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Krankschreiben per Post?

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  1. Krankschreiben per Post?

    Autor: Peter Brülls 13.07.18 - 10:55

    Hat nicht mittlerweile jede halbwegs große Krankenkasse die Möglichkeit, die Dinge über App zu fotografieren und eigene, mutmaßlich gesicherte Kanäle, hochzuladen?

    Ich jedenfalls fotografier die für den AG (deren Version natürlich), schick die per Mail und reiche sie dann eine Woche später händisch ein. Reicht unserer Personalabteilung, die wollen nur wissen, dass es seinen Rechten Gang geht und das korrekte in die Erfassung eintragen.

    Krankenkasse läuft wie gesagt per App.

    Beides ist meist erledigt bevor ich das Rezept eingelöst habe.

  2. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: unholy79 13.07.18 - 12:56

    Kann ich auch so bestätigen. Bin aber auch privat Patient. Weiß nicht ob das bei den gesetzlichen anders ist.

  3. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: tonictrinker 13.07.18 - 13:22

    Ich bin bei einer gesetzlichen und wickle den ganzen Schriftverkehr inkl. Krankschreibungen per Mail ab.

  4. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: PerilOS 13.07.18 - 13:30

    Da es sich um ein Dokument handelt, muss es im Original vorliegen.
    Eine Digital Kopie hat keinen Aussagewert.

  5. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: snadir 13.07.18 - 13:36

    Son Quatsch. Wenn es die KK anbietet, wird sie auch damit abrechnen. Alles andere wäre ja Käse.

    Meinem AG schicke ich die Dinger auch nur per Mail, bisher brauchte er noch nie ein Original.
    Und der KK immer in den Briefkasten, der ist 1000m Luftlinie entfernt. Das macht man irgendwann mal im Vorbei gehen.

  6. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ichbinsmalwieder 13.07.18 - 13:55

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da es sich um ein Dokument handelt, muss es im Original vorliegen.
    > Eine Digital Kopie hat keinen Aussagewert.

    Blödsinn.
    Ich wickle den gesamten Schriftverkehr sowohl mit meinem Arbeitgeber als auch meiner Krankenkasse via EMail ab.

    Die Einsparungen sind viel höher als das Missbrauchspotenzial, deswegen wollen die das so.

  7. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: Peter Brülls 13.07.18 - 15:02

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da es sich um ein Dokument handelt, muss es im Original vorliegen.
    > Eine Digital Kopie hat keinen Aussagewert.

    Kurzfassung: FUD


    Langfassung: Das lasse ich mal die Sorge meines AG und meiner Krankenkasse sein.

    Der eine kriegt das Papier ja, nur renne ich eben nicht extra zur Post, damit es sofort da ist. Sie antworten mit "Gute Besserung" → Nachweis, dass ich rechtzeitig informiert habe.

    Die Krankenkasse hat das extra in ihrer App. Bei letzterer habe ich keinen Beweis, dass ich das Ding eingereicht habe. Habe ich aber beim Einreichen durch die Post auch nicht.

  8. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: Peter Brülls 13.07.18 - 15:02

    Gesetzlich, bei beiden, in der ich in letzter Zeit war.

  9. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ArcherV 13.07.18 - 16:44

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da es sich um ein Dokument handelt, muss es im Original vorliegen.
    > Eine Digital Kopie hat keinen Aussagewert.


    Falsch.
    Dein Post hat keinen Aussagewert.

    rationale Grüße,
    ArcherV

  10. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: HRostocker 13.07.18 - 17:54

    Man muss hier mal klar unterscheiden zw. gesetzlich vorgegeben und worauf sich KK und AG freiwillig einlassen!

