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So ist nun mal das Leben

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  1. So ist nun mal das Leben

    Autor: aLpenbog 18.08.15 - 12:22

    Weiß ja nicht was die Leute erwarten. Wer in der Schulzeit chillt und der Partykönig ist, der zahlt dafür nachher den Preis. Das betrifft sicher nicht alle aber viele. Gerade in .de hat man nun echt alle Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung.

    Dass Wettbewerb unter den Mitarbeitern entsteht ist normal, wenn sich bestimmte Leute mit ihrer Leistung abheben und auch gut so. Das ist aber in anderen Bereichen sicher nicht anders, sondern stärker der Fall.

    Gerade hier auf ner IT-Plattform kennen sicher auch viele die Situation quasi dauernd für Kunden erreichbar zu sein und wenn es irgendwann mitten im Tiefschlaf ist. Die Tatsache das so viele sich in etlichen Bereichen und Firmen beschweren, Zeitungsartikeln oder Reportagen zuarbeiten oder streiken, jedoch nix an ihrer Situation ändern spricht für mich wieder ein wenig nach Jammern auf hohen Niveau.

    Wer sich immer ungerecht behandelt fühlt von oben, sollte ggf. sein eigener Chef werden. Gerade heutzutage gibt es mehr Möglichkeiten als je zuvor. Ich glaub zwar nicht, dass die lieben Leute bei Amazon im Lager einen Traumjob haben aber wenn ich mir anschau was anderswo ganz normal ist, dann brauch man sich da sicherlich nicht beschweren. Viele Leute dieser "Schicht" brauchen wahrscheinlich auch immer einen Arschtritt bzw. jemand der von hinten anschiebt, würden sie sich selbst zu großen Taten motivieren, dann wären sie ja nicht bei Amazon im Lager nech?

  2. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: Garius 18.08.15 - 18:16

    Prinzipiell hast du schon recht. Natürlich kann man sagen, dass es immer die gibt die es machen und die die es mit sich machen lassen. Jedoch muss man vor Pauschalisierung jeglicher Art vorsichtig sein. Es ist nicht immer so einfach, sich im Team zusammenzurotten und wirklich was zu bewegen. Ich habe das hinter mir. Drei Jahre lang hat man Pflaume mit mir gespielt. Vielen ging es wie mir. Kaum einer hat den Arsch hochgekriegt. Und wenn einer abgehauen ist, dann ohne zu sagen warum. Ich habe das dann getan, meine Kündigung auf den Tisch gepackt und mir wurde eine ähnliche Haltung entgegengebracht, wie sie der Amazon Chef an den Tag legt. "Man hätte vorher was wissen müssen" etc.. Ich dachte auch, dass sich durch meine offenen und ehrlichen Ausführungen etwas ändert. Pustekuchen. Jeder Punkt den ich als Grund für meine Kündigung nannte, besteht nicht nur weiter, sondern es hat sich laut Angaben meiner ehemaligen Kollegen nur noch verschlechtert.

    Natürlich muss ein Unternehmenschef sein Unternehmen in gutem Licht darstellen. Wenn der Unternehmenschef aber absolut keine Ahnung hat, was die Vorgesetzten mit Machkomplexen dort mit ihren Untergebenen anstellen, wird sich auch langfristig nichts ändern.

  3. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: Atalanttore 18.08.15 - 19:30

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiß ja nicht was die Leute erwarten. Wer in der Schulzeit chillt und der
    > Partykönig ist, der zahlt dafür nachher den Preis. Das betrifft sicher
    > nicht alle aber viele. Gerade in .de hat man nun echt alle Möglichkeiten
    > der Fort- und Weiterbildung.
    Personen, die mit dem System Schule (Frontalunterricht, uralte Lehrpläne, Selektion, usw.) ihre Schwierigkeiten hatten bzw. ein Leben lang haben, dürfen also von Firmen ausgenutzt werden?


