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Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

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  1. Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: Ping 14.09.16 - 13:04

    Sicherlich wird sich auch der Lebensmittel-Markt mehr und mehr digitalisieren und Lieferservices wie der von REWE oder Edeka stellen da erst den Anfang da.

    Für den Massenmarkt sind hier aber v.a. auch die zusätzlichen Liefergebühren noch viel zu hoch, auch wenn man bei Edeka z.B. ab 35 Euro versandkostenfrei bestellen kann. Mit der nötigen Nachfrage wird diese Schwelle aber sicherlich gesenkt werden können. Auch bei frischen Produkten mache ich mir, anders als im Artikel beschrieben, kaum Sorgen, da diese, sofern richtig gelagert, auch längere Touren im Lieferwagen überleben und nicht bedeutsam an Frische verlieren.

    Aber wie sieht es denn mit den Lieferzeiten aus? Gerade Vollzeitbeschäftigte - und das sind immerhin über 30 Mio. in Deutschland - dürften ihren Lieferzeitpunkt auf den Abend legen, also etwa im Zeitraum von 18 - 22 Uhr. Morgens wäre eventuell auch noch eine Alternative. Bei steigender Nachfrage könnte das eventuell zu einem Problem werden, denn der Bedarf an Lebensmitteln ist sicherlich größer als der anderen Konsumgüter, die als Pakete durch die Post geliefert werden. Außerdem ist der logistische Aufwand größer, da unterschiedliche Lebensmittel auch unterschiedlich gelagert und gekühlt werden müssen. Außerdem sind die Artikel in den entsprechenden Tragetaschen auch nicht ganz so handlich wie Pakete.

    Ein anderer Aspekt ist der, dass man auch nicht genau voraussagen kann, wann die Lieferung letztendlich eintrifft. Die GPS-Ortung von Transportern und die kurzfristige Berechnung der etwaigen Ankunftszeit ist zwar möglich, auch schon heutzutage, aber dennoch bleibt eine gewisse Ungewissheit. Gerade nach der Arbeit möchte man sicherlich noch anderen Dingen nachgehen, sodass man durch die Auslieferungszeit etwas gebunden ist. Denn was passiert, wenn man die Ware dann doch nicht in Empfang nehmen kann!? Werden die Produkte z.B. nach 22 Uhr oder sogar erst am nächsten Tag in einer Food-Station abgeliefert, sodass man sie sich dort abholen kann?

    Letzteres wäre für mich jedenfalls an sich eine kleine Revolution: Kleine Food-Stationen innerhalb der Stadt oder an Bahnhöfen, an denen man sich seine auf der Arbeit oder unterwegs konfigurierten Bestellungen direkt nach der Arbeit auf seinen Weg nach Hause abholen könnte. Das wäre wesentlich einfacher, angenehmer und umweltfreundlicher als Online-Lieferungen nach Hause...

  2. Re: Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: chefin 14.09.16 - 13:17

    Alles korrekt, aber am schlimmsten wird sein, wenn der Supermarkt vor Ort dann dicht macht. Spätestens wenn du abends feststellst, das dir irgendwas ausgegangen ist und du nun blöd da stehst und 30km fahren musst bis du wieder einen Supermarkt findest, weist du wie schön die alten Zeiten waren.

    Was machst du den, wenn Tomaten und Obst ankommt, matchig, Druckstellen, nicht mehr sehr ansprechend. Zurück schicken und neue wollen?Jo..wie geil, Faule Tomaten verschicken.

    Es wird also viele Sachen geben, für die man weiterhin vor Ort läden braucht. Die überleben aber nicht, wenn wir dort nur vereinzelt Dinge kaufen.

    Dazu kommt eben das Lieferproblem. Wenn ich um halb 5 von der Arbeit zuhause bin, will ich anfangen zu kochen, also um spätestens 5 muss es da sein. Mein Nachbar kommt aber erst um halb 6 heim. Der andere Nachbar arbeitet Schicht, ist um 2 zuhause und will da sein Mittagstisch haben. Das schafft keine Logistik, jedenfalls nicht bezahlbar. Und wenn er um 5 bei mir klingelt wie üblich und ich Überstunden machen muss, dann kann ich schauen wo ich mein essen herbekomme.

    Letztendlich führt das dazu, das man das Leben Tage im voraus planen müsste. Das macht keiner, selbst wenns ein bischen Billiger wäre. Nur wird es nicht mal billiger sein.

