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Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

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  1. Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: ipodtouch 17.07.17 - 13:48

    Wir haben hier im gesamten Stadtgebiet massive Probleme. Einige Glückliche sind davon nicht betroffen, dies ist abhängig vom Vertrag und nicht von der Leitung. Die Hotline spricht dauernd von "Störung", an ehrliche Informationen wo Tacheles geredet wird kommt man selbst mit großen Aufwand nur schwer (die größte Hilfe war da noch ein vodafone-Mitarbeiter hier im golem Forum). Auf die Frage, warum der Nachbar im selben Haus und der gegenüber volle Geschwindigkeit haben und ich abends teils nicht mal Spotify (ja, wir reden hier von 200-320kBIT/s) ohne Buffern benutzen kann, kam als Antwort "Da hat der Nachbar einfach Glück gehabt".

    Mittlerweile schicke ich monatlich eine E-Mail an kabel-technik@vodafone.com und verlange meine Grundgebühr (20¤) zurück - klappt seit Februar.

  2. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: chuck0r 17.07.17 - 14:00

    Unitymedia != Vodafone (Kabel-Deutschland)

    Unitymedia hat sicher auch das ein oder andere Node-Problem, häufiger tritt dies jedoch bei Vodafones Kabelsparte auf. Und nein - es hängt nicht am Tarif, sondern daran wie viele Downstreams dein Modem nutzen kann, wie diese ausgelastet sind, wie die Empfangswerte sind etc.
    Sobald ihr am selben Kabel hängt, macht der Tarif keinen Unterschied mehr

  3. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: ipodtouch 17.07.17 - 14:08

    chuck0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unitymedia != Vodafone (Kabel-Deutschland)

    Oh Verzeihung, irgendwie habe ich nur Kabel gelesen und bin automatisch von Vodafone ausgegangen.

    > Unitymedia hat sicher auch das ein oder andere Node-Problem, häufiger tritt
    > dies jedoch bei Vodafones Kabelsparte auf. Und nein - es hängt nicht am
    > Tarif, sondern daran wie viele Downstreams dein Modem nutzen kann, wie
    > diese ausgelastet sind, wie die Empfangswerte sind etc.
    > Sobald ihr am selben Kabel hängt, macht der Tarif keinen Unterschied mehr

    Ich sagte nicht, dass es am Tarif liegt, sondern am Vertrag. Mein Nachbar im selben Haus hat einen 10 oder 16 Mbit Tarif und bekommt dauerhaft 10Mbit - ich mit meinem 100Mbit Tarif bekommen wie angesprochen abends <1Mbit.
    Die Vodafone-Fritzbox kann bestimmt genug Downstreams nutzen, die Empfangswerte der Box sind laut Techniker "hervorragend" und er kann das Problem auch nicht nachvollziehen.
    Ich habe sogar mal mit meinem Nachbarn Router getauscht (seiner an meine Dose und umgekehrt) - identisches Ergebnis: meine Fritzbox langsam, seine schwarze Box 1a).

    Mir wurde das so erklärt, dass jedem Vertrag eine Route zugeordnet wird. Diese ist vom Haus bis zum Verteiler natürlich identisch, danach kann man eben eine "gute" Route oder eine überlastete erwischen.
    Subjektiv gesehen scheint es auch mehr Neuverträge zu betreffen, wobei beim Nachbarn gegenüber auch alles super läuft und der hat den Vertrag erst seit ein paar Monaten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.07.17 14:09 durch ipodtouch.

  4. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: chuck0r 17.07.17 - 14:28

    Was der Techniker da behauptet hat, ist quatsch. Man muss wie in herkömmlichen Netzwerken einmal zwischen Leitung und darauf basierenden Protokollen bzw. Datenübertragung (z.B. IP) unterscheiden.

    Korrekt ist: Deine Nachbarn und du nutzen sehr wahrscheinlich den selben Node und damit die sogenannte gleiche C-Linie. Es können jedoch auch innerhalb von Straßen verschiedene Nodes zur Versorgung genutzt werden. In der Regel ist aber eine Straße auch gleichzeitig dem selben Node zugeordnet.

    Hier kommt dann auch die erste Einschränkung. Das Kabel ist begrenzt und je mehr Nutzer auf einer Leitung sind, desto eher ist diese ausgelastet. Im Upstream hat man in der Regel 5 Kanäle, die Netto irgendwas im Bereich von 10-15Mbit pro Kanal machen (insgesamt also ~50-75Mbit Upload pro Node), im Downstream kannst du (sofern Verfügbar) ziemlich viele Kanäle nutzen (jeweils 50Mbit Netto) und somit mit 16 Kanälen 800Mbit zur Verfügung stellen.

