1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › ITler als Beamte: Job und…

Unsozial / Diskriminierung

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Unsozial / Diskriminierung

    Autor: sigii 08.11.21 - 11:00

    Ich verdiene in der freien Wirtschaft sehr gut. Hab mich hochgearbeitet und bin Architect mit einem Team von 6 Leuten.

    Mit meinem Realschulabschluss bekomme ich eher eine Watschn als ein konkurrenzfähiges Gehalt und ja auch die topbesoldung ist kein Vergleich mehr zu dem was ich jetzt schon verdiene.

    Wenn da keiner Mal anfängt von innen etwas daran zu ändern bleibt dem Staat/uns halt nichts anderes übrig teure externe zu holen. Dann zahlt die Gesellschaft halt drauf.

    Inwiefern diese Studiumsdiskriminierung eigentlich rechtens ist, frag ich mich immer wieder...

  2. Re: Unsozial / Diskriminierung

    Autor: ath 11.11.21 - 01:35

    Bewirb dich einfach international bei Firmen, die Remote-Arbeit anbieten. Mein Arbeitgeber kennt meinen Abschluss nicht einmal, gerade US Firmen interessiert dein Abschluss einen Scheissdreck, sofern du fachlich gut aufgestellt bist. Davon ab zahlen die in der Regel auch deutlich besser.

  3. Re: Unsozial / Diskriminierung

    Autor: minnime 11.11.21 - 09:57

    Das ist das einzige Verfahren das rechtens ist. Wie ich in einem anderen Thread schon geschrieben habe, geht es um objektive Bewertbarkeit. Schul- und Berufsabschlüsse sind objektiv formal bewertbar, wenn jemand daher kommt und sagt dass er ganz toll ist und ganz viele Sachen kann, ist es das nicht. Als Steuerzahler erwarte ich diese objektive Bewertbarkeit vom Staat auch einfach. Klar fallen so einige Leute durchs Raster aber die kommen ja anscheinend auch in der Wirtschaft ganz gut unter.

  4. Re: Unsozial / Diskriminierung

    Autor: Michael H. 12.11.21 - 22:37

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist das einzige Verfahren das rechtens ist. Wie ich in einem anderen
    > Thread schon geschrieben habe, geht es um objektive Bewertbarkeit. Schul-
    > und Berufsabschlüsse sind objektiv formal bewertbar...

    Gebe dir prinzipiell recht, dass ein objektives Verfahren sein muss... jedoch sehe ich persönlich Schul- bzw. Bildungsabschlüsse nicht als "objektiv" genug an, da hier ein gewisser Prozentsatz an Menschen einfach seitlich wegfällt.
    Das Bildungssystem bewertet nach Kriterien, die weder fair noch universell einsetzbar sind.
    Dazu finde ich immer das Bild recht passend, auf dem ein Affe, Pinguin, Elefant, ne Robbe, ein Vogel, Hund und ein Fisch in einem Glas zu sehen sind und der Lehrer sagt "um eine faire Entscheidung zu treffen, muss jeder von euch die gleiche Prüfung ablegen und auf diesen Baum klettern".

    Außerdem ist Bildung nicht gleich Intelligenz. Wenn einer nach dem Studium 10 Jahre im AD User angelegt und im SAP Berechtigungen verteilt hat und ein Quereinsteiger mit Hauptschulabschluss die letzten 10 Jahre alle nennenswerten Hackatons für sich entschieden hat und für Unternehmen auf Enterpriselevel beratend die IT Sicherheit schmeißt und Sicherheitslücken aufdeckt und schließt, wäre laut dem "objektiven" Verfahren der Active Directory Schubser die bessere Wahl. Also nur mal blöd gesagt.

    Unser Bildungssystem ist gar nicht dafür ausgelegt objektiv zu urteilen. Es ist darauf ausgelegt selektiv zu bewerten, was wir zum Teil subjektiv für gute Fähigkeiten halten. Fängt doch alleine schon mit dem Benotungssystem an in dem Fächer wie Sport und Kunst benotet werden..
    Jeder der ne Zeit von 12 Minuten beim Ausdauerlauf von Strecke X schafft bekommt ne 1.
    Wenn aber das dicke Kind 20 Minuten braucht, kriegts ne 5, während es durch das doppelte Gewicht zu den anderen Kindern mehr als die doppelte Leistung reingesteckt hat um den lauf zu beenden.
    Kunst genau so... Das ist ein schönes Bild, das krieg ne 1. Oh, was hast du denn da gemacht, nene... so geht das nicht, das ist ne 6.
    Das sind rein subjektive Bewertungskriterien auch wenn sie auf den ersten Blick objektiv erscheinen mögen, decken sie nur einen Bruchteil dessen ab, dass für eine objektive Bewertung notwendig wäre.

    Genau so bei vielen anderen Dingen. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere... erinnere ich mich an eine Zeit in der die wichtigste Fähigkeit war, den Stoff auswendig zu lernen.
    Am besten waren z.B. in Physik die Fragen, in denen man die Definition von etwas 1zu1 rezitieren musste. Da gabs dann Teils für so nen 10 Zeilen Text 10 von 120 Punkten alleine durch die Aufgabe. Nur Sinngemäß aufschreiben galt nicht, das gab 0 Punkte, auch wenn die Definition korrekt war... haben worte gefehlt oder nicht zu 100% gestimmt, gabs pro Fehler nochmal 0,5 bis 2 Punkte Abzug pro Fehler. Je nachdem wie lang das Ganze war.

