Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Klimawandel: Amazon soll aufhören…

Was ist Fakt, was nicht

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was ist Fakt, was nicht

    Autor: nosretep 15.04.19 - 10:29

    Wenn man Artikel und zugehörige Kommentare zum Thema Klimawandel liest, fällt immer wieder auf, wie wenig man sich darüber bewusst ist, was man wirklich weiß und was Annahmen sind, die man implizit macht. Grundsätzlich gibt es eine Fraktion die ungefähr immer folgendes sagt: die globale Durchschnittstemperatur steigt aufgrund des durch den Menschen ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids an, was schreckliche Konsequenzen hat und nur durch Einsparungen an besagtem CO2 Ausstoß abgemildert werden kann. Dazu kann man prinzipiell folgendes sagen:

    1. Man möge sich informieren, wie die physikalische Größe "Temperatur" definiert ist. Wikipedia sollte da reichen. Hat man das getan, wird recht schnell klar, wo das Problem des Konstrukts "globale Durchschnittstemperatur", insbesondere, wenn man die Werte der letzten hundert Jahre vergleichen will, liegt.

    2. Erhöhter CO2 Ausstoß hat zur Folge, dass die globale Durchschnittstemperatur steigt und ist nicht umgekehrt eine Konsequenz des Anstiegs. Dies ist eine Annahme, die viele Journalisten als Fakt hinstellen, die so jedoch nicht unumstritten ist, in der Klimawissenschaft.

    3. Eine Erhöhung der Temperatur hat deutlich mehr schlechte Konsequenzen als gute. Auch dies ist eine Annahme, die bei genauerer Betrachtung eher unwahrscheinlich erscheint. Beim Lesen diverser Artikel bekommt man den Eindruck, es gäbe so etwas wie eine optimale globale Durchschnittstemperatur, nämlich genau die, die wie gerade haben. Jedes Abweichen davon, verschlechtert die Lage.

    4. Selbst wenn alle Annahmen bis hierher stimmen, stellte sich immer noch die Frage, was wir tun können. Auch hier scheint die Antwort schon fest zu stehen: CO2 Ausstoß verhindern. Aber ist das wirklich sinnvoll? Die Maßnahmen, die eines der reichsten Länder der Welt, Deutschland, bisher unternommen hat, scheinen überhaupt nichts zu bewirken. Wir sparen kein CO2. Was würden wir eigentlich tun, wenn der postulierte Anstieg der Temperatur eine natürliche Ursache hätte, die wir nicht beeinflussen könnten. Würden wir dann nicht eher Deiche bauen, wo Überflutung droht, Klimaanlagen installieren, wo es zu heiß wird, Nutzpflanzen gentechnisch so verändern, dass sie unter den neuen Bedingungen ertragreich sind,...?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.19 10:32 durch nosretep.

  2. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: Eheran 15.04.19 - 11:23

    >Hat man das getan, wird recht schnell klar, wo das Problem des Konstrukts "globale Durchschnittstemperatur" [...] liegt.
    Wo denn? Bei mir hat es nicht "klick" gemacht, ich sehe da trotzdem noch kein Problem. Ich bitte daher um Erläuterung.

    >2. [...] nicht unumstritten ist, in der Klimawissenschaft.
    Meinst du mit Klimawisschenschaft Foren im Internet oder Stammtische? Wenn nein: Quelle.

    >3. Eine Erhöhung der Temperatur hat deutlich mehr schlechte Konsequenzen als gute. Auch dies ist eine Annahme, die bei genauerer Betrachtung eher unwahrscheinlich erscheint.
    Auch dafür gerne eine Quelle.
    JEDE schnelle änderung des Klimas ist schlecht, völlig egal ob wärmer oder kälter, da gibt es kein "mehr gut" oder "mehr schlecht". Alle Lebewesen sind an das aktuelle Klima angepasst, nicht an ein anderes, welches sich im Laufe von 10'000en Jahren mal so ändert wie jetzt in <100 Jahren. Bzw. generell so gut wie nie so schnell in so kurzer Zeit - nur ab und zu mal durch irgendwelche extremen Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschlägen (siehe Dinosaurier), wo dann eben ein großer Teil der Lebewesen stirbt.