    Darauf basiert dann noch die Übertragung von IP-Datenpaketen. Wenn die Leitung voll ist (bzw. der Kanal), dann wird die gebuchte Bandbreite nicht erreicht. Interessant wäre in deinem Fall, welchen Tarif und welches Modem hat dein Nachbar, welche Fritzbox hast du genau? Ich schätze dein Nachbar hat einen Alttarif mit Docsis 2 Modem, welches einem einzelnen D2-Kanal zugeordnet ist. Dieser ist dann wahrscheinlich nicht so sehr ausgelastet, wie die anderen Kanäle bei euch im Node - da ich aber mit VF kaum etwas zu tun habe, ist das nur geraten. Probieren kannst du das, in dem du dich mit deinem PC direkt ans Modem deines Nachbarn hängst und via IP 192.168.100.1 mal die Kanäle und Verbindungsinfos rauskopierst. Wenn du diese (und die deiner Fritz) hier postest, bekommst du genauere Infos ;-)

  5. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: ipodtouch 17.07.17 - 16:22

    Diese Information habe ich von einem Golem-Forum-User. Er hat das so erklärt:
    "Jeder Kunde hat fest zugewiesene Leitungen im CMTS zugewiesen, die arbeiten abhängig vom Router (Erkennung läuft über die MAC), das heißt, wenn der Nachbar seine Box an deinem Anschluß anschließt, dann surft er trotzdem mit seiner Leitung und nicht mit deiner, da seine Box mit deinem Abschluss nicht funktionieren würde (da seine Box halt nicht deinem Vertrag zugeordnet ist). Wenn der Nachbar seine Box an deinem Anschluß angeschlossen hat, wird der Datenverkehr trotzdem über das gleiche Hausnetz geleitet und am HÜP dann auf den Leitungen geleitet die dein Nachbarn von uns zugewiesen bekommen hat."

    Ich habe es mittlerweile aufgegeben, mich damit genauer zu beschäftigen, weil ich eh selten zuhause bin, für den Vertrag nur 5¤ zahle und mir zusätzlich einen DSL Vertrag woanders geholt habe (zwar nur 10/1Mbit, aber die kommen wenigstens an). Trotzdem bin ich neugierig und würde mich über genauere Infos von dir freuen.

    Ich: 100/6Mbit Tarif - die 6Mbit Upload kommen auch IMMER an
    Nachbar: irgendwas mit 10 oder 16 Mbit. Wenn ich abends <1 habe, hat er trotzdem seine 10

    Er hat den Router seit ca. 2 Jahren (so ein schwarzes Hitron Teil).
    Ich: Fritzbox Cable 6490 für 5¤/Monat. Wurde auch schon 2x getauscht, dann gings für ein paar Minuten wieder. Als ich mit dem Nachbarn Router getauscht habe, hatte meine Fritzbox auf einmal 100Mbit und ich hab schon gehofft das Problem gelöst zu haben, aber 3min später war sie wieder bei 5Mbit.
    Auch kann ich teilweise die Uhr danach stellen, dass es ab 0 Uhr besser wird. Dies deckt sich mit dem Bericht, dass zu gewissen Zeiten Traffic-Shaping aktiviert wird (kenne mich da aber auch nicht so aus): https://www.golem.de/news/traffic-shaping-vodafones-kabelnetz-soll-an-backbone-erweiterung-sparen-1701-125572.html

    Hier mal meine Verbindungsinfos:
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=63794036

    Auf die Verbindungsinfos des Nachbarn habe ich leider keinen Zugriff.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.07.17 16:22 durch ipodtouch.

  6. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: Pornstar 17.07.17 - 17:43

    Ich kenne deinen Beitrag aus dem Vodafone forum.
    Ich bin mit denen zumindest im Kabel Bereich aber durch.
    Da arbeiten zum größten Teil keine Techniker und wenn es dann an den third level support weitergegeben wird, kommt oft auch nichts richtiges zurück.
    Ich hatte zum Beispiel einem User geraten eine eigene Fritz Box zu besorgen, damit er ipv6 komplett ab Router deaktivieren kann und nicht erst am PC. (er hatte freezes, rubber banding über ethernet)
    Die Netzwerk / cmts / software bei der gebrandeten fritte spielt nämlich oft nicht richtig mit.
    Auf meinen Rat das weiterzugeben, damit es im Labor getestet wird wurde erst gar nicht eingegangen.
    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass der Verein davon weiß allerdings so etwas in Kauf nimmt da die meisten Kunden nichts davon merken (außer gamer)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.07.17 17:45 durch Pornstar.

