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Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

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  1. Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: FranzJosephStraußAirport 14.01.22 - 09:29

    - Grundlagen der Informatik 1
    - Grundlagen der Informatik 2
    - Programmierpraktikum
    - Diskrete Strukturen
    - Grundlagen Algorithmen
    - Einführung Rechnerarchiktektur
    - Lineare Algebra für Informatiker
    - Grundlagen Datenbanken
    - Grundlagen Rechnernetze
    - Grundlagen Betriebsysteme
    - Einführung in die Softwaretechnik
    - Grundlagen der Wirtschaftsinformatik
    ...ein Auszug von der TUM....

    Grundlagen über Grundlagen, das macht echt kein Spaß, da gehts nur noch darum zu bestehen und den Master gleich ranzuhängen um wenigstens "etwas" Vertiefung bzw. Individualität ins Studium reinzubekommen.

  2. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Oktavian 14.01.22 - 09:59

    > Grundlagen über Grundlagen, das macht echt kein Spaß,

    Ja was erwartest Du denn? Ein Bachelor zeigt, dass er die Grundlagen seines Faches und die Grundlagen der wissenschaftlichen Arbeit verstanden hat, nicht mehr. Und da es in den meisten wissenschaftlichen Fächern viele Grundlagen gibt, die man verstanden haben sollte, gibt es auch viele Grundlagenkurse. Informatik ist eben ein weites Feld.

    Wie bei den meisten Studiengängen ist ein aufbauender Master-Studiengang sinnvoll. Alternativ geht man in ein Unternehmen und lässt sich da weiterbilden, sei es einfach durch Erfahrung am Arbeitsplatz, sei es durch ein formalisierteres Trainee-Programm.

    Wir nehmen die Bachelors sehr gerne, auch wenn wir wissen, da muss man noch viel Arbeit reinstecken. Aber die Grundlagen (da kommt das Wort schon wieder) sind gelegt.

  3. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Myxier 14.01.22 - 11:02

    Die Aussage das ein Informatik Bachelor Mühe macht stimmt schon, aber ich sehe daran auch nichts schlechtes. Du hast durchaus Vertiefungen. Zwar nur in Form von ein paar Kursen die du wählen kannst, aber immerhin mindestens 2. Und Grundlagen sind nun Mal wichtig, damit man leichter in verschiedenen Bereichen wechseln kann (empfinde ich so). Reines Inselwissen bringt einen ja auch nur bedingt weiter.

  4. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Dino13 14.01.22 - 11:18

    Myxier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Reines Inselwissen bringt einen ja auch nur bedingt weiter.

    Dafür ist ja dann auch eher eine Ausbildung als ein Studium zuständig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.22 11:19 durch Dino13.

  5. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: ChrizzleWhizzle 14.01.22 - 11:25

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür ist ja dann auch eher eine Ausbildung als ein Studium zuständig.

    Würde ich generell so nicht unterschreiben. In meiner Ausbildung hatten wir definitv mehr Betriebswirtschaft als im Bachelor-Studium.

  6. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Oktavian 14.01.22 - 11:32

    > Würde ich generell so nicht unterschreiben. In meiner Ausbildung hatten wir
    > definitv mehr Betriebswirtschaft als im Bachelor-Studium.

    Welchen Anteil an Betriebswirtschaft hättest Du denn in einem Informatik-Studium erwartet? Ich exakt 0%.

    Wenn jemand Interesse an BWL hat, kann er da ja mal ein oder zwei Grundlagenkurse belegen. Das ist doch wunderbar.

    Mir war früh klar, ich würde gerne in der IT weniger in den Bereich der Programmierung oder Administration, sondern eher in den Bereich der Steuerung, der Beratung und des Managements. Also habe ich noch etwas BWL und Jura belegt, genau diese Freiheit bietet ja das Studium. Man kann selbst gestalten, man wird nicht beschult.

  7. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Dino13 14.01.22 - 11:33

    ChrizzleWhizzle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dino13 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dafür ist ja dann auch eher eine Ausbildung als ein Studium zuständig.
    >
    > Würde ich generell so nicht unterschreiben. In meiner Ausbildung hatten wir
    > definitv mehr Betriebswirtschaft als im Bachelor-Studium.

    Hast du Wirtschafts-Informatik studiert?

  8. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Magdalis 14.01.22 - 12:27

    FranzJosephStraußAirport schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundlagen über Grundlagen, das macht echt kein Spaß, da gehts nur noch

    Da soll nochmal jemand behaupten, dass meine Ansichten über den beruflichen Nachwuchs rein vorurteilsbasiert wären...

