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Linux-Desktop

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  1. Linux-Desktop

    Autor: M wie Meikel 28.06.11 - 18:48

    Lieber Linus,

    dokumentiert doch bitte besser, was in den Kernel rein kommt. Es macht einfach keinen Bock zu raten oder im Misthaufen von Bauer Google suchen zu müssen, ab welchem Kernel denn nun Unterstützung für irgendeine Hardware zu finden ist.

    Dann können auch weniger versierte Leute gezielter nach kompatibler Hardware oder Problemlösungen suchen.

    Danke im voraus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.11 18:51 durch M wie Meikel.

  2. Re: Linux-Desktop

    Autor: ArnyNomus 28.06.11 - 19:00

    Das Problem ist bekannt. Es finden sich nur leider keine leute, die da mal was auf die beine stellen. Ein Zentrales Portal mit einem entsprechendem CMS wäre ein riesen schritt in die richtige richtung. Das könnte man ganz einfach machen:

    Die User reporten welche Hardware sie haben und wie diese läuft und was nicht läuft. Dazu die kernel-version. Ab 5 Meldungen wird public und um falscheinträge zu vermeiden könnte man Trusted User einführen, die das nochmal verfizieren oder zumindest drüber lesen und als "plausibel" abstempeln.

    Das ganze schön sortiert nach Subsystem bzw geräte-Kategorie und vielleicht sogar ein WebAPI mit nem schönen tool dazu und das ganze wird ein selbstläufer.

    Übrigens: Wlan sollte kein Problem mehr darstellen, solange man einen großen bogen um AVM macht. Am sichersten fährt man mit Atheros.

  3. Re: Linux-Desktop

    Autor: nille02 28.06.11 - 19:04

    ArnyNomus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die User reporten welche Hardware sie haben und wie diese läuft und was
    > nicht läuft.

    Die Interpretation von "läuft" ist aber auch sehr unterschiedlich.

  4. Re: Linux-Desktop

    Autor: JanoschGnisleh 28.06.11 - 19:15

    Ich bin mir nicht sicher ob Linus dies als "Desktop"-Problem erachtet. Ich glaube eher, daß damit die unvollständige Vereinheitlichung gemeint ist. Als Vergleich z.B. OSX, da hat man in so ziemlich jeder Apple-Anwendung eine Schnittmenge gemeinsamer Funktionen, z.B. Zoom per [cmd]+[+/-], Bildschirmausschnitt per [cmd]+[shift]+[4], drag and drop von der einen in die andere Anwendung, etc.. Gute Linuxdistributionen wie Debian, etc. haben natürlich andere Vorteile aber wenn's wirklich um das reine Arbeiten am Desktop geht bestehen da schon ziemliche Unterschiede.

  5. Re: Linux-Desktop

    Autor: ArnyNomus 28.06.11 - 19:31

    JanoschGnisleh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir nicht sicher ob Linus dies als "Desktop"-Problem erachtet. Ich
    > glaube eher, daß damit die unvollständige Vereinheitlichung gemeint ist.
    > Als Vergleich z.B. OSX, da hat man in so ziemlich jeder Apple-Anwendung
    > eine Schnittmenge gemeinsamer Funktionen, z.B. Zoom per +[+/-],
    > Bildschirmausschnitt per ++[4], drag and drop von der einen in die andere
    > Anwendung, etc.. Gute Linuxdistributionen wie Debian, etc. haben natürlich
    > andere Vorteile aber wenn's wirklich um das reine Arbeiten am Desktop geht
    > bestehen da schon ziemliche Unterschiede.

    Eine solche "vereinheitlichung" ist Aufgabe von freedesktop.org
    Linus kann da nicht mehr tun als jeder andere auch: Vorschläge machen, patches einreichen, forken.

