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zu häufig angeschrieben?

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  1. zu häufig angeschrieben?

    Autor: Psy2063 18.06.18 - 12:58

    das Problem ist nicht, auf irgendeiner Plattform angeschrieben zu werden, sondern die Relevanz zum eigenen Jobprofil und der persönlichen Lebenssituation.

    Wenn ich in München lebe, dann interessiert mich ein Job in Hamburg vermutlich eher weniger. Wenn ich laut meiner Zertifikate der Netzwerkgott bin, dann braucht man mir keinen Job anbieten wo ich irgendwas mit Blockchain oder 1st Level Support machen soll. Wenn ich bereits 15 jahre Berufserfahrung habe, dann schlagt mir bitte nichts für das Anfangsgehalt von jemandem vor der grade seine Ausbildung fertig hat. Aber das aller wichtigste: Recherchiert wenigstens mal das Profil so weit, dass ihr mir keinen Job bei der Firma anbietet, in der ich vor zwei Monaten erst gekündigt habe.

  2. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Muhaha 18.06.18 - 13:20

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das Problem ist nicht, auf irgendeiner Plattform angeschrieben zu werden,
    > sondern die Relevanz zum eigenen Jobprofil und der persönlichen
    > Lebenssituation.

    Jepp. Wer im Vorfeld gut recherchiert, spricht genau die Leute an, die tatsächlich in Frage kommen könnten und vergeudet nicht Zeit und Energie an Leute, die eh nie zusagen werden.

  3. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Kleba 18.06.18 - 17:34

    Dem kann ich mich völlig anschließen. Wenn man so oft angeschrieben wird, dann bitte doch auch nur mit den passenden Angeboten.

  4. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Schrödinger's Katze 18.06.18 - 17:42

    Psy2063 schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > Aber das aller
    > wichtigste: Recherchiert wenigstens mal das Profil so weit, dass ihr mir
    > keinen Job bei der Firma anbietet, in der ich vor zwei Monaten erst
    > gekündigt habe.

    Über die Geschichte würde ich gerne mehr lesen.

  5. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: ranzassel 18.06.18 - 17:51

    Kann ich dem TE nur zustimmen... ich bin potentiell auch an Anfragen interessiert. Und das obwohl ich mich bei meinem aktuellen Brötchengeber recht wohl fühle. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja Dinge die ich nicht auf dem Schirm habe?!

    Stattdessen immer der gleiche Mist... Entweder total generische Nachrichten bei denen man nach zwei Sätzen aufhören kann oder Job-Vorschläge die so überhaupt nicht zu meinem Profil passen. Und dann werden die Jungs auch immer gleich so penetrant.... Wer mir Anfragen schickt bei denen man auf den ersten Blick merkt, dass sie nicht zu meinem Profil passen bekommt von mir auch keine Antwort. Dann gibts noch x Nachfragemails.... "Sie haben sich immer noch nicht gemeldet".... Nee, werde ich auch nicht.

    Den Punkt, dass mir mein frisch gekündigter Arbeitsplatz vier Wochen später von einem Headhunter angeboten wurde hatte ich auch schon. Wobei der echt gut war, weil in meinem Xing-Profil keine Namen standen und hier tatsächlich mal einer passend geschrieben hatte. :) (Von der Rolle und den Aufgaben war der Job super, nur das Drumherum passte so gar nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.18 17:52 durch ranzassel.

  6. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Hawk321 18.06.18 - 19:45

    Das Problem liegt an der mangelhaften Qualifikation so mancher Headhunter. Was will mir so ein Typ den vermitteln ? Jemand der keine Ahnung von IT hat wird doch niemals passende Kandidaten
    finden !?!

    Mich schrieb man auch schon oft an...wobei ich den Fehler machte mein Profil bei so einer Kettenbude zu hinterlegen.

    "Rufen Sie mich dringend an" oder "Ich hab was passendes"
    Nicht nur dass diese Call-Center MA sich gehörig was einbilden und jedes mal von mir am Telefon den Mantel der Dummheit um gehangen bekommen...nein...keine Infos, manche schreiben 1:1 ein Profil irgendeiner Stelle ab ohne einen Vermittlungsauftrag zu haben. Entfernung 250 km ? Egal...1st Level Support ? Egal... Tätigkeit für die keine Ausbildung oder Studium wichtig ist ? Egal... all der ganze Mist wurde mir bereits "angeboten". Einmal gab es ein "Seminar" wo man der Personaltante eines dt. Großhandelsunternehmen mit M am Anfang und O am Ende zuhören durfte, wie schwer es den sei Leute zu bekommen.
    Ich hab der schnell klar gemacht, das nichts aussagende Stellenanzeigen keinen denkenden Menschen ansprechen und Sätze wie "bei uns gibt es guten Kaffee" sich sonst wo hin schieben können.

