich ein + !

  18. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Bitfuchs 18.06.18 - 19:48

    Leprechaum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber in den allermeisten kleinen Läden gibt es nur 24 Tage Urlaub und
    > keinen bezahlte Weiterbildung.

    Immerhin 4 Tage mehr als der gesetzliche Mindestanspruch von 20 Tagen bei einer 5 Tage Woche, also kein Grund sich zu beschweren.

  19. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Sharra 18.06.18 - 19:49

    Bitfuchs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leprechaum schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber in den allermeisten kleinen Läden gibt es nur 24 Tage Urlaub und
    > > keinen bezahlte Weiterbildung.
    >
    > Immerhin 4 Tage mehr als der gesetzliche Mindestanspruch von 20 Tagen bei
    > einer 5 Tage Woche, also kein Grund sich zu beschweren.

    Papier ist geduldig... Bekomm den Urlaub aber dann auch mal.

  20. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Dromedarius 18.06.18 - 19:53

    Leprechaum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was nützt dir ein "direkter Draht zum Chef" wenn du ihn nicht für so
    > etwas
    > > wie eine Weiterbildung verwenden kannst?
    >
    > nun einschleimen kann man sich überall. In vielen kleinen Firmen gibts halt
    > kein Geld für Weiterbildung - weil keines da ist. Da kann man sich auf den
    > Kopf stellen und rufen: Alles ungerecht. Aber was will man sonst machen?
    > Gleich kündigen?
    >
    > Also in ner kleinen Firma will ich was lernen, nette Kollegen haben und
    > nicht von überbordender Bürokratie und "haben wir schon immer so
    > gemacht"-Chefs ausgebremst werden. Gibt's hier niemanden, der das so sieht?
    >
    > Natürlich muss das Gehalt so sein, dass es kein Trauerspiel wird und man
    > muss auch mal ne Erhöhung bekommen, aber aufsteigen geht halt meistens
    > nicht, weil schlicht niemand zwischen dem Chef und dir steht in der
    > Hierarchie. Und es arbeiten eine _Menge Leute in solchen kleinen Firmen. Da
    > muss das Geld, das jeden Monat überwiesen werden muss, reingeholt werden.
    > Direkter Draht zum Chef heißt, ihn bei Fragen ansprechen zu können aber
    > doch nicht, ständig was zu fordern, was er nicht erfüllen kann.

    Wenn Möglichkeiten verwehrt sind, ist das Extra zu bezahlen. Fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten rächen sich halt noch einiger Zeit. Wer das nicht macht, kriegt keine guten Leute.

    Das muss nicht unbedingt StartUps ausschließen. Mein letzter Arbeitgeber war ein Startup und ich wollte unbedingt in der Zeit mich auch weiterbilden. Das StartUp hatte aber kein Problem damit, das ich größtenteils in Teilzeit (20-32h) gearbeitet habe und mir auch raus gesucht habe, ob ich vom Büro oder von zu Hause arbeiten will. Unter den Umständen habe ich dann noch nicht einmal aufs Geld geschaut. Und der beste Mitarbeiter ist gekommen, weil es kein Problem damit gab, das er nach 1 Monat erstmal in Elternzeit ging.

    Letzten Endes ist mir als Arbeitnehmer aber die wirtschaftlichen Nöte des Startups relativ egal. Ich kann mir den Arbeitsplatz heraussuchen und d.h. das ich mindestens 1 von 3 Sachen erfüllt haben möchte: gutes Gehalt, gute Arbeitsbedingungen und/oder sicherer Arbeitsplatz. Wenn alles drei nicht gegeben ist, dann ist vermutlich keiner daran interessiert (und die Verzweifelten die es trotzdem sind, mit denen möchte ich dann auch nicht zu tun haben).

    Das eine Firmengründung für den Gründer kein Zuckerschlecken ist, ist klar. Aber wer gute Arbeitskräfte will muss halt den Arbeitnehmern auch etwas bieten, sonst gehen die woanders hin.

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