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Lügen und täuschen als Modus Operandi

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  1. Lügen und täuschen als Modus Operandi

    Autor: neinlederhosen 13.09.21 - 17:33

    Ich sehe diesen Artikel als eine Art der pseudo-selbstkritischen PR Stunt, mit Framing, um vor den tatsächlichen Problemen der Dualen Ausbildung abzulenken.

    Den Beruf IT-Systemelektroniker gibt es schon seit Anfang der Zweitausender. Ich bin Industrieelektroniker und war mit Kommunikationselektronikern im Unterricht im Jahr 1998. Der IT-Systemelektroniker ist der Nachfolger des Industrie und Kommunikationselektronikers.

    Die Umbenennung von Berufen ist ebenfalls ein Marketing Stunt, um Fortschrittlichkeit zu suggerieren. Die IHK, die ausbildenden Betriebe und die Berufsschulen haben die letzten 30 Jahre nichts an den Lehrmethoden und and den Lehrinhalten geändert, die Ausbildung kann man nur als Antik bezeichnen. Menschen die 1980 eine Ausbildung abgeschlossen hatten, haben in meiner Ausbildung nichts Neues gefunden. Fehlende Computerarbeitsplätze ( 5 Mann an einem Computer ) waren Standard. Auf die Frage warum man nichts erneuert in der Ausbildung war die Antwort irgendwas mit abstrahieren und so... und das in einer "berufsbildenden" Schule.

    Wer heute Pilot wird, kann ruhig am Sternmotor Doppeldecker lernen, und wird dann im Beruf einfach in den nächsten Airbus gesetzt, so die Denkweise. Die wirklich wichtige Frage die man sich stellen muss ist die der Existenzberechtigung dieser Ausbildung und darum wird diese Frage nicht gestellt. Man müsste alles umkrempeln und das bedeutet das manche Menschen gehen müssen und mancher IHK Spezi seine Anstellung verlieren wird, geht garnicht, ist ja ein Altherrenklub und steht unter besonderem Schutz.

    Für mich müsste es möglich sein für zukunftsfähige Berufe vorzubereiten in den 3 1/2 Jahren der Ausbildung. Ein halbes Jahr Grundlagen, ein bundesweit einheitliches Nachschlagewerk ( Tietze / Schenk ) und dann Projektarbeiten für den restlichen Teil der Ausbildung die von den typischen großen Unternehmen ausgearbeitet werden. Aber dafür müsste mann neue Lehrer einstellen welche wissen wie moderne Dinge funktionieren, und man müsste Computer bereitstellen und sogar für W-Lan sorgen im Klassenzimmer, viel zu kompliziert.

    Das was die momentane Duale Ausbildung erzeugt sind die Zeitarbeiter von morgen, diese braucht eine rückständige Industrie. Diese Menschen haben eine veraltete Technik gelernt, diese setzen sie in alten sterbenden Industrien ein und müssen für einen Aufstockerlohn arbeiten, weil man kann sich ja keine Festangestellten leisten, wegen den Chinesen, ist klar!

    Beim Techniker siehts genauso aus, wird ja vom selben "Verein" geleitet.

    Ich weiss ich bin nicht der Einzige der das so erlebt hat!

  2. Re: Lügen und täuschen als Modus Operandi

    Autor: minnime 13.09.21 - 18:50

    Na da hattest du ja miese Lernbedingungen aber die lagen doch nicht am Beruf sondern der miesen Berufsschule. Ich habe 2004 auch IT-Systemelektroniker gelernt und wir hatten jeder eine PC oder an was auch immer gerade rumgemacht wurde. Ich würde mich aber auch darüber beklagen, dass der Beruf ein unklares Profil hat. Beim IT-Systemelektroniker war das noch anders. Eine hohe Meinung habe ich auch vom Elektroniker für Geräte und Systeme. Nun wurde man in diesen Berufen zwar gut qualifiziert aber diese Qualifikationen werden nicht mehr nachgefragt.

    Ich bin ehrlich gesagt ein großer Fan des dualen Ausbildungssystems aber steht und fällt natürlich mit dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule und gerade von letzterer hört man öfter schlechtes, außer im Handwerk vielleicht. Ich frage mich auch warum man in der Berufsschule unbedingt noch Deutsch, Religion und Sport belegen muss, als müsste man die Zeit rum kriegen.

    Abgesehen davon ist die Ausbildung in der IT ohnehin problematisch. Beim Studium ist es doch genau dasselbe. Statt sie wirklich einigermaßen auf den Beruf vorzubereiten werden erstmal vier Semester Mathematik und graue Theorie durchgenommen, die 90% von denen nie mehr brauchen. Wenn dann später die interessanten Inhalte kommen findet das ganze oft auf Projektbasis statt und die Studenten müssen sich das im Selbststudium beibringen. Kann man machen aber warum muss man dann studieren. Mit wertvollen Praxistipps können die Professoren, die selber seit 20 Jahren nicht mehr selbst an Projekten gearbeitet haben auch meist nicht aufwarten.

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