    Langes gemecker kurze Aussage:
    Die Firmen gehen in Deutschland zu Grunde und ich grinse mir dabei einen.

  7. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Sharra 18.06.18 - 19:59

    Das Grinsen ist aber grade das, was du nicht machen solltest. Denn eigentlich ist es zum Heulen.
    Hier wird, durch schiere Inkompetenz in den Personalrängen, der Standort Deutschland zerlegt.

    Gepaart mit einer desaströsen Arbeitsmarktpolitik der Regierung könnten wir die erste erfolgreiche Industrienation werden, die sich selbst in Grund und Boden richtet.
    Und trotz aller Probleme, die wir hier unbestritten haben, geht es Deutschland, und den meisten Deutschen, durchaus gut. Die Frage ist, wie lange noch, wenn die Industrie sich mal so verbogen hat, dass hier nichts mehr zu reissen ist.

  8. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Psy2063 19.06.18 - 07:50

    Schrödinger's Katze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Psy2063 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ---
    > > Aber das aller
    > > wichtigste: Recherchiert wenigstens mal das Profil so weit, dass ihr mir
    > > keinen Job bei der Firma anbietet, in der ich vor zwei Monaten erst
    > > gekündigt habe.
    >
    > Über die Geschichte würde ich gerne mehr lesen.

    Eigentlich gibt es da nichts groß zu erzählen. Ich habe damals in einer relativ überschaubaren Branche gearbeitet in der man sich gegenseitig kennt und in der nur eine handvoll Unternehmen mitspielen. Wenn ich dann quasi direkt nachdem ich meinen neuen AG im Profil eintrage die Nachricht bekomme es würde einen interessanten Job bei *Einem der Martführer aus einem kleinen Ort im Speckgürtel Frankfurts* geben, dann kommt nur eine einzige Firma in Frage die das sein könnte - nämlich die, die ich grade verlassen hatte.

  9. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: conker 19.06.18 - 09:03

    @hawk
    Absolut nachvollziehbar, was du im schreibst.
    Die Frage ist, bist du noch in Dland oder wo anders, wo es "besser" ist ? (Dann würden mich die Details interessieren, wo und inwiefern es besser ist ;) )

    @Sharra
    Bin da auch eher deiner Meinung, dass es zum heulen ist. Es war ein tolles Land, bis die Politiker angefangen haben, es in den letzten Jahrzehnten gegen die Wand zu fahren.
    Gut im Vergleich zu vielen Ländern der Welt ist das Meckern auf hohem Niveau, aber der Trend für die durchschnittliche Bevölkerung geht bergab, das ist eindeutig ...

    Andererseits, wie heißt es immer, jedes Volk hat die Volksvertreter, die es verdient, nicht wahr ... ?
    Und wenn die Unternehmen auf so inkompetente Headhunter zurückgreifen müssen, weil ihre eigene HR noch schlimmer ist, sagt ja schon einiges aus und lässt nichts Gutes ahnen für die Zukunft.

  10. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: freebyte 19.06.18 - 12:11

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier wird, durch schiere Inkompetenz in den Personalrängen, der Standort
    > Deutschland zerlegt.

    Wieso "wird"? Das Chaos haben wir schon seit den 1960er Jahren als Leitungspositionen in der Industrie nicht mehr durch Kaufleute sondern phantasielose Akademiker besetzt wurden.

    Nach dem Totalversagen der hausinternen Personalabteilungen wurde der Kram ab den 1990er Jahren ausgelagert. Damals war die Chance noch hoch, dass man von einem Recruiter angerufen wurde der mal in der Branche seiner Zielgruppe gearbeitet hat.

    Heute muss ich mit einem jungen Mädel diskutieren "Ja, prima!" nichts anderes herausbringt.

    fb

  11. Re: zu häufig angeschrieben?

    Autor: Hallonator 19.06.18 - 13:58

    Hawk321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem liegt an der mangelhaften Qualifikation so mancher Headhunter.
    > Was will mir so ein Typ den vermitteln ? Jemand der keine Ahnung von IT hat
    > wird doch niemals passende Kandidaten
    > finden !?!

    Eine aus dem erweiterten Bekanntenkreis, die als Personalsucherin arbeitet, meinte mal zu mir, dass sie den unterschied zwischen Java und JavaScript durchaus kennt. Es sind aber halt einfach keine Leute zu finden, so dass man sich dann irgendwann einfach "dumm" stellt, um mehr Leuten schreiben zu können.

    Eine Nachricht auf Xing oder LinkedIn kostet halt nichts. Und keine Antworten oder Absagen sind die in der Branche eh gewohnt

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