    >4. [...] Wir sparen kein CO2.
    Achso?
    Achso...?!
    Ich sehe da eine Verringerung um knapp 30% von 1990 zu 2017. Ohne, dass die Wirtschaft runtergefahren wurde (dann wäre es ja einfach).

  3. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: nosretep 15.04.19 - 12:37

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Hat man das getan, wird recht schnell klar, wo das Problem des Konstrukts
    > "globale Durchschnittstemperatur" [...] liegt.
    > Wo denn? Bei mir hat es nicht "klick" gemacht, ich sehe da trotzdem noch
    > kein Problem. Ich bitte daher um Erläuterung.
    >

    Gut, dann helfe ich gern weiter: Temperatur ist nur für Systeme im thermodynamischen Gleichgewicht definiert. Die Erde fliegt nunmal im Weltall rum und - viel entscheidender - bekommt haufenweise Energie von der Sonne. Damit ist die Erde als ganzes nicht im Gleichgewicht. Wie definiert man nun die globale Durchschnittstemperatur? Gut, theoretisch scheint also klar, dass wir nirgends außer in einem thermodynamisch abgeschlossenen System Temperatur überhaupt definieren und messen können. Gehen wir also ganz praktisch ran und sagen, Temperatur ist das, was uns das Thermometer anzeigt. Um die Temperatur der Erde zu messen, verteilen wir jetzt einfach mal 1000 Thermometer auf der Erdoberfläche, messen nach und nehmen den Mittelwert. Jetzt machen wir das ganze nochmal, stellen die Thermometer aber wo ganz anders auf. Mmh, kommt ja was anderes raus. Man redet von einem Anstieg der globalen Temperatur um 0,85 Grad in den letzten 150 Jahren. In dieser Zeit hat sich nicht nur einiges an der Messtechnik, also den Thermometer samt Vorgaben wie zu messen ist und der Anzahl der Thermometer getan. Es wurden auch die Orte an den gemessen wurde verändert, zum einen weil die Thermometer woanders aufgestellt wurden, zum anderen weil da wo früher vielleicht ein Feld war, jetzt eine Stadt ist. Selbst bei einem geschlossenen Raum von 20 qm Größe werden verschiedene Messungen der Durchschnittstemperatur verschiedene Werte, je nach Aufstellung der Thermometer liefern. Ich denke, das Problem sollte klar sein.

    > >2. [...] nicht unumstritten ist, in der Klimawissenschaft.
    > Meinst du mit Klimawisschenschaft Foren im Internet oder Stammtische? Wenn
    > nein: Quelle.
    >

    Wenn es wärmer wird, kann Wasser CO2 schlechter binden. Quelle: jedes Chemiebuch

    > >3. Eine Erhöhung der Temperatur hat deutlich mehr schlechte Konsequenzen
    > als gute. Auch dies ist eine Annahme, die bei genauerer Betrachtung eher
    > unwahrscheinlich erscheint.
    > Auch dafür gerne eine Quelle.
    > JEDE schnelle änderung des Klimas ist schlecht, völlig egal ob wärmer oder
    > kälter, da gibt es kein "mehr gut" oder "mehr schlecht". Alle Lebewesen
    > sind an das aktuelle Klima angepasst, nicht an ein anderes, welches sich im
    > Laufe von 10'000en Jahren mal so ändert wie jetzt in <100 Jahren. Bzw.
    > generell so gut wie nie so schnell in so kurzer Zeit - nur ab und zu mal
    > durch irgendwelche extremen Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder
    > Meteoriteneinschlägen (siehe Dinosaurier), wo dann eben ein großer Teil der
    > Lebewesen stirbt.
    >

    Zum einen - siehe oben - gibt es keine Belege für einen besonders starken Anstieg der Temperatur. Von der Stagnation des Anstiegs in den letzten 20 Jahren rede ich gar nicht erst ;) Zum anderen hab es historisch betrachtet Änderungen des Klimas, die teils deutlich dramatischer waren als selbst die schlimmsten Horrorszenarien der Grünen für die Zukunft. Die Lebewesen sind damit klar gekommen. Das bringt mich übrigens zu Punkt 4 meines ersten Kommentars, den du nicht kommentiert hast :).

