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25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

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  1. 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: Bashguy 15.08.18 - 08:17

    Sorry, aber das ist sowas von lächerlich...

    "Ich bin bereit mich zu beteiligen, aber nur mit 25% weil ich ja weniger Kunden habe". Beste Argumentation ever. Was denkt der sich, dass Telekom das Angebot so annehmen würde? Garantiert nicht. Wahrscheinlich nur, wenn 1und1 auch nur max 25% der Leitungen nutzen dürfte. Denke aber nicht, dass 1und1 das wiederum akzeptieren würde.

    Bei einem geteilten Ausbau hätte doch jeder Kunde die Chance zwischen 1und1 und Telekom zu wählen, warum sollte 1und1 da einen Nachteil haben?

    Das ist so heuchlerisch, dass ich kotzen könnte...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.18 08:25 durch Bashguy.

  2. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: M.P. 15.08.18 - 08:25

    Also, wenn ich mit meinem Nachbarn ein Auto teile, und er nutzt es zu 75 %, ich nur zu 25 % würde ich auch nicht auf sein Ansinnen eingehen, den Kaufpreis 50 : 50 zu teilen ...

    Eine gemeinsame Gesellschaft mit je 50 % Anteil zu gründen, die den Glasfaserausbau realisiert, und von der sowohl 1&1, als auch die Telekom die Leitungen zu vorher vereinbarten Konditionen mieten kann wäre wahrscheinlich akzeptabler. Der Gewinn aus den Mieterlösen wird wiederum nach den Anteilen an der Gesellschaft an die beiden Anteilseigner ausgeschüttet.

  3. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: Bashguy 15.08.18 - 08:36

    Wait what?

    50% Gesellschaftsbeteiligung.
    Die Gewinne gehen zu 100% an die Gesellschaft und werden dann 50/50 wieder ausgezahlt?
    Was ist wenn Telekom 100 Kunden hätte und 1und1 nur 50? Gehen die Gewinne dann auch 50/50 an die Anteilseigner? Das wäre ja mega dumm. Dann würde 1und1 an den Gewinnen der Telekom beteiligt. Wie soll das funktionieren?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.18 08:37 durch Bashguy.

  4. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: M.P. 15.08.18 - 09:20

    Das nennt sich Kapitalismus:
    Wenn man Kapital einbringt, möchte man einen Erlös haben.
    Wenn das Kapital des einen Anteilseigners 7 % Erlös p. A. macht, das Kapital des anderen aber nur 3 %, wird der sich wohl benachteiligt fühlen.

    Aber Du würdest in dem Autovergleich als 75 % Nutzer auch eine 50 % Beteiligung des anderen Anteilseigners an den Kosten jeder Tankfüllung fordern, weil alles andere ungerecht wäre

    Daneben habe ich ja auch nicht geschrieben
    > Die Gewinne gehen zu 100% an die Gesellschaft und werden dann 50/50 wieder ausgezahlt?

    sondern
    > von der sowohl 1&1, als auch die Telekom die Leitungen zu vorher vereinbarten Konditionen mieten

    Die Mietkosten müssen natürlich die Kapitaldienste der Kredite für den Ausbau decken (sonst wäre der 50 % Finanzier, der aber nur 25 % der Kunden im Ausbaugebiet stellt benachteiligt), sollte aber deutlich niedriger sein, als das was der Kunde für seinen Glasfaseranschluss bezahlen muss (sonst wäre wiederum der benachteiligt, der 75 % der Kunden im Ausbaugebiet hat)
    Ob man da aber überhaupt zu einem Kapitalkosten deckenden Mietpreis kommen kann, der einen gewinnversprechenden und gleichzeitig marktfähigen Wiederverkaufspreis der Glasfaseranschlüsse an den Endkunden ermöglicht - das halte ich für zweifelhaft - sonst würde die Telekom wahrscheinlich die Chose alleine durchziehen...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.18 09:30 durch M.P..

  5. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: Bashguy 15.08.18 - 09:30

    Der Vergleich hinkt. Die Investition ist ja kein Selbstläufer. Service/Support und Marketing tragen auch zum Erfolg eines Produktes bei. Das steuert jeder selber. Außerdem entscheidet ja jeder Kunde für sich, welchen Anbieter er auswählt. Diese Situation hast du bei einem geteilten Auto so nicht.

    1und1 müsste ein limitiertes Nutzungsrecht in Form von max 25% der Kunden bekommen, damit die Rechnung aufgeht. Alles andere wäre sinnfrei.

  6. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: M.P. 15.08.18 - 09:34

    25% Nutzungsrecht bei 50% Kostenbeteiligung?

    Klingt gerecht....

    Möchtest Du mit mir zusammen ein Doppelhaus bauen?
    Ich bekomme aber 75 % der Wohnfläche



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.18 09:35 durch M.P..

