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Für Informatiker sowie so anders?

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  1. Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: johannknuesting 06.04.21 - 14:27

    In meinem Umfeld in der USA wechselt man sowie so als Software Engineer jede zwei Jahre oder so seinen Job und man kann so super sein Gehalt and den Marktpreis optimieren. Ist das in Deutschland nicht so?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.21 14:27 durch johannknuesting.

  2. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: Meister 06.04.21 - 14:47

    Ne, in Deutschland arbeitest du brav und loyal 25 Jahre beim selben Arbeitgeber und wirst zur Belohnung nicht als erstes rausgeworfen, wenn die Aktionäre einen höheren Gewinn bei gleichbleibendem Umsatz fordern.

  3. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: .02 Cents 06.04.21 - 14:50

    Das funktioniert in Deutschland grundsätzlich genauso. Nach meinen persönlichen (nicht repräsentativen) Erfahrungen ist das aber weit weniger verbreitet. Viele Leute hier wollen einen "sicheren Arbeitsplatz" bis zur Rente. Das wird als Wert-an-sich betrachtet. Es gibt auch das Gerücht, dass "zu viele" Wechsel beim potentiellen neuen Arbeitgeber negativ gesehen werden und so die Chancen reduzieren.

    Die Dauer der Firmenzugehörigkeit stellt aber auch einen gewissen Wert an sich dar. So ist das "Hire and Fire" seitens des Arbeitgebers eingeschränkt. Wenn ein Grossbetrieb eine grössere Zahl Mitarbeiter abbauen will, dann geht das idR über einen "Sozialplan", bei dem längere sich Firmenzugehörigkeit zugunsten des Arbeitnehmers auswirkt. Dazu kommen ggf. Betriebsrente und ähnliches, von denen man auch erst ab einer bestimmten Betriebszugehörigkeit profitiert (z.B. 5+ Jahre).

  4. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: dummzeuch 06.04.21 - 18:57

    johannknuesting schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In meinem Umfeld in der USA wechselt man sowie so als Software Engineer
    > jede zwei Jahre oder so seinen Job und man kann so super sein Gehalt and
    > den Marktpreis optimieren. Ist das in Deutschland nicht so?

    Habe ich auch jahrelang so gemacht, allerdings nicht immer freiwillig, denn die Firmen, für die ich gearbeitet habe, haben fast immer wenige Jahre nachdem ich angefangen habe, irgendwas geändert, was die Arbeitsbedingungen so verschlechter hat, dass ich mir was anderes gesucht habe. Meist war das eine Fusion von Abteilungen oder eine Übernahme einer kleineren Firma durch einen Konzern. Immer wurde natürlich vesprochen, dass sich für uns "nichts ändert", und immer war das natürlich gelogen.

    Das hatte den Vorteil, dass ich mir schon früh daran gewöhnen musste, regelmäßig den Arbeitgeber zu wechseln (weite Umzüge inklusive, was für andere durchaus ein Hinderungsgrund sein kann) und dann ein entsprechend höheres Gehalt auszuhandeln.

    Erst das letzte Mal vor ca. 8 Jahren habe ich die Veränderung (Übernahme einer kleinen Firma durch einen großen Konzern) ausgehalten, weil ich woanders keinen ähnlich interessanten Job finden konnte. Ich habe daraus gelernt, dass man sich auch daran gewöhnt, nicht gegen die Windmühlen eines Konzernz zu kämpfen, aber gut für den Blutdruck ist es definitiv nicht. Gehaltsverhandlungen sind jetzt ziemlich zäh, mit genau den miesen Tricks, die im Artikel genannt werden.

    Mal sehen, wie lange ich dieses Kasperletheater noch mitmache. Inzwischen gibt es auch die Option eines vorzeitigen Ruhestands, wenn ich die Faxen mal endgülitig dicke habe.

  5. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: amagol 06.04.21 - 19:45

    johannknuesting schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In meinem Umfeld in der USA wechselt man sowie so als Software Engineer
    > jede zwei Jahre oder so seinen Job und man kann so super sein Gehalt and
    > den Marktpreis optimieren. Ist das in Deutschland nicht so?

    Ich hab bisher bei keinem AG laenger als 5 Jahre gearbeitet, wobei die Zeit in den USA eher laenger war als in Deutschland, unter anderem weil die bei Einstellung zugeteilten Aktien ueber mehrere Jahre zugeteilt wurden (in Deutschland gab es fast immer nur ein Basis-Gehalt, weder Aktien noch Bonus).
    Man muss halt hin und wieder seinen Marktwert pruefen und wenn man dann schon ein Angebot mit +x% in Haenden haelt und der gegenwaertige AG nicht verhandlungsbereit ist... (ja, einer hat mit sogar vorgeworfen das waere Erpressung - kein Problem, macht die Entscheidung einfacher :))

  6. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: Steffo 06.04.21 - 22:40

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hatte den Vorteil, dass ich mir schon früh daran gewöhnen musste,
    > regelmäßig den Arbeitgeber zu wechseln (weite Umzüge inklusive, was für
    > andere durchaus ein Hinderungsgrund sein kann) und dann ein entsprechend
    > höheres Gehalt auszuhandeln.

