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warum

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  1. Re: warum

    Autor: Bitfuchs 18.06.18 - 19:58

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Übersetzt, Mindesturlaub, keine Weiterbildung außer der in der eigenen
    > Freizeit, wobei das schwierig ist, denn da finden ja die unbezahlten
    > Überstunden statt, wobei die Bezahlung ohnehin schlecht ist, ggf. auch
    > unregelmäßig. Aber dafür gibt es ja flache Hierarchien, das heißt keine
    > Aufstiegsmöglichkeiten und wenn man Probleme mit dem Vorgesetzten hat, hat
    > man Pech, denn es gibt keine höhere Ebene an die man sich wenden kann.
    > Außerdem kann man holistisch, das Wort musste ich erst mal nachschlagen am
    > Produkt arbeiten, das heißt man muss wirklich alles selbst machen und hat
    > im Ernstfall keine Unterstützung.


    Dafür braucht es kein Startup, das geht auch in einzelnen Teams in klassischen KMUs die seit mehr
    als 25 Jahren auf dem Markt sind.
    Bis auf das unregelmäßige Gehalt und den Mindesturlaub (28 Tage yeah, aber klappt nicht immer mit nehmen)
    hab ich das auch.

  2. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: Bitfuchs 18.06.18 - 20:00

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitfuchs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Leprechaum schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Aber in den allermeisten kleinen Läden gibt es nur 24 Tage Urlaub und
    > > > keinen bezahlte Weiterbildung.
    > >
    > > Immerhin 4 Tage mehr als der gesetzliche Mindestanspruch von 20 Tagen
    > bei
    > > einer 5 Tage Woche, also kein Grund sich zu beschweren.
    >
    > Papier ist geduldig... Bekomm den Urlaub aber dann auch mal.

    Das ist egal ob Startup oder nicht, ich hab auch nur 28 Tage Urlaub im Jahr und dieses Jahr aber noch 32 Tage offen und ich hatte schon zwei Wochen dieses Jahr. Bis jetzt ist auch kein weiterer Urlaub in Sicht. Und wir sind seit 20 Jahren kein Startup mehr.

  3. Re: Ja, wenn man keinen fairen Job findet geht's ins Callcenter oder zu einem Startup

    Autor: quineloe 18.06.18 - 20:18

    >nun einschleimen kann man sich überall. In vielen kleinen Firmen gibts halt kein Geld für Weiterbildung - weil keines da ist. Da kann man sich auf den Kopf stellen und rufen: Alles ungerecht. Aber was will man sonst machen? Gleich kündigen?

    Ich weiß nicht, wo das mit Einschleimen herkommt?

    Wenn eine Firma derart klamm ist, dass notwendige Weiterbildungen nicht durchgeführt werden können, dann ist die Insolvenz ohnehin nicht weit. Meistens langt es trotzdem für teure Firmenwägen und ähnliche Prasserei, habe das ganz gut aus dem Verwandschaftskreis erzählt bekommen wie Firmen, die angeblich nie Geld hatten, teure Feste feiern konnten, hauptsache die Kunden waren glücklich. Heute würde sowas wohl unter Insolvenzverschleppung fallen.

    >Also in ner kleinen Firma will ich was lernen, nette Kollegen haben und nicht von überbordender Bürokratie und "haben wir schon immer so gemacht"-Chefs ausgebremst werden. Gibt's hier niemanden, der das so sieht?

    Nette Kollegen finden sich überall. Genauso wie unausstehliche Grantler. Gerade in kleinen Firmen ist das Risiko viel höher, weil der Grantler, den wirst du nicht mehr los. In größeren Unternehmen verschieben sich schnell mal Dinge, Leute wechseln intern rum und so weiter. In einer kleinen Bude macht Mitarbeiter A den Job A, und das ändert sich auch erst mal nicht.

    "haben wir schon immer so gemacht" habe ich persönlich noch nie gehört, eher "wir arbeiten prozesskonform". Das hat im Gegensatz zu deinem Beispiel allerdings auch Vorteile.

    Was lernen. Gerade dafür braucht es doch die Weiterbildungen. Irgendwann kommt jeder auf einem Niveau an, wo mit Selbststudium von PDF und Büchern nicht mehr weiter geht. Und wenn die Klitsche hier so an der Insolvenz vorbeikriecht will ich was in der Hand haben, was belegt was ich kann, da die nächste Stellensuche ja jeden Monat neu anstehen könnte.

    Da bleibt also nur das übrig

    >Direkter Draht zum Chef heißt, ihn bei Fragen ansprechen zu können aber doch nicht, ständig was zu fordern, was er nicht erfüllen kann.

    Du redest von "einer _Menge Leute in solchen kleinen Firmen. "

    Die allermeisten Mitarbeiter auch in solchen Firmen werden etwas machen, wovon der Chef praktisch nichts versteht. Deswegen hat er sie ja eingestellt. Da kann man keine Hilfe durch einfaches Fragen bekommen. Ich habe selber nie richtig in einer wirklich kleinen Bude gearbeitet, aber ich hab ein FOS Praktikum 12 Wochen lang bei einer Franchise-Filiale der Versicherungskammer Bayern gemacht. Dort IT. Der Chef dort hatte *null* Ahnung von IT. Er kannte sich bestimmt top in Versicherungen aus, und ich denke die Versicherungsagenten, die dort rumgehangen sind, konnten ihn sicher ganz viel Dinge fragen die er schon zigmal selber abarbeiten musste. Aber der Typ, der dort die IT gemacht hat? Der war komplett auf sich allein gestellt, und ich bin mir sicher wenn der nicht nach Belieben den Geldhahn hätte aufdrehen können wann immer nötig, dann hätte der sich das keine Woche mehr angetan.

