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Wir denken hier falsch !

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  1. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: nykiel.marek 06.04.14 - 00:20

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nein, es ist das Gleiche. Auch ein Boykottaufruf ist eine
    > Meinungsäußerung.
    >
    > Ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
    >
    > Natürlich sind beides Meinungsäußerungen und ich würde auch nicht wollen,
    > dass die Boykott-Aufrufe verboten würden. Ich halte sie aber für
    > schädlich.
    >
    > Einig sind wir uns, denke ich, darin, dass es diskriminierend wäre/ist,
    > wenn das, was Eich sagt, in die Tat umgesetzt wird. Unsere Gesellschaft hat
    > Gleichbehandlung als einen wichtigen Pfeiler und das würde dagegen
    > verstoßen bzw. (es ist vielerorts aktueller Zustand) verstößt dagegen.
    >
    > Ebenso einig sind wir uns sicher, dass Kritik an Eichs Ansichten angebracht
    > sind.
    >
    > Kommen wir nun zum strittigen Punkt: Die Boykott-Aufrufe gegen eine
    > Organisation, die gar nichts mit diesen Ansichten Eichs zu tun hat. Ich
    > habe bisher keinen Widerspruch dagegen vernommen, dass eine der Folgen ist,
    > dass sich in Zukunft viele Menschen überlegen werden, die Ansichten, die
    > sie tatsächlich vertreten, zu äußern, im Gegenteil, es wurde teils als
    > erwünschter Effekt

    Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es öffentlich äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde anderer Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch sollte sie es sein.

    >Wenn aber Menschen ihre Meinung nicht mehr
    > frei äußern können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, die etwas ganz
    > anderes betreffen als das, wozu sie die Meinung geäußert haben, ist das
    > eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist aber
    > selbst, wie die Gleichbehandlung (siehe oben), ein wichtiger Pfeiler
    > unserer Gesellschaft.

    Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen würde als die Meinungsfreiheit.

    >
    > Wer sich also hier für Boykott-Aufrufe ausspricht, dürfte nichts daran
    > auszusetzen haben, wenn sich Boykott-Aufrufe gegen seinen Arbeitgeber
    > richten, weil der Unterstützende an einem wichtigen Pfeiler unserer
    > Gesellschaft sägt.
    >
    > Und bevor das jemand gegen mich richtet: Ich wäre dagegen.

    Ich nicht.
    LG, MN

  2. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 00:22

    > > > Wenn der Chef von Firma XY an die NPD spendet werden auch Leute empört
    > > > sein, und zwar so lange, bis er zurücktritt.
    > > Auch das halte ich für falsch.
    > Ich nicht. Ich würde nicht unter einem NPD-Anhänger, der offen für die
    > Thesen der NPD wirbt, arbeiten wollen. Stattdessen würde ich versuchen mit
    > anderen Beschäftigten gegen ihn vorzugehen und, wenn das nicht genügt weil
    > es z.B keine Mehrheit gibt, kündigen und mir eine andere Stelle suchen.

    Solange der Chef mich auf der Arbeit nicht mit deren kruden Thesen belästigen würde, wäre mir das egal.

    > > > Jeder kann sagen was er will, aber dafür muss man dann auch die
    > > > Verantwortung tragen.
    > > Mit einer solchen Pauschal-Aussage könntest du auch Erschießungen in
    > > Nordkorea begründen, das ist doch absurd.
    > Äpfel und Birnen.

    Ich habe nichts verglichen. Du hast eine allgemeine Aussage getätigt, ich habe einen Fall gefunden, auf den sie anwendbar ist, der dir aber aus verständlichen Gründen nicht passt.

    > > Die Frage ist doch, was sollen die Konsequenzen sein, wenn sich jemand
    > > derartig äußert? Ist ja nicht so, dass Brendan höchstselbst ein
    > > diskriminierendes Gesetz unterzeichnet hat, er hat nur seine Meinung
    > > geäußert und Geld an Leute gegeben, die Ähnliches tun, das hat doch
    > selbst
    > > gar keine Auswirkungen.
    > Er steht in der Öffentlichkeit mit seiner diskriminierenden Meinung. Unter
    > so einem Chef würde ich nicht arbeiten wollen. Ich kann die Beschäftigten
    > verstehen und hätte nicht anders gehandelt.

