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Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: honk 22.06.15 - 16:02
Ich habe zwar einen ebook Reader, käme aber nie auf die Idee, irgend jemandem zu erlauben, mitzuloggen was ich wie lange lese.
Klar ist das der feuchte Traum vieler Verlage, und es wundert mich nicht, das ausgerechnet Amazon das unter dem Deckmantel der "gerechten" Bezahlung einführen will. Ginge aber auch einfach wie in der analogen Welt: Der Autor bekommt einen (extrem kleinen) prozentualen Anteil am Verkaufserlös. Man darf auch ohne spionagetools annehmen, dass was viel verkauft wird, auch viel gelesen wird. Und selbst wenn nicht, für den Erfolg ist der verkauf wichtig, nicht ob der Leser bis zu letzten Seite durchgehalten hat.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.15 16:02 durch honk. -
Re: Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: Phreeze 22.06.15 - 16:05
die Seite an der du dich befindest, wird in der kindle-cloud gespeichert, ergo, wieviele Seiten du gelesen hast. Wenns so funktioniert...
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Re: Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: honk 22.06.15 - 16:26
Phreeze schrieb:
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> die Seite an der du dich befindest, wird in der kindle-cloud gespeichert,
> ergo, wieviele Seiten du gelesen hast. Wenns so funktioniert...
Ich bezweifle nicht, das es so oder so ähnlich beim Kindle funktioniert, aber sicher nicht mit den Seiten, die ich gelesen habe. Und ich wundere mich (immer noch), das es so vielen Menschen völlig wumpe ist. Mein ebook Reader ist nicht von Amazon, in keinem Shop und in keiner cloud registriet, und vor allem immer offline. -
Re: Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: Bouncy 22.06.15 - 17:02
honk schrieb:
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> einführen will. Ginge aber auch einfach wie in der analogen Welt: Der Autor
> bekommt einen (extrem kleinen) prozentualen Anteil am Verkaufserlös.
Ja das ist super, die Ausbeutung der Autoren einfach weiter betreiben und bloß nichts am bestehenden System ändern. Es ist ja perfekt, wie es ist.
Übrigens nutzt das System vor allem denen, die über Amazon direkt vermarkten, Amazon ist nicht gerade dafür bekannt, Verlagen zu geben wovon sie träumen... -
Re: Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: honk 22.06.15 - 17:28
Bouncy schrieb:
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> honk schrieb:
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> Ja das ist super, die Ausbeutung der Autoren einfach weiter betreiben und
> bloß nichts am bestehenden System ändern. Es ist ja perfekt, wie es ist.
Amazon kann den Autoren gerne ein größeres Stück vom Kuchen abgegeben, dafür braucht es aber keinen Totalüberwachung der Leser. Das "extrem klein" war eine wertfreie Beschreibung der Zustände, kein Wunsch von mir.
Ich habe allerdings grade auf SPON gelesen, das es um Nutzer einer "Lese-Flatrate" geht, diese info fehlt im Golem Artikel. Da man da vermutlich dazu neigt, mehr Bücher zu leihen als man lies, ist der Wunsch nach einer besseren Vergütung der tatsächlich gelesenen zu mindestens etwas besser nachvollziehbar. Würde ich allerdings trotzdem nicht mit mir machen lassen. -
Re: Gläsernder Leser und unnötig kompliziert
Autor: Jakelandiar 22.06.15 - 20:10
honk schrieb:
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> Ich habe allerdings grade auf SPON gelesen, das es um Nutzer einer
> "Lese-Flatrate" geht, diese info fehlt im Golem Artikel. Da man da
"Die Autoren, die ihre E-Books in Amazons Angeboten Kindle Unlimited und Kindle Owners' Lending Library anbieten, sollen dann nach geschriebenen und gelesenen Seiten bezahlt werden."
Zweiter Absatztext und:
"Kindle Unlimited ist ein E-Book-Leihangebot, das Amazon im vergangenen Jahr zunächst in den USA und dann auch in Deutschland eingeführt hat: Für einen Pauschalbetrag von 10 Euro im Monat können Nutzer so viele E-Books lesen, wie sie wollen. Die Kindle Owners' Lending Library ist ein vergleichbares Angebot für Kunden von Amazons Prime-Programm."
Letzter Absatz. Wo fehlt dir da die Information?
> vermutlich dazu neigt, mehr Bücher zu leihen als man lies, ist der Wunsch
> nach einer besseren Vergütung der tatsächlich gelesenen zu mindestens etwas
> besser nachvollziehbar. Würde ich allerdings trotzdem nicht mit mir machen
> lassen.
Etwas besser ist untertrieben. Überhaupt nachvollziehbar. Und solange sie das Anonym machen ist es auch egal. Besser für die Autoren auf jeden fall.