    > >4. [...] Wir sparen kein CO2.
    > Achso?
    > Achso...?!
    > Ich sehe da eine Verringerung um knapp 30% von 1990 zu 2017. Ohne, dass die
    > Wirtschaft runtergefahren wurde (dann wäre es ja einfach).

    Die Verringerung sehe ich auch. Die Frage ist, ob diese Zahlen realistisch sind? Wurde z. B. die Verlagerung großer Teile der Produktion nach China mit berücksichtigt. Die zweite Frage die sich stellt ist die nach Kosten / Nutzen. Die "Energiewende" gibt's nicht gratis...

  4. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: Eheran 15.04.19 - 14:18

    >Wie definiert man nun die globale Durchschnittstemperatur?
    Wie gemessen wird, wo usw. usf. Siehe z.B. hier bzw. die World Meteorological Organization (WMO) definiert, wie genau eine Messstation aufgebaut sein muss.
    Man kann auch problemlos für jeden Ort eine Tages-Mitteltemperatur bestimmen. Ebenso eine Jahres-Mitteltemperatur. Mittelt man die verschiedenen Orte noch global, dann hat man eine globale-jahres-mittel-Temperatur. Warum sollte das nicht gehen?

    >Temperatur ist nur für Systeme im thermodynamischen Gleichgewicht definiert.
    Das Thermometer ist zur Außenwelt thermodyn. im Gleichgewicht, so misst man damit die Temperatur, andernfalls würde sich die Temperatur des Thermometers noch stark ändern. Etwa wenn ich es in den Backofen lege, dann kann ich die Temperatur darin erst, je nach Thermometer, nach einigen (dutzenden) Sekunden ablesen. Gleichzeitig ist die Ansprechzeit des Thermometers (die Ansprechzeit t90) DEUTLICH schneller als irgendwelche Änderungen des Wetters, da sich die Temperatur nicht innerhalb von Sekunden um mehrere °C ändert, womit man das Thermometer grundsätzlich als im GG befindlich annehmen kann. Bei den betrachteten Zeiträumen (Minuten und mehr) gibt es praktisch kein Gleichgewicht mehr, denn kleine Änderungen (auf diesen Zeitskalen) gibt es pausenlos. Daher nimmt man auch Mittel-Temperaturen und keine z.B. um Punkt 12 Uhr, um genau diese Schwankungen zu mitteln.

    >Jetzt machen wir das ganze nochmal, stellen die Thermometer aber wo ganz anders auf.
    Zwar kamen mit der technisierung der Welt immer mehr Messstationen hinzu, alte bleiben aber erhalten. Da gibt es nicht viele Fluktiationen und mehr Messpunkte machen die messung nicht schlechter, sondern noch genauer.

    >samt Vorgaben wie zu messen ist
    Was hat sich denn seither geändert, was die Vorschriften anbelangt, wie eine Messstation zu messen hat? Mir wäre da spontan nichts bekannt.

    >Selbst bei einem geschlossenen Raum von 20 qm Größe werden verschiedene Messungen der Durchschnittstemperatur verschiedene Werte, je nach Aufstellung der Thermometer liefern.
    Ja, wenn ich scheiße messe, dann würde das zutreffen. Wenn ich hingegen einen ordentlichen Messplan habe, dann gibt es da nur minimalste Abweichungen. Selbiges trifft auch auf die Probenahme von irgendwelchen Proben zu, für welche Untersuchung auch immer diese sind. Nennt sich dann z.B. repräsentative Stichprobe.