    Ich kann die Beschäftigen nicht verstehen und hätte anders gehandelt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  3. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 00:35

    > Wenn ein NPD-Funktionär den Vorstand von der Deutschen Bahn übernehmen
    > würde, würde ich auch zum öffentlichen Boykott der Deutschen Bahn aufrufen.
    > Wäre ich bei der DB beschäftigt, würde ich streiken. Ich nehme dadurch mein
    > Recht auf Meinungsfreiheit wahr.

    Streit als Wahrnehmung des Rechts auf Meinungsfreiheit?

    Zum anderen: Ich würde mein Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen und sagen, dass der Boykott der Deutschen Bahn bescheuert wäre.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  4. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 00:39

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Streit als Wahrnehmung des Rechts auf Meinungsfreiheit?
    Streik als Wahrnehmung des Rechts auf Meinungsfreiheit, ja.

    > Zum anderen: Ich würde mein Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen und
    > sagen, dass der Boykott der Deutschen Bahn bescheuert wäre.
    Dies ist dein Recht in einer freien Demokratie.

  5. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 00:42

    > > > Nein, es ist das Gleiche. Auch ein Boykottaufruf ist eine
    > > Meinungsäußerung.
    > >
    > > Ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
    > >
    > > Natürlich sind beides Meinungsäußerungen und ich würde auch nicht
    > wollen,
    > > dass die Boykott-Aufrufe verboten würden. Ich halte sie aber für
    > > schädlich.
    > >
    > > Einig sind wir uns, denke ich, darin, dass es diskriminierend wäre/ist,
    > > wenn das, was Eich sagt, in die Tat umgesetzt wird. Unsere Gesellschaft
    > hat
    > > Gleichbehandlung als einen wichtigen Pfeiler und das würde dagegen
    > > verstoßen bzw. (es ist vielerorts aktueller Zustand) verstößt dagegen.
    > >
    > > Ebenso einig sind wir uns sicher, dass Kritik an Eichs Ansichten
    > angebracht
    > > sind.
    > >
    > > Kommen wir nun zum strittigen Punkt: Die Boykott-Aufrufe gegen eine
    > > Organisation, die gar nichts mit diesen Ansichten Eichs zu tun hat. Ich
    > > habe bisher keinen Widerspruch dagegen vernommen, dass eine der Folgen
    > ist,
    > > dass sich in Zukunft viele Menschen überlegen werden, die Ansichten, die
    > > sie tatsächlich vertreten, zu äußern, im Gegenteil, es wurde teils als
    > > erwünschter Effekt
    >
    > Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es öffentlich
    > äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde anderer
    > Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch sollte
    > sie es sein.

    Was noch nichts darüber aussagt, welche Konsequenzen sinnvoll sind, wenn unerwünschte, aber legale Meinungen geäußert werden.

    > >Wenn aber Menschen ihre Meinung nicht mehr
    > > frei äußern können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, die etwas
    > ganz
    > > anderes betreffen als das, wozu sie die Meinung geäußert haben, ist das
    > > eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist aber
    > > selbst, wie die Gleichbehandlung (siehe oben), ein wichtiger Pfeiler
    > > unserer Gesellschaft.
    >
    > Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen
    > würde als die Meinungsfreiheit.

    Dennoch sind beides wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zumal sie im vorliegenden Fall ja nicht gegeneinander aufgewogen würden.

    > > Wer sich also hier für Boykott-Aufrufe ausspricht, dürfte nichts daran
    > > auszusetzen haben, wenn sich Boykott-Aufrufe gegen seinen Arbeitgeber
    > > richten, weil der Unterstützende an einem wichtigen Pfeiler unserer
    > > Gesellschaft sägt.
    > >
    > > Und bevor das jemand gegen mich richtet: Ich wäre dagegen.
    >
    > Ich nicht.

    Gemeint war: Ich bin gegen die Boykott-Aufrufe. Ich glaube nicht, dass du für Boykott-Aufrufe gegenüber deinem Arbeitgeber bist, die zum Ziel haben, dass du entlassen wirst.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  6. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 00:47

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es öffentlich
    > > äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde
    > anderer
    > > Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch sollte
    > > sie es sein.
    > Was noch nichts darüber aussagt, welche Konsequenzen sinnvoll sind, wenn
    > unerwünschte, aber legale Meinungen geäußert werden.
    Jedenfalls hat jeder das Recht andere Meinungen zu kritisieren und auch dagegen zu demonstrieren und zu boykottieren.

    > > Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen
    > > würde als die Meinungsfreiheit.
    > Dennoch sind beides wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zumal sie im
    > vorliegenden Fall ja nicht gegeneinander aufgewogen würden.
    Nicht jede Meinung ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. Hier wurde aber keinesfalls die Meinungsfreiheit begrenzt, da Eich seine Meinung jederzeit sagen darf. Wie gesagt, es gehört zur Meinungsfreiheit eben auch, die Kritik an der eigenen Meinung ertragen zu müssen.


    > Gemeint war: Ich bin gegen die Boykott-Aufrufe. Ich glaube nicht, dass du
    > für Boykott-Aufrufe gegenüber deinem Arbeitgeber bist, die zum Ziel haben,
    > dass du entlassen wirst.
    Er wurde nicht gefeuert, sondern ist zurückgetreten. Als CEO war er meiner Meinung nach unhaltbar.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.14 00:48 durch janitor.

  7. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: nykiel.marek 06.04.14 - 00:53

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > > Nein, es ist das Gleiche. Auch ein Boykottaufruf ist eine
    > > > Meinungsäußerung.
    > > >
    > > > Ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
    > > >
    > > > Natürlich sind beides Meinungsäußerungen und ich würde auch nicht
    > > wollen,
    > > > dass die Boykott-Aufrufe verboten würden. Ich halte sie aber für
    > > > schädlich.
    > > >
    > > > Einig sind wir uns, denke ich, darin, dass es diskriminierend
    > wäre/ist,
    > > > wenn das, was Eich sagt, in die Tat umgesetzt wird. Unsere
    > Gesellschaft
    > > hat
    > > > Gleichbehandlung als einen wichtigen Pfeiler und das würde dagegen
    > > > verstoßen bzw. (es ist vielerorts aktueller Zustand) verstößt dagegen.
    > > >
    > > > Ebenso einig sind wir uns sicher, dass Kritik an Eichs Ansichten
    > > angebracht
    > > > sind.
    > > >
    > > > Kommen wir nun zum strittigen Punkt: Die Boykott-Aufrufe gegen eine
    > > > Organisation, die gar nichts mit diesen Ansichten Eichs zu tun hat.
    > Ich
    > > > habe bisher keinen Widerspruch dagegen vernommen, dass eine der Folgen
    > > ist,
    > > > dass sich in Zukunft viele Menschen überlegen werden, die Ansichten,
    > die
    > > > sie tatsächlich vertreten, zu äußern, im Gegenteil, es wurde teils als
    > > > erwünschter Effekt
    > >
    > > Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es öffentlich
    > > äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde
    > anderer
    > > Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch sollte
    > > sie es sein.
    >
    > Was noch nichts darüber aussagt, welche Konsequenzen sinnvoll sind, wenn
    > unerwünschte, aber legale Meinungen geäußert werden.

    Wenn eine Meinung nicht mit der Verfassung konform ist, dann ist sie wohl auch nich legal, auch wenn deren Äußerung nicht strafrechtlich verfolgt wird.

    >
    > > >Wenn aber Menschen ihre Meinung nicht mehr
    > > > frei äußern können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, die etwas
    > > ganz
    > > > anderes betreffen als das, wozu sie die Meinung geäußert haben, ist
    > das
    > > > eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist aber
    > > > selbst, wie die Gleichbehandlung (siehe oben), ein wichtiger Pfeiler
    > > > unserer Gesellschaft.
    > >
    > > Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen
    > > würde als die Meinungsfreiheit.
    >
    > Dennoch sind beides wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zumal sie im
    > vorliegenden Fall ja nicht gegeneinander aufgewogen würden.
    >

    Wieso denn nicht?

    > > > Wer sich also hier für Boykott-Aufrufe ausspricht, dürfte nichts daran
    > > > auszusetzen haben, wenn sich Boykott-Aufrufe gegen seinen Arbeitgeber
    > > > richten, weil der Unterstützende an einem wichtigen Pfeiler unserer
    > > > Gesellschaft sägt.
    > > >
    > > > Und bevor das jemand gegen mich richtet: Ich wäre dagegen.
    > >
    > > Ich nicht.
    >
    > Gemeint war: Ich bin gegen die Boykott-Aufrufe. Ich glaube nicht, dass du
    > für Boykott-Aufrufe gegenüber deinem Arbeitgeber bist, die zum Ziel haben,
    > dass du entlassen wirst.