    Da wurde gar keinen Wert darauf gelegt, dass es jemand verstanden hatte und mit eigenen Worten erklären konnte. Im späteren Bildungsleben mit Anfang 20 war mir dass dann irgendwann zu bunt den scheiss auswendig zu lernen Wort für Wort...
    Hab dann mal ne eigene Definition für die Beschreibung von Multithreading in ne Arbeit geschrieben. Problem war, der Lehrer da kam gerad frisch von der Uni und war noch indoktriniert mit den üblichen Lehrmethoden... weil ich nicht das geschrieben hab, was er zuvor im Unterricht ausgeteilt hatte, hatte ich darauf 0 Punkte und nur ne zwei statt ner eins in der Arbeit. Daraufhin hab ich ihn rund gemacht, dass das sogar vorm Disziplinarausschluss landete. Zum Glück waren da n paar Lehrkräfte mit denen ich echt gut konnte... Ergebnis war, dass ich recht bekommen habe, meine Definition sogar verständlicher und umfangreicher war, als die von ihm vorgegebene und ich damit die Höchstpunktzahl erreicht hab. Jetzt mach das aber mal mit jungen Menschen die nicht die Confidence haben sich da hin zu stellen und dem Typen Inkompetenz vorzuwerfen, bis er einen rausschmeisst und als Arschloch betitelt (also er mich).

    Das hat alles für mich nichts mehr mit "objektiv" zu tun. ER wollte für SICH und nur für sich selbst, absolut subjektiv genau diese Lösung hören. Da ging es darum was er wollte und nicht was objektiv richtig ist. Und das zieht sich durch den kompletten Bildungssektor. Daher kann ich diese Aussage absolut nicht teilen, dass man Bildungsabschlüsse und objektiv in einem Satz nennt.

    Wenn ich was objektives haben will, lasse ich Arbeitsproben abgeben, fordere Arbeitszeugnisse an oder lasse die Person einfach mal bezahlt Probearbeiten. Dann kann ich mir objektiv ne Meinung bilden, ob diese person QUALIFIZIERT ist für ne Stelle.
    Wenn diese Person qualifiziert für den gehobenen Dienst ist, baue ich eben ne Schwelle ein, die ne Bewertungsgrundlage nach ein paar Jahren schafft. Also dass man sagt, alle 3 oder 5 Jahre besteht die Chance, dass man auf Grund von dienstlichen Erfolgen in den gehobenen Dienst aufsteigen kann. Das kann in Form von Jahreszielen sein, dass kann in Form von Lehrgängen sein die erfolgreich absolviert werden müssen, dass kann auch die Projekterfolgsrate sein. Das wären objektive Möglichkeiten eine Eignung für höhere Positionen festzustellen. Nicht ob jemand vor 20 Jahren gut auswendig Bulimie-lernen konnte, von dem er heute kein Stück mehr weiss.

  5. Re: Unsozial / Diskriminierung

    Autor: Bluejanis 03.12.21 - 01:09

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn diese Person qualifiziert für den gehobenen Dienst ist, baue ich eben
    > ne Schwelle ein, die ne Bewertungsgrundlage nach ein paar Jahren schafft.
    > Also dass man sagt, alle 3 oder 5 Jahre besteht die Chance, dass man auf
    > Grund von dienstlichen Erfolgen in den gehobenen Dienst aufsteigen kann.
    > Das kann in Form von Jahreszielen sein, dass kann in Form von Lehrgängen
    > sein die erfolgreich absolviert werden müssen, dass kann auch die
    > Projekterfolgsrate sein. Das wären objektive Möglichkeiten eine Eignung für
    > höhere Positionen festzustellen. Nicht ob jemand vor 20 Jahren gut
    > auswendig Bulimie-lernen konnte, von dem er heute kein Stück mehr weiss.

    Das würde auch noch die Beamten motivieren sich weiter zu entwickeln.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Spezialist für IT-Sicherheit (m/w/d)
    ekom21 - KGRZ Hessen, Gießen, Darmstadt, Kassel
  2. Client-Administratoren (m/w/d)
    Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
  3. ERP-Administrator / Specialist (m/w/d)
    FLUX-GERÄTE GMBH, Köln, Maulbronn
  4. Referent (m/w/d) für den Bereich Infomationstechnologie
    Katholisches Datenschutzzentrum, Dortmund

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,49€
  2. 34,49€
  3. (u.a. Omnibion War für 1,75€, Ghosts 'n Goblins Resurrection für 14,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Science-Fiction: Der Bussardkollektor funktioniert nicht so gut wie gehofft
Science-Fiction
Der Bussardkollektor funktioniert nicht so gut wie gehofft

Das bislang realistischste interstellare Antriebskonzept verstößt nicht gegen die Relativitätstheorie, hat aber andere Probleme mit der Physik.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Keine goldenen Anstecknadeln für kommerzielle Astronauten
  2. Raumfahrt Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace
  3. Raumfahrt Rocketlab entwickelt eine bessere Rakete als die Falcon 9

Einführung in MQTT: Alles läuft über den Broker
Einführung in MQTT
Alles läuft über den Broker

MQTT eignet sich hervorragend für Sensoren und IoT-Anwendungen. Wir geben eine Einführung in das Protokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation.
Von Florian Bottke

  1. Ohne Google, Android oder Amazon Der Open-Source-Großangriff
  2. Internet der Dinge Asistenten wie Alexa und Siri droht EU-Regulierung

IT-Studium und Jobaussichten: Hauptsache was mit Informatik
IT-Studium und Jobaussichten
Hauptsache "was mit Informatik"

Wegen des Fachkräftemangels ist es im Fall von Informatik fast egal, welche Fachrichtung man studiert. Ein paar Gedanken sollte man sich trotzdem machen.
Von Peter Ilg

  1. Überwachung bei Examen Datenschützer geht gegen Spähsoftware an Unis vor