  6. Re: Linux-Desktop

    Autor: M wie Meikel 28.06.11 - 19:44

    JanoschGnisleh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir nicht sicher ob Linus dies als "Desktop"-Problem erachtet. Ich
    > glaube eher, daß damit die unvollständige Vereinheitlichung gemeint ist.
    > Als Vergleich z.B. OSX, da hat man in so ziemlich jeder Apple-Anwendung
    > eine Schnittmenge gemeinsamer Funktionen, z.B. Zoom per +[+/-],
    > Bildschirmausschnitt per ++[4], drag and drop von der einen in die andere
    > Anwendung, etc.. Gute Linuxdistributionen wie Debian, etc. haben natürlich
    > andere Vorteile aber wenn's wirklich um das reine Arbeiten am Desktop geht
    > bestehen da schon ziemliche Unterschiede.

    Der Desktop-Markt besteht ja aus mehr als nur der Software für die GUI. Treiber sind auch ein Faktor (den Linus ja angesprochen hat), Dinge wie Stromsparfunkionen oder ACPI. Das ist vielleicht nicht exklusiv für den Desktop relevant, aber es ist ein wichtiger Faktor.

    Und da die Treiber nach Linus' Vorstellung in den Kernel gehören, sind die Kernel-Maintainer auch die ersten Ansprechpartner für Fragen dazu und nicht die Hardware-Hersteller, die bei Windows oder MacOSX die Treiber liefern.

  7. Re: Linux-Desktop

    Autor: M wie Meikel 28.06.11 - 19:53

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Interpretation von "läuft" ist aber auch sehr unterschiedlich.

    Ja, ich habe mich auf Seiten wie tuxmobil oder linux on laptops schon mehrfach geärgert, wenn da lapidar steht "funktioniert", aber genau das bei mir nicht der Fall ist. Entweder weil die Details fehlen, wie derjenige die jeweilige Komponente zum Laufen gebracht hat oder ich schlichtweg glaube, das Feature wurde einfach nicht sorgfältig genug getestet.

  8. Re: Linux-Desktop

    Autor: Trockenobst 28.06.11 - 20:09

    ArnyNomus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine solche "vereinheitlichung" ist Aufgabe von freedesktop.org
    > Linus kann da nicht mehr tun als jeder andere auch: Vorschläge machen,
    > patches einreichen, forken.

    Was soll da bitte vereinheitlicht werden? Es ist ja nicht so, als wenn
    irgendwie supergroßen Programme die es für Mac oder Windows gibt
    dort jetzt "nur" noch als Problem haben, dass in KDE Alt+p Drucken
    bedeutet, aber im "Linux Photoshop" Alt+p die Palette anzeigt.

    Linux hat weiter ein riesigen Applikationsproblem, die Treiberproblematik
    ist inzwischen immer irgendwie lösbar. Jetzt entwickelt man an drei
    verschiedenen Office Paketen mit Basisfunktionen, und schon wieder
    ist ein Gnome-Umbau unterwegs. Anstelle die wenigen guten Apps
    funktionell weiter zutreiben, wird ständig an Baustellen operiert die mehr
    als gut genug sind.

    Wer sich in den Linux-Desktop Foren umsieht und nach alternativer Software
    sucht, landet nicht selten immer noch auf Wine oder VM-Tricksereien mit eine
    alten XP-Lizenz. Das ist der Zustand seit 2002 oder 2008. Wir haben aber 2011.

    Shuttleworth nicht kann nicht alles machen, und er musste sich schon massiv
    gegen eine bestimmte Gruppe durchsetzen die den Erfolg auf dem Desktop nie
    wollte (ja, das muss man so sagen!)

    Trotz allem Investment ist der Linux-Desktop immer noch eine zu stark
    technologische Spielwiese, wo es immer noch schnell hakelig wird wenn man
    das übliche Mail-Office-Surfen-Rezepte-ausdrucken verlässt. Das kann man
    auch in jedem beliebigen Supportforum nachlesen ("Da besorgst Du dir das
    Bios und diesen Kernelpatch und dieses und dann lies mal diese vier
    Seiten howto" - "Ich bin eine Mutti!" - "Ja und? Lerne!!!")