  7. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: Reddead 18.07.17 - 03:56

    Pornstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass der Verein davon weiß
    > allerdings so etwas in Kauf nimmt da die meisten Kunden nichts davon merken
    > (außer gamer)

    Ich hab das selber schon oft bei vielen Bekannten gemerkt im KD/VF Kabelnetz egal mit welchen Router. Zum Bsp. die Internetseiten brauchen ewig zum aufbauen, dass liegt an dem IPv6 bzw. DS-Lite und 3 von 4 Bekannte merken das noch nicht mal. Die sind das langsame Laden bestimmt von ihren Handys gewöhnt. Ich konnte jeweils problemlos bei der Hotline anrufen und habe ihnen gesagt die sollen wieder auf IPv4 umstellen. Nach 10-20 Minuten warten gab es einen Neustart vom Router und Sache war erledigt.

    Ich denke mal das lief nur problemlos, weil ich sagen konnte was sie machen sollen und mir bisher dann jeder Hotline-MA sagte: "Ah ja, dass Problem kennen wir....". Aber als Laie ist man wahrscheinlich verloren.

    Ein Freund hatte jetzt auch ein Problem mit VF, seit einigen Wochen kommen von seinen 100 Mbit/s nur 5-7 Mbit/s an. Er rief deshalb die Hotline mehrmals an und deren Standardspruch ist wohl: "Da müssen wir einen Techniker rausschicken.". Es waren 3 verschiedene Techniker bei ihm, alle haben die Störung festgestellt und konnten nichts machen.
    Das Hinterhältig von Vodafone ist, welches ich selber von denen auch schon erlebt habe mit meinen TV-Anschluss, dass die Techniker pro Besuch 99¤ wollen wenn sie nichts zu reparieren vorfinden. Auch nach mehrmaligen nach Fragen wurden an der Hotline bestätigt, dass die Techniker nichts kosten. Mein Techniker war wenigstens korrekt und hat mich dann darauf hingewissen. Er hat dann einfach aufgeschrieben, dass er mein Pegal-Signal erhöht hat damit ich nichts zahlen muss.
    Mein Freund ist jetzt mit VF in streit, weil sie von ihm 300 ¤ wollen und er die Störung immer noch hat. Naja er hat jetzt sein Vertrag noch fristgerecht gekündigt und wechselt jetzt in einigen Wochen zur Telekom mit VDSL 100.

  8. Re: Mit dem Geld können sie hoffentlich ihre Backbones ausbauen

    Autor: chuck0r 18.07.17 - 16:13

    Es stimmt zwar, dass die Modem/Kundenerkennung über die MAC-Adresse des Kabelmodems (und das zugehörige Docsis-Zertifikat) abläuft, aber das sind keine "dedizierten" Leitungen für irgendwen. Darüber wird nur authentifiziert und die Bandbreite, welche zwischen CM und CMTS ausgehandelt wird, festgelegt.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, am selben Node unterschiedliche Werte zu erhalten:

    -> Andere Down-/Upstreams; Wie im gestrigen Beitrag erklärt werden unterschiedliche Kanäle genutzt
    oder
    -> QoS Regeln priorisieren den Traffic deines Nachbarn (Bisher habe ich nicht davon gehört, dass KDG/VF das so exzessiv macht, ist also eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen)

    (Hier natürlich immer mit dem Vorbehalt, dass die Modemwerte passen und nicht außerhalb der guten Bereiche liegen).

    Deine Modemwerte sind soweit ich das überblicken kann in Ordnung. Der MSE (oder auch MER) sollte bei QAM-256 bei größer 35db liegen, der Pegel ist mit 60-65db auch absolut im guten Bereich. Gleiches gilt für den Rückweg -> 44 bis 48 db sind super Werte. Einzig der TX SNR ist am Modem nicht sichtbar (nur am CMTS) - da aber dein Nachbar wohl keine Probleme hat, gehen wir mal davon aus, dass das auch passt.

    Um nun vergleichen zu können, müsste man die Kanäle (Frequenzen) deines Nachbarn deinen gegenüber stellen. Wichtig ist z.B. auch, ob du per Dual-Stack (ipv4+ipv6 parallel) oder per Dual-Stack Lite (private ipv4 + öffentliche ipv6) verbunden bist. Dein Nachbar kann seinen Hitron-Router nämlich in den Bridge-Modus schalten, dann erhält er am Endgerät (Router) nur eine öffentliche ipv4. Solltest du Dual-Stack Lite nutzen, wird dein ipv4 Traffic über einen AFTR-Server bei VF geleitet - der könnte zusätzlich ein Nadelöhr sein.

    Teste doch mal, wenn die Einschränkungen auftreten den Ping bzw. die Traceroute zu verschiedenen Zielen (8.8.8.8, heise.de etc) und vergleiche es mal mit den Werten ab 0 Uhr. Wenn du Packet Loss / hohen Ping bereits vor dem nächsten Hop in der Trace siehst, sind es wahrscheinlich Segmentüberlastungen (Kanäle voll) und du musst warten, bis dein Node ausgebaut wird.

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