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Blödes Konzept
Autor: MegaTefyt 22.06.15 - 11:45
Dann werden in Zukunft Sätze künstlich verlängert, mehr um den heißen Brei herum geschrieben und qualitativ schlechtere Kapitel, die der Autor eigentlich weglassen würde, doch mit reingenommen, um mehr Geld zu verdienen.
Die Gesamtqualität könnte darunter leiden. Außerdem: wie stellt Amazon denn fest, ob eine Seite wirklich gelesen wurde? -
Re: Blödes Konzept
Autor: robinx999 22.06.15 - 11:54
Kann ich mir nicht vorstellen, wenn es nur noch Umständlich zu lesen ist hören Leute früher auf zu lesen und beenden das Buch erst gar nicht und es wird viele negative Bewertungen bekommen, so das es noch weniger Leute laden.
Interessant könnte es höchstens werden wie das Modell pro Seite sich verhält wenn es in dem Buch Illustrationen gibt, wie bewertet man da jetzt ein Diagramm in einem Fachbuchbuch? -
Re: Blödes Konzept
Autor: dabbes 22.06.15 - 11:56
Wenn jemand nach einer gewissen Zeit weiterblättert, dann hat er wohl gelesen.
Aber die Idee finde ich auch blöd.
Demnächst also große Schrift, viel Zeilenabstand, viele Absätze, extra lange Wörter und am Ende einer Seite einen "Cliffhanger", damit man die nächsten Seite auch noch liest, sonst gibts ja keine Kohle.
Viele Bücher sind ja heute schon nicht besonders gut geschrieben, haben aber zum Glück eine halbwegs interessante Story, bei der man natürlich wissen will, wie es weitergeht. Wenn das nun auch noch mit noch mehr unnötigen Füllwörtern in die Länge gezogen wird, dann gute Nacht. -
Re: Blödes Konzept
Autor: kernkraftzwerg 22.06.15 - 11:57
Ja, bestimmt. Möglichst langatmig zu schreiben, führt ganz sicher dazu, dass ich ein Buch zu Ende lese ;-)
Ich finde das Konzept gar nicht schlecht. Da werden Hype-Werke wieder auf ihr normales Maß gestutzt, weil viele nur mal sehen wollen, was denn an der ganzen Aufregung dran ist. Ging mir z.B. so bei dem "Lied von Eis und Feuer", wo ich sehr schnell gemerkt hatte, dass das wieder so eine Seifenoper wie z.B. "Reality Dysfunction" ist. Ganz viele Seiten mit ganz vielen Handlungssträngen, aber sehr überschaubarer Handlung.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.15 11:58 durch kernkraftzwerg. -
Re: Blödes Konzept
Autor: dabbes 22.06.15 - 11:57
Vor allem Buch ist nicht gleich Buch.
Es gibt ja doch einen kleinen Unterschied ob ich eine Kurzgeschichte für die Massen lese oder ein wissenschaftlichen Brocken, der nur für wenige interessant ist. -
Re: Blödes Konzept
Autor: dabbes 22.06.15 - 12:00
Das Problem ist halt zu erkennen, wo wirds in die Länge gezogen und wo wird die "Welt" im Detail beschrieben.
Das lässt sich meistens nur nach dem Lesen beurteilen und ist auch sehr subjektiv.
Statt 200 Seiten sinds dann künstliche 240 Seiten, als Leser wirst du die trotzdem lesen, es sei denn die Story ist uninteressant. -
Re: Blödes Konzept
Autor: kernkraftzwerg 22.06.15 - 12:05
Na klar, vielleicht liest man ein Werk durch, entscheidet danach, dass einem der Autor doch etwas zu "geschwätzig" ist und lässt das nächste Werk links liegen. Ich denke eher, dass damit Autoren belohnt werden, die gute, spannende Bücher schreiben können. Vielleicht sollte Amazon aber auch eine Mindestlesedauer pro Seite prüfen, weil ich manche unsäglich lahme Bücher einfach nur quergelesen habe, um wenigstens den Schluss zu erfahren.
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Re: Blödes Konzept
Autor: Neko-chan 22.06.15 - 12:16
Grundsätzlich finde ich die Idee interessant. Zumindest aber ist sie an sich gegenüber den Autoren fairer. Da es sich nur auf Ku / Koll Exemplare auswirkt, wird sich auf von den Tantiemen nicht so viel ändern, wenn das Buch gelesen wird.