    Linux fehlen die 1000 Chinesenhacker, die mal 1 Jahr lang jede der 10000
    seit Jahren offenen Features in den Apps weg hacken. Sollen andere zum
    x-ten mal an *sehr guten* Unterbauten wie Akonadi basteln, der dann doch wie
    Sauerbier ignoriert wird - weil die Leute mit anderen Unsinn beschäftigt sind.

    Da wird ständig an Schritt 5 rumgemacht wenn Schritt 1 und 2 nie zu Ende
    geführt worden sind.

  9. Re: Linux-Desktop

    Autor: JanoschGnisleh 28.06.11 - 22:35

    M wie Meikel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JanoschGnisleh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin mir nicht sicher ob Linus dies als "Desktop"-Problem erachtet.
    > Ich
    > > glaube eher, daß damit die unvollständige Vereinheitlichung gemeint ist.
    > > Als Vergleich z.B. OSX, da hat man in so ziemlich jeder Apple-Anwendung
    > > eine Schnittmenge gemeinsamer Funktionen, z.B. Zoom per +[+/-],
    > > Bildschirmausschnitt per ++[4], drag and drop von der einen in die
    > andere
    > > Anwendung, etc.. Gute Linuxdistributionen wie Debian, etc. haben
    > natürlich
    > > andere Vorteile aber wenn's wirklich um das reine Arbeiten am Desktop
    > geht
    > > bestehen da schon ziemliche Unterschiede.
    >
    > Der Desktop-Markt besteht ja aus mehr als nur der Software für die GUI.
    > Treiber sind auch ein Faktor (den Linus ja angesprochen hat), Dinge wie
    > Stromsparfunkionen oder ACPI. Das ist vielleicht nicht exklusiv für den
    > Desktop relevant, aber es ist ein wichtiger Faktor.
    >
    > Und da die Treiber nach Linus' Vorstellung in den Kernel gehören, sind die
    > Kernel-Maintainer auch die ersten Ansprechpartner für Fragen dazu und nicht
    > die Hardware-Hersteller, die bei Windows oder MacOSX die Treiber liefern.

    Da er aber sagt, er hätte als Kernelentwickler kaum Einfluß auf den Desktoperfolg, vermute ich, daß er sich konkret eher auf KDE, Gnome und die Anwendungen bezieht.

  10. Re: Linux-Desktop

    Autor: ArnyNomus 29.06.11 - 00:54

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ArnyNomus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eine solche "vereinheitlichung" ist Aufgabe von freedesktop.org
    > > Linus kann da nicht mehr tun als jeder andere auch: Vorschläge machen,
    > > patches einreichen, forken.
    >
    > Was soll da bitte vereinheitlicht werden? Es ist ja nicht so, als wenn
    > irgendwie supergroßen Programme die es für Mac oder Windows gibt
    > dort jetzt "nur" noch als Problem haben, dass in KDE Alt+p Drucken
    > bedeutet, aber im "Linux Photoshop" Alt+p die Palette anzeigt.

    Freedesktop.org kümmert sich um viele dinge. Darunter fallen spezifikationen für einheitliche Menüs, Tastenkürzel und ähnliches. Zu viel um hier alles aufzulisten.

    > Linux hat weiter ein riesigen Applikationsproblem, die Treiberproblematik
    > ist inzwischen immer irgendwie lösbar. Jetzt entwickelt man an drei
    > verschiedenen Office Paketen mit Basisfunktionen, und schon wieder
    > ist ein Gnome-Umbau unterwegs. Anstelle die wenigen guten Apps
    > funktionell weiter zutreiben, wird ständig an Baustellen operiert die mehr
    > als gut genug sind.

    Auf auf, vereinige die Forks! Und heul nicht wenn du scheiterst. Frag dich mal warum es so viele Applicationen zu einem Anwendungsgebiet gibt. Das machen die nicht aus Jux und weil sies können, sondern weil die Zielsetzungen, das Projektmanagement, die Planungen oder die Grundstruktur des Projektes ihnen nicht zusagen. Das sind keine Beruflichen Programmierer, denen man sagen kann "Mach mal da mit, sonst kriegst du kein Geld". Die suchen sich ihre Projekte an denen sie Arbeiten selbst aus, und das wird niemand ändern können. Und jeder der auch nur ein wenig ahnung von der Open Source bewegung hat wird sich heftig gegen jeden wunsch das zu ändern wehren. Die Freiheit der Nutzer bei Open Source ist wichtig. Die Freiheit der Entwickler ist noch viel wichtiger.

