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Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: winsharp93 09.06.20 - 22:09
Können darüber nicht einfach alle Pornoseiten sich freiwillig als solche kennzeichnen und der Browser erlaubt dann in einem speziellen "Kinderschutzmodus" keine Anzeige mehr? Wäre doch eine recht einfache Lösung...
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Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: atomie 09.06.20 - 22:45
Dann müssten das schon alle Browser so handhaben. Ein notgeiler Teenie weiss bestimmt wie er sich einen alternativen Browser installieren kann.
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Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: superdachs 09.06.20 - 22:50
winsharp93 schrieb:
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> Können darüber nicht einfach alle Pornoseiten sich freiwillig als solche
> kennzeichnen und der Browser erlaubt dann in einem speziellen
> "Kinderschutzmodus" keine Anzeige mehr? Wäre doch eine recht einfache
> Lösung...
Und wie erklärst du deinem Kind dass es nur den von Dir konfigurierten Browser benutzen darf? Ich hätte löblich Gehorsam gelobt und dann laut gelacht. Mit so circa 10 Jahren.
Sperren und Filter bringen nichts. Pornos sind nun mal (der überwiegende) Teil dieses Internets. Deshalb wird man mit Kindern schlicht darüber sprechen müssen. Und zwar zeitig genug. Aufklärung ist auch heute noch ein Witz. Wenn Eltern verschämt damit ankommen oder in Schulen mit lächerlichen Comics darüber herumpalavert wird, ist für die meisten Kinder der Drops längst gelutscht und sie lachen nur drüber. Das war vor 1000 Jahren so, vor 100 und ist es auch heute noch. Da ist es schon sinnvoller einfach rechtzeitig damit anzufangen. Auf jeden Fall spätestens in der Grundschule 1. Klasse. Dann verfestigen sich auch nicht erst irgendwelche falschen Vorstellungen durch den Konsum von Pornos und selbige werden deutlich uninteressanter. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: CHU 09.06.20 - 23:12
superdachs schrieb:
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> Und wie erklärst du deinem Kind dass es nur den von Dir konfigurierten
> Browser benutzen darf? Ich hätte löblich Gehorsam gelobt und dann laut
> gelacht. Mit so circa 10 Jahren.
Genau so, wie du ihm erklärst, nicht bei rot über die Straße zu rennen und auch sonst immer schön nach links und rechts zu schauen.
Wenn du das deinem Kind nicht lernen kannst, solltest du über eine Freigabe zur Adoption nachdenken.
Es gibt genug Menschen, die gern Eltern wären und sich auch um ihre Kinder kümmern wollen. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: Flexy 10.06.20 - 10:38
superdachs schrieb:
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> winsharp93 schrieb:
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> > Können darüber nicht einfach alle Pornoseiten sich freiwillig als solche
> > kennzeichnen und der Browser erlaubt dann in einem speziellen
> > "Kinderschutzmodus" keine Anzeige mehr? Wäre doch eine recht einfache
> > Lösung...
> Und wie erklärst du deinem Kind dass es nur den von Dir konfigurierten
> Browser benutzen darf? Ich hätte löblich Gehorsam gelobt und dann laut
> gelacht. Mit so circa 10 Jahren.
>
Da er keinen eigenen Rechner kaufen kann mit den 10 Jahren:
Das Kind kriegt einen User Account mit eingeschränkten Rechten, mit denen er eben nicht mal so einfach irgendwas installieren kann auf dem Gerät. Und auf dem Gerät kann dann gleich noch eine Filtersoftware eingesetzt werden, die bestimmte Webseiten bzw. Webseitenkategorien sperrt.
Gibts auch fürs Handy, derartige Software, die kann auch gleich die Nutzungszeitfenster einschränken, dann sind z.B. nach 23 Uhr und bis 6 Uhr nur noch Notrufe bzw. bestimmte Telefonnummern mit dem Gerät anrufbar. Aber Internet, Appnutzung usw. ist damit gesperrt. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: c3rl 10.06.20 - 10:40
atomie schrieb:
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> Dann müssten das schon alle Browser so handhaben. Ein notgeiler Teenie
> weiss bestimmt wie er sich einen alternativen Browser installieren kann.
Ein "notgeiler Teenie" weiß auch bestimmt, wie man HTTP-Proxies oder VPN benutzt. Solche Sperren sind absoluter Schwachsinn. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: TrollNo1 10.06.20 - 10:52
Also wenn ich als Kind was draufhätte, würde ich mir einfach ne Linux LiveCD brennen und über sämtliche Einschränkungen lachen. Da müsste man schon das Booten von CD oder anderem Datenträger nachhaltig verhindern.
Erinnert mich an nen Kumpel von damals. Die Mutter hat im das Fernsehen verboten. Er schaute trotzdem. Mutter kommt rein, zieht das SCART Kabel raus und nimmt es mit. Kumpel geht zum Schrank, holt ein SCART Kabel raus und wir schauen weiter. Denkt niemals, eure Kinder sind dümmer als ihr. Das ist sehr kurz der Fall, nach einem geschätzten Wimpernschlag tauschen die Seiten.
Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: Cerdo 10.06.20 - 11:11
Flexy schrieb:
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> Da er keinen eigenen Rechner kaufen kann mit den 10 Jahren:
> Das Kind kriegt einen User Account mit eingeschränkten Rechten, mit denen
> er eben nicht mal so einfach irgendwas installieren kann auf dem Gerät. Und
> auf dem Gerät kann dann gleich noch eine Filtersoftware eingesetzt werden,
> die bestimmte Webseiten bzw. Webseitenkategorien sperrt.
> Gibts auch fürs Handy, derartige Software, die kann auch gleich die
> Nutzungszeitfenster einschränken, dann sind z.B. nach 23 Uhr und bis 6 Uhr
> nur noch Notrufe bzw. bestimmte Telefonnummern mit dem Gerät anrufbar. Aber
> Internet, Appnutzung usw. ist damit gesperrt.
Als technisch halbwegs versiertes Elternteil sollte man das hin bekommen. Zuhause hilft noch die Blacklist im Router (meine Fritzbox holt sich die selbst).
Das Problem sind genau die Eltern, die selbst kaum wissen, wie die Technik funktioniert. Wenn man das Kind zuhause mit Admin-Rechten am Rechner ausstattet, das Handy nicht konfiguriert ist und das Kind sowieso unüberwacht ist, dann braucht man sich auch nicht wundern.
Am Schulhof kursieren die Videos trotzdem. Da muss man die Kinder rechtzeitig aufklären und ihnen klar machen, wie sie das einordnen müssen. -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: superdachs 10.06.20 - 17:52
CHU schrieb:
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> superdachs schrieb:
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> > Und wie erklärst du deinem Kind dass es nur den von Dir konfigurierten
> > Browser benutzen darf? Ich hätte löblich Gehorsam gelobt und dann laut
> > gelacht. Mit so circa 10 Jahren.
>
> Genau so, wie du ihm erklärst, nicht bei rot über die Straße zu rennen und
> auch sonst immer schön nach links und rechts zu schauen.
>
> Wenn du das deinem Kind nicht lernen kannst, solltest du über eine Freigabe
> zur Adoption nachdenken.
>
> Es gibt genug Menschen, die gern Eltern wären und sich auch um ihre Kinder
> kümmern wollen.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Beim über die Straße gehen wird das Kind auch nicht durch magische Weise davon abgehalten bei rot zu laufen sondern muss es lernen. Das Rot ist nur eine Hilfe. Wenn du ihm den Computer vernagelst dann wird es dich auslachen weil das schlicht Unsinn ist. Das merken Kinder. Das Internet ist integraler Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur. Bring ihm bei wie es damit umzugehen muss und wie es die Informationen einordnen muss. Ich denke nicht dass ich meine Kinder zur Adoption freigeben müsste nur weil ich Ihnen nicht mit völlig Sinnbefreiten Verboten komme weil ich zu feige bin mich mit ihnen über bestimmte Dinge zu unterhalten.
Cerdo schrieb:
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> Flexy schrieb:
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> > Da er keinen eigenen Rechner kaufen kann mit den 10 Jahren:
> > Das Kind kriegt einen User Account mit eingeschränkten Rechten, mit
> denen
> > er eben nicht mal so einfach irgendwas installieren kann auf dem Gerät.
> Und
> > auf dem Gerät kann dann gleich noch eine Filtersoftware eingesetzt
> werden,
> > die bestimmte Webseiten bzw. Webseitenkategorien sperrt.
> > Gibts auch fürs Handy, derartige Software, die kann auch gleich die
> > Nutzungszeitfenster einschränken, dann sind z.B. nach 23 Uhr und bis 6
> Uhr
> > nur noch Notrufe bzw. bestimmte Telefonnummern mit dem Gerät anrufbar.
> Aber
> > Internet, Appnutzung usw. ist damit gesperrt.
>
> Als technisch halbwegs versiertes Elternteil sollte man das hin bekommen.
> Zuhause hilft noch die Blacklist im Router (meine Fritzbox holt sich die
> selbst).
>
> Das Problem sind genau die Eltern, die selbst kaum wissen, wie die Technik
> funktioniert. Wenn man das Kind zuhause mit Admin-Rechten am Rechner
> ausstattet, das Handy nicht konfiguriert ist und das Kind sowieso
> unüberwacht ist, dann braucht man sich auch nicht wundern.
>
> Am Schulhof kursieren die Videos trotzdem. Da muss man die Kinder
> rechtzeitig aufklären und ihnen klar machen, wie sie das einordnen müssen.
Eltern sollten den Kindern überhaupt nichts vernageln und verrammeln. Du schließt doch deine Kinder auch nicht in ihrem Zimmer ein oder etwa doch? -
Re: Was ist eigentlich aus den guten alten META-Tags geworden?
Autor: Zinthos 11.06.20 - 16:36
atomie schrieb:
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> Dann müssten das schon alle Browser so handhaben. Ein notgeiler Teenie
> weiss bestimmt wie er sich einen alternativen Browser installieren kann.
Es geht nicht darum, dass es nicht umgangen werden kann. Jede Sperre kann mit genügend Aufwand umgangen werden.
Es geht darum, dass es nicht "einfach so" möglich ist.



