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frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: Anonymer Nutzer 03.08.19 - 21:08
eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto zu bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker damit kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es keinen straftatbestand erfüllt ... und jetzt kommt der hammer, mit all dem kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine ausnahme.
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Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: sofries 03.08.19 - 21:28
ML82 schrieb:
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> eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto zu
> bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker damit
> kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig
> gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es
> keinen straftatbestand erfüllt ... und jetzt kommt der hammer, mit all dem
> kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine
> ausnahme.
Du hast nicht verstanden, dass das hier kein Guthabenkonto ist, sondern eine Kreditkarte.
Die Bank geht also in Vorleistung und bietet meistens einen zinslosen Kredit bis zur Ausgleichszahlung vom Referenzkonto an. Ferner erhält man 1-3% Cashback auf den erfolgten Umsatz.
Wenn ich jemanden einen Kredit gebe, dann schaue ich strenger auf die Bonität und Ausgabenseite der entsprechenden Person, als wenn ich bloß ihr Geld verwalte. Denn wenn diese Person mal eben ihr Kreditkartenlimit nutzt um mit Cryptowährungen zu spekulieren oder es im Onlinecasino zu verbraten habe ich ein stark erhöhtes Risiko, dass ich auf einigen Tausend Dollar Kreditkartenschulden sitzenbleibe. Zudem können solche Käufe dazu genutzt werden hohe Scheinumsätze zu generieren, um sich höhere Cashbackbeträge zu erschleichen. Diese beiden Gründe sorgen dafür, dass nahezu alle Kreditkarten solche bargeldähnlichen Geschäfte kategorisch ausschließen. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: Laforma 03.08.19 - 21:28
ML82 schrieb:
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> eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto zu
> bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker damit
> kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig
> gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es
> keinen straftatbestand erfüllt ... und jetzt kommt der hammer, mit all dem
> kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine
> ausnahme.
es ist aber eine "kreditkarte", die bank geht fuer dich in vorkasse. und die findets halt nicht lustig, wenn dann der kredit nicht mehr bedient wird. verstaendlich. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: randya99 03.08.19 - 22:24
sofries schrieb:
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> ML82 schrieb:
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> > eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto
> zu
> > bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker
> damit
> > kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig
> > gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es
> > keinen straftatbestand erfüllt ... und jetzt kommt der hammer, mit all
> dem
> > kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine
> > ausnahme.
>
> Du hast nicht verstanden, dass das hier kein Guthabenkonto ist, sondern
> eine Kreditkarte.
> Die Bank geht also in Vorleistung und bietet meistens einen zinslosen
> Kredit bis zur Ausgleichszahlung vom Referenzkonto an. Ferner erhält man
> 1-3% Cashback auf den erfolgten Umsatz.
>
> Wenn ich jemanden einen Kredit gebe, dann schaue ich strenger auf die
> Bonität und Ausgabenseite der entsprechenden Person, als wenn ich bloß ihr
> Geld verwalte. Denn wenn diese Person mal eben ihr Kreditkartenlimit nutzt
> um mit Cryptowährungen zu spekulieren oder es im Onlinecasino zu verbraten
> habe ich ein stark erhöhtes Risiko, dass ich auf einigen Tausend Dollar
> Kreditkartenschulden sitzenbleibe. Zudem können solche Käufe dazu genutzt
> werden hohe Scheinumsätze zu generieren, um sich höhere Cashbackbeträge zu
> erschleichen. Diese beiden Gründe sorgen dafür, dass nahezu alle
> Kreditkarten solche bargeldähnlichen Geschäfte kategorisch ausschließen.
Stimmt doch gar nicht. Normalerweise werden solche Sachen als "cash advance" gezählt, worauf sofort Zinsen anfallen. (nicht erst nach dem Zahlungsziel). Verbieten tut keine mir bekannte Bank etwas. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: Fluffypony 04.08.19 - 00:38
Das beugt auch krimineller Nutzung vor.