    > Wer sich in den Linux-Desktop Foren umsieht und nach alternativer Software
    > sucht, landet nicht selten immer noch auf Wine oder VM-Tricksereien mit
    > eine
    > alten XP-Lizenz. Das ist der Zustand seit 2002 oder 2008. Wir haben aber
    > 2011.

    Ich komm - bis auf spiele - gut ohne Windows und wine aus.

    > Shuttleworth nicht kann nicht alles machen, und er musste sich schon
    > massiv
    > gegen eine bestimmte Gruppe durchsetzen die den Erfolg auf dem Desktop nie
    > wollte (ja, das muss man so sagen!)

    Shuttleworth ist nicht ganz unschuldig an dem was du da ankreidest. Mit Unity hat er neben KDE, Gnome und XFCE (und den zig tausend anderen) noch einen Kandidaten mehr in das rennen geschickt. Ich mag Shuttleworth nicht, die Politik hinter Ubuntu ist da der Hauptgrund. Einige seiner ideen sind ja nicht verkehrt, und einige seiner Ziele erstrebenswert, aber seine vorgehensweise stößt nicht nur bei mir auf protest. Würde aber auch hier den rahmen sprengen.

    > Trotz allem Investment ist der Linux-Desktop immer noch eine zu stark
    > technologische Spielwiese, wo es immer noch schnell hakelig wird wenn man
    > das übliche Mail-Office-Surfen-Rezepte-ausdrucken verlässt. Das kann man
    > auch in jedem beliebigen Supportforum nachlesen ("Da besorgst Du dir das
    > Bios und diesen Kernelpatch und dieses und dann lies mal diese vier
    > Seiten howto" - "Ich bin eine Mutti!" - "Ja und? Lerne!!!")

    Linux ist kein Windows. Linux will kein Windows sein. Linux hat eine andere Zielgruppe als Windows. Wer das nicht begreift darf sich nicht wundern wenn er vor den Kopf gestoßen wird. Man muss sich im Klaren sein was für anforderungen man an sein Betriebssystem stellt, bevor man es installiert. Wenn man das nicht macht, ist man bei jedem OS verloren. "Wie, windows 7 kann kein Ext4? Wo finde ich /dev/sda? Und wie heißt der Paketmanager für Windows?" <- das ist genau das gleiche level wie dein Beispiel, nur andersrum ;)

    > Linux fehlen die 1000 Chinesenhacker, die mal 1 Jahr lang jede der 10000
    > seit Jahren offenen Features in den Apps weg hacken. Sollen andere zum
    > x-ten mal an *sehr guten* Unterbauten wie Akonadi basteln, der dann doch
    > wie
    > Sauerbier ignoriert wird - weil die Leute mit anderen Unsinn beschäftigt
    > sind.

    1000? Was wollen wir mit so wenigen? Und für alles andere gilt: Open Source heißt auch, das jeder sich aussucht was er entwickelt, wo er mit entwickelt und aus welchen gründen. Du hast nicht das recht über die motive der entwickler zu richten.

    > Da wird ständig an Schritt 5 rumgemacht wenn Schritt 1 und 2 nie zu Ende
    > geführt worden sind.

    Das stimmt nicht. Schritt 1 und 2 werden zu oft wiederholt, obwohl schritt 3 an der reihe wäre. Die Dynamik innerhalb der Projekte ist aktuell noch viel zu stark, als das da bald mal ruhe einkehrt und sich die Entwicklerbasis stärker abzeichnet. Wie oben erklärt macht jeder was ihm in den Kram passt. Das ist auch gut so. Dem fortschritt dient das aber nur bedingt. Ich hab aber beobachtet das sich diese Dynamik langsam legt.

