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Wo ist die Überraschung?

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  1. Wo ist die Überraschung?

    Autor: Bermuda.06 21.12.21 - 13:07

    Das Ganze ist doch gleichermaßen der Fall bei USD und EUR. Wieso ist man bei Bitcoin plötzlich überrascht.

    Oder hat jemand ernsthaft erwartet dass der Mittelschicht 50% der Bitcoin gehören?

  2. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: magicturtle 21.12.21 - 14:00

    Wenn man kurz darüber nachdenkt: Bitcoin ist eine sehr riskante Anlageklasse. Dementsprechend ist es sinnvoll, wenn Menschen mit wenig Vermögen dort nicht sehr aktiv sind. Reiche hingegen können auch mal eben 50.000¤ in soetwas stecken ohne, dass ein Totalverlust allzu schlimm wäre.

    Langfristig wäre ein weniger konzentrierter Besitz natürlich erstrebenswert. Andere Quellen behaupten auch genau dies, also das der Bitcoin sich immer mehr verteilt statt konzentriert (ich habe es aber nicht überprüft).

    Übrigens ist es unglaublich heftig, wie ungleich Vermögen generell aufgeteilt ist. Deutschland gehört inzwischen auch zu den Ländern, in denen die Schere weit aufgegangen ist. Während das Durchschnittsvermögen bei über 200.000¤ liegt, haben 50% der Erwachsenen nicht mehr als 35.000¤ Vermögen. Stellt euch das in Produkten vor: Ein besser ausgetatteter Golf bedeutet mehr Vermögen als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland haben. Und jetzt denkt weiter, wer einen Golf als etwas Besonderes bezeichnen würde.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 21.12.21 14:11 durch magicturtle.

  3. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: jankapunkt 21.12.21 - 14:39

    > Übrigens ist es unglaublich heftig, wie ungleich Vermögen generell aufgeteilt ist. Deutschland gehört inzwischen auch zu den Ländern, in denen die Schere weit aufgegangen ist. Während das Durchschnittsvermögen bei über 200.000¤ liegt, haben 50% der Erwachsenen nicht mehr als 35.000¤ Vermögen. Stellt euch das in Produkten vor: Ein besser ausgetatteter Golf bedeutet mehr Vermögen als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland haben. Und jetzt denkt weiter, wer einen Golf als etwas Besonderes bezeichnen würde.

    Hier musst du kommende Erbschaften in Betracht ziehen. Wer bald ein solides Haus am Stadtrand erbt braucht sich darum keine Sorgen zu machen nur einen Golf kaufen zu können.

  4. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: cuthbert34 21.12.21 - 17:37

    magicturtle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man kurz darüber nachdenkt: Bitcoin ist eine sehr riskante
    > Anlageklasse. Dementsprechend ist es sinnvoll, wenn Menschen mit wenig
    > Vermögen dort nicht sehr aktiv sind. Reiche hingegen können auch mal eben
    > 50.000¤ in soetwas stecken ohne, dass ein Totalverlust allzu schlimm wäre.
    >
    > Langfristig wäre ein weniger konzentrierter Besitz natürlich
    > erstrebenswert. Andere Quellen behaupten auch genau dies, also das der
    > Bitcoin sich immer mehr verteilt statt konzentriert (ich habe es aber nicht
    > überprüft).
    >
    > Übrigens ist es unglaublich heftig, wie ungleich Vermögen generell
    > aufgeteilt ist. Deutschland gehört inzwischen auch zu den Ländern, in denen
    > die Schere weit aufgegangen ist. Während das Durchschnittsvermögen bei über
    > 200.000¤ liegt, haben 50% der Erwachsenen nicht mehr als 35.000¤ Vermögen.
    > Stellt euch das in Produkten vor: Ein besser ausgetatteter Golf bedeutet
    > mehr Vermögen als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland haben. Und
    > jetzt denkt weiter, wer einen Golf als etwas Besonderes bezeichnen würde.

    Tja, die Entwicklung sieht man ja auch gut am Vergleich Durchschnittsvermögen pro Haushalt (2017: rd. 230 TEUR) und Medianvermögen pro Haushalt (2017 rd. 71 TEUR; in Griechenland 2017: 60 TEUR). Ist das Durchschnittsvermögen im europ. Vergleich noch recht hoch, so ist eben das Medianvermögen vergleichsweise gering. Das ist für eine Nation wie Deutschland und die größte Volkswirtschaft von Europa schon erschreckend. Aber so ist es halt.

  5. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: MoGas 21.12.21 - 18:35

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, die Entwicklung sieht man ja auch gut am Vergleich
    > Durchschnittsvermögen pro Haushalt (2017: rd. 230 TEUR) und Medianvermögen
    > pro Haushalt (2017 rd. 71 TEUR; in Griechenland 2017: 60 TEUR). Ist das
    > Durchschnittsvermögen im europ. Vergleich noch recht hoch, so ist eben das
    > Medianvermögen vergleichsweise gering. Das ist für eine Nation wie
    > Deutschland und die größte Volkswirtschaft von Europa schon erschreckend.
    > Aber so ist es halt.

    Das Medianvermögen ist in Europa auch recht hoch, zumindest im Vergleich zu Deutschland:
    Medianvermögen USD 2020 lt. Wikipedia
    Deutschland 65.374 USD

    Österreich 91.833 USD
    Frankreich 133.559 USD
    Italien 118.885 USD
    Dänemark 165.622 USD
    Schweden 89.846 USD

    Was ich mich immer Frage: Wir sind seit 50 Jahren oder so Exportweltmeister, wieso ist dann das Medianvermögen in D so schlecht? Irgendwo muss da ja mal was hängenbleiben.

  6. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: Eierspeise 21.12.21 - 18:40

    MoGas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich mich immer Frage: Wir sind seit 50 Jahren oder so
    > Exportweltmeister, wieso ist dann das Medianvermögen in D so schlecht?
    > Irgendwo muss da ja mal was hängenbleiben.

    Beim Staat, bis zu 70%. Und der lässt es dann den Bedürftigen zukommen, wie Banken oder Milliardären.

  7. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: MoGas 21.12.21 - 18:45

    Eierspeise schrieb:
    > Beim Staat, bis zu 70%. Und der lässt es dann den Bedürftigen zukommen, wie
    > Banken oder Milliardären.

    Ja, aber z.B. Schweden oder Dänemark (Luxussteuer auf Autos) sind auch Hochsteuerländer, und auch schon sehr lange Zeit. Die Skadinavier haben sehr gut ausgebaute Sozialstaaten. Trotzdem schaffen die es in bereiten Bevölkerungsschichten Vermögen aufzubauen.

  8. Re: Wo ist die Überraschung?

    Autor: magicturtle 21.12.21 - 19:35

    Nicht wirklich. In Schweden ist es noch schlimmer als in Deutschland (265.000¤ Durchschnitt zu 41.000¤ Median). Dänemark (284.000¤ zu 58.000¤) hat ebenfalls einen schlechteren Gini-Index.
    An der Sozialstaat = ungerechte Verteilung Sache könnte als durchaus was dran sein.

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