Bei Kreditkartendiebstahl /missbrauch kann mit den Kartendaten Crypto's gekauft werden die nicht mehr verfolgbar sind wenn die Diebe wissen was sie tun. Das wird zwar auch ueber Online kaeufe mit Packetstationen gemacht aber da haben Strafverfolgungsbehoerden wenigstends etwas zum verfolgen. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: konsolent 04.08.19 - 04:58
ML82 schrieb:
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> eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto zu
> bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker damit
> kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig
> gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es
> keinen straftatbestand erfüllt ... und jetzt kommt der hammer, mit all dem
> kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine
> ausnahme.
Sehr gute Frage imao:
die nächste Frage wäre, welche Bank Bitcoins als freikonvertierbare Währung akzeptiert.
vmtl schaun die sich das erstmal an...
derzeit jdnfls scheint zu gelten, dass kryptos als higher risk zu buche schlagen
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.08.19 05:12 durch konsolent. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: elcaron 04.08.19 - 09:16
Was sind solche Sachen?
Ich hatte jetzt schon mehrere "echte" Kreditkarten (also nicht so DKB/ING-Dinger, die direkt vom Konto buchen, sondern mit Rechnung am xten Tag des Monats und Abbuchung ne Woche später, also optimalerweise fast 40 Tage Abstand), und ich habe da nie Zinsen bezahlt. -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: ZuWortMelder 04.08.19 - 09:20
Wenn es nur in den Auflagen festgehalten steht, aber technisch nicht verhindert wird, kann der Kauf von Kryptowährungen noch so schön untersagt werden - interessiert das den Kreditkartendieb/Betrüger herzlich wenig.
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Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: ChMu 04.08.19 - 14:23
Ja.
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Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: chefin 05.08.19 - 08:39
ZuWortMelder schrieb:
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> Wenn es nur in den Auflagen festgehalten steht, aber technisch nicht
> verhindert wird, kann der Kauf von Kryptowährungen noch so schön untersagt
> werden - interessiert das den Kreditkartendieb/Betrüger herzlich wenig.
ja und nein. Die Bank kann das Geld zurück fordern, wenn die Karte vertragswidrig benutzt wurde. Da sie das Geld immer an eine andere Bank transferieren, gibt es da gegenseitige Abkommen. Zudem sind die meisten Bitcoin-Exchange bekannt und deren Konten. Man könnte also nur von Privat kaufen.
Auch ist es den Banken möglich, dir die Karte dann zu kündigen und dich rechtskonform auf eine Liste derer zu setzen, die keine mehr bekommen. In Zukunft wirst du dann Debitkarten benutzen müssen. Die Bank kann dabei durchaus mal einen Verlust in 5stelliger Höhe verkraften. Du aber wirst dein Leben lang immer eine Scheiss Bonität haben. Der Abschreckungseffekt dürfte ausreichend sein. -
Lasst euch doch nicht veräppeln
Autor: JanZmus 05.08.19 - 14:04
sofries schrieb:
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> Wenn ich jemanden einen Kredit gebe, dann schaue ich strenger auf die
> Bonität und Ausgabenseite der entsprechenden Person, als wenn ich bloß ihr
> Geld verwalte.
Ach, wenn ich für 2000,- $ eine Champagner-Party schmeiße ist alles sutsche aber wenn ich für 2000,- $ Bitcoin kaufe, dann ist die Zahlungsfähigkeit in Gefahr oder wie? Lasst euch doch nicht für blöd verkaufen, das ist doch eine billige, scheinheilige Ausrede. Die Wahrheit ist doch, dass Kryptowährungen DIE GRÖßTE BEDROHUNG für klassische Banken sind und sie ALLES tun werden, um sie zu bekämpfen! -
Re: frage: ist das die aufgabe einer bank?
Autor: OderUnd 21.08.19 - 13:02
Anonymer Nutzer schrieb:
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> eigentlich geht es doch primär darum geld über das mir gestellte konto zu
> bewegen, soviel ich habe und wohin ich will, ob ich fussballsticker damit
> kaufe, staatsanleien, aktien, kryptocoins, lolis oder besonders witzig
> gewachsene reiskörner, sollte meine bank nicht interessieren, solange es
> keinen straftatbestand erfüllt ...
Problem: Es ist eine KREDITkarte, d.h. das Geld, was du da benutzt, ist nicht deines. Also interessiert es deine Bank doch :)
> und jetzt kommt der hammer, mit all dem
> kann man sich leicht überschulden, kryptowährungen bilden dabei keine
> ausnahme.