    > Ich glaub zwar nicht, dass die lieben Leute bei Amazon im Lager einen Traumjob
    > haben aber wenn ich mir anschau was anderswo ganz normal ist, dann brauch
    > man sich da sicherlich nicht beschweren.
    Und im Vergleich zu China ist Amazon das Arbeitsparadies, stimmts?


    > Viele Leute dieser "Schicht"
    > brauchen wahrscheinlich auch immer einen Arschtritt bzw. jemand der von
    > hinten anschiebt, würden sie sich selbst zu großen Taten motivieren, dann
    > wären sie ja nicht bei Amazon im Lager nech?
    Entspricht sicherlich zu 100% der Realität. Alles unfähige, faule Säcke im Lager.

  4. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: aLpenbog 18.08.15 - 21:36

    Garius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzipiell hast du schon recht. Natürlich kann man sagen, dass es immer
    > die gibt die es machen und die die es mit sich machen lassen. Jedoch muss
    > man vor Pauschalisierung jeglicher Art vorsichtig sein. Es ist nicht immer
    > so einfach, sich im Team zusammenzurotten und wirklich was zu bewegen. Ich
    > habe das hinter mir. Drei Jahre lang hat man Pflaume mit mir gespielt.
    > Vielen ging es wie mir. Kaum einer hat den Arsch hochgekriegt. Und wenn
    > einer abgehauen ist, dann ohne zu sagen warum. Ich habe das dann getan,
    > meine Kündigung auf den Tisch gepackt und mir wurde eine ähnliche Haltung
    > entgegengebracht, wie sie der Amazon Chef an den Tag legt. "Man hätte
    > vorher was wissen müssen" etc.. Ich dachte auch, dass sich durch meine
    > offenen und ehrlichen Ausführungen etwas ändert. Pustekuchen. Jeder Punkt
    > den ich als Grund für meine Kündigung nannte, besteht nicht nur weiter,
    > sondern es hat sich laut Angaben meiner ehemaligen Kollegen nur noch
    > verschlechtert.

    Nun ich meine nicht, dass die Leute aktiv werden sollen und an Amazon was ändern sollen. Wäre zwar schön, wenn man entsprechende Firmen umdrehen kann, letztlich geht es aber eher darum für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen. Und da hat man es in .de VERGLEICHSWEISE leicht. Sicher gibt es immer besondere Schicksale und Situationen. In der Regel begeben sich Leute aber zu gern in die Opferrolle und meiden Aktionen zu sehr.

    > Natürlich muss ein Unternehmenschef sein Unternehmen in gutem Licht
    > darstellen. Wenn der Unternehmenschef aber absolut keine Ahnung hat, was
    > die Vorgesetzten mit Machkomplexen dort mit ihren Untergebenen anstellen,
    > wird sich auch langfristig nichts ändern.

    Was das angeht, so denke ich ist sowas wie Amazon ganz einfach so groß, dass der gute Herr wahrscheinlich 99% "seiner" Mitarbeiter niemals in seinen Leben zu Gesicht bekommen wird. Letztlich lese ich da aber auch kein illegales Verhalten oder ähnliches raus. Hier und da im Lager gibts mal nen Arschloch als Chef, das gibts überall anders aber auch. Das ist in meinen Augen kein Missstand der Amazon spezifisch ist oder ein Problem das sich an Amazon festmachen lässt. Führungsposten werden nun mal von eher starken Charakteren bekleidet, die haben ihre Stärken aber auch ihre Schwächen und haben i.d.R. mehr Ecken und Kanten als der Durchschnittsmalocher. Soll natürlich nicht rechtfertigen, wenn da was schief läuft aber als Hauptproblem sehe ich da immer noch Leute die keine Verantwortung für sich übernehmen.

  5. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: aLpenbog 18.08.15 - 22:16

    Atalanttore schrieb:

    > Personen, die mit dem System Schule (Frontalunterricht, uralte Lehrpläne,
    > Selektion, usw.) ihre Schwierigkeiten hatten bzw. ein Leben lang haben,
    > dürfen also von Firmen ausgenutzt werden?