  7. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: Bashguy 15.08.18 - 09:36

    Das hab ich doch so nicht geschrieben... 1und1 möchte sich nur mit 25% beteiligen, dann gibts auch nur 25% Nutzungsrecht. Das meinte ich.

  8. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: M.P. 15.08.18 - 09:46

    Flexibler, und für den Kunden vorteilhafter wäre aber auch in diesem Falle eine gemeinsame Gesellschaft für das Glasfasernetz. 1&1 bekäme dann natürlich nur 25 % der Mieteinnahmen.
    Deckelungen des Markanteils würde nämlich z. B. Motivationen zu Preisanpassungen "nach Unten" bei 1&1 und der Telekom verringern. Im Gegenteil würde der Teilhaber, dessen Marktanteil droht, die Grenze zu reißen auf die Idee kommen, Preiserhöhungen als Instrument zum Gegensteuern einzusetzen...

  9. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: Bashguy 15.08.18 - 09:55

    Naja, die Preise sind ja deutschlandweit mehr oder weniger gleich. Das würde ja auffallen, wenn man die Preise nur im Bereich vom Joint Venture anheben würde... Eine generelle Anhebung hätte auch folgen auf den restlichen Kundenkreis.

    Das mit der Gesellschaft und der Gewinnbeteiligung würde aber nur funktionieren, wenn die Gesellschaft separate Produkte anbieten würde und Service/Support/Marketing ebenfalls selbst machen würde. Das wäre wiederum zeimlicher Aufwand und würde keinen sinn machen...

    Kostenteilung von 50/50 wäre da deutlich einfacher. Dann hätte man das Problem erst gar nicht. Dann wäre die Argumentation, dass sich jeder Kunde frei zwischen Telekom und 1und1 entscheiden könnte. Jeder hätte die gleiche Ausgangslage und dieselben Bedingungen. 1und1 hätte sogar den Vorteil, dass die Produkte in der Regel günstiger sind und somit attraktiver für den Kunden.

  10. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: bombinho 15.08.18 - 16:39

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist so heuchlerisch, dass ich kotzen könnte...

    Ich glaube, du hast da irgendwie die Grundlagen noch nicht verstanden.
    Wenn es sich um ein reelles Angebot handelt und Telekom und United Internet würden 50/50 investieren, dann würden in deren Bilanzen auch die Summen als jeweils 50% auf der Habenseite auftauchen. Wenn die Telekom 75% investiert, dann gehören ihr auch 75%.

    Also, wenn Du ein Haus kaufst (oder etwas Anderes wie ein Netzwerk ;) und Du bezahlst 75% davon und dir gehören dementsprechend 75% davon, wieso ist da irgendetwas Heuchlerisches dran?

  11. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: bombinho 15.08.18 - 16:50

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wait what?
    >
    > 50% Gesellschaftsbeteiligung.
    > Die Gewinne gehen zu 100% an die Gesellschaft und werden dann 50/50 wieder
    > ausgezahlt?
    > Was ist wenn Telekom 100 Kunden hätte und 1und1 nur 50? Gehen die Gewinne
    > dann auch 50/50 an die Anteilseigner? Das wäre ja mega dumm. Dann würde
    > 1und1 an den Gewinnen der Telekom beteiligt. Wie soll das funktionieren?

    Oha, hier haben wir ein tiefliegendes Verständnisproblem. In einer solchen ausgegründeten Gesellschaft gibt es keine Gewinne der Telekom. Ebenso wenig wie deines Nachbarn Einkommen dir gehört, auch wenn er direkt neben dir wohnt und sich die Strasse mit dir teilt.
    Eine solche Ausgründung ist separat und zwar zu 100%. Erst die Gewinnausschüttungen werden dann anteilsmäßig aufgeteilt. Eine 50/50 ist ein ungünstiges Teilungsverhältnis, weil sich Beide gegenseitig blockieren können und der mit dem längeren Atem gewinnt. Bei 25% kann man noch sage, dass man ebenso wie bei 50/50 ohnehin nicht hätte bestimmen können aber man hat nur die Hälfte in den Sand gesetzt und kann sich sehr viel wahrscheinlicher an den Überbleibseln noch einen nennenswerten Anteil des Investments zurück holen.

  12. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: bombinho 15.08.18 - 17:24

    Bashguy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kostenteilung von 50/50 wäre da deutlich einfacher.
    Grober Unfug, jegliches Teilungsverhältnis ist fair, wenn Kosten und Eigentum entsprechend verteilt sind. Du wirfst hier Äpfel und Birnen durcheinander und benutzt den Entsorgungspreis von Altöl dabei als geistige Referenz.