Die meisten Kreditkarten verbieten/bezinsen auch andere risikoreiche Aktivitäten, z.B. Glücksspiel und Aktien. Da sind Kryptowährungen also nicht allein. -
Re: Lasst euch doch nicht veräppeln
Autor: OderUnd 21.08.19 - 13:29
JanZmus schrieb:
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> sofries schrieb:
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> > Wenn ich jemanden einen Kredit gebe, dann schaue ich strenger auf die
> > Bonität und Ausgabenseite der entsprechenden Person, als wenn ich bloß
> ihr
> > Geld verwalte.
>
> Ach, wenn ich für 2000,- $ eine Champagner-Party schmeiße ist alles sutsche
> aber wenn ich für 2000,- $ Bitcoin kaufe, dann ist die Zahlungsfähigkeit in
> Gefahr oder wie?
Ähm? Ja. Bitcoins zählen als Spekulationsobjekt. Wenn du eine Party schmeißt ist es sehr wahrscheinlich, dass du das Geld auch zurückzahlst, weil eine Party dir keinen Gewinn einbringt. Sehr wahrscheinlich weißt du also, wie du das Geld zurückzahlst und wo du es herbekommst.
Wenn du Bitcoins (oder Aktien, oder im Online-Casino) kaufst (besonders in der Menge) besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass du damit versuchst, Geld zu gewinnen. Du denkst dann: "Ich investiere $2000 und kann dann das Zehnfache zurückzahlen!" Und das ist etwas, was Banken die dir Geld leihen, überhaupt nicht mögen, denn es besteht die ernsthafte Gefahr, dass du dich verkalkulierst und die Bank dann sehen kann, wie sie ihr Geld zurückbekommt. Deine Zurückzahlung ist hier von Glück abhängig. Du weißt also NICHT, wie und wo du das Geld zurückzahlst, sollte dein Plan nicht funktionieren.
Die Sache mit der Kriminalität, mit der Kryptowährungen eine unangenehm große Schnittmenge haben, will ich garnicht ansprechen. Da interessiert sich auch die Bank wofür und wieso du $2000 "anonym" überweisen willst, denn (mögliche zukünftige) Insassen zahlen keine Zinsen.
> Lasst euch doch nicht für blöd verkaufen, das ist doch
> eine billige, scheinheilige Ausrede.
Für mich ist das eine rationale und in der Realität verwurzelte Begründung. Könntest du vielleicht mit Argumenten und Fakten ausführen, warum es eine "billige Ausrede" sein soll? Es einfach so zu behaupten überzeugt hier niemanden.
> Die Wahrheit ist doch, dass
> Kryptowährungen DIE GRÖßTE BEDROHUNG für klassische Banken sind
Wenn plötzlich alle Menschen ein Haufen Kredite aufnehmen, sich in Bitcoins vergraben, der Kurs abstürzt und keiner mehr Geld hat, um die Kredite zurückzuzahlen, dann haben die klassischen Banken ein Problem, korrekt. Aber du meinst vermutlich die ganze Propaganda, die man so im Internet hört, gelle? Bitcoins ist ein Haufen heißer Luft, ein Bitcoin zu produzieren kostet mehr, als es Wert ist. Für Banken, die Geld- und Goldreserven haben (also alle klassischen Banken), ist Bitcoin ein Witz, höchstens ein Spekulationsobjekt.
> und sie ALLES tun werden, um sie zu bekämpfen!
Bitcoinserver bomben? Auftragemörder auf Menschen ansetzen, die damit bezahlen? Nein, die Banken weigern sich, dir einen Kredit für unsichere Spekulationsobjekte zu geben. Das tun die auch bei Glücksspielen, heißt das nun, dass die Banken Angst vor irgendwelchen russischen Glücksspielseiten haben und wir bald alle mit TatjanaCasinoChips bezahlen werden? Nein.
Wenn du diese Trivialität als "ALLES tun [...], um sie zu bekämpfen" ansiehst, ist Bitcoin schwächer, als ich dachte. Vielleicht ist es Zeit, zu verkaufen, solange es noch etwas wert ist? Du nimmst Bitcoin wichtiger als es ist.