    Gesetzlich vorgeschrieben ist das Original, die Papierform. Wenn der AG mit der E-Mail einverstanden ist, dann gut. Er könnte aber auch auf dem Original bestehen innerhalb der 3 Tage. Genauso sieht es bei der KK aus, auch diese kann auf dem Original bestehen. Das man vieles per App machen kann und angeboten wird bedeutet aber nicht, dass es somit Standard ist. Das legt immernoch der Gesetzgeber fest. Und die Altbacken-Strukturen dort kennen wir ja...inkl. kräftigem Lobbyismus!!! "Stöhn...das ist zu teuer"

  11. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: Moridin 14.07.18 - 09:19

    Mir ist das vollkommen neu, dass man da irgendwie die Krankenkasse benachrichtigen muss.
    OK, ich hatte in 10 Jahren Arbeitsleben auch noch nie einen Krankenschein, aber habe das auch noch nie von irgendjemandem gehört oder irgendwo gelesen.
    Woher bekommt man den beim "ersten Mal" diese Information? Vom Arzt?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.18 09:20 durch Moridin.

  12. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ichbinsmalwieder 14.07.18 - 10:47

    Moridin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist das vollkommen neu, dass man da irgendwie die Krankenkasse
    > benachrichtigen muss.
    > OK, ich hatte in 10 Jahren Arbeitsleben auch noch nie einen Krankenschein,
    > aber habe das auch noch nie von irgendjemandem gehört oder irgendwo
    > gelesen.
    > Woher bekommt man den beim "ersten Mal" diese Information? Vom Arzt?

    Theoretisch muss man das, wenn man nach 6 Wochen Krankheit (danach endet in der Regel die "Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" vom Arbeitgeber) Krankentagesgeld von der GKV haben will.
    Warum aber das der Arzt nicht gleich elektronisch der Krankenkasse meldet, keine Ahnung.

  13. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: EdRoxter 14.07.18 - 14:00

    Du bekommst bei einer Krankschreibung mind. 2 Wische - einen für deinen Arbeitgeber (ohne Diagnoseschlüssel), einen für die Krankenkasse, der etwas ausführlicher ist. Letzteren bei der Krankenkasse einzureichen, ist deine eigene Verantwortung. Mir ist ebenfalls schleierhaft, wieso das der Arzt nicht selbst (elektronisch?) macht, aber bis auf weiteres: Isso.

  14. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: EdRoxter 14.07.18 - 14:06

    Das stimmt so pauschal überhaupt nicht. Bei den meisten Dokumenten gilt, dass bei Vorliegen einer entsprechend dokumentierten Digitalisierungsprozesskette die digitale Kopie die Papierversion gleichwertig ersetzen kann. Schrifterfordernis gibt es nur für bestimmte Dokumenttypen, das ist vom Gesetzgeber auch ziemlich eindeutig eingegrenzt - und selbst da ist es mittlerweile bei einem Großteil der Dokumenttypen so, dass eine qualifizierte digitale Signatur dieses erfüllen kann.

    Die Krankenkassen machen es mittlerweile so, dass sie Dokumente, die per App oder im Login-Bereich eingereicht werden, "schwebend" akzeptieren, aber einem mitteilen, dass man sie selbst noch X Monate aufbewahren muss. Das ist meistens ein vernünftig gewählter, oder vorgeschriebener Zeitraum, nach dessen Ablauf der Fall "zu den Akten" kann, wenn sich niemand beschwert hat.

    Halte ich für sehr vernünftig.

  15. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ArcherV 14.07.18 - 14:15

    EdRoxter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bekommst bei einer Krankschreibung mind. 2 Wische - einen für deinen
    > Arbeitgeber (ohne Diagnoseschlüssel), einen für die Krankenkasse, der etwas
    > ausführlicher ist. Letzteren bei der Krankenkasse einzureichen, ist deine
    > eigene Verantwortung. Mir ist ebenfalls schleierhaft, wieso das der Arzt
    > nicht selbst (elektronisch?) macht, aber bis auf weiteres: Isso.

    Heutzutage sind es aber drei Ausführungen.

    - 1x für den AG
    - 1x für die Krankenkasse
    - 1x für dich selber

    rationale Grüße,
    ArcherV

  16. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ssj3rd 14.07.18 - 18:21

    Moridin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist das vollkommen neu, dass man da irgendwie die Krankenkasse
    > benachrichtigen muss.
    > OK, ich hatte in 10 Jahren Arbeitsleben auch noch nie einen Krankenschein,
    > aber habe das auch noch nie von irgendjemandem gehört oder irgendwo
    > gelesen.
    > Woher bekommt man den beim "ersten Mal" diese Information? Vom Arzt?