Im Grunde aber bedeutet das, ausgeliehen Bücher, die auch gelesen wurden bringen mehr Geld als die, die nur ausgeliehen wurden. Interessante dürfte aber die Abrechnung sein. Steht dann da wieviele Seite von einem Werk jeweils gelesen wurden?
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Kopf -> Tisch -> Bumms -
Re: Blödes Konzept
Autor: Bautz 22.06.15 - 12:32
Ich denke nicht dass jemand Fachbücher für das Abo freigeben wird. Das wird wohl eher die neue Sektion für Groschenromane.
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Re: Blödes Konzept
Autor: RedRanger 22.06.15 - 12:34
Wie Amazon das feststellt, würde mich auch interessieren. Wird im Kindle alles getrackt und dann mit den Servern synchronisiert? Mein Kindle ist nämlich permanent im Offline-Modus. Ich gehe nur alle paar Wochen kurz online, wenn ich neue Bücher auf den Kindle lade.
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Re: Blödes Konzept
Autor: kernkraftzwerg 22.06.15 - 12:38
Du kannst beim Kindle und auch bei den Apps und dem PC-Reader einstellen, dass die Leseposition synchronisiert wird. So kommt Amazon auch an die Zahl der geblätterten Seiten. Natürlich wissen sie nicht, ob du die Seiten auch angesehen bzw. gelesen hast, weil den meisten Kindles immer noch die Kamera fehlt ;-)
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Re: Blödes Konzept
Autor: thecrew 22.06.15 - 12:53
"Dann werden in Zukunft Sätze künstlich verlängert, mehr um den heißen Brei herum geschrieben und qualitativ schlechtere Kapitel, die der Autor eigentlich weglassen würde, doch mit reingenommen, um mehr Geld zu verdienen. "
Genau dieses Konzept wird doch auch bei Fernsehserien durchgezogen.
Künstliche Verlängerung bis Absetzung.
Bei youtube gibts dieses Konzept auch schon länger. Da wird Länge und Betrachtungsdauer des Videos auch in die Vergütung mit eingerechnet. -
Re: Blödes Konzept
Autor: Dwalinn 22.06.15 - 13:22
thecrew schrieb:
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> "Dann werden in Zukunft Sätze künstlich verlängert, mehr um den heißen Brei
> herum geschrieben und qualitativ schlechtere Kapitel, die der Autor
> eigentlich weglassen würde, doch mit reingenommen, um mehr Geld zu
> verdienen. "
>
> Genau dieses Konzept wird doch auch bei Fernsehserien durchgezogen.
>
> Künstliche Verlängerung bis Absetzung.
Außer es geht um ein Anime, da gehört die Verlängerung zum guten Ton... aber wer erstmal DragonBall Kai gesehen hat will nicht mehr zu DBZ zurück
> Bei youtube gibts dieses Konzept auch schon länger. Da wird Länge und
> Betrachtungsdauer des Videos auch in die Vergütung mit eingerechnet.
Und das zurecht, gibt genug Clickbaits oder Kurze Videos die nur etwas ankündigen (wobei diese dann oft ohne Werbung sind) -
Re: Blödes Konzept
Autor: Sascha Klandestin 22.06.15 - 13:30
dabbes schrieb:
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> Wenn jemand nach einer gewissen Zeit weiterblättert, dann hat er wohl
> gelesen.
>
> Aber die Idee finde ich auch blöd.
>
> Demnächst also große Schrift, viel Zeilenabstand, viele Absätze, extra
> lange Wörter und am Ende einer Seite einen "Cliffhanger", damit man die
> nächsten Seite auch noch liest, sonst gibts ja keine Kohle.
Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenende kann der Autor bei E-Books nicht beeinflussen. Das Layout wird automatisch vom Endgerät erzeugt und hängt u.a. von der vom Benutzer gewählten Schrift, Schriftgröße und Seitenrändern ab.
> Viele Bücher sind ja heute schon nicht besonders gut geschrieben, haben
> aber zum Glück eine halbwegs interessante Story, bei der man natürlich
> wissen will, wie es weitergeht. Wenn das nun auch noch mit noch mehr
> unnötigen Füllwörtern in die Länge gezogen wird, dann gute Nacht.
Ich sehe das Problem nicht. Langweilig geschriebene Bücher lesen viele nicht zu ende und sie bekommen schlechte Bewertungen. Da würde sich der Autor ins eigene Fleisch schneiden. -
Re: Blödes Konzept
Autor: Trockenobst 22.06.15 - 14:29
MegaTefyt schrieb:
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> eigentlich weglassen würde, doch mit reingenommen, um mehr Geld zu
> verdienen.