    Natürlich nicht. Jedoch hab ich während meiner ganzen Schulzeit keinen einzigen Mitschüler erlebt, der Probleme aufgrund dieser Kriterien hatte. Ich will nicht ausschließen, dass es Ausnahmen gibt. Leute die hochintelligent sind aber einfach nicht in der Schule klar gekommen sind, die finden aber sicherlich auch andere Mittel und Wege. Abgesehen davon gibt es auch etliche Schulformen bei uns. Mir hat der allgemeine Bildungsweg auch nicht unbedingt gefallen, in einen stärker berufsbezogenen Zweig hab ich dafür meine Stärken ausspielen können. Deshalb hab ich auch Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angesprochen. Und wenn man sich selbst weiterbildet, sei es durch Bücher, Videos und Tutorials im Internet oder Seminare oder gar Learning By Doing. Wenn man aber über keine Art in der Lage ist Wissen aufzunehmen und sich Fähigkeiten anzueigenen, nun ja, was soll man dann noch sagen?

    Auch muss nicht jeder nen 1er Abi haben. Selbst das ist keine Kunst zumal Schule nix ist als vorgekautes wiederzugeben. Aber wem wirklich nur etwas bleibt wie Lager, Mc Donalds, Burger King und co. der hat i.d.R. in der Schule 0 Leistung gebracht. Das hat nix mehr damit zutun, dass ein das Schulsystem nicht so dolle liegt. Das sind entweder so massive Probleme, dass diese Person eh nicht in der Lage ist ein eigenständiges Leben zu führen oder das schlicht kein Bock und kein Interesse da war. Sicher muss nicht jeder Bock und Interesse an Schule haben, hatte ich auch nicht. Hab ebenfalls meine Quittung bekommen und den Kram nachgemacht. Aber das ist es eben, ich war nicht zufrieden und hab das geändert, was ich ändern kann. Ich hab nicht erwartet, dass sich die Welt ändert und sich mir auf den Leib schneidert.

    > Und im Vergleich zu China ist Amazon das Arbeitsparadies, stimmts?

    Jap, wobei das natürlich der Extremvergleich ist und soweit muss man wohl gar nicht schauen. Insgesamt geht es uns in Deutschland wohl so gut wie kaum sonst wo. Alleine die soziale Absicherung von ALG über die Krankenkassen etc pp. Wenn wir ehrlich sind selbst jemand der Null Betrag zur Gesellschaft leistet wird bei uns noch mitgeschliffen. Und selbst in .de gibt es sicherlich noch viele härtere Jobs als bei Amazon kommissionieren. Hier und da nen launischen Chef gibts überall, das ist nix Konzernspezifisches.

    > Entspricht sicherlich zu 100% der Realität. Alles unfähige, faule Säcke im
    > Lager.

    Nicht alle, deshalb sagte ich viele. Insgesamt glaube ich aber nicht an Zufälle, zumindest nicht in Größenordnungen von Hunderttausend aufwärts. Abgesehen davon gibt es selbst im Lager Unterschiede. Es gibt Lagerleiter, es gibt Leute die in bestimmten Bereichen immer der Ansprechpartner sind usw. Letztlich kann jeder nur von seinen Erfahrungen auf diesen Planeten gepaart mit ein wenig Meinungsmache von außen Urteilen. In der Schule hab ich ca. Arten von verschiedenen Schülern erlebt. Die "Streber", Leute die "mittelmäßige" Leistungen gezeigt haben, weder groß positiv, noch groß negativ aufgefallen sind, einige davon hätten glänzen können aber hatten schlicht kein Bock, andere haben für diese mittelmäßigen Leistungen was tun müssen. Und Leute die Null Bock hatten bzw. welche die Schule überhaupt nicht ernst genommen haben und in der Schule lieber auf Facebook, SchülerVZ und co. gehockt haben, mit ihren Handys gespielt haben oder schlicht wie ich, die Nacht davor bis 4 gezockt haben und danach gerade noch so mit Anwesenheit geglänzt haben.