  4. Re: warum

    Autor: arknius 18.06.18 - 21:38

    Ich arbeite bei einem riesen Software Konzern und bekomme nun, weil ich Vater werde, 6 Wochen zusätzlichen bezahlen Urlaub. Zusätzlich zu den üblichen 6 Wochen. Und home office kommt noch dazu und vertrauens Arbeitszeit... (elternzeit wäre noch zusätzlich drin, mache ich aber nicht)

    Neulich hat eine vergleichsweise winzige Firmaangerufen und mir das doppelte Gehalt geboten (140k). Aber ich habe angelehnt... Mit Kind ist mir die Sicherheit eines großen Konzerns wichtiger... Auch wenn die Firma sehr bürokratisch tat und meine Tätigkeit zu 90% aus festen Arbeitsanweisungen besteht...

    Ein bisschen mehr Freiheit wäre nicht schlecht... Aber Sicherheit ist auch nicht schlecht... Hach ja

  5. Re: warum

    Autor: Sharra 18.06.18 - 22:19

    Woher nimmst du die Illusion, dein Job wäre sicher? Jedes Jahr werfen Großkonzerne mehr Leute raus, als der Mittelstand in einer beliebigen Region zusammen beschäftigt.

    Klar wird deine Firma wohl eher nicht morgen dicht machen, weil EIN Manager Mist gebaut hat.
    Aber genau diese Manager können auch entscheiden, dass du einfach zu teuer bist, und dass man doch (mal wieder) alles outsourced. Oder vielleicht kann man dich ja durch einen Tagelöhner in Verbindung mit Cloud und KI ersetzen.
    Halte dich nie für nicht ersetzbar.

    Aber natürlich ist das kein Grund, so einen Arbeitsplatz einfach wegzuwerfen. Grade mit einem Baby nicht.

  6. Re: warum

    Autor: velo 19.06.18 - 17:48

    elidor schrieb:

    > Kein Ausgleich? Und was ist für dich der Kicker da vorne in der Ecke?

    Made may day! Aber genau so ist es. Ich kann das mit dem Kicker nicht mehr hören, insbesondere interessiert mich dann eher für eine Spielekonsole als so ein Kicker. Wieso gehört das so zum Standard?

  7. Re: warum

    Autor: Sharra 19.06.18 - 18:30

    Weil die Chefs genau wissen, dass Kicker schnell den Reiz verlieren. Da investiert man nur 1x ein paar hundert Euro, und damit hat sichs.
    Bei Spielekonsolen hocken die Leute dann öfters, und vor allem länger.

  8. Re: warum

    Autor: velo 19.06.18 - 19:40

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil die Chefs genau wissen, dass Kicker schnell den Reiz verlieren. Da
    > investiert man nur 1x ein paar hundert Euro, und damit hat sichs.
    > Bei Spielekonsolen hocken die Leute dann öfters, und vor allem länger.

    Nachvollziehbar. Reizt halt leider nicht. Wie oft habe ich das schon in Vorstellungsgesprächen als Argument gehört? - ich finde es schon lächerlich - deswegen fange ich nicht bei einer Firma an.

  9. Re: warum

    Autor: Stormking 19.06.18 - 21:34

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wer sich auf so einen Job einlässt, muss sich darüber im klaren sein,
    > dass
    > > man dort eine Firma aufbaut. Das ist kein 0815 9to5 Job, und um 16:59
    > fährt
    > > der Rechner runter.
    >
    > Es ist eine Urban Legend, nach der so ein Verhalten für Startups nicht
    > geeignet wäre.
    >
    > Ganz im Gegenteil, ein Startup BRAUCHT Mitarbeiter, wie Wert auf klar
    > geregelte Strukturen legen, die dann auch gerne selbstverantwortlich klar
    > geregelte Strukturen aufbauen, weil dieses Hochjubeln eines 10-14h-Tages
    > nur ein Feigenblatt für die Unorganisiertheit und Inkompetenz der Gründer
    > ist, wo die Mitarbeiter das ausgleichen müssen, was die Geschäftsleitung
    > nicht auf die Reihe bringt.
    >
    > "Hachhuch, da liegt ja noch ein Auftrag rum. Ups, der muss ja nächste Woche
    > fertig sein. Habt ihr am Wochenende was vor?"
    >
    > "Wir machen das jetzt so, weil der Kunde das so will! Nein, mir egal, dass
    > das nicht gut ist, der Kunde will das so! Nein, ich bin leider nicht fähig
    > Kunden von katastrophal schlechten Ideen abzubringen, ich kann nur ja
    > sagen, weil ich den Auftrag will. Und Euch bezahle ich dafür dieses Chaos
    > mit Überstunden zu einem unbefriedigenden Ende zu bringen!"
    >
    > "Nein, Du bekommst keine Verstärkung, Du musst das Projekt alleine machen.
    > Wir haben kein Geld für eine neue Stelle. Ja, das ist das neue iPhone und
    > ja, da draussen steht mein neuer Mercedes, warum?"
    >
    > Nie wieder Startup mit inkompetenten, arroganten Vollidioten als
    > Geschäftsführer.

    Fehlt nur noch das passiv-agressive Gehabe des CEO/Gründers: "Aber *ich* arbeite doch auch 80 Stunden pro Woche?!!"

    Klar, an Deinem Lebenstraum, wo Du sehr viel zu gewinnen und zu verlieren hast. Aber Firmenanteile für die Mitarbeiter gibt's natürlich trotzdem nicht, ist schließlich Dein Baby ;-)

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