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Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

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  1. Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.14 - 10:07

    Das ist ja schon faschistoid was da abgeht. Selber für sich Gleichberechtigung und Offenheit fordern, aber dann jemanden keinen Fehler eingestehen und radikales fordern.

    Lustig dass sich sowas bei wirklich wichtigen Themen wie Bankern, praktischer Rücksicht gegenüber anderen, und sozialem Verhalten nicht durchsetzt.

    Aber Symbolthemen sind dann immer ganz schnell entscheidend und unverzeihbar.

    Man könnte auch Fragen warum Leute die eine Partnerschaft eingehen überhaupt Vorteile haben sollten. Dass sie Kindergeld bekommen schon, aber warum Vorteile wenn schlicht verheiratet.

    Ich finde das eine Diskriminierung von Singles. Es gibt keinen Grund wenn man kinderlos ist, dass man Vorteile haben sollte.

    Nur mal so als Denkanstoß.

  2. Re: Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: Trollversteher 04.04.14 - 10:13

    >Das ist ja schon faschistoid was da abgeht. Selber für sich Gleichberechtigung und Offenheit fordern, aber dann jemanden keinen Fehler eingestehen und radikales fordern.

    Ein Fehler? Ein Fehler wäre eine unbedachte Äusserung. Davon kann wohl hier kaum die Rede sein. Es geht um Spenden Unterstützung und mehrfach öffentlich postulierte Meinung. Das war kein Ausrutscher.

    >Lustig dass sich sowas bei wirklich wichtigen Themen wie Bankern, praktischer Rücksicht gegenüber anderen, und sozialem Verhalten nicht durchsetzt.

    Ja, das könnte ruhig häufiger passieren - also kein Grund sich über den Erfolg in diesem Fall zu beschweren, sondern eher darauf zu hoffen, dass es nicht der einzige bleibt. Und was heisst hier "wirklich wichtig" - nur weil es Dir als heterosexuellem egal ist, ob Homosexuelle gleichberechtigt werden oder nicht heisst das nicht dass das Thema nicht wichtig ist.

    >Aber Symbolthemen sind dann immer ganz schnell entscheidend und unverzeihbar.

    Wenn es um öffentliche Diskriminierung geht: Ja. Unverzeihbar.

    >Man könnte auch Fragen warum Leute die eine Partnerschaft eingehen überhaupt Vorteile haben sollten. Dass sie Kindergeld bekommen schon, aber warum Vorteile wenn schlicht verheiratet.
    >Ich finde das eine Diskriminierung von Singles. Es gibt keinen Grund wenn man kinderlos ist, dass man Vorteile haben sollte.

    Ich glaube wenn er gegen die Institution der Ehe generell eingeteten wäre, hätte er deutlich weniger intensiven Gegenwind bekommen. Erst wenn man bestimmte Menschengruppen von einem allgemeinen Recht ausschliessen will wird eine Diskriminierung daraus.

  3. Re: Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.14 - 10:36

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Das ist ja schon faschistoid was da abgeht. Selber für sich
    > Gleichberechtigung und Offenheit fordern, aber dann jemanden keinen Fehler
    > eingestehen und radikales fordern.
    >
    > Ein Fehler? Ein Fehler wäre eine unbedachte Äusserung. Davon kann wohl hier
    > kaum die Rede sein. Es geht um Spenden Unterstützung und mehrfach
    > öffentlich postulierte Meinung. Das war kein Ausrutscher.
    Sicher beabsichtigt, stimme ich zu, aber eine Meinung die er vielleicht aus Kindeswohl getroffen hat. Ist sicher kontrovers aber ich finde das Eingreifen in andere Lebensbereich die damit nichts zu tun haben und Leuten die Karriere kaputt zu machen, oder ihre Möglichkeiten sich zu entwickeln weil einem etwas nicht passt was man *woanders* macht hat doch etwas von einem unentwickelten Mob, und ist genau die Art von Angriff unter der Gürtellinie die man sich als sozialer Mensch sparen sollte.