    Aber wie oben erwähnt hab ich dafür auch meine Quittung bekommen. Als ich dann neben abm's und co. beim Berufsberater gelandet bin und dem erzählt habe, dass ich gerne mit Computern arbeiten würde und mich für Programmierung interessiere, hat dieser mich quasi ignoriert. Erzählte mir was von Tiefenbau oder was von den Metallberufen und das mittlerweile überall Computer sind und man Knöpfe drücken muss und das ja fast das selbe ist. Der hat mit mir gesprochen wie mit einem Teletubbie, das war für mich dann eben der Weckruf, der mir gezeigt hat, dass das verdammte Papier nun mal wichtig ist bzw. meine Eintrittkarte. Ergo durfte ich noch einige Jahre den ganzen Kram nachmachen.

    Und ja Schule lag mir auch dann nicht und ja auf einige Lehrer kam ich auch nun nicht klar. Mathe hab ich dann letztlich nicht in der Schule gelernt, sondern Nachmittags oder am Wochenende auf Youtube. Die Sache ist, dass ich verstanden hab, dass ich dafür verantwortlich bin. Das es schön und gut ist, dass ich zur Schule gehen kann und da vorn nen Lehrer den Clown für mich macht aber ob ich es versteh oder nicht, das kann dem egal sein, er hat seinen Job. Ich kann nicht verlangen das irgendwem meine Zukunft so wichtig ist wie mir oder gar wichtiger, das tun jedoch viele.

    Da macht man Lehrer und das Schulsystem verantwortlich für sein Scheitern. Nicht böse gemeint, ich war auch da. Wenn man aber sagt, dass die Leute selbst für sich verantwortlich sind und oft selbst Schuld an ihrer Lage, dann schlagen die Leute fix um sich. Ist fast so wie in .de, wenn man sich in irgendeiner weise negativ äußert zu irgendetwas, dass mit Leuten nicht deutscher Herkunft zutun hat. Dann geht es gleich um Rechtsextremismus.

    Wir haben in einigen Städten aktuell massive Probleme mit den Flüchtlingen aber wehe man sagt was darüber, dann ist man ein Nazi. Sind alle im Lager unfähig und faul? Natürlich nicht. Trotzdem muss man sich vor Augen führen, dass sie sich weder selbst motivieren konnten in der Schule, noch die Eltern oder Lehrer das geschafft haben und sie nun einen Beruf ausüben, indem sie i.d.R. wohl auch nicht aufblühen und berufliche Erfüllung empfinden. Die Eigenmotivation in diesem Umfeld dürfte da, zu der Grundmotivation bzw. fehlenden Grundmotivation der Person nicht sonderlich gestiegen sein. Das heißt nicht, dass die Leute unfähig sind oder per se in jedem Bereich faul aber oft sind das eben Leute, die erstmal eine Motivation brauchen. Sei es durch Erfolg, Geld, Not oder Druck von außen. Die Leute waren nicht in der Lage sich zu motivieren während ihrer Schulzeit, okay. Die Leute waren nicht danach in der Lage sich zu motivieren um ggf. nochmal aufzusatteln, okay. Die Leute sind nun mit ihren Leben und ihrer Arbeit nicht zufrieden, das erzeugt dann soviel Motivation, dass man ggf. mal ein Tag streikt anstatt zu arbeiten oder mit einer Zeitung über sein armes Leben redet, okay. Da sag mir doch einer was für eine Eigenmotivation muss ich für mein Unternehmen von dieser Person erwarten, der das eigene Leben so sche.. egal ist? Die Person muss ich wahrscheinlich anschreien um sie zum Atmen zu motivieren.

    Wir können natürlich auch annehmen, dass das alles arme Hochbegabte sind, die Probleme hatten mit den Schulsystem. Alle Vollweisen sind, keiner Unterstützung von Zuhause erfährt, sie an den schlechtesten Schulen waren und nun unter vorgehaltener Pistole versklavt werden. Keiner von ihnen lesen oder schreiben kann und keiner die Möglichkeit hat etwas an seiner Lage zu ändern. Nein viel mehr sind sie genetisch dazu nicht in der Lage aufgrund eines seltenen Defektes, für den sie natürlich nix können.