    >Wenn es wärmer wird, kann Wasser CO2 schlechter binden.
    Wir wissen, woher das CO2 kommt. Wir wissen auch, was es tut. Im Zweifel hier nachlesen.

    >Von der Stagnation des Anstiegs in den letzten 20 Jahren rede ich gar nicht erst ;)
    Wo genau siehst du hier keinen Anstieg in den letzten 20 Jahren? Ganz im Gegenteil ging es jetzt kurzfristig sogarnoch steiler nach oben, als bislang.

    >Zum anderen hab es historisch betrachtet Änderungen des Klimas, die teils deutlich dramatischer waren
    Nach der Sache mit dem Dinosauriern wäre mir nichts bekannt. Was denn?

    >Die Verringerung sehe ich auch.
    Warum sagst du dann vorher, dass Deutschland kein CO2 einspart?

    >Die zweite Frage die sich stellt ist die nach Kosten / Nutzen.
    Was ist eine stabiles Klima wert?

  5. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: nosretep 15.04.19 - 22:03

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wie definiert man nun die globale Durchschnittstemperatur?
    >
    > >Temperatur ist nur für Systeme im thermodynamischen Gleichgewicht
    > definiert.
    > Das Thermometer ist zur Außenwelt thermodyn. im Gleichgewicht, so misst man
    > damit die Temperatur, andernfalls würde sich die Temperatur des
    > Thermometers noch stark ändern.
    >

    Entschuldige, aber du scheinst von der gleichen Krankheit befallen zu sein, wie Quantenmediziner, Energieheiler und sonstige Esoteriker, die keine Ahnung von Physik haben, aber physikalische Begriffe benutzen um dem Unsinn, den sie da reden, einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Dieses Vorgehen scheint bei einigen auf fruchtbaren Boden zu fallen. Allerdings hast du in meinem Fall Pech. Ich bin theoretischer Physiker. Das thermodynamische Gleichgewicht, welches für die Temperaturdefinition notwendig ist, ist keine Anforderung an ein Messinstrument sondern ein Aussage über den Zustand des Systems. Ist dieses nicht im Gleichgewicht, kann man den Temperaturbegriff, so wie er in der Thermodynamik definiert ist, nicht anwenden. Deshalb kann man nicht von einer globalen Temperatur sprechen. Mein Hinweis auf die Definition sollte helfen, sich erst einmal darüber klar zu werden, dass wir bei der sogenannten "globalen Durchschnittstemperatur" über einen Begriff reden, der von einer konkreten Art der Messung abhängt. Globale Durchschnittstemperatur ist damit der Mittelwert der Messwerte der aktuell auf der Erdoberfläche vorhandenen Thermometer. Selbst wenn man ein Thermometer neu hinzu nimmt, können wir genau genommen die Durchschnittstemperaturen vorher und nachher nicht miteinander vergleichen. Äpfel und Birnen, du weißt schon...

    > >Jetzt machen wir das ganze nochmal, stellen die Thermometer aber wo ganz
    > anders auf.
    > Zwar kamen mit der technisierung der Welt immer mehr Messstationen hinzu,
    > alte bleiben aber erhalten. Da gibt es nicht viele Fluktiationen und mehr
    > Messpunkte machen die messung nicht schlechter, sondern noch genauer.
    >
    > >samt Vorgaben wie zu messen ist
    > Was hat sich denn seither geändert, was die Vorschriften anbelangt, wie
    > eine Messstation zu messen hat? Mir wäre da spontan nichts bekannt.
    >

    Eigentlich hat sich dazu schon jeglicher Kommentar erübrigt. Aber hier ein link:
    https://www-carbonbrief-org.cdn.ampproject.org/v/s/www.carbonbrief.org/explainer-how-do-scientists-measure-global-temperature/amp?amp_js_v=a2&amp_gsa=1&usqp=mq331AQCCAE%3D#referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&amp_tf=Von%20%251%24s&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.carbonbrief.org%2Fexplainer-how-do-scientists-measure-global-temperature

    Dort steht ein bisschen, wie man diese Größe bestimmt. Die Seite sollte für dich unverdächtig sein ;). Die vielen Annahmen, die bei der komplizierten Bestimmung der "globalen Durchschnittstemperatur" einfließen, dürfen dann doch etwas zu denken geben.