    Das Ziel soll aber nicht meine Entlassung sein, sondern der hypotetischen Person, die das ausgelöst hat. Im vorliegenden Fall waren auch etliche Mozilla Mitarbeiter an dem Protest beteiligt, so abwegig ist es also gar nicht.
    LG, MN

  8. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 01:05

    > > Streit als Wahrnehmung des Rechts auf Meinungsfreiheit?
    > Streik als Wahrnehmung des Rechts auf Meinungsfreiheit, ja.

    Tut mir leid, aber offenbar haben wir eine grob verschiedene Vorstellung von Meinungsfreiheit. Meine deckt sich mit der bei Wikipedia (Meinungsfreiheit) und beinhaltet definitiv nicht Streik, würdest du bitte definieren, was du darunter verstehst?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  9. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 01:09

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tut mir leid, aber offenbar haben wir eine grob verschiedene Vorstellung
    > von Meinungsfreiheit. Meine deckt sich mit der bei Wikipedia
    > (Meinungsfreiheit) und beinhaltet definitiv nicht Streik, würdest du bitte
    > definieren, was du darunter verstehst?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Streik#Die_Debatte_um_politische_Streiks
    Aber von mir aus ersetze das Wort Streik mit Demonstration. Dies ändert nichts an der Aussage.

  10. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 01:15

    > Eich will Homosexuellen ihr Leben erschweren, indem er nicht will, dass
    > Treue unter Homosexuellen gewürdigt wird und in eine Ehe mundigt, er
    > zerstörte so also das Leben vieler, im Gegenzug fordern andere nur einen
    > Wirtschaftsboykott um eine Person des Amtes zu erheben

    Von "Zerstörung" kann keine Rede sein, Homosexuelle können auch dann ein Paar sein, wenn sie nicht den gleichen rechtlichen Status wie heterosexuelle Paare haben können. Abzulehnende Diskriminierung ist es natürlich trotzdem.

    > Also Zerstörung von den Träumen vieler Homosexueller gegen die Absetzung
    > eines CEOs
    >
    > Dreimal darfst raten was schlimmer ist ;)

    Das ist unsinnig, weil beides nicht zusammenhängt: Die Gleichstellung Homosexueller ist unabhängig davon, ob Brendan Eich CEO ist oder nicht.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 01:19

    > > > Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es
    > öffentlich
    > > > äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde
    > > anderer
    > > > Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch
    > sollte
    > > > sie es sein.
    > > Was noch nichts darüber aussagt, welche Konsequenzen sinnvoll sind, wenn
    > > unerwünschte, aber legale Meinungen geäußert werden.
    > Jedenfalls hat jeder das Recht andere Meinungen zu kritisieren und auch
    > dagegen zu demonstrieren und zu boykottieren.
    >
    > > > Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen
    > > > würde als die Meinungsfreiheit.
    > > Dennoch sind beides wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zumal sie im
    > > vorliegenden Fall ja nicht gegeneinander aufgewogen würden.
    > Nicht jede Meinung ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. Hier wurde
    > aber keinesfalls die Meinungsfreiheit begrenzt, da Eich seine Meinung
    > jederzeit sagen darf. Wie gesagt, es gehört zur Meinungsfreiheit eben auch,
    > die Kritik an der eigenen Meinung ertragen zu müssen.

    Ich fordere nicht, Eich nicht zu kritisieren.

    > > Gemeint war: Ich bin gegen die Boykott-Aufrufe. Ich glaube nicht, dass
    > du
    > > für Boykott-Aufrufe gegenüber deinem Arbeitgeber bist, die zum Ziel
    > haben,
    > > dass du entlassen wirst.
    > Er wurde nicht gefeuert, sondern ist zurückgetreten.

    Das hatten wir doch schon.

    > Als CEO war er meiner Meinung nach unhaltbar.