    Ich glaube in 5, 10 oder 15 jahren ist die Open Source gemeinde das effiziente Werkzeug um Software zu machen. Bis dahin werden immer wieder leute wie du auftauchen und - ignorierend was open source ausmacht - meckern das die leute immer und immer wieder das gleiche programmieren, statt ein Projekt vorran zu treiben. Hast du mal darüber nachgedacht das gerade die vielfalt viele dinge vorran treibt? Guck dir Gnome und KDE an. Die beiden ringen seit 10 jahren um die Nutzer und entwickler. Die Innovationen die Dabei entstanden sind hat Microsoft nicht mal im Ansatz zustanden gebracht.

  11. Re: Linux-Desktop

    Autor: Anonymer Nutzer 29.06.11 - 01:02

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotz allem Investment ist der Linux-Desktop immer noch eine zu stark
    > technologische Spielwiese, wo es immer noch schnell hakelig wird wenn man
    > das übliche Mail-Office-Surfen-Rezepte-ausdrucken verlässt.

    Ganz genau. Gab es erst eine xorg.conf kam dann irgendwann mal jemand auf die HAL Idee die auch nicht der Weisheit letzter Schluß war und jetzt durch Udev, Upower usw. abgelöst wurde was vielleicht irgendwann auch wieder ersetzt wird.
    Und was darauf aufsetzt muss dann auch immer angepasst werden.

  12. Re: Linux-Desktop

    Autor: teleborian 29.06.11 - 08:06

    Also das ist doch genau das was Ubuntu derzeit macht. Ich habe z.B. das Tool, welches die Kompatibilität prüft bereits durchlaufen lassen. Die Frage ist nun wie gut der Katalog im Netz ist.

  13. Re: Linux-Desktop

    Autor: Flying Circus 29.06.11 - 09:00

    M wie Meikel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und da die Treiber nach Linus' Vorstellung in den Kernel gehören, sind die
    > Kernel-Maintainer auch die ersten Ansprechpartner für Fragen dazu und nicht
    > die Hardware-Hersteller, die bei Windows oder MacOSX die Treiber liefern.

    Die Hersteller müßten die Treiber freigeben, damit sie in den Kernel wandern können und dann im besten Falle so einreichen, daß man sie einfach reinpacken kann, ohne allzuviel fummeln zu müssen. Dazu hatte Greg Kroah-Hartmann auch mal eine Initiative gestartet, um es den HW-Herstellern zu erleichtern.

  14. Re: Linux-Desktop

    Autor: Trockenobst 29.06.11 - 09:09

    ArnyNomus schrieb:

    > Ich glaube in 5, 10 oder 15 jahren ist die Open Source gemeinde das
    > effiziente Werkzeug um Software zu machen. Bis dahin werden immer wieder
    > leute wie du auftauchen und - ignorierend was open source ausmacht -
    > meckern das die leute immer und immer wieder das gleiche programmieren,

    OpenSource ist nicht OpenSource.
    Firefox ist Produktiv. Thunderbird ist Produktiv.

    Der hundertste Neuumbau von Gnome ist nicht produktiv. Die Zielgruppe
    die sie "damit" Suchen hat sie 10 Jahre ignoriert, warum sollen sie jetzt
    kommen?

    Die Zielplattformen der nächsten 10-15 Jahre sind hoch-usability Geräte
    wie Tablets, Touchscreens; wo man mit einem schütteln des Geräts ein
    Foto zu seinem Drucker schickt.

    Linux als "Bios-Erweiterung" im Android wird da sicherlich irgendwo laufen.
    Die Musik auf der "Oberfläche" werden andere spielen.

    Ich finde es toll das ein kleiner Afrikaner irgendwo in einem Dorf sein
    Ubuntu verwendet, seine Texte schreibt und Tuxracer spannend findet.

    Aber ich finde es dann schon bizarr, dass er in der Hauptstadt in der Uni
    dann am Win7 Laptop sitzt und dann feststellt "Achso, damit mache ich
    dann meine -Arbeit-?! Merkwürdig."

    Mag sein das sich viele mit der ersten Rolle zufrieden geben (müssen!)
    Dies liegt aber eben nicht daran das es nicht geht, das die Schnittstellen
    nicht "ausreichend" sind oder sonst was.

    Es fehlt simpel an der Lust und an der Möge. Und es gibt ja zum Glück
    genügend Auswahl, speziell was zukünftige Touchgeräte angeht. Bald
    eben auch Windows 8.

  15. Re: Linux-Desktop

    Autor: Schnarchnase 29.06.11 - 10:02

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der hundertste Neuumbau von Gnome ist nicht produktiv. Die Zielgruppe
    > die sie "damit" Suchen hat sie 10 Jahre ignoriert, warum sollen sie jetzt
    > kommen?
    >
    > Die Zielplattformen der nächsten 10-15 Jahre sind hoch-usability Geräte
    > wie Tablets, Touchscreens; wo man mit einem schütteln des Geräts ein
    > Foto zu seinem Drucker schickt.

    Merkste was? Gnome 3 orientiert sich recht stark an den Oberflächen der mobilen Geräte, aber das ist ja deiner Meinung nach nicht produktiv. Die widersprichst dir selbst, vielleicht solltest du die Diskussion alleine führen. ;)

  16. Re: Linux-Desktop

    Autor: ArnyNomus 29.06.11 - 13:11

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ArnyNomus schrieb:
    >
    > > Ich glaube in 5, 10 oder 15 jahren ist die Open Source gemeinde das
    > > effiziente Werkzeug um Software zu machen. Bis dahin werden immer wieder
    > > leute wie du auftauchen und - ignorierend was open source ausmacht -
    > > meckern das die leute immer und immer wieder das gleiche programmieren,
    >
    > OpenSource ist nicht OpenSource.
    > Firefox ist Produktiv. Thunderbird ist Produktiv.

    Sag mir was neues. Ich sprach aber von der Gesamtheit der Community, und die Anzahl der Projekte die du angekreidet hast wiegen mehr als Firefox und Thunderbird. Was ich nicht gut oder schlecht finde.

    > Der hundertste Neuumbau von Gnome ist nicht produktiv. Die Zielgruppe
    > die sie "damit" Suchen hat sie 10 Jahre ignoriert, warum sollen sie jetzt
    > kommen?

    Gnome 2 war produktiv.
    Gnome 3 habe ich nie getestet und werde ich wohl nie testen, da i3 alles bestens tut.

    > Die Zielplattformen der nächsten 10-15 Jahre sind hoch-usability Geräte
    > wie Tablets, Touchscreens; wo man mit einem schütteln des Geräts ein
    > Foto zu seinem Drucker schickt.

    Glaubst du das wirklich? ich denke nicht das der Desktop aussterben wird, gerade im Büro sind normale Desktops jeder anderen Form von Computer überlegen. Wie das im Privat-Bereich aussehen wird, darüber lässt sich streiten, was ich hier nicht möchte.

    > Linux als "Bios-Erweiterung" im Android wird da sicherlich irgendwo
    > laufen.
    > Die Musik auf der "Oberfläche" werden andere spielen.

    Linux ist ein KERNEL, keine Bios-erweiterung oder Boot-Hilfe... (das wäre grub)

    > Ich finde es toll das ein kleiner Afrikaner irgendwo in einem Dorf sein
    > Ubuntu verwendet, seine Texte schreibt und Tuxracer spannend findet.

    Ich verwende Arch, bin gut bezahlter Fachinformatiker und finde Tuxracer genauso spannend. Leben tu ich übrigens in einer großstadt.

    > Aber ich finde es dann schon bizarr, dass er in der Hauptstadt in der Uni
    > dann am Win7 Laptop sitzt und dann feststellt "Achso, damit mache ich
    > dann meine -Arbeit-?! Merkwürdig."

    Andersrum kann das genauso passieren. Es soll firmen geben die Linux seit jahren produktiv nutzen. Kommt da ein Win-user an, muss der sich damit genauso arrangieren wie ich mich jeden tag mit dem Windows auf arbeit arrangieren muss. Flexibilität ist 2011 ein muss.

