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"Viel weniger als in der freien Wirtschaft ist das nicht" und andere skurrile Aussagen

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  1. "Viel weniger als in der freien Wirtschaft ist das nicht" und andere skurrile Aussagen

    Autor: ixs 08.11.21 - 11:21

    Ich habe bei solchen Artikeln immer den Eindruck, die Autoren haben _keine_ Ahnung wie gut die freie Wirtschaft im oberen Bereich wirklich zahlt.

    3000 EUR Einstiegsgehalt? Das sind 36.000 EUR Brutto im Jahr. Das mag in einem wirtschaftsschwachen Bundesland durchaus nicht unattraktiv erscheinen.
    Aber ich bin da immer an eine frühere Freundin erinnert, die frisch von der Fachhochschule in Baden-Württemberg Einstiegsgehälter von 48.000 EUR Brutto angeboten bekam. Da sind 36.000 EUR halt auch 12.000 EUR die pro Jahr weniger da sind. Und so hoch sind die Pensionsbeiträge auch nicht. Bei angenommenen 18% hat man immer noch ungefähr 4000 EUR mehr pro Jahr bzw. 330 EUR pro Monat mehr.

    Und das sind die Einstiegsgehälter. Wenn wir dann mal schauen, was nach 20 Jahren Erfahrung geht, dann sieht das alles plötzlich _ganz_ anders aus.

    A13 sind 5800 EUR, also knapp 70.000 EUR Brutto pro Jahr.
    Ich kenne Leute, die werden in der freien Wirtschaft nach 20 Jahren und einem tollen Titel mit 140.000 EUR Brutto-Grundgehalt als Staff Software Entwickler bezahlt. Und da sind Aktienpakete und Erfolgs-Bonuszahlungen nicht einberechnet. D.h. deren Netto-Gehalt ist das Brutto-Gehalt eines Beamten... Und dann kommen nochmal 100.000 USD Aktien pro Jahr und nochmal potentiell 50.000 EUR Bonuszahlungen dazu.
    Klar werden diese fürstlichen Gehälter für viele Leute unerreichbar sein. Aber es ist halt echt wichtig für eine ernsthafte Beurteilung des Beamtentums, wenn man Gehälter der freien Wirtschaft gegenüberstellt.

    Die freie Wirtschaft (gerade die Big-Tech Unternehmen wie Facebook, Google, Microsoft, Stripe, GitHub, GitLab, Aden etc.) zahlt nämlich teilweise _echt_ gut.

  2. Re: "Viel weniger als in der freien Wirtschaft ist das nicht" und andere skurrile Aussagen

    Autor: powerbernd 08.11.21 - 11:41

    Bei uns rechnen Freelancer gerne 20-30T¤ pro Monat ab. Damit kann man sich natürlich auch ne schöne private Altersvorsorge aufbauen. Aber die Kollegen haben mit Sicherheit auch _wesentlich_ mehr Stress als jemand im öffentlichen Dienst...
    Und mache bitte nicht den Fehler und vergleiche Brutto mit Brutto. Beamte haben lediglich Lohnsteuerabzug. Renten-/Arbeitslosen-/Pflegeversicherungsbeiträge zahlen sie nicht und die private Krankenversicherung ist extrem individuell (meine Frau zahlt dank Beihilfe deutlich weniger an die private Krankenkasse als ich über meinen Arbeitnehmeranteil an die gesetzliche - obwohl ich Teilzeit arbeite und sie deutlich mehr verdient). Um das gleiche Netto wie ein A13 (am Besten verheiratet und Kinder, das gibt nämlich nochmal krasse Zuschläge) zu verdienen, musst du schon deutlich sechsstellig unterwegs sein... Und dann setzt ihr euch mit 70 nochmal zusammen und vergleicht...

  3. Re: "Viel weniger als in der freien Wirtschaft ist das nicht" und andere skurrile Aussagen

    Autor: minnime 08.11.21 - 11:44

    Naja, geht aber halt auch immer andersrum. Wenn man bei irgendeinem Krauter ähm kleinen Systemhaus landet muss man schon hart verhandeln um einigermaße brauchbare gehälter zu bekommen und natürlich immer neu. Und wie es in 20 Jahren aussieht, wenn mman nicht mehr jung und dynamisch ist und villeicht der Krankenstand durch Familiengründung drastisch angestiegen ist, ist fraglich. Und dann gibt es so bedauerliche Schicksale wie Leute die mal nicht aufgepasst, 5 Jahre in einer Bude mit deren spezifischem Zeugs zugebracht und nun völlig veraltetes Wissen haben.

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