    Ich bewundere das durchaus, wenn jemand weit wegzieht. Aber ist das nicht anstrengend, bei seinem Umfeld komplett bei null anzufangen und Familie und Freunde hinter sich zu lassen? Und da sind dann evtl. auch die Kollegen, mit denen man gut auskommt.

  7. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: flasherle 07.04.21 - 09:42

    Wieso sollte man dies Tun, wenn man sich ein entsprechendes Umfeld geschaffen hat?
    Wegen ein paar Euros mehr lohnt sich das außen rum doch gar nicht. Vor allem weil ja die Frau an der neuen Stelle auch einen neuen Job bräuchte...

  8. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: minnime 07.04.21 - 10:23

    Man muss hierzulande auch schauen dass man sich rechtzeitig irgendwo einnistet, denn je nach eigenem Profil, also wenn man nicht gerade ein super Spezialist oder so ein bisschen im Management tätig, wird es ab einem bestimmten Alter schwieriger noch etwas zu bekommen. Gewöhnliche Feld- Wald und Wiesen ITler, wie sie die meisten sind bekommen evtl. schon ab 40 Probleme.

  9. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: elknipso 07.04.21 - 10:53

    johannknuesting schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In meinem Umfeld in der USA wechselt man sowie so als Software Engineer
    > jede zwei Jahre oder so seinen Job und man kann so super sein Gehalt and
    > den Marktpreis optimieren. Ist das in Deutschland nicht so?

    Kann man machen wenn man massive Gehaltssteigerungen haben möchte, man kann aber beim richtigen Arbeitgeber auch ohne einen Wechsel solche massiven Sprünge erreichen wenn man einen guten Job macht.

  10. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: dummzeuch 07.04.21 - 12:16

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dummzeuch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das hatte den Vorteil, dass ich mir schon früh daran gewöhnen musste,
    > > regelmäßig den Arbeitgeber zu wechseln (weite Umzüge inklusive, was für
    > > andere durchaus ein Hinderungsgrund sein kann) und dann ein entsprechend
    > > höheres Gehalt auszuhandeln.
    >
    > Ich bewundere das durchaus, wenn jemand weit wegzieht. Aber ist das nicht
    > anstrengend, bei seinem Umfeld komplett bei null anzufangen und Familie und
    > Freunde hinter sich zu lassen? Und da sind dann evtl. auch die Kollegen,
    > mit denen man gut auskommt.

    Ja, ist es. Aber ich hatte sowieso nie einen großen persönlichen Freundeskreis, die meisten waren eher Online-Bekanntschaften (am Anfang noch Fidonet, später Internet) und die blieben ja erhalten. Meine Freundin/Frau ist mit umgezogen, wofür ich ihr sehr dankbar bin, Kinder haben wir keine, sonst hätte das wohl anders ausgesehen. Eine meiner Schwestern zog sogar schon in die USA, bevor ich für zwei Jahre nach UK und dann nach Frankreich zog (um danach wieder nach Deutschland zurückzukommen).

    Was Kollegen angeht: Ich kam eigentlich immer mit den meisten aus, aber Freundschaftern waren das nicht, und neuen Job lernt man ja auch neue Leute kennen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.21 12:17 durch dummzeuch.

  11. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: Steffo 07.04.21 - 13:07

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann man machen wenn man massive Gehaltssteigerungen haben möchte, man kann
    > aber beim richtigen Arbeitgeber auch ohne einen Wechsel solche massiven
    > Sprünge erreichen wenn man einen guten Job macht.

    Das ist ein wenig illusorisch, dass das die Regel ist. Ein Job-Wechsel ist meistens die beste Gehaltserhöhung.
    Wer bspw. suboptimal verhandelt hat, der wird meist nur langsam gehaltstechnisch aufsteigen. --> Salamitaktik.

  12. Re: Für Informatiker sowie so anders?

    Autor: elknipso 07.04.21 - 16:46

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > elknipso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann man machen wenn man massive Gehaltssteigerungen haben möchte, man
    > kann
    > > aber beim richtigen Arbeitgeber auch ohne einen Wechsel solche massiven
    > > Sprünge erreichen wenn man einen guten Job macht.
    >
    > Das ist ein wenig illusorisch, dass das die Regel ist. Ein Job-Wechsel ist
    > meistens die beste Gehaltserhöhung.
    > Wer bspw. suboptimal verhandelt hat, der wird meist nur langsam
    > gehaltstechnisch aufsteigen. --> Salamitaktik.

    Meistens sind bei einem Jobwechsel größere Sprünge drin. Wenn der Arbeitgeber und die eigene Leistung passt sind aber auch größere Sprünge ohne einen Jobwechsel drin.

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