    Seiner Meinung und Aktionen entgegenzuhalten: ja. Auf die Art: nein!
    Das hat was von den Morddrohungen und den Pöpeln wie sie heute immer häufiger vorkommen. Letztlich als Oculus Rift von Facebook übernommen wurde. Vollkommen unpassende Reaktionen, und persönliche Angriffe die in einer Debatte oder selbst Auseinandersetzung nichts zu suchen haben.


    > Und was heisst hier "wirklich wichtig" - nur weil
    > es Dir als heterosexuellem egal ist, ob Homosexuelle gleichberechtigt
    > werden oder nicht heisst das nicht dass das Thema nicht wichtig ist.
    Nicht pauschalisieren. Das Thema wird einfach aufgebauscht. Ich wußte oftmals von Freunden nicht ob sie homosexuell waren oder nicht bevor sie es mir nicht gesagt haben. Und es war mir danach auch egal. Ich spreche als heterosexueller auch nicht ständig darüber, und nein, es ist als Heteromann heute auch nicht einfach!
    Es gibt einfach andere Sachen die mich existentieller viel stärker betreffen, und wo die sonst so weltoffenen Leute doch extrem reaktionär sind.
    Deswegen fand ich das Resultat lustig, weil es eben immer bei Sexualität diesen riesen Aufschrei gibt, bei wirklich wichtigen, weil fundamentalen Sachen nicht.
    Und da müssen sich eben auch die Protestierer mal vor Augen halten was für Prioritäten sie haben, und wo sie ihre Energie investieren.
    Immer dieses Wir gegen Sie dass man dann auf ein paar Reizthemen reduziert.

    >
    > >Aber Symbolthemen sind dann immer ganz schnell entscheidend und
    > unverzeihbar.
    >
    > Wenn es um öffentliche Diskriminierung geht: Ja. Unverzeihbar.
    Hängt davon ab was genau er kritisiert hat. Ehe ist primär eine staatliche Subvention in die Zukunft für den Staat. Es ist eine recht unromantische Rechenangelegenheit. Ich kenne seine Argumentation nicht. Ich persönlich wäre auch dafür einen symbolischen Bund zwischen Leuten einführen zu können, Homo oder nicht.
    Wenn es nicht nur um die finanzielle Aspekte der Ehe ging, sondern dagegen geht diesen schönen Moment des Bunds öffentlich zu feiern (Homo oder Hetero), dann ja, dann war es tatsächlich diskriminierend.

    Aber selbst dann, finde ich es fragwürdig jemanden die Existenz oder Lebensplanung kaputt zu machen, denn das ist auch wieder ein Eingriff in die Freiheit eines anderen, die gleiche Freiheit die man für sich fordert. Unrecht macht ein anderes Unrecht nicht recht.
    Es ist schließlich ein technisches Produkt, kein Standesbeamter.


    Nur um es zu betonen: Ich bin nicht gegen Homoehe (bei dem finanziellen Aspekt weiß ich nicht, aber das hat nichts mit homosexuell zu tun, sondern ob es gerechtfertigt ist Menschen einfach so zu bevorteilen gegenüber anderen).

    Mir stößt vorallem auf wie hier jemand persönlich angegriffen und in seine Freiheit eingegriffen wird, auch wenn er sich falsch verhalten hat, ist dass doch eine Tendenz heute Leute gleich zerstören zu wollen und ist einer aufgeklärten Person nicht würdig.

    Das sind schon fast Berufsverbote, das geht einfach zu weit.

  4. Re: Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: Trollversteher 04.04.14 - 11:38

    >Sicher beabsichtigt, stimme ich zu, aber eine Meinung die er vielleicht aus Kindeswohl getroffen hat.

    Aus Kindeswohl? Dann wäre die Absicht genau so diskriminierend wie die Tat, denn es ist nicht mal im allerkleinsten Ansatz belegt, dass homosexuelle Eltern der Entwicklung ihrer Kinder schaden. Im Gegenteil. Wenn ich also sage "Um meine Kinder zu schützen bin ich dafür, dass alle Ausländer ausgewiesen werden" ist das ganz sicher auch keine Rechtfertigung für Ausländerfeindlichkeit...

