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Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

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  1. Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: prof_kai 17.10.14 - 18:17

    Habe mir gerade den im Artikel verlinkten Golem Bericht über Lennart Poettering durchgelesen und frage mich gerade, ob die "Kritiker" ihre Kommentare auch in "Real Life" abgeben würden. Wir reden hier ja nicht von Kiddies aus Online Games, sondern Erwachsene Entwickler, vermutlich gebildet und talentiert, die so einen Stuss von sich geben!

    Was Torvalds angeht: Der Typ ist ehrlich, versteckt sich nicht hinter der Anonymität und das tolle ist doch, dass man einfach nur besser sein muss als er, um ihn "fertig" zu machen und muss nicht irgendwelche Morddrohungen befürchten!

  2. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: Dorsai! 17.10.14 - 18:50

    Vermutlich schon, denn schlimmes haben die Kritiker nicht gesagt. Es sind halt scharfe Kritik und ein paar Scherze auf LPs kosten gewesen. Die berühmte Morddrohung war beispielsweise ein Zweizeiler Joke ("#Do you know what a hitman costs? #We could pool some bitcoins") in irgendeinem IRC Channel.

    LP hatte dann nur grade mal wieder nen schlechten Tag und Sand in der Mumu und hat dann auf G+ Druck in Form von Opfergejammer abgelassen. Solche Leute wie er brauchen einfach die Publicity und dass "Ich gegen die Welt" und "Ich werds euch schon noch zeigen Gefühl". Solche Leute wie LP haben Feinde, nicht weil sie sich diese machen, sondern weil sie sich sie einbilden.

    Was Linus angeht sehe ich es absolut identisch wie er, Technologie ist kein Kaffeekränzchen sondern es geht um Fakten und um Standpunkte. Und die wollen auch entsprechend verteidigt werden. Natürlich sind Beleidigungen immer Kontraproduktiv. Aber konstruktive Kritik, evtl. mit harten (!= beleidigenden) Worten untermalt ist immer sinnvoll. Man muss einfach lernen bei sachlichen Diskussionen gegenüber persönlichen emotionale Gefühle trennen, dann klappt das auch mit dem Nachbarn.

    Dieser Feelgood Kuscheloverhead den viele Leute aus dem BWL/Geisteswissenschaften/etc. Umfeld da gewohnt sind braucht es einfach nicht zwischen rational denkenden Menschen in einer sachlichen Diskussion.

  3. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: Casandro 17.10.14 - 18:51

    Ja, Poettering würde ich in jedem Falle auch im RL kritisieren. Ganz einfach deshalb, weil er sachlich falsch liegt. Die Argumente gegen ihn ignoriert er relativ arrogant. Er scheint zu glauben, er sei was besseres als Generationen von Entwicklern vor ihm. Er scheint zu glauben, er könne Konzepte zum Erfolg bringen an denen jeder, inklusive Microsoft scheiterte.

    Natürlich geht so was wie Morddrohungen nicht. Aber Poettering beschwert sich aber schon über die Boykottbewegung gegen Systemd oder darüber, dass jemand vorschlägt xbill zu patchen.

  4. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: TrudleR 17.10.14 - 19:05

    Dorsai! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss einfach lernen
    > bei sachlichen Diskussionen gegenüber persönlichen emotionale Gefühle
    > trennen, dann klappt das auch mit dem Nachbarn.

    Genau das kann man auch anders verstehen. Man sollte das wirklich trennen, aber beim Kritik ABGEBEN und nicht beim empfangen.

    Persönliche Beleidigungen haben in einer sachlichen Diskussion NICHTS zu suchen! Man darf sich schon in die Haare kriegen, aber es sollte um die SACHE gehen und nicht um die Anzahl Pickel im Gesicht.

    Wer das nicht versteht, sollte auch nicht in einem Team arbeiten.

  5. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: SelfEsteem 17.10.14 - 19:08

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, Poettering würde ich in jedem Falle auch im RL kritisieren. Ganz
    > einfach deshalb, weil er sachlich falsch liegt.
    Immer und ueberall, oder bei etwas speziellem?

    > Die Argumente gegen ihn
    > ignoriert er relativ arrogant.
    Warum sollte man Argumente gegen eine Person auch ernst nehmen? Sind wir hier im Kindergarten?