  6. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: Atalanttore 18.08.15 - 23:59

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leute die
    > hochintelligent sind aber einfach nicht in der Schule klar gekommen sind,
    > die finden aber sicherlich auch andere Mittel und Wege.
    Nicht jeder, der mit der Schule nicht klar kommt, ist hochintelligent.


    > Abgesehen davon
    > gibt es auch etliche Schulformen bei uns. Mir hat der allgemeine
    > Bildungsweg auch nicht unbedingt gefallen, in einen stärker berufsbezogenen
    > Zweig hab ich dafür meine Stärken ausspielen können. Deshalb hab ich auch
    > Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angesprochen.
    Jenseits von Berufsausbildung kommt auch die finanzielle Situation ins Spiel. Laufende Kosten + die Ausbildungskosten für den zweiten Bildungsweg sind finanziell eine große Belastung. Ohne Kredit kommt man da nicht weit.

    Du kennst bestimmt das Land, in dem die Ausbildung so sehr von der sozialen Schicht abhängt wie in keinem anderen Land.


    > Und wenn man sich
    > selbst weiterbildet, sei es durch Bücher, Videos und Tutorials im Internet
    > oder Seminare oder gar Learning By Doing. Wenn man aber über keine Art in
    > der Lage ist Wissen aufzunehmen und sich Fähigkeiten anzueigenen, nun ja,
    > was soll man dann noch sagen?
    Ohne irgendeinen Abschluss ziemlich wertlos. Da Bewerbungen oft nach Abschlüssen bewertet werden, wird man mit autodidaktisch durch Bücher, Videos und Tutorials im Internet angeeignetem Wissen schnell aussortiert werden. Für die Mehrheit gilt immer noch: Schul-/Berufsabschluss = Intelligenz


    > Auch muss nicht jeder nen 1er Abi haben. Selbst das ist keine Kunst zumal
    > Schule nix ist als vorgekautes wiederzugeben.
    Für einen kreativen Zeitgenossen sicher eine Qual.


    > Alleine die soziale Absicherung von ALG über die
    > Krankenkassen etc pp. Wenn wir ehrlich sind selbst jemand der Null Betrag
    > zur Gesellschaft leistet wird bei uns noch mitgeschliffen.
    Schon mal etwas von Sanktionen und Sperrzeit gehört?


    > Und selbst in .de gibt es sicherlich noch viele
    > härtere Jobs als bei Amazon kommissionieren.
    Mit dem üblichen Schönreden "woanders ist es noch schlimmer" wird das Ausbeuten von Mitarbeitern auch nicht besser.


    > Mathe hab ich dann letztlich nicht in der Schule gelernt,
    > sondern Nachmittags oder am Wochenende auf Youtube.
    Lernen durch YouTube-Videos ist auch eine Art von Frontalunterricht und das liegt nicht jedem.

  7. Re: So ist nun mal das Leben

    Autor: aLpenbog 19.08.15 - 08:38

    Atalanttore schrieb:

    > Jenseits von Berufsausbildung kommt auch die finanzielle Situation ins
    > Spiel. Laufende Kosten + die Ausbildungskosten für den zweiten Bildungsweg
    > sind finanziell eine große Belastung. Ohne Kredit kommt man da nicht weit.

    Nun es gibt hier auch kostenlose Möglichkeiten an allgemeinbildenen bzw. berufsbezogenen Schulen. Ein Beispiel wären wohl Berufsfachschulen, die dann auch schon ein stärkeren praktischen Bezug in einem Bereich haben, der einen interessiert. Zumindest das nachmachen eines Haupt- oder Realschulabschlusses ist dort problemlos machbar. Es muss nicht immer die Fernuni sein, zumindest nicht um erstmal aus Amazon, Burger King und co. rauszukommen. Das kann entweder gleich nach der Schule gemacht werden oder teilweise über eine Abendschule berufsbegleitend.