    >
    > >Wenn es wärmer wird, kann Wasser CO2 schlechter binden.
    > Wir wissen, woher das CO2 kommt.
    >

    Ja: http://www.youtube.com/watch?v=YrI03ts--9I&feature=youtu.be

    >
    > >Die zweite Frage die sich stellt ist die nach Kosten / Nutzen.
    > Was ist eine stabiles Klima wert?

    Es gibt kein stabiles Klima. Gab es noch nie

  6. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: Eheran 16.04.19 - 08:11

    >keine Ahnung von Physik haben, aber physikalische Begriffe benutzen um dem Unsinn, den sie da reden, einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.
    Laber mal keinen Unsinn und bleib sachlich.

    >Das thermodynamische Gleichgewicht, welches für die Temperaturdefinition notwendig ist, ist keine Anforderung an ein Messinstrument sondern ein Aussage über den Zustand des Systems. Ist dieses nicht im Gleichgewicht, kann man den Temperaturbegriff, so wie er in der Thermodynamik definiert ist, nicht anwenden.
    Na dann erzähl mir doch mal, ab wann man dann überhaupt JEMALS eine Temperatur messen kann? Ab wann genau ist ein System im GG? Und weshalb genau an diesem Punkt?

    >Selbst wenn man ein Thermometer neu hinzu nimmt, können wir genau genommen die Durchschnittstemperaturen vorher und nachher nicht miteinander vergleichen.
    Einfache Statistik. Wenn ich vorher 10'000 Thermometer habe und dann noch ein neues dazwischen quetsche, dann ändert sich am Mittelwert quasi nichts.

    >Aber hier ein link:
    Ich weiß nicht, warum du es zitiert hast, aber dort wird in keinem Satz darüber gesprochen, wie genau die Temperatur in einer Wetterstation gemessen wird. Und natürlich auch nicht, wie sich das seit ~1850 geändert haben soll.

    >Die vielen Annahmen, die bei der komplizierten Bestimmung der "globalen Durchschnittstemperatur" einfließen, dürfen dann doch etwas zu denken geben.
    Bitte erläutern, welche Annahmen gemeint sind.

    >Ja [wissen, woher CO2 kommt]
    Und was soll das Video jetzt? Der "Typ" hat wohl nicht bemerkt, dass die Temperaturschwankungen ebenso wie die CO2-Schwankungen einem Zyklus unterliegen, die immer in ziemlich gleichem Abstand aufeinander folgen. Da sollte man vielleicht 5min überlegen, was da wohl los sein kann. Diese überlagernden Effekte spielen auf >>10 Jahre keine Rolle mehr und mitteln sich weg.

    >Es gibt kein stabiles Klima. Gab es noch nie
    Wie oben beim Gleichgewicht: Ab wann genau ist etwas stabil... und wer definiert das?
    Um nicht nur zu fragen: Änderungen von einem Hunderstel von dem, wie wir sie heute sehen, würde ich ziemlich stabil nennen: Da bekommt ein Mensch, selbst wenn er 100 wird, keine Änderungen mit. Heute bekomme ich schon mit nicht mal der Hälfte dieser Lebenszeit Änderungen mit.