Mehr Mist lese ich nicht, nur weil sich der Müll auf mehr Seiten verteilt. Deswegen habe ich auch aufgehört Umberto Ecco zu lesen. mit seinen durchgeknallten halbseitigen Schwurbelsätzen geht mir nach zwei Minuten der Kopf. -
Re: Blödes Konzept
Autor: freddx12 22.06.15 - 16:00
kernkraftzwerg schrieb:
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> Na klar, vielleicht liest man ein Werk durch, entscheidet danach, dass
> einem der Autor doch etwas zu "geschwätzig" ist und lässt das nächste Werk
> links liegen. Ich denke eher, dass damit Autoren belohnt werden, die gute,
> spannende Bücher schreiben können. Vielleicht sollte Amazon aber auch eine
> Mindestlesedauer pro Seite prüfen, weil ich manche unsäglich lahme Bücher
> einfach nur quergelesen habe, um wenigstens den Schluss zu erfahren.
Dann würde ich mich schlecht fühlen weil meine Lesedauer pro Seite garantiert weit unter dem Durschnitt liegen würde.
Wär auch ein etwas schwammiges Bezahlungsmodell -
Re: Blödes Konzept
Autor: der_wahre_hannes 22.06.15 - 16:00
dabbes schrieb:
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> Das Problem ist halt zu erkennen, wo wirds in die Länge gezogen und wo wird
> die "Welt" im Detail beschrieben.
Also... wenn das dazu führt, dass ein Autor mehr Arbeit in sein Werk steckt, Sachen vielleicht nochmal genauer beschreibt und eine Handlung ausführlicher gestaltet... dann ist doch gar nichts dagegen einzuwenden? :P -
Re: Blödes Konzept
Autor: kernkraftzwerg 22.06.15 - 22:01
Trockenobst schrieb:
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> MegaTefyt schrieb:
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> Mehr Mist lese ich nicht, nur weil sich der Müll auf mehr Seiten verteilt.
> Deswegen habe ich auch aufgehört Umberto Ecco zu lesen. mit seinen
> durchgeknallten halbseitigen Schwurbelsätzen geht mir nach zwei Minuten der
> Kopf.
An das Geschwalle von Eco musste ich auch denken, der hört sich einfach gerne reden. Wenn ich da an das "Foucaultsche Pendel" denke, da schüttet er einen mit Infos über Geheimbünde dermaßen zu, dass er in der ersten Hälfte des Buches nicht mal mehr eine nennenswerte Handlung unterbringt. Das muss er dann alles in die zweite Hälfte quetschen, da wird es dann richtig rasant. Gelesen habe ich das trotzdem gerne, man muss eben ein bisschen Geduld mitbringen. Etwa so, wie wenn die Großeltern vom Krieg erzählen ;-) -
Re: Blödes Konzept
Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 23.06.15 - 08:39
freddx12 schrieb:
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> Dann würde ich mich schlecht fühlen weil meine
> Lesedauer pro Seite garantiert weit unter dem
> Durschnitt liegen würde.
Ja, das ist ein weiteres Problem. Ich lese beispielsweise *sehr* schnell und brauche für eine Seite für gewöhnlich - wenn deren Inhalt nicht besonders komplex und/oder verschwurbelt geschrieben ist - nur so lange, wie viele Andere zum Querlesen benötigen; manch Einer braucht schon länger, um die Seitenzahl zu finden.
Mir ist wirklich schleierhaft, was Amazon als Zeitwert ansetzen will, ab dem eine Seite als gelesen und nicht nur als umgeblättert gilt. Kurz, "schwammig" ist genau der richtige Ausdruck. -
Re: Blödes Konzept
Autor: kernkraftzwerg 23.06.15 - 11:30
Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
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> freddx12 schrieb:
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> Mir ist wirklich schleierhaft, was Amazon als Zeitwert ansetzen will, ab
> dem eine Seite als gelesen und nicht nur als umgeblättert gilt. Kurz,
> "schwammig" ist genau der richtige Ausdruck.
Erst einmal macht Amazon das gar nicht, sondern das war nur ein - nicht ganz ernst gemeinter - Vorschlag von mir. Und wenn es doch gemacht würde, könnte man immer noch deine persönliche Durchschnittszeit heranziehen. Dann erkennt man nicht nur, ob du ein Buch querliest, sondern auch, ob du an einer Stelle regelmäßig einschläfst. Das passiert mir manchmal, da brauche ich beim nächsten Versuch immer ein paar Absätze Kontext, und beim nächsten Erreichen der "Schlafbarriere" zieht es mir wieder die Augen zu ;-)