  3. Re: Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: Kleba 14.09.16 - 14:12

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letztendlich führt das dazu, das man das Leben Tage im voraus planen
    > müsste. Das macht keiner, selbst wenns ein bischen Billiger wäre. Nur wird
    > es nicht mal billiger sein.

    Das Ganze wird schon noch eine Zeit lang dauern. Aber Amazon bietet doch auch schon Same-Day-Lieferung an, wenn bis 12 Uhr bestellt wird oder die Lieferung innerhalb von 1 - 3h. Wenn jetzt größere Einzelhändler sowas anbieten (also bspw. ein größerer REWE- oder Edeka-Markt in der Stadt, der den Transport übernimmt) hätten die auch keine weiten Strecken und sollten das mit der Same-Day-Lieferung hinbekommen. Also musst du nur bis 12 Uhr wissen ob du voraussichtlich Überstunden machst oder nicht - und zumindest bei mir weiß ich das meistens schon um 9 Uhr ;-)

  4. Re: Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: sn0 14.09.16 - 16:00

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu kommt eben das Lieferproblem. [...] Das
    > schafft keine Logistik, jedenfalls nicht bezahlbar.
    Sag niemals nie,
    Schonmal was von autonomen Fahrzeugen gehört? Das ist nicht auf die Personenbeförderung begrenzt ;-)
    Was spricht denn gegen ein führerloses Fahrzeug in Form einer gekühlten Packstation auf vier Rädern die in den Abendstunden solange durchs Stadtgebiet/viertel kurvt bis die letzte Lieferung zugestellt wurde? (Ist möglicherweise auch einfacher zu realisieren als eine Stationäre Foodstation.)

    > Und wenn er um 17 bei mir klingelt wie üblich und ich Überstunden machen
    > muss, dann kann ich schauen wo ich mein essen herbekomme.
    Wenn du um X Uhr noch nicht wieder in deinem heimischen W-LAN eingeloggt bist, geht halt automatisch eine Info raus, so das das Lieferfahrzeug halt noch nicht vorfährt und dir stattdessen einen neuen Termin/Übergabeort vorschlägt.


    Dieses Orakeln gefällt mir, hat ein bisschen was von Zurück in die Zukunft :)


    > Letztendlich führt das dazu, das man das Leben Tage im voraus planen
    > müsste. Das macht keiner, selbst wenns ein bischen Billiger wäre. Nur wird
    > es nicht mal billiger sein.
    Kommt drauf an. Wenn man dafür Kassierer, Filialleiter, Reinigungspersonal, Parkplätze etc. einspart und dafür vereinfacht gesagt nur noch Warenpicker/Kommisionierer beschäftigt, könnte sich das rechnen.
    Auch Lagerkapazität könnte man einsparen indem man nur das zur Filiale bestellt, was zuvor bestellt wurde.

    Was ebenfalls sehr attraktiv ist: Gesetzliche Bestimmungen zur Ladenöffnungszeiten greifen möglicherweise nicht. Nacht- und Sonn- und Feiertagszustellung wären vielleicht auch möglich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 16:11 durch sn0.

  5. Re: Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: plutoniumsulfat 14.09.16 - 16:09

    sn0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dazu kommt eben das Lieferproblem. [...] Das
    > > schafft keine Logistik, jedenfalls nicht bezahlbar.
    > Sag niemals nie,
    > Schonmal was von autonomen Fahrzeugen gehört? Das ist nicht auf die
    > Personenbeförderung begrenzt ;-)
    > Was spricht denn dagegen das ein führerloses Fahrzeug in den Abendstunden
    > solange durchs Stadtgebiet/viertel kurvt bis die letzte Lieferung
    > zugestellt wurde? (Ist möglicherweise auch einfacher zu realisieren als
    > eine Stationäre Foodstation.)

    Es gibt doch jetzt nicht mal autonome Fahrzeuge, da halte ich schon vorhandene Packstationen mit Kühlschränken für machbarer :D

  6. Re: Und wie sieht es dann mit den Lieferzeiten aus?

    Autor: Peter Brülls 05.10.16 - 15:50

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was machst du den, wenn Tomaten und Obst ankommt, matchig, Druckstellen,
    > nicht mehr sehr ansprechend. Zurück schicken und neue wollen?Jo..wie geil,
    > Faule Tomaten verschicken.

    Da sehe ich ehrlich gesagt das geringste Problem. Faules Obst kriege ich auch beim Markt, wenn der Händler es eilig hat. Und ja, ich radle dann damit zurück.

    Im Supermarkt ist das Problem, dass zig Leute an dem Zeugs rumfummeln, beim Versand ist das prinzipiell weniger problematisch.

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