  7. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: nosretep 16.04.19 - 09:54

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >keine Ahnung von Physik haben, aber physikalische Begriffe benutzen um dem
    > Unsinn, den sie da reden, einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.
    > Laber mal keinen Unsinn und bleib sachlich.
    >
    > >Das thermodynamische Gleichgewicht, welches für die Temperaturdefinition
    > notwendig ist, ist keine Anforderung an ein Messinstrument sondern ein
    > Aussage über den Zustand des Systems. Ist dieses nicht im Gleichgewicht,
    > kann man den Temperaturbegriff, so wie er in der Thermodynamik definiert
    > ist, nicht anwenden.
    > Na dann erzähl mir doch mal, ab wann man dann überhaupt JEMALS eine
    > Temperatur messen kann? Ab wann genau ist ein System im GG? Und weshalb
    > genau an diesem Punkt?
    >
    Siehst du, genau deshalb höre ich jetzt auf, weiter mit dir über Sachverhalte zu sprechen, die ein gewisses Maß an Verständnis von Wissenschaft und ein gewissen Respekt vor der Schwierigkeit der Naturwissenschaften erfordern. Thermodynamisches Gleichgewicht ist klar definiert. Lies bitte in irgendeinem Physik Buch nach, oder bei Wikipedia. Ich habe auf ein prinzipielles Problem versucht hinzuweisen und darauf, dass die Dinge eben nicht ganz so einfach sind. Das wissen alle Wissenschaftler. Nun scheinst du keiner zu sein, was nicht weiter schlimm wäre. Allerdings verwechselst du deine Meinung, die du dir aufgrund von sicher nachvollziehbaren Gedanken gebildet hast, mit der Wirklichkeit oder dem deutlich genaueren Bild der Wirklichkeit, wie es die entsprechenden Wissenschaftler haben. Mir wollte auch mal jemand, der in ner Zeitung was von verschränkten Zuständen gelesen hatte, darüber was erzählen. Er hatte auch nicht verstanden, dass es einen Unterschied gibt, zwischen dem Verständnis der einfachen Bilder, die in einer populärwissenschaftlichen Abhandlung gezeichnet werden und dem, was erst nach ein paar Jahren Studium der Physik und Mathematik zu verstehen ist. In dem Sinne, bilde dir eine Meinung, aber räume ihr etwas weniger Gewicht ein.

  8. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: Eheran 16.04.19 - 11:21

    Wenn man sowas (Beruf) schon behauptet, dann sollte man sich nicht derartig bloß stellen oder vermuten, welchen Beruf der gegenüber wohl haben mag. Generell ist es bezeichnend, wenn jemand durch den Beruf versucht eine gewisse "Machtposition" zu bekommen, obwohl diese für eine Diskussion völlig irrelevant und am Ziel vorbei geht - nämlich einfach sachliche Argumente zu bringen. Vergleichbar mit "Argumenten" wie "ich habe mehr Lebenserfahrung" oder "das haben wir schon immer so gemacht".

    Ich habe dir viele Fragen gestellt und um genaue Beantwortung gebeten, da es eben genau NICHT klar definiert ist, ab wann hier (Temperaturmessung) von einem Gleichgewicht geredet werden kann und weshalb genau X der Grenzwert ist. Das ist wie wenn man um die Farbe einer Blume argumentiert und nie definiert, was Farbe überhaupt ist. Das funktioniert nicht. Da hilft es auch nichts, wenn man behauptet, dass man der Einäugige unter den Blinden ist.

    Dass du deine falsche Aussagen wie etwa, dass es angeblich seit 20 Jahren keine Erwärmung gibt, einfach völlig unkommentiert stehen lässt, trotz klarem widerlegen... oder die Sache mit dem Eingesparten CO2 von Deutschland sogar noch versucht zu verteidigen... oder keine erfragte Quelle lieferst... oder auch nicht definierst, was denn nun etwa "ein stabiles Klima" überhaupt sein mag (sicherlich nur, damit du nicht angreifbar sein kannst und beliebig die Definition ändern kannst) usw. sind alles keine Punkte, die für dich sprechen. Stattdessen sagst du "ich weiß mehr", ohne jeden Beleg, und meinst gleichzeitig ich solle mich doch mal mehr bilden, damit ich auf deine Stufe komme und du überhaupt erst mit mir diskutieren kannst.