    >Ist sicher kontrovers aber ich finde das Eingreifen in andere Lebensbereich die damit nichts zu tun haben und Leuten die Karriere kaputt zu machen, oder ihre Möglichkeiten sich zu entwickeln weil einem etwas nicht passt was man *woanders* macht hat doch etwas von einem unentwickelten Mob, und ist genau die Art von Angriff unter der Gürtellinie die man sich als sozialer Mensch sparen sollte.

    Nochmal: Er ist CEO. Damit ist er der wichtigste Repräsentant des Unternehmens. Die Mozilla Foundation hat sich in der Vergangenheit immer für liberale, freiheitliche Werte eingesetz , unter anderem auch FÜR die gleichgeschlechtliche Ehe. Damit ist der Mann ganz einfach auf dem falschen Posten. So wie ein Pfarrer, der zuhause satanische Rituale abhält oder ein SPD Politiker der am Stammtisch für die wiedereinführung von Sklavenarbeit und Leibeigenen plädiert.

    >Seiner Meinung und Aktionen entgegenzuhalten: ja. Auf die Art: nein! Das hat was von den Morddrohungen und den Pöpeln wie sie heute immer häufiger vorkommen. Letztlich als Oculus Rift von Facebook übernommen wurde. Vollkommen unpassende Reaktionen, und persönliche Angriffe die in einer Debatte oder selbst Auseinandersetzung nichts zu suchen haben.

    Ist etwas völlig anderes. Hier wurde ein Produkt (firefox) von Leuten boykottiert, die die Meinung des CEOs nicht unterstützen wollten. Völlig legitim und demokratisch wie kaum etwas anderes.

    Nicht pauschalisieren. Das Thema wird einfach aufgebauscht. Ich wußte oftmals von Freunden nicht ob sie homosexuell waren oder nicht bevor sie es mir nicht gesagt haben. Und es war mir danach auch egal. Ich spreche als heterosexueller auch nicht ständig darüber, und nein, es ist als Heteromann heute auch nicht einfach!

    Wem sagst Du das ich bin auch Heteromann, habe es auch nicht einfach, allerdings liegt das an anderen Dingen wie meiner sexuellen Ausrichtung. Und all die anderen alltäglichen Probleme haben Homosexuelle auch, sozusagen "on top".

    >Es gibt einfach andere Sachen die mich existentieller viel stärker betreffen, und wo die sonst so weltoffenen Leute doch extrem reaktionär sind.

    Das mag ja sein, dass es für Dich nicht wichtig ist, aber für viele andere offensichtlich schon!

  5. Re: Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: bstea 05.04.14 - 10:55

    Entschuldigung, das ist doch alles Blödsinn. Die Mozilla Foundation hat sich vorher nie für Homoehe eingesetzt, sie hat wie bei vielen Dingen auch keine Stellung bezogen. Mit dieser Entscheidung hat sie einiges geändert für alle öffentl., finanz. Communites: Ihr dürft keine Meinung äußern. Und wer lang und laut genug schreit bekommt im Zweifel das was er will.
    Im Übrigen war der Mann vorher schon im Verwaltungsrat, es war vorher bereits bekannt dass er diese Vorlage unterstützt. Trotz all dem ist er zum CEO berufen wurden. Es haben nicht die Mitglieder rebelliert sondern eine externe Gruppe hat zum Protest aufgerufen samt Aufbauschung, er wäre ein Homohasser.
    Mal abgesehen sollten alle Mozilla Produkte boykottiert werden, nicht nur Firefox. Es wurde alles aufgefahren um den Mann zum Führer der neuen Rechten zu machen. Irgendwie traurig, dass da Mozilla eingeknickt ist.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  6. Re: Vollkommen übertriebene Reaktionen - Meinungsdiktatur

    Autor: nykiel.marek 05.04.14 - 11:03

    Eher traurig, wohl aber gang und Gäbe, dass es erst Drucks von Außen gebraucht hat.
    LG, MN

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