    Noch nicht einmal die Newtonschen Gesetze richtig verstanden, aber direkt Quantenmechanik und Relativitätstheorie beigebracht bekommen wollen.

  9. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Fenix.de 14.01.22 - 13:17

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Würde ich generell so nicht unterschreiben. In meiner Ausbildung hatten
    > wir
    > > definitv mehr Betriebswirtschaft als im Bachelor-Studium.
    >
    > Welchen Anteil an Betriebswirtschaft hättest Du denn in einem
    > Informatik-Studium erwartet? Ich exakt 0%.
    >

    Du wirst lachen. Ich habe reine Informatik studiert und hatte ein Semester lag BWL als Pflichtmodul. Und das hätte mir beinahe das Genick gebrochen.
    Der BWL Prof damals hatte sein Fach etwas zu ernst genommen, wodurch in den ersten zwei Semestern 85% der Leute durchgefallen sind.
    Danach gab es einen anderen Prof, der quasi BWL für Informatiker gemacht hat. Grundlagen vermitteln, Klausur auf Basis der vermittelten Grundlagen stellen. Fertig.

    Heute weiss ich weder noch irgendetwas von der Vorlesung, noch habe ich jemals wieder BWL während meiner Karriere benötigt.

  10. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Brian Kernighan 14.01.22 - 18:05

    FranzJosephStraußAirport schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Grundlagen über Grundlagen, das macht echt kein Spaß,

    Dann ist weder ein Studium noch ein fachlich anspruchvoller Job was für Dich. Ich fand einige der o.g. Vorlesungen durchaus spannend und anderes zumindest sehr hilfreich auch in meiner späteren Arbeit. Als Bäckereifachverkäufer brauchst du natürlich keine Komplexitätstheorie und kein Wissen über Rechnerarchitektur, aber als Informatiker solltest Du das zumindest in Grundzügen, besser noch im Detail verstanden haben.

    Leute die autodidaktisch PHP gelernt haben aber keinen Schimmer haben ob ihr Algorithmus mit O(x^3) oder O(a^x) skaliert oder was das überhaupt bedeutet haben wir schon mehr als genug. Wenn Dich das abschreckt, mach was anderes und keinen anspruchsvollen IT Job. Bitte!

  11. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Oktavian 14.01.22 - 19:24

    > Leute die autodidaktisch PHP gelernt haben aber keinen Schimmer haben ob
    > ihr Algorithmus mit O(x^3) oder O(a^x) skaliert oder was das überhaupt
    > bedeutet haben wir schon mehr als genug. Wenn Dich das abschreckt, mach was
    > anderes und keinen anspruchsvollen IT Job. Bitte!

    Ich erinnere mich noch, das der Fachinformatiker als Ausbildung aufgelegt wurde. Ich habe mir die Ausbildungsrahmenordnung besorgt, da ein Ziel dieser Ausbildung war, den Beruf, den ich ursprünglich gelernt hatte, abzulösen. Ich war etwas erstaunt. Wo war da der ganze Unterbau? Ich habe vermisst:
    - Mathe (nein, das in der Berufsschule ist kein Mathe, das ich Rechnen, Mathe sind die klassischen Inhalte von Mathe I-IV).
    - Theoretische Informatik (da kommt auch deine Komplexitätsbetrachtung her)
    - Algorithmen und Datenstrukturen (da braucht man sie dann praktisch)
    - Datenbanksystem
    - Microrechner-Architektur (man will ja auch mal verstehen, was im Detail passiert)
    - Ein bunter Strauß an Sprachen und Paradigmen

    Die Essenz war dann, da werden billige Programmieräffchen herangezogen. Lass die besser nichts eigenes schreiben sondern nur fertige Architekturen umsetzen.

    Wie ich höre, hat man in mehreren Iterationen die Ausbildung angereichert. Gut so. Trotzdem bilden wir z.B. Fachinformatiker nur ungerne solo aus, eigentlich lieber in Kombination mit einem Dualen Studium. Die Leute sind wesentlich fitter und leistungsfähiger.

  12. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Oktavian 14.01.22 - 19:33

    > Du wirst lachen. Ich habe reine Informatik studiert und hatte ein Semester
    > lag BWL als Pflichtmodul. Und das hätte mir beinahe das Genick gebrochen.

    Gerade beim Übergang vom Diplom zum Bachelor haben einige Unis so einen Quatsch gemacht mit "integriertem Nebenfach" oder so. Teils war es BWL/VWL, manchmal noch nen Kurs Jura, mal Soziologie. Halt das, was man am Arbeitsmarkt für nützlich hielt.