    > Ohne irgendeinen Abschluss ziemlich wertlos. Da Bewerbungen oft nach
    > Abschlüssen bewertet werden, wird man mit autodidaktisch durch Bücher,
    > Videos und Tutorials im Internet angeeignetem Wissen schnell aussortiert
    > werden. Für die Mehrheit gilt immer noch: Schul-/Berufsabschluss =
    > Intelligenz

    Nun da muss ich dir zustimmen. Das ist leider so bei uns. Aber natürlich kann man sich auch während der Schulzeit selbst reinknien, um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen oder eben während des zweiten Bildungsweges. Ansonsten gibt es natürlich aber auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit. Durch das Internet ist das heutzutage in vielen Bereichen ohne Startkapital möglich und quasi nebenbei wachsend möglich. Es muss auch nicht immer ein großer Konzern sein, ich denke gerade bei Startups kann man auch mit Leistung und ggf. kleinen Hobbyprojekten stark punkten.

    > Schon mal etwas von Sanktionen und Sperrzeit gehört?

    Das ändert nix daran, dass man sich schon VERDAMMT dämlich anstellen muss um bei uns zu verhungern oder im Winter auf der Straße zu erfrieren. Ja es gibt Einzelschicksale aber dabei reden wir nicht von zigtausend Amazonmitarbeitern in .de.

    > Ausbeuten von Mitarbeitern auch nicht besser.

    Ich würde es nicht ausbeuten nennen, weil man ein Chef hat der ggf. mal rumschreit. Und wenn unter den Mitarbeitern selbst Konkurrenz entsteht weil einer viel besser oder länger arbeitet, dann hat das auch nix mit dem Unternehmen zutun und schon garnix mit dem gesamten Konzern.

    > Lernen durch YouTube-Videos ist auch eine Art von Frontalunterricht und das
    > liegt nicht jedem.

    Wie oben angesprochen, dann gibt es andere Wege. Wenn ein wirklich garnix liegt, dann ist man nunmal nicht für diese Welt/Gesellschaft geschaffen. Auch das mag es geben ist aber sicherlich nicht die Regel.


    Problem an allen bleibt doch, dass man meist eine Schuld sucht und die an externen Quellen. Das ist egal in welchen Bereich. Jemand der bei Amazon oder Burger King arbeitet und unzufrieden ist sieht die Schuld bei Amazon bzw. Burger King. Würde man ihn drauf hinweisen, dass er woanders arbeiten kann und das er sich in der Schule reinknien hätte können, dann kämen wohl so Argumente wie nun von dir. Daran ist dann die Schule schult, der Lehrer, die Herkunft, die finanzielle Lage und an den Sachen ist auch wieder irgendwer Schuld.

    Frage ist wo führt das hin? Wird sich nun die Welt auf magische weise diesen Menschen anpassen? Oder sucht man nach Lösungen und übernimmt Verantwortung. Sei es während der Schulzeit wenn es nicht läuft oder anschließend, sei es durch einen Arbeitgeberwechsel, sei es durch Fortbildung, egal in welcher Art, sei es durch eine Selbstständigkeit. Man ist nen Kreativer? Nun dann bastel was und stell es auf Etsy.

    Es gibt immer Wege, Lösungen und Alternativen. Letztlich ist das was unser Hirn verarbeiten kann und worauf wir uns fokussieren und zu was für Schlüssen wir kommen können aber begrenzt. Wer sich nur auf seine Opferrolle konzentriert, der wird ggf. jeden Tag zehn neue Gründe finden, warum er da ist wo er heute ist, warum er nix daran ändert usw. Wer sich hingegen darauf konzentriert, was er ändern kann, der kommt dann am Tag auf zehn Ideen wie er das ändern kann. Dann stellt sich natürlich die Frage, ob man was ändert oder ob man sich darauf konzentriert am Tag zehn Gründe zu finden, warum man gar nicht erst anfangen brauch und warum das alles nicht klappen wird.

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