    > Er scheint zu glauben, er sei was besseres
    > als Generationen von Entwicklern vor ihm.
    Die besten der besten waren immer besser, als alle vor ihnen. Unmoeglich ist es zumindest nicht.
    Ist evtl. jemand gekraenkt, weil er sich vom Thron geschubst fuehlt (was vermuten laesst, dass die Probleme ohnehin ganz wo anders liegen und eher nicht technischer Natur sind ... ).

    > Er scheint zu glauben, er könne
    > Konzepte zum Erfolg bringen an denen jeder, inklusive Microsoft
    > scheiterte.
    ?????
    Was soll der Unsinn?


    > Aber Poettering beschwert
    > sich aber schon über die Boykottbewegung gegen Systemd
    Weil diese Bewegung auch voellig idiotisch ist vielleicht? Echte, existierende Argumente werden praktisch nicht genutzt, stattdessen jedoch unzaehlig Kinderkacke ("Nutzt keine Distro, die Systemd einsetzt, setzt Exherbo und Funtoo auf euren Servern ein" -> Die Jungs haben so dermassen einen an der Klatsche ... ).

    > oder darüber, dass
    > jemand vorschlägt xbill zu patchen.
    Weil schon wieder Kinderkacke vielleicht?
    Mir wuerds auch tierisch auf die Glocken gehen, wenn ein haufen wildgewordener Admins (afaik kommt die Empoerung groesstenteils aus der Admin- und nicht aus der Dev-Ecke, aber kann mich natuerlich taeuschen), die zu faul sind, sich etwas neues anzusehen, mich zum neuen Feindbild der Nation erklaeren.

    Und das sollen die sachlichen Argumente sein, die du anfangs noch erwaehnst? Wer auf dieser Schiene operiert, hat doch 'ne Vollmeise.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.14 19:10 durch SelfEsteem.

  6. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: Casandro 17.10.14 - 19:12

    Ich hab mal in einer Firma gearbeitet, in der auch ein "Poettering" saß. Der war in einer anderen Abteilung und hat ein technisches Problem sehr ungünstig gelöst. Deshalb hat das unter bestimmten, ziemlich wichtigen, Bedingungen nicht funktioniert, was mehr oder weniger vorhergesagt werden konnte. In der darauf folgenden Aussprache in dem wir ihm, zurecht, kritisiert haben, hat er dann abwechselnd seinen Fehler bestritten, dann zugegeben, dann bestritten. Er war nicht in der Lage auf Argumente eingehen und redete immer dazwischen.
    Im Prinzip war das ungefähr so:
    http://www.youtube.com/watch?v=qm_I9jCGjA4

  7. wie viele projekte scheitern durch ja-sagern?

    Autor: ubuntu_user 17.10.14 - 19:24

    prof_kai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe mir gerade den im Artikel verlinkten Golem Bericht über Lennart
    > Poettering durchgelesen und frage mich gerade, ob die "Kritiker" ihre
    > Kommentare auch in "Real Life" abgeben würden. Wir reden hier ja nicht von
    > Kiddies aus Online Games, sondern Erwachsene Entwickler, vermutlich
    > gebildet und talentiert, die so einen Stuss von sich geben!
    >
    > Was Torvalds angeht: Der Typ ist ehrlich, versteckt sich nicht hinter der
    > Anonymität und das tolle ist doch, dass man einfach nur besser sein muss
    > als er, um ihn "fertig" zu machen und muss nicht irgendwelche Morddrohungen
    > befürchten!

    http://www.heise.de/developer/meldung/Linus-Torvalds-wettert-gegen-Compiler-Collection-GCC-4-9-2268920.html

    besser wenn man oben wenigstens wen hat, der klartext redet und auch weiß, dass er ausfallend wird. ein ballmer hält sich ja für gott und benimmt sich weitaus schlimmer

  8. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: SelfEsteem 17.10.14 - 19:31

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab mal in einer Firma gearbeitet, in der auch ein "Poettering" saß.
    > Der war in einer anderen Abteilung und hat ein technisches Problem sehr
    > ungünstig gelöst. Deshalb hat das unter bestimmten, ziemlich wichtigen,
    > Bedingungen nicht funktioniert, was mehr oder weniger vorhergesagt werden
    > konnte. In der darauf folgenden Aussprache in dem wir ihm, zurecht,
    > kritisiert haben, hat er dann abwechselnd seinen Fehler bestritten, dann
    > zugegeben, dann bestritten. Er war nicht in der Lage auf Argumente eingehen
    > und redete immer dazwischen.
    > Im Prinzip war das ungefähr so:
    > www.youtube.com

    Und ich hab mal in einer Firma gearbeitet, in der ich eine Hand voll Leute mal ziemlich uebel und mit ziemlich doller Lautstaerke zusammengefaltet habe, weil sie meinten, auf einem Mitarbeiter rumhacken zu muessen, dessen Konzepte sie schlicht nicht verstanden haben.
    Und weisst du, warum sie sie nicht verstanden hatten? Weil sie es die letzten 10 Jahre lang nicht fuer noetig gehalten haben, sich mal etwas weiterzubilden.

    Insofern ... vielleicht hat der Typ einen super Job gemacht und ihr habts nur nicht kapiert? Vielleicht haette es in der Situation ja jemanden wie mich gebraucht, der euch dafuer einen saftigen Einlauf verpasst?

    Nun, man weiss es nicht.

  9. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: Casandro 17.10.14 - 19:33

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Casandro schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, Poettering würde ich in jedem Falle auch im RL kritisieren. Ganz
    > > einfach deshalb, weil er sachlich falsch liegt.
    > Immer und ueberall, oder bei etwas speziellem?

    Moment, warum wechselst Du jetzt das Thema? Der Kontext meiner Aussage war doch klar?

    > > Die Argumente gegen ihn
    > > ignoriert er relativ arrogant.
    > Warum sollte man Argumente gegen eine Person auch ernst nehmen? Sind wir
    > hier im Kindergarten?

    Ja, ich habe mich unscharf ausgedrückt, ich meinte natürlich Argumente gegen seine Ansichten. Dafür möchte ich mich entschuldigen aber gleichzeitig anmerken, dass dies eine häufige Verkürzung ist, und die gewollte Bedeutung aus dem Kontext klar ist... aber das hat hier nichts mit dem Thema zu tun.

    > > Er scheint zu glauben, er sei was besseres
    > > als Generationen von Entwicklern vor ihm.
    > Die besten der besten waren immer besser, als alle vor ihnen. Unmoeglich
    > ist es zumindest nicht.

    Richtig, jedoch gingen die Leute vor ihm immer sehr offen mit Kritik um, und stellten ihre Sache nie als "Die Wahrheit" dar. Nur der objektive Erfolg gab ihnen Recht.

    > Ist evtl. jemand gekraenkt, weil er sich vom Thron geschubst fuehlt (was
    > vermuten laesst, dass die Probleme ohnehin ganz wo anders liegen und eher
    > nicht technischer Natur sind ... ).

    Entschuldigung, die Argumente gegen Poetterings Arbeit basieren auf objektiven Kriterien. Die Argumente gegen Poettering basieren auf seiner Arbeit und beziehen sich nur auf die Aspekte seiner Arbeit. Poettering ist kein guter Softwaredesigner und er scheint das nicht zu verstehen, das macht ihn aber nicht zu einem "schlechten Menschen", was immer das sein mag.

    > > Er scheint zu glauben, er könne
    > > Konzepte zum Erfolg bringen an denen jeder, inklusive Microsoft
    > > scheiterte.
    > ?????
    > Was soll der Unsinn?

    Das ist eine Anspielung auf binäre Logdateien, aufwändige Startsysteme und die Abkehr vom UNIX-Prinzip.

    > > Aber Poettering beschwert
    > > sich aber schon über die Boykottbewegung gegen Systemd
    > Weil diese Bewegung auch voellig idiotisch ist vielleicht? Echte,
    > existierende Argumente werden praktisch nicht genutzt, stattdessen jedoch
    > unzaehlig Kinderkacke ("Nutzt keine Distro, die Systemd einsetzt, setzt
    > Exherbo und Funtoo auf euren Servern ein" -> Die Jungs haben so dermassen
    > einen an der Klatsche ... ).

    Naja, die Argumente der Beführworter von Systemd sind ja jetzt auch nicht gerade überragend. Und, wenn ich mir mal so anschaue was Du sagst, muss ich sagen, dass das auch nicht viel mehr ist als derailing.

    > > oder darüber, dass
    > > jemand vorschlägt xbill zu patchen.
    > Weil schon wieder Kinderkacke vielleicht?
    > Mir wuerds auch tierisch auf die Glocken gehen, wenn ein haufen
    > wildgewordener Admins (afaik kommt die Empoerung groesstenteils aus der
    > Admin- und nicht aus der Dev-Ecke, aber kann mich natuerlich taeuschen),
    > die zu faul sind, sich etwas neues anzusehen, mich zum neuen Feindbild der
    > Nation erklaeren.

    Du, das Problem ist, die Admins verwenden Linux, weil dort eben ein einfaches Startsystem ist, das man, wenn es mal kaputt ist, reparieren kann. Die stehen vor der Wahl entweder ein Windows zu nehmen, in dem genau die Fehler begangen wurden die Systemd jetzt wiederholt, oder ein Linux, bei dem diese Fehler noch nicht begangen wurden. Deshalb haben die überhaupt Linux verwendet.

    > Und das sollen die sachlichen Argumente sein, die du anfangs noch
    > erwaehnst? Wer auf dieser Schiene operiert, hat doch 'ne Vollmeise.

    Eigentlich könnte ich Deinen Tonfall schon so stehen lassen, aber zählen wir doch noch mal einige der Argumente gegen systemd auf:
    1. Es ist ein Codemonster mit 250k Zeilen, das macht die Wartung schwieriger und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Fehlern. Dazu muss für jedes Update von systemd das System neu gestartet werden.
    2. Systemd läuft mit pid 0. Wenn das sich beendet fährt sich der Kernel herunter. Deshalb lässt man traditionell nur ein kleines Programm dort laufen, welches sehr wahrscheinlich nicht abstürzen wird. Bei Systemd ist das, siehe Punkt 1, nicht so einfach möglich.
    3. Einer der Vorzüge unter Linux/Unix ist, dass man Komponenten relativ einfach austauschen kann. Ich kann relativ einfach mein Logging-System oder den cron austauschen. Im Prinzip läuft das auf das Installieren eines Programmes hinaus. Da alle Schnittstellen nicht nur offen, sondern auch noch möglichst einfach sind, ist das kein Problem. Systemd verlangt aber kompliziertere Schnittstellen, die nicht mit den bestehenden kompatibel sind. Man kann nicht so einfach ein anderes Loggingmodul bauen wie das normalerweise möglich wäre. Weite Teile von Linux wurden so schon ausgewechselt. Dank der Unix-Philosophie konnte zum Beispiel OpenSSH (nicht zu verwechseln mit OpenSSL) mit wenig Aufwand von OpenBSD auf Linux portiert werden. Und selbstverständlich kann ich auch den ntpd oder OpenNTPD installieren. Beide Programme sind in 99% der Fälle einfach austauschbar.

    Ich könnte da ja jetzt noch weiter machen, aber wahrscheinlich wirst Du Dich jetzt an einer Formulierung aufhängen. Das ist halt typisches Trollverhalten.

  10. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: widardd 17.10.14 - 19:46

    Schau dir einfach Poetterings Art und Weise im Vortrag von datenwolf an um deine Frage zu beantworten. ;)

  11. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: SelfEsteem 17.10.14 - 19:58

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Und das sollen die sachlichen Argumente sein, die du anfangs noch
    > > erwaehnst? Wer auf dieser Schiene operiert, hat doch 'ne Vollmeise.
    >
    > Eigentlich könnte ich Deinen Tonfall schon so stehen lassen,
    Vielleicht noch eine Anmerkung: Die Vollmeise war natuerlich nicht auf dich gerichtet, sondern gegen den xBill-Patch. Aber wie dem auch sei


    > aber zählen
    > wir doch noch mal einige der Argumente gegen systemd auf:
    > 1. Es ist ein Codemonster mit 250k Zeilen,
    Aehm ... das ist Unfug, weil falsch? Das mag fuer die ganzen Tools zusammen gelten, aber mehr auch nicht.

    > das macht die Wartung
    > schwieriger und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Fehlern.
    Wuerde es, wenn es stimmen wuerde ...

    > Dazu muss für
    > jedes Update von systemd das System neu gestartet werden.
    Falsch


    > 2. Systemd läuft mit pid 0.
    Nein, mit Pid 1


    > Wenn das sich beendet fährt sich der Kernel
    > herunter.
    Falsch, ein systemd-Absturz zwingt nicht die ganze Maschine in die Knie. Das ist einfach Unsinn.

    > Deshalb lässt man traditionell nur ein kleines Programm dort
    > laufen, welches sehr wahrscheinlich nicht abstürzen wird. Bei Systemd ist
    > das, siehe Punkt 1, nicht so einfach möglich.
    Die Schlussfolgerung waere korrekt, wenn das, worauf du dich stuetzt, denn korrekt waere. Ist es aber nicht, daher leider: Falsch


    > 3. Einer der Vorzüge unter Linux/Unix ist, dass man Komponenten relativ
    > einfach austauschen kann. Ich kann relativ einfach mein Logging-System oder
    > den cron austauschen.
    Wuesste nicht, warum Systemd dich daran hindern sollte. Im Zweifelsfall kann man auch Systemd gegen ein SysV-Init ersetzen. Also bitte.

    > Im Prinzip läuft das auf das Installieren eines
    > Programmes hinaus. Da alle Schnittstellen nicht nur offen, sondern auch
    > noch möglichst einfach sind, ist das kein Problem. Systemd verlangt aber
    > kompliziertere Schnittstellen, die nicht mit den bestehenden kompatibel
    > sind.
    Das ist zwar so nicht per se falsch, aber ... weisst du denn, was das genau bedeutet? Weil ... fuer den Normalsterblichen ist das voellig irrelevant. Lediglich fuer Programmierer kann das interessant sein.

    > Dank der Unix-Philosophie konnte zum Beispiel OpenSSH (nicht
    > zu verwechseln mit OpenSSL) mit wenig Aufwand von OpenBSD auf Linux
    > portiert werden.

    Die Unix-Philosophie sagt nicht, dass man eigene Features zu ignorieren hat, wenn sie sonst noch keiner umgesetzt hat.
    Siehe Solaris Zones.

    > Und selbstverständlich kann ich auch den ntpd oder
    > OpenNTPD installieren. Beide Programme sind in 99% der Fälle einfach
    > austauschbar.
    Warum sollte systemd hier stoeren? Du saugst dir doch voelligen Schwachsinn aus den Fingern, der so einfach nicht stimmt.

    > Ich könnte da ja jetzt noch weiter machen, aber wahrscheinlich wirst Du
    > Dich jetzt an einer Formulierung aufhängen.
    Ich moechte mich hier ueberhaupt nicht an Formulierungen aufhaengen.

    > Das ist halt typisches
    > Trollverhalten.
    Typisches Trollverhalten? Du verzapfst hier fachlich voellig falschen Unsinn und ich bin hier der Troll?
    Waerst du lieber ungestoert, waehrend du gegen etwas wetterst, das du offensichtlich nicht verstehst?

    Du bist sicher ein netter Mensch, aber sieh dir bitte mal die Argumentation beider Seiten an und beschaeftige dich etwas mit den Themen.
    Es ist echt nervtoetend, wenn permanent gemeckert wird, aber nicht etwa nennenswerte Argumente vorgebracht, sondern nur immer und immer und immer irgendwelche schwachsinnigen Mythen vorgetragen werden (250.000 Zeilen Code -> Unsinn! ).

    //edit: Und bitte, die Betonung liegt auf "beschaeftige dich" damit und schreib nich wild irgendwelchen Unfug von irgendwelchen dubiosen Seiten ab ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.14 20:06 durch SelfEsteem.

  12. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: SelfEsteem 17.10.14 - 19:59

    widardd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schau dir einfach Poetterings Art und Weise im Vortrag von datenwolf an um
    > deine Frage zu beantworten. ;)

    Jop, eigentlich haette man Datenwolf kurz vor versammelter Mannschaft zusammenbruellen sollen.

    Erst Menschen in die Tonne treten wollen, dann aber fachlich nicht standhalten koennen, geht halt mal garnicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.14 20:00 durch SelfEsteem.

  13. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: menno 17.10.14 - 20:24

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Casandro schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    [...]
    > > oder darüber, dass
    > > jemand vorschlägt xbill zu patchen.
    > Weil schon wieder Kinderkacke vielleicht?
    > Mir wuerds auch tierisch auf die Glocken gehen, wenn ein haufen
    > wildgewordener Admins (afaik kommt die Empoerung groesstenteils aus der
    > Admin- und nicht aus der Dev-Ecke, aber kann mich natuerlich taeuschen),
    > die zu faul sind, sich etwas neues anzusehen, mich zum neuen Feindbild der
    > Nation erklaeren.
    [...]

    Ich bin Admin, sprich, ich setzte das Zeug ein, was bei Debian geliefert wird.
    Ich bin ganz froh, dass sich da nicht alles rasend schnell ändert, denn ein Admin hat etwas mehr zu tun, als vor nem Rechner sitzen.
    Init macht für mich seinen Job.
    Mit rsyslog bin ich glücklich, wenn ich will logt er auch in eine Datenbank.
    Wozu was neues? Weil's neu ist?

    Du kannst das für ne bescheuerte Einstellung halten.
    Aber wie gesagt, ich hab noch anderes zu tun.

    Poettering hat sich mit PuleAudio ein wenig unbeliebt gemacht.
    Wurde zu früh auf die user losgelassen.
    Wenn es bei systemd genauso zugeht, na, dann bleibe ich bei init.

  14. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: SelfEsteem 17.10.14 - 20:34

    menno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du kannst das für ne bescheuerte Einstellung halten.
    > Aber wie gesagt, ich hab noch anderes zu tun.

    Ganz ehrlich: Ich halte es _nicht_ fuer eine bescheuerte Einstellung, mit etwas gluecklich zu sein, so wie du es beschreibst.
    Ich halte es noch nicht mal fuer eine bescheuerte Einstellung, aus dem Bauch heraus und ganz spontan nicht sooo die Lust zu haben, sich hauruck in ein gigantisches, neues Themengebiet einzuarbeiten (ob systemd jetzt sooo gigantisch fuer den User ist, sei dahingestellt).

    Fuer eine vollkommen bescheuerte Einstellung halte ich es erst, wenn Leute ein Vielfaches des Aufwandes, den sie zur Einarbeitung in ein neues Thema braeuchten, in den Kampf gegen die Einfuehrung dieses Themas (bzw. in diesem Fall systemd) stecken.
    Ich mein ... braeuchte wirklich jemand Wochen oder gar Monate an Arbeit, um endlich mit systemd klarzukommen? Eher nicht. Jedoch stecken die Leute tatsaechlich Wochen und Monate ihrer Lebenszeit in die Bekaempfung von systemd.
    Das ist in der Tat voellig bescheuert.

    Und um den eigenen Standpunkt zu untermauern, werden dabei noch voellig hirnlose Argumente zusammenge*******n ("Systemd will euch an Redhat binden, verleibt sich eure Seele ein und frisst kleine Kinder").

    > Poettering hat sich mit PuleAudio ein wenig unbeliebt gemacht.
    > Wurde zu früh auf die user losgelassen.
    > Wenn es bei systemd genauso zugeht, na, dann bleibe ich bei init.
    Ich wuenschte die Hetz-Trolle wuerden es so sehen wie du ;)
    Mir persoenlich ist doch relativ unklar, warum die Leute auf das Thema so reagieren, als wuerden sie mit Waffe an der Stirn dazu gezwungen werden, waehrend sie jedoch einfach etwas anderes nutzen koennen (gerade auf dem Server, wo es so bald wohl kein kwin_wayland mit Logind-Abhaengigkeit geben wird).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.14 20:37 durch SelfEsteem.

  15. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: DNAofDeath 18.10.14 - 01:22

    > Du bist sicher ein netter Mensch, aber sieh dir bitte mal die Argumentation
    > beider Seiten an und beschaeftige dich etwas mit den Themen.
    > Es ist echt nervtoetend, wenn permanent gemeckert wird, aber nicht etwa
    > nennenswerte Argumente vorgebracht, sondern nur immer und immer und immer
    > irgendwelche schwachsinnigen Mythen vorgetragen werden (250.000 Zeilen Code
    > -> Unsinn! ).

    1. Zu nett formuliert, das war unnötig
    2. Genau aus solchen Gründen ist es angebracht den Zaunpfahl zum Winken zu benutzen, damit das ewige Scheiße Verzapfen zumindest nicht exponentiell über die Zeit zu nimmt.

  16. Re: wie viele projekte scheitern durch ja-sagern?

    Autor: QDOS 18.10.14 - 02:16

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ein ballmer hält sich ja für gott und benimmt sich weitaus schlimmer
    ??? Ballmer hat zwar mal überhaupt nichts mit der Diskussion zu tun, aber er hielt sich als CEO sicher nicht für Gott…

  17. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: QDOS 18.10.14 - 02:29

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Abkehr vom UNIX-Prinzip.
    Na, passt doch dann zum Rest der aktuellen unixoiden Systeme, da hält sich doch eh kaum eine Anwendung an die Kernidee ("Write programs that do one thing and do it well."), welcher immer als UNIX-Philosophie bezeichnet wird…

  18. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: Der schwarze Ritter 18.10.14 - 09:06

    Dorsai! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was Linus angeht sehe ich es absolut identisch wie er, Technologie ist kein
    > Kaffeekränzchen sondern es geht um Fakten und um Standpunkte. Und die
    > wollen auch entsprechend verteidigt werden. Natürlich sind Beleidigungen
    > immer Kontraproduktiv. Aber konstruktive Kritik, evtl. mit harten (!=
    > beleidigenden) Worten untermalt ist immer sinnvoll. Man muss einfach lernen
    > bei sachlichen Diskussionen gegenüber persönlichen emotionale Gefühle
    > trennen, dann klappt das auch mit dem Nachbarn.

    So ein Quatsch. Dadurch verbaut man sich einfach selbst viel zu viel. Habe nicht selten erlebt, dass ein genialer Entwickler wirklich gute Arbeit abgeliefert hatte, der aber halt nicht imstande war, bei einer lautstarken Diskussion seine Seite gleich laut zu verteidigen. Dadurch wurde das schlechtere Ergebnis des lauteren Diskussionsteilnehmers nicht selten übernommen, auch weil der viel bessere Entwickler einfach keine Lust hatte, sich so zu unterhalten. Gearscht war letztlich dann aber nur die Firma, sonst niemand.

  19. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: nicoledos 18.10.14 - 10:36

    so sehe ich das auch.

    In einer fachlichen Auseinandersetzung gibt nie einen Grund sich persönliche Beleidungen an den Kopf zu werfen. Jegliche Entscheidungen kann man auch fachlich begründen. Wenn nicht, ist die Entscheidung falsch. Jeder Projektmanager sollte mal an einem Kurs für Moderation oder auch Konfliktmanagement teilnehmen.

    Mieses verhalten kann auch irgendwann auf einem wieder zurück kommen. Man trifft die Leute wieder bei Kunden, Partnern, ... . Dann wird geredet und der neue Auftrag oder der neue Job ist verloren.

  20. Re: Würde sich die Community auch in Real Life so verhalten?

    Autor: spiderbit 18.10.14 - 19:46

    kann ich nicht bestaetigen, schau dir nur wie verbittert versucht wurde Debian dran zu hindern systemd als default zu machen, das endete soweit ich mich erinnere beim Ruecktritt des Oberhammels in dem Gremium, der irgend so ne Canonical Nase war.

    Das war hoechst persoenlich, und auch zu Poetterin hab ich etliche Kommentare in einigen Foren gelesen die zu tiefst mit Hass erfuellt ware, weil Sachlich ausser die blosse Grundlose Abneigung von Systemd oder Poettering nimmer viel ueber blieb ausser, 1. Pulseaudio hatte bei mir mal 1-2 bugs ganz schlimme software, also muss systemd auch scheisse sein 2. wird noch irgendwas wagen von Unix-Philