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Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

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  1. Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: Drag_and_Drop 31.03.17 - 21:08

    IMHO, wenn die sich nicht für einen Job in der IT entscheiden, haben die selber schuld, es bringt nichts Frauen in technische Berufe zwängen zu wollen, wenn die nicht möchten und bei der Müllabfuhr interessiert es auch keinen, dass da 99% nur Männer arbeiten...

    Viel wichtiger wäre eigentlich allen Geschlechtern mal Informatik als verpflichtendes fach mindest 2 mal die Woche beizubringen....

  2. Re: Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: hoben 31.03.17 - 23:49

    Jo, die ganze Situation/Diskussion ist ein Witz. Bei mir im Studium waren 3 Frauen und das wars. Keiner hat die diskriminiert und ich wäre froh, wenn man mal mehr Frauen im Beruf treffen würde, aber die gibt es einfach nicht. Weil sie nicht wollen. Im Gegenteil, im Studium wurde man von den Mädchen als Informatikstudent regelmäßig belächelt.

    Jetzt wo die Kohle fließt, ist es allerdings auf einmal nicht mehr so uncool, einen Informatiker als Freund oder Mann zu haben. Komisch.

    Und die ganzen Psychologietanten arbeiten jetzt in der Kinderbetreuung.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.17 23:51 durch hoben.

  3. Re: Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: Trockenobst 01.04.17 - 00:13

    hoben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die ganzen Psychologietanten arbeiten jetzt in der Kinderbetreuung.

    Das gilt auch bei Architektinnen. Mehr als 50% Frauenanteil, große Texte, später im freien Markt werden sie wegen dem Überangebot an Großprojekten verheizt. Sind dann überrascht dass sie fast mehr Arbeiten müssen als die überbeschäftigten Juristen.

    Aaus dem "Kulturjob" wird dann das runter kloppen von 10h+ am Tag am Desktop, häufig sieht man Jahre lang keine Baustelle. Trotzdem sind die Unis immer noch mit diesen Damen überfüllt. Und nicht mal der Arbeitskreis "Architekten helfen Architekten" hilft der nachfolgenden Generation beim Aufwachen. Ein fertiges Mädel mit den schwarzen Augenringen erklärt den Studentinnen, dass sie sich auf Jahre der prekären Drecksarbeit vorbereitet sollen.

    Es ist dann immer eine dabei, die gar nicht versteht was die Probleme sind. Sie arbeitet bei einer Softwarefirma als Fachingenieurin für irgendwas, sie wird gut bezahlt, hat eine langfristige Perspektive und feste Jobangebote in der Tasche.

    "Ja, du baust ja keine nix, kein Interesse". Tun die meisten anderen auch nicht. Sie bewegen nur Objekte im Tool herum. Aber das wird anscheinend vom Markt ganz anders verkauft. Diese Tricks müssen wir uns für die IT abschauen.

  4. Re: Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: herding_cats 02.04.17 - 13:24

    >Viel wichtiger wäre eigentlich allen Geschlechtern mal Informatik als verpflichtendes >fach mindest 2 mal die Woche beizubringen....

    Meine Erfahrung (Mitte 30) mit "Informatik" in Schule und Studium:

    1) In der Mittelstufe gab es freiwillig eine AG um mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation umzugehen.
    2) In der Oberstufe gab es ein Wahlfach Informatik. Dort wurden Grundlagen der Programmierung vermittelt
    3) Im Studium wurden Grundlagen der Programmierung (prozedural, funktional, maschinennah) im Grundstudium wiederholt. Ansonsten viel Mathematik.

    Was fehlte waren bis zu 80% der Dinge, die später im Arbeitsumfeld wichtig wurden:

    konkrete Technologien im Einsatz
    Softwarelifecycle (Update & Patch Zyklen)
    Quellcodeverwaltung (Koordination und Organisation von mehreren Entwicklungszweigen und Leuten)
    Anforderungsanalyse
    Entwicklungswerkzeuge
    Code-Reviews
    Dokumentation
    Softwarearchitektur
    Projektmanagement
    Steuerung von Teams
    Dienstleister-Auftraggeber-Verhältnisse
    ...

    Ich bin deshalb etwas skeptisch. Ich weis nicht ob irgendwo sonst die Diskrepanz gefühlt genauso hoch ist wie in der IT, zwischen dem was man in Schule und Studium vermittelt bekommen kann und dem späteren Arbeitsumfeld.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.17 13:26 durch herding_cats.

  5. Re: Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: xenofit 02.04.17 - 17:37

    hoben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo, die ganze Situation/Diskussion ist ein Witz. Bei mir im Studium waren 3
    > Frauen und das wars. Keiner hat die diskriminiert und ich wäre froh, wenn
    > man mal mehr Frauen im Beruf treffen würde, aber die gibt es einfach nicht.

    Das ist mittlerweile nichtmehr so. Zumindest bei mir schätze ich den Frauenanteil auf ca. 30%. Wir waren im Ersten Semester ca 300. Leute. Und über die seit steigt der Frauenanteil eher da die ganzen Zocker die was mit Computern machen wollen und das dann aber nicht packen eher Männer sind.
    Das in der Informatik weniger unter den Studenten Diskriminiert wird als in anderen Fächern gilt aus meiner Sicht immer noch.

  6. Re: Warum "Müssen" wir mehr Frauen Ausbilden?

    Autor: Drag_and_Drop 02.04.17 - 23:30

    Deswegen stelle ich kaum Absolventen ein. Ich bin bei uns im Rechenzentrum eines Americanischen Cloud Providers für die Fachgespräche zuständig und führe pro Monat 10-20 Fachgespräche.
    Da sind teilweise Leute mit Hauptschule, die viel mehr drauf haben, als ich, aber auch Master Absolventen und einen Dr. hatte ich auch schon, die, wenn ich die Frage, wie sie an gewisse Probleme, wie ein Server der kontinuierlich Kernel Panic bekommt, ran gehen und was die als erstes tun würden, dann kommt da oft nur bullshit.
    Ein wenig besser sieht es bei meinem Kollegen in der Programmierung aus, aber auch da finden sich regelmäßig Leute, die selbst Grundlagen wissen nicht beherrschen.

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