    Und nach meiner nicht. Leider haben sich die Feinde der Meinungsfreiheit durchgesetzt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  12. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 01:24

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nach meiner nicht. Leider haben sich die Feinde der Meinungsfreiheit
    > durchgesetzt.
    Wir drehen uns im Kreis, das hatten wir schon. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man seine Meinung ohne Konsequenzen in die Welt hinausposaunen kann. Dies funktioniert in einer Gesellschaft nicht.
    Er durfte seine Meinung sagen. Die Bediensteten haben ihre Meinung gesagt. Eichs Meinung war offenbar nicht kompatibel mit den Grundsätzen der Firma Mozilla und er ist deshalb zurückgetreten. Soll er sich halt eine Firma und Mitarbeiter suchen, die kein Problem mit seiner Homophobie haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.14 01:25 durch janitor.

  13. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: Martin28a 06.04.14 - 01:26

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist unsinnig, weil beides nicht zusammenhängt: Die Gleichstellung >Homosexueller ist unabhängig davon, ob Brendan Eich CEO ist oder nicht.

    Ja es geht um den Versuch, ich verstehe sowieso nicbt, wieso man immer eine Verfassung oder Gesetzbücher als Hilfe nehmen muss, damit Homosexuelle zu ihren Grundrechten kommen?

    Eine Ehe dient doch angeblich als "Keimzelle der Gesellschaft"
    Jeder der in dieser Ehe Kinder zeugt oder adoptiert, sollte belohnt werden, darum braucht es auch ein Adoptionsrecht für Homosexuelle.
    Es wäre auch ok wenn man die eig Ehe für Heterosexuelle belasst, den Homosexuellen als Abgrenzung ein ganz ähnliches System gibt, denn auch in so einer Verbindung können doch Werte gelebt werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.14 01:32 durch Martin28a.

  14. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 01:29

    > > > > > Nein, es ist das Gleiche. Auch ein Boykottaufruf ist eine
    > > > > Meinungsäußerung.
    > > > >
    > > > > Ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
    > > > >
    > > > > Natürlich sind beides Meinungsäußerungen und ich würde auch nicht
    > > > wollen,
    > > > > dass die Boykott-Aufrufe verboten würden. Ich halte sie aber für
    > > > > schädlich.
    > > > >
    > > > > Einig sind wir uns, denke ich, darin, dass es diskriminierend
    > > wäre/ist,
    > > > > wenn das, was Eich sagt, in die Tat umgesetzt wird. Unsere
    > > Gesellschaft
    > > > hat
    > > > > Gleichbehandlung als einen wichtigen Pfeiler und das würde dagegen
    > > > > verstoßen bzw. (es ist vielerorts aktueller Zustand) verstößt
    > dagegen.
    > > > >
    > > > > Ebenso einig sind wir uns sicher, dass Kritik an Eichs Ansichten
    > > > angebracht
    > > > > sind.
    > > > >
    > > > > Kommen wir nun zum strittigen Punkt: Die Boykott-Aufrufe gegen eine
    > > > > Organisation, die gar nichts mit diesen Ansichten Eichs zu tun hat.
    > > Ich
    > > > > habe bisher keinen Widerspruch dagegen vernommen, dass eine der
    > Folgen
    > > > ist,
    > > > > dass sich in Zukunft viele Menschen überlegen werden, die Ansichten,
    > > die
    > > > > sie tatsächlich vertreten, zu äußern, im Gegenteil, es wurde teils
    > als
    > > > > erwünschter Effekt
    > > >
    > > > Die Meinung sollte man sich auch gut überlegen, bevor man es
    > öffentlich
    > > > äussert. Zum Beispiel, ob man damit vieleich die Gefühle oder Würde
    > > anderer
    > > > Menschen verletzt. Weder ist die Meinungsfreiheit grenzenlos noch
    > sollte
    > > > sie es sein.
    > >
    > > Was noch nichts darüber aussagt, welche Konsequenzen sinnvoll sind, wenn
    > > unerwünschte, aber legale Meinungen geäußert werden.
    >
    > Wenn eine Meinung nicht mit der Verfassung konform ist, dann ist sie wohl
    > auch nich legal, auch wenn deren Äußerung nicht strafrechtlich verfolgt
    > wird.

    Doch, ist sie.

    > > > >Wenn aber Menschen ihre Meinung nicht mehr
    > > > > frei äußern können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, die
    > etwas
    > > > ganz
    > > > > anderes betreffen als das, wozu sie die Meinung geäußert haben, ist
    > > das
    > > > > eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist
    > aber
    > > > > selbst, wie die Gleichbehandlung (siehe oben), ein wichtiger Pfeiler
    > > > > unserer Gesellschaft.
    > > >
    > > > Siehe oben. Zumal ich die Gleichberechtigung als höherwertiger ansehen
    > > > würde als die Meinungsfreiheit.
    > >
    > > Dennoch sind beides wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Zumal sie im
    > > vorliegenden Fall ja nicht gegeneinander aufgewogen würden.
    >
    > Wieso denn nicht?

    Warum sollten sie denn? Wenn gleiche Rechte für homosexuelle wie für heterosexuelle Paare gelten und gleichzeitig niemand befürchten muss, wegen Meinungsäußerungen dagegen mehr als Kritik an seinen Aussagen einstecken zu müssen, sind sowohl Gleichbehandlung als auch Meinungsfreiheit gegeben. Da muss man sich nicht entscheiden.

    > > > > Wer sich also hier für Boykott-Aufrufe ausspricht, dürfte nichts
    > daran
    > > > > auszusetzen haben, wenn sich Boykott-Aufrufe gegen seinen
    > Arbeitgeber
    > > > > richten, weil der Unterstützende an einem wichtigen Pfeiler unserer
    > > > > Gesellschaft sägt.
    > > > >
    > > > > Und bevor das jemand gegen mich richtet: Ich wäre dagegen.
    > > >
    > > > Ich nicht.
    > >
    > > Gemeint war: Ich bin gegen die Boykott-Aufrufe. Ich glaube nicht, dass
    > du
    > > für Boykott-Aufrufe gegenüber deinem Arbeitgeber bist, die zum Ziel
    > haben,
    > > dass du entlassen wirst.
    >
    > Das Ziel soll aber nicht meine Entlassung sein, sondern der hypotetischen
    > Person, die das ausgelöst hat. Im vorliegenden Fall waren auch etliche
    > Mozilla Mitarbeiter an dem Protest beteiligt, so abwegig ist es also gar
    > nicht.

    Ich glaube, du hast meine Argumentationskette nicht richtig nachvollzogen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  15. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 01:32

    Martin28a schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja es geht um den Versuch, ich verstehe sowieso nicbt, wieso man immer eine
    > Verfassung oder Gesetzbücher als Hilfe nehmen muss, damit Homosexuelle zu
    > ihren Grundrechten kommen?
    Weil durch eben diese Gesetzbücher die Homosexuelle diskriminiert werden (wenn sie z.B. nicht heiraten dürfen).

    > Es wäre auch ok wenn man die eig Ehe für Heterosexuelle belasst, den
    > Homosexuellen als Abgrenzung ein ganz ähnliches System gibt, denn auch in
    > so einer Verbindung können doch Werte gelebt werden.
    Es wäre doch eigentlich auch ok, wenn man den Hetersexuellen die Ehe wegnimmt und den Homosexuellen gibt und die Heterosexuelle dafür ein ganz ähnliches System bekommen. Findest du nicht? Ich auch nicht. Das wäre genauso Diskriminierung. Solange Heteros und Homos nicht die gleichen Rechte haben, ist per Definition eine Gruppe diskriminiert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.14 01:34 durch janitor.

  16. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: GodsBoss 06.04.14 - 01:51

    > > Und nach meiner nicht. Leider haben sich die Feinde der Meinungsfreiheit
    > > durchgesetzt.
    > Wir drehen uns im Kreis, das hatten wir schon. Meinungsfreiheit bedeutet
    > nicht, dass man seine Meinung ohne Konsequenzen in die Welt hinausposaunen
    > kann. Dies funktioniert in einer Gesellschaft nicht.

    Stimmt, wir drehen uns im Kreis, denn ich hatte schon erklärt, warum die Meinungsfreiheit sehr wohl eingeschränkt ist.

    > Er durfte seine Meinung sagen. Die Bediensteten haben ihre Meinung gesagt.
    > Eichs Meinung war offenbar nicht kompatibel mit den Grundsätzen der Firma
    > Mozilla und er ist deshalb zurückgetreten. Soll er sich halt eine Firma und
    > Mitarbeiter suchen, die kein Problem mit seiner Homophobie haben.

    Das stimmt nicht. Die Mozilla Foundation selbst hat offensichtlich keinen Widerspruch zwischen Eichs Ansichten und ihren eigenen Zielen gesehen, sonst wäre er nie zum CEO ernannt worden.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  17. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: Martin28a 06.04.14 - 01:52

    Es geht nicht um die gesetzliche Meinungsfreiheit ( in den usa darf man eig alles sagen )
    Es geht um den privaten Codex bei Mozilla.

    Übrigens in Deutschland ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt und auch durch eine Strafvorschrift des § 130 StGB versehen
    Theoretisch wäre Hetze gegen Homosexuelle illegal, aber nur wenn man sie als "Teile der Gesellschaft" ansieht und dann auch nur wenn man hasserfüllt zb die Ermordung aller Homosexuellen fordern würde.

    Es geht also zivilrechtlich hier garnicht um Meinungsfreiheit sondern um Diskriminierung einer Minderheit
    Nun ist das diskriminieren - wenn es nicht im Unternehmen passiert- nicht relevant, nur spielen hier auch wirtschaftliche und Prestige Gründe eine Rolle, ein CEO kann sich niemals in einem Unternehmen oder Corporation oder Foundation halten, die mehrheitlich frei und liberal denkt, man will so was einfach nicht

  18. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 01:52

    > Das stimmt nicht. Die Mozilla Foundation selbst hat offensichtlich keinen
    > Widerspruch zwischen Eichs Ansichten und ihren eigenen Zielen gesehen,
    > sonst wäre er nie zum CEO ernannt worden.
    Ich bin raus, das wird mir zu kindisch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.14 01:53 durch janitor.

  19. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: Martin28a 06.04.14 - 01:58

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Martin28a schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja es geht um den Versuch, ich verstehe sowieso nicbt, wieso man immer
    > eine
    > > Verfassung oder Gesetzbücher als Hilfe nehmen muss, damit Homosexuelle
    > zu
    > > ihren Grundrechten kommen?
    > Weil durch eben diese Gesetzbücher die Homosexuelle diskriminiert werden
    > (wenn sie z.B. nicht heiraten dürfen).
    >
    > > Es wäre auch ok wenn man die eig Ehe für Heterosexuelle belasst, den
    > > Homosexuellen als Abgrenzung ein ganz ähnliches System gibt, denn auch
    > in
    > > so einer Verbindung können doch Werte gelebt werden.
    > Es wäre doch eigentlich auch ok, wenn man den Hetersexuellen die Ehe
    > wegnimmt und den Homosexuellen gibt und die Heterosexuelle dafür ein ganz
    > ähnliches System bekommen. Findest du nicht? Ich auch nicht. Das wäre
    > genauso Diskriminierung. Solange Heteros und Homos nicht die gleichen
    > Rechte haben, ist per Definition eine Gruppe diskriminiert.

    Nein eigentlich nicht, ich als homosexueller lege keinen Wert auf die klassische Ehe, ich lege nur Wert auf Gleichbehandlung in Form einer Nichtdiskriminierung.
    Homosexuelle sind nicht gleich mit Homosexuellen, darum ist es auch nicht diskriminierend ihnen die volle Ehe vorzuenthalten.
    Ich möchte was eigenes, ein maßgeschneidertes System für homosexuelle, dass alle Rechte und Pflichten umfasst, die sinnvoll sind.

    Steuerrecht usw, Erbrecht vielleicht auch Adoptionsrecht
    Die christliche Ehe gilt als Keimzelle für den Nachwuchs, dass kann von mir aus so bleiben.

  20. Re: Wir denken hier falsch !

    Autor: janitor 06.04.14 - 02:02

    Martin28a schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Homosexuelle sind nicht gleich mit Homosexuellen, darum ist es auch nicht
    > diskriminierend ihnen die volle Ehe vorzuenthalten.
    > Ich möchte was eigenes, ein maßgeschneidertes System für homosexuelle, dass
    > alle Rechte und Pflichten umfasst, die sinnvoll sind.
    Niemand redet von der kirchlichen Ehe.
    Es geht darum, die Homosexuellen zur standesamtlichen Ehe zuzulassen und ihnen dadurch einen Zugang zu den Vorteilen, den Privilegien und dem Ansehen der Ehe zu verschaffen.


    > Steuerrecht usw, Erbrecht vielleicht auch Adoptionsrecht
    > Die christliche Ehe gilt als Keimzelle für den Nachwuchs, dass kann von mir
    > aus so bleiben.
    Wie gesagt um die christliche Ehe geht es nicht.

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