    Inzwischen haben sich wohl viele Unis doch wieder darauf besonnen, was die primäre Aufgabe eines Studiums ist: Junge Menschen zu akademischem Arbeiten in einem Fach auszubilden. Wenn der Arbeitsmarkt an diesen Menschen Interesse hat, bitteschön. Aber es ist nicht primäre Aufgabe, die Berufsausbildung zu übernehmen. Und wenn ein junger Mensch sich im Studium ein wenig umtun möchte, gerne, die Möglichkeiten sind da.

    > Heute weiss ich weder noch irgendetwas von der Vorlesung, noch habe ich
    > jemals wieder BWL während meiner Karriere benötigt.

    Bei mir war es genau umgekehrt. Ich hätte BWL/VWL und Jura nicht machen müssen, habe das aber freiwillig und mit großem Interesse getan. Und ich brauche das sogar sehr regelmäßig. Ich bin in Projekten eben der ITler, der auch mit Juristen redet, und dem der Fachbereich seine Ideen auf fachlicher Ebene erklären kann.

    Ich finde es spannend, wenn der Anlage-Stratege einer Versicherung mir seine Portfolio-Strategie erklärt, und wir gemeinsam überlegen, welche IT ihn dabei unterstützen könnte. Und danach kläre ich mit Revision und Rechtsabteilung, wie wir das gesetzeskonform hinbekommen. :-)

    Und im nächsten Projekt erklärt mir der Versicherungsmathematiker, wie er mit Rückversicherungen zusammenarbeitet, was Schadensdreiecke sind, und wie hier eine technische Unterstützung der Arbeit aussehen könnte, die zur Zeit meist händisch in Excel stattfindet.

  13. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: 43rtgfj5 14.01.22 - 21:21

    Fenix.de schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du wirst lachen. Ich habe reine Informatik studiert und hatte ein Semester
    > lag BWL als Pflichtmodul. Und das hätte mir beinahe das Genick gebrochen.

    Und bei mir noch mehr - ich hatte 2 Pflichtmodule BWL, und diverse Aufbaumodule für die, die Interesse am Themengebiet hatten. Die Dozenten waren tatsächlich ok - gehörten mit zu denen, die ich ernst nehmen konnte. Denen sowie deren Wissenschaftlichen Mitarbeitern musste ich nicht in den Ar... kriechen um gute Noten zu kriegen, so wie beim Rest der ITler.
    Und diese beiden Module hatten alle - Allgemeine Informatik, Technische Informatik, Medieninformatik, ...

    Und ich muss auch sagen, dass das durchaus Sinnvoll ist/war, weil man später im Beruf auch Wirtschaftliche Entscheidungen treffen muss, wenn man davon ausgeht, dass das Studium eher für "Führungspersonal" bzw. höher Qualifizierte Mitarbeiter gedacht ist. Deutlich hilfreicher als Matrizenrechnung oder Taylorpolynome. Beides kein Hexenwerk wenn man es verstanden hat, aber gebraucht habe ich es nie. BWL, wenn man es mal vergleicht, eher extrem oft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.22 21:21 durch 43rtgfj5.

  14. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: schnedan 14.01.22 - 23:33

    Wie sagte mal ein Ministerialbeamter in der Tagesschau:

    Bachelor ist ein zertifizierter Studienabbruch...

    Fand ich witzig, muss ich aber auch durch meine Praxiserfahrung bestätigen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.22 23:33 durch schnedan.

  15. Re: Ein Bachelor in Informatik ist ziemlich mühselig

    Autor: Oktavian 15.01.22 - 12:39

    > Wie sagte mal ein Ministerialbeamter in der Tagesschau:
    >
    > Bachelor ist ein zertifizierter Studienabbruch...

    Den Spruch hatte ich auch mal gehört, und bei Einführung des Bachelor wurde das auch vielfach so gesehen, gerad in Unternehmen. Aber ich merke schon, zumindest in der IT hat sich das stark gewandelt.

    Wir stellen oft Bachelors ein und sind zufrieden. Klar, die muss man noch weiter qualifizieren, aber das muss man mit nem Master auch. Wir bilden auch Fachinformatiker aus, fast nur noch in Kombination mit einem Dualen Studium. Das funktioniert ziemlich gut.

    Ich kann natürlich nicht sagen, was von einem Jura-Bachelor oder BWL-Bachelor zu halten ist. Ganz gruselig ist wohl ein Lehramts-Bachelor, damit kann man echt wenig anfangen. Aber IT-Bachelor funktioniert schon ganz gut.

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