    Ich schicke die Dinger auch nie zur Krankenkasse, ich würde das erst tun, wenn ich über 6 Wochen krank geschrieben werde —- > Krankengeld.
    Ist aber in den letzen 18 Jahren nicht vorgekommen, have da also noch keine einzige Meldung hingesendet.

    PS: du warst 10 Jahre nicht krank geschrieben ? Hast du so einen geilen Arbeitgeber, der dir diese Loyalität auch wertschätzt ?
    Oder ist das Einstellungssache und du liebst deinen Job abgöttisch ?

    Die meisten Arbeitgeber tun doch gerade so viel für ihre Mitarbeiter wie sie gerade müssen, deswegen haben wir ja so viele Betriebsräte etc. Wenn AG könnten, würden sie uns allen 50% weniger Lohn geben.
    Mir fällt auf Anhieb kein Arbeitgeber ein, der sich da anders verhält.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.18 18:22 durch ssj3rd.

  17. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.18 - 18:49

    kommt darauf an, in kleinen unternehmen mit nieschenprodukten/-leistungen die gut nachgefragt und bezahlt werden etabliert sich oft auch eine lockere athomphäre die auch abwesenheit ohne *arztbesuch zur austellung einer AUB* tolleriert, anruf mit "komme heute nicht wegen bodenebel" genügt, sofern man es damitnicht übertreibt und man einander vertraut wirkliche gründe, die einen arbeitseinsatz verhindern, zu haben. im regelfall macht den mitarbeitern ihre tätigkeit in einem solchen unternehmen jedoch freude, so dass es zu weit weniger ausfällen kommt als in den lütten bretterbuden am straßenrand.

  18. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ArcherV 14.07.18 - 19:10

    ML82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kommt darauf an, in kleinen unternehmen mit nieschenprodukten/-leistungen
    > die gut nachgefragt und bezahlt werden etabliert sich oft auch eine lockere
    > athomphäre die auch abwesenheit ohne *arztbesuch zur austellung einer AUB*
    > tolleriert, anruf mit "komme heute nicht wegen bodenebel" genügt, sofern
    > man es damitnicht übertreibt und man einander vertraut wirkliche gründe,
    > die einen arbeitseinsatz verhindern, zu haben. im regelfall macht den
    > mitarbeitern ihre tätigkeit in einem solchen unternehmen jedoch freude, so
    > dass es zu weit weniger ausfällen kommt als in den lütten bretterbuden am
    > straßenrand.

    Du hast generell das Recht bis zu 3 Arbeitstage in Folge krank zu sein, ohne das du eine AU benötigst.
    Wenn es zu häufig vor kommt hat dein AG aber das Recht, die AU ab dem ersten Tag zu verlangen (gegebenen Falls auch vom Betriebsarzt).

    So ist es jedenfalls bei uns.

    rationale Grüße,
    ArcherV

  19. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.18 - 22:14

    Es kommt darauf an was dazu kommuniziert wurde, der AG kann eine Krankschrift ab dem ersten Krankheitstag verlangen, auch ohne Begründung oder Missbrauchsverdacht.

    BAG, Ur­teil vom 14.11.2012, 5 AZR 886/11 https://www.hensche.de/Attest_Bei_Krankmeldung_Attest_ab_erstem_Tag_BAG_5AZR886-11.html

  20. Re: Krankschreiben per Post?

    Autor: ArcherV 14.07.18 - 23:47

    ML82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kommt darauf an was dazu kommuniziert wurde, der AG kann eine
    > Krankschrift ab dem ersten Krankheitstag verlangen, auch ohne Begründung
    > oder Missbrauchsverdacht.
    >
    > BAG, Ur­teil vom 14.11.2012, 5 AZR 886/11


    Bei uns nicht, wird wahrscheinlich im Tarifvertrag vom öD so vereinbart sein.

    Das war aber schon damals in der Ausbildung so (Bundeswehr).

    rationale Grüße,
    ArcherV



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.07.18 23:48 durch ArcherV.

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