    Zum Einen gehört dem jeweiligen Teilhaber eben der Anteil, der entsprechend der Investition ist und zum Anderen würde eine solche Gesellschaft nicht die Geschäftsfelder der Telekom und United Internet gleich noch mit übernehmen und nebenbei an der Pforte noch Erdbeereis verkaufen und Ölwechsel durchführen sondern eine solche Infrastrukturausgründung würde sich um die Infrastruktur gründen. Sie würde und könnte und dürfte sich gar nicht um Providerpflichten usw. kümmern können.

    Es ist total simpel, die Ausgründung hat einen Zweck und kümmert sich um diesen (und nur diesen) und die daraus erwirtschafteten Gelder oder eben erst einmal Befindlichkeiten werden nach Anteil aufgeteilt. Eine solche Gesellschaft kann nur Geld erwirtschaften, wenn die Eigentümer für die angebotenen Dienste bezahlen. Ansonsten würde eine solche Gesellschaft einfach die Kosten weiterreichen.

    > Dann hätte man das
    > Problem erst gar nicht. Dann wäre die Argumentation, dass sich jeder Kunde
    > frei zwischen Telekom und 1und1 entscheiden könnte. Jeder hätte die gleiche
    > Ausgangslage und dieselben Bedingungen. 1und1 hätte sogar den Vorteil, dass
    > die Produkte in der Regel günstiger sind und somit attraktiver für den
    > Kunden.

    Ui ui ui, klingt logisch, wenn man die Grundlagen einfach vernachlässigt oder generös unter den Tisch kehrt.

    Genaugenommen kennen wir das Vertragsangebot der Telekom nicht und können nur mutmaßen, ob es telekomfair ist (im Stil von MBFM) oder ein tatsächlich geschäftsfähiges Angebot damit verfolgt wurde. Ich würde ja auf Ersteres tippen, viel Wind um unrealistische Zahlen, wie üblich. Aber ich lasse mich nur allzu gerne vom Gegenteil überraschen.

  13. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: M.P. 16.08.18 - 08:37

    Es kommt eben darauf an, was das Geschäftsfeld der gemeinsam ausgegründeten Gesellschaft ist. Wenn es nicht das Endkundengeschäft ist, sondern das Erbringen von Vorleistungen für die beiden Gesellschafter (und nur die?), muss schon überlegt werden, wie man die ggfs. unterschiedliche Menge der Vorleistungen für die beiden Gesellschafter gerecht verrechnet. Da wäre eine Festlegung eines Miet-Preises für jede Vorleistung, der die laufenden Kosten für den Betrieb des Netzes und die Kapitaldienste für das Invest deckt die einfachste Möglichkeit, unabhängig von der Verteilung der Erbringung von Vorleistungen faire Verhältnisse zwischen den Gesellschaftern zu wahren .

  14. Re: 25% Beteiligung bei vollem Nutzungsrecht? Hahahah

    Autor: bombinho 16.08.18 - 10:28

    Ja, es macht eigentlich keinen Unterschied ob Mietpreis oder Kostenübernahme. Mietpreis ist etwas aufwändiger bei den Buchungen aber ansonsten kommen die gleichen Zahlen heraus wie bei einer entsprechenden Kostenübernahme. Dafür wäre man vorbereitet auf Leistungen gegenüber Dritten.
    Ich habe nur irgendwie den Verdacht, dass eben genau dieser Punkt sehr leicht benutzt werden kann, um den Vertragspartner über den Leisten zu ziehen.

    Nehmen wir an, wir Zwei gründen eine Gesellschaft, die professionell Teebeutel ausquetscht.
    Da ich bereits hervorragend dafür ausgerüstet bin, übernehme ich den schmutzigen Teil der Arbeit. Jedes Mal, wenn einer von uns einen Tee trinkt, komme ich und quetsche den Teebeutel aus. Dafür bekomme ich von unserer Gesellschaft eine Entlohnung, was quasi Kosten sind.

    Nehmen wir an, Fahrtkosten + 10 Euro. Um die Kosten tragen zu können, zahlen wir beide soviel Geld ein, dass die Gesellschaft immer bei +-0 bleibt, entweder über eine Servicegebühr oder dass wir uns am Ende des Monats die entstandenen Kosten teilen.

    Überschlag mal, welchen Gewinn du daraus hast, welchen ich habe und welchen die Gesellschaft erwirtschaftet. Dann erhöhe mal meine Servicegebühr gedanklich und/oder erhöhe unsere Einzahlungen und teile den erwirtschafteten Gewinn nach verschiedenen Prozenten auf und überlege, wie sich das auf die Gewinne der Gesellschafter auswirkt.

    Du siehst, dass da sehr viel Spielraum ist, und das ist nur eine offensichtliche Methode zur Umschichtung.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.18 10:32 durch bombinho.

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