    > Mag sein das sich viele mit der ersten Rolle zufrieden geben (müssen!)
    > Dies liegt aber eben nicht daran das es nicht geht, das die Schnittstellen
    > nicht "ausreichend" sind oder sonst was.

    Linux-User spielen eine Rolle? Und weißt heißt hier "zufrieden geben"? Ich benutze Linux weil es mir spaß macht, nicht weil ich keine andere wahl habe (die habe ich nämlich, msdnaa wartet auf mich).

    > Es fehlt simpel an der Lust und an der Möge. Und es gibt ja zum Glück
    > genügend Auswahl, speziell was zukünftige Touchgeräte angeht. Bald
    > eben auch Windows 8.

    Ich habe nichts gegen Windows, aber die Pläne für Win8 sind leicht merkwürdig. Aber bevor ich da jetzt drüber richte warte ich lieber ab, bis ich das mal 2-3 wochen auseinander gepult habe. Wenn man ein System kaputt spielt lernt man am besten wie es funktioniert :)

    Und ganz ehrlich? Es gibt hunderte von Halbwahrheiten und Falschaussagen über Linux die man so hört wenn man Otto-Normal-User auf Linux anspricht, das ich nicht glaube das im nächsten jahr eine signifikante Steigerung bei der Verbreitung zustande kommt. Eigentlich könnte es mir ja egal sein das so viele leute vorurteile, vorbehalte und missverständnisse haben, aber ich lasse das nie so stehen. Ich kläre alle Missverständnisse nach besten Wissen auf - Aber ganz wichtig: Ich nötige niemanden zu linux. Ich habe noch nie jemandem ein Linux installiert oder auch nur eine CD in die hand gedrückt, wenn ich nicht danach gefragt wurde. Während alle welt mich zu windows locken möchte, das ich wohl kenne, aber einfach nicht mag.

  17. Re: Linux-Desktop

    Autor: rohmux 29.06.11 - 14:39

    Linux soll so bleiben wie es ist. Ich komme damit sehr gut klar.
    Die Verbreitung ist so auch ok, denn es gibt keine Ernsthafte Virengefahr (weil eben die Verbreitung so gering ist). Ich profitiere von der kleineren Nutzergruppe.

    Windows wird ewig mit Viren und ähnlichem Kämpfen. Sollen sie, ich mag das System nicht und bin froh den Schritt zur freien Software gemacht zu haben.
    Und die Leute die immernoch jammern es gäbe keinen MSO Ersatz für Linux -> Wir brauchen das nicht, ein einfacher Texteditor und ein bisschen LaTeX macht das tausendmal besser. Den Text kann ich mit jeder Programmiersprache dynamisch erstellen (Datenbankschnittstelle usw.) und weiss, dass ich das Dokument auch in 100 Jahren (theoretisch) wieder genauso herstellen kann wie es angedacht war.

    Aber jetzt habe ich zuviel gesagt. Sonst ziehe ich noch User an und mache Linux zur Virenschleuder.

  18. Re: Linux-Desktop

    Autor: der Uli 29.06.11 - 16:46

    So es gibt keine MSO Ersatz?
    Wie wärs mit SoftMaker Office?
    http://www.softmaker.de/ofl.htm

  19. Re: Linux-Desktop

    Autor: NIKB 29.06.11 - 20:05

    der Uli schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So es gibt keine MSO Ersatz?
    > Wie wärs mit SoftMaker Office?
    > www.softmaker.de

    Ernsthaften Ersatz! Ein Ersatz, mit dem ich im Zweifel auch ein MSO ersetzen kann...und zwar im Sinne von: Ich brauche dann keine 200 neu zu schreibende Tools um den alten Umfang abbilden zu können...

  20. FULLACK! (kwT.)

    Autor: Der Kaiser! 29.06.11 - 20:34

    > Linux fehlen die 1.000 Chinesenhacker, die mal 1 Jahr lang jede der 10.000 seit Jahren offenen FeaturesBugs in den Apps weg hacken.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

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