    >Ich habe auf ein prinzipielles Problem versucht hinzuweisen und darauf, dass die Dinge eben nicht ganz so einfach sind. Das wissen alle Wissenschaftler.
    Komisch, dass dann 97% der Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beruflich beschäftigen(!), sich nicht nur einig sind, was die Messungen anbelangt... sondern obendrauf auch noch was Ursache/Wirkung betrifft. Aber das weiß der theoretische Physiker sicherlich alles besser. Und ja, wenn sich jemand schon so hinstellt und mehrfach meint, von oben herab zu reden, dann nehme ich mir auch heraus, sowas zu sagen. Alleine, um zu zeigen, wie absurd dieses "Argument" ist.

  9. Re: Was ist Fakt, was nicht

    Autor: nosretep 16.04.19 - 13:44

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sowas (Beruf) schon behauptet, dann sollte man sich nicht derartig
    > bloß stellen oder vermuten, welchen Beruf der gegenüber wohl haben mag.
    > Generell ist es bezeichnend, wenn jemand durch den Beruf versucht eine
    > gewisse "Machtposition" zu bekommen, obwohl diese für eine Diskussion
    > völlig irrelevant und am Ziel vorbei geht - nämlich einfach sachliche
    > Argumente zu bringen. Vergleichbar mit "Argumenten" wie "ich habe mehr
    > Lebenserfahrung" oder "das haben wir schon immer so gemacht".
    >

    Nein, ich begründe mein mangelndes Interess mich fachlich mit dir auszutauschen nicht mit deiner mangelnden Bildung, sondern mit deiner mangelnden Offenheit. Letztere wäre ausreichend um den von mir mehrfach gelieferten Hinweis, dass ein grundsätzliches Problem darin besteht, dass der Begriff Temperatur garnicht auf die Erde angewendet werden kann.
    > Ich habe dir viele Fragen gestellt und um genaue Beantwortung gebeten, da
    > es eben genau NICHT klar definiert ist, ab wann hier (Temperaturmessung)
    > von einem Gleichgewicht geredet werden kann und weshalb genau X der
    > Grenzwert ist. Das ist wie wenn man um die Farbe einer Blume argumentiert
    > und nie definiert, was Farbe überhaupt ist. Das funktioniert nicht. Allerdings lernt man einen Teil beim Physikstudium schon: Was ist Annahme und was ist Fakt. Diese klare Trennung würde zahlreichen Diskussionen die Schärfe nehmen. Dann wüsste man nämlich sehr genau, dass die ein oder andere eigene Schlussfolgerung vielleicht plausibel ist, jedoch nicht erwiesen und deshalb als Meinung dastehen muss. Macht man sich das wirklich bewusst, so räumt man der eigenen Position deutlich weniger Bedeutung ein. Dies könnte am Ende - im Extremfall - dafür sorgen, dass man sogar mal seine Meinung komplett ändert. Auf jeden Fall ist dies der einzige Weg neues Wissen und neue Argumente aufzunehmen. In dem Sinne: Lies auch mal bei denen nach, die deiner Meinung widersprechen, nicht immer nur bei denen, die sie bestätigen.

    >
    > Dass du deine falsche Aussagen wie etwa, dass es angeblich seit 20 Jahren
    > keine Erwärmung gibt, einfach völlig unkommentiert stehen lässt, trotz
    > klarem widerlegen... oder die Sache mit dem Eingesparten CO2 von
    > Deutschland sogar noch versucht zu verteidigen... oder keine erfragte
    > Quelle lieferst...

    Zum CO2 hab ich mich geäußert. Hatte mich da vertan. Hatte im Hinterkopf, dass wir unsere selbst gesetzten Ziele weit verfehlt haben. Absolut gesehen, haben wir aber weniger Ausstoß. Dennoch: wie bereits geschrieben: Wie sind die Zahlen zu interpretieren? Wieviel trägt z. B. die Verlagerung großer Teile des produzierenden Gewerbes nach China an den Einsparungen bei? Darauf hast du nicht geantwortet ;).

    > oder auch nicht definierst, was denn nun etwa "ein
    > stabiles Klima" überhaupt sein mag (sicherlich nur, damit du nicht
    > angreifbar sein kannst und beliebig die Definition ändern kannst) usw.

    Doch hab ich: Ich hab geschrieben, dass es noch nie stabiles Klima gab.

    > >Ich habe auf ein prinzipielles Problem versucht hinzuweisen und darauf,
    > dass die Dinge eben nicht ganz so einfach sind. Das wissen alle
    > Wissenschaftler.
    > Komisch, dass dann 97% der Wissenschaftler, die sich mit dem Thema
    > beruflich beschäftigen(!), sich nicht nur einig sind, was die Messungen
    > anbelangt... sondern obendrauf auch noch was Ursache/Wirkung betrifft. Aber
    > das weiß der theoretische Physiker sicherlich alles besser. Und ja, wenn
    > sich jemand schon so hinstellt und mehrfach meint, von oben herab zu reden,
    > dann nehme ich mir auch heraus, sowas zu sagen. Alleine, um zu zeigen, wie
    > absurd dieses "Argument" ist.

    Jetzt kommen wieder die 97 % aus dem Cook Paper. Lies es bitte mal. Ich hab den Abstract gelesen und ein paar Seiten, auf denen die Kriterien stehen, nach denen ausgewertet wurde. Schau dir auch gern die Kommentare einiger "Klimaleugner" unter den Klimawissenschaftlern an, die sich auch unter den 97% wiederfinden. Einer war neulich in irgendnem Ausschuss im Bundestag --> google mal, gibts auf youtube. Wenn mich jemand fragen würde, ob CO2 Einfluss auf das Klima hat, würde ich schon aufgrund des Absorbtionsspektrums des Gases zustimmen. Wenn er mich dann noch fragt, ob der Mensch den Anteil des CO2, der in der Athmosphäre vorkommt erhöht, würde ich auch ja sagen. Laut Paper zähle ich damit auch zu den 97%.
    Wenn mich aber jemand fragen würde, ob der Mensch entscheidenen Einfluss auf eine Erhöhung der "globalen Durchschnittstemperatur" hat, würde ich sagen, dass ich es nicht weiß, aber eher Richtung nein tendieren.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Berlin
  2. BWI GmbH, Wilhelmshaven
  3. TenneT TSO GmbH, Bayreuth
  4. Vodafone GmbH, Düsseldorf

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,40€
  2. 0,49€
  3. (-55%) 5,40€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

  1. Billiger als Fahren: Flugservice kauft 100 Elektroflugzeuge
    Billiger als Fahren
    Flugservice kauft 100 Elektroflugzeuge

    Blackbird ist ein US-Startup, das Flugdienste anbieten will. Das Unternehmen hat jetzt 100 Elektroflugzeuge von Bye Aerospace gekauft. Damit soll das Fliegen auf Strecken bis rund 500 km billiger werden als das Autofahren, versprechen die Partner.

  2. Unfallgefahren: DJI baut Flugzeugerkennung in Drohnen ein
    Unfallgefahren
    DJI baut Flugzeugerkennung in Drohnen ein

    DJI will verhindern, dass unbedachte Nutzer ihre Drohnen in die Nähe von startenden und landenden Hubschraubern und Flugzeugen bringen und baut daher künftig ein Erkennungssystem ein, auch in kleine Drohnen.

  3. Logistik: Ford plant humanoiden Roboter für die Paketzustellung
    Logistik
    Ford plant humanoiden Roboter für die Paketzustellung

    Nach den Vorstellungen von Ford soll bei der Paketzustellung in nicht allzu ferner Zukunft ein zweibeiniger Roboter den menschlichen Postboten ersetzen. Er soll in einem autonomen Fahrzeug mitfahren und das gewünschte Paket zur Haustür tragen.


  1. 08:59

  2. 08:42

  3. 08:22

  4. 07:51

  5. 07:00

  6. 18:46

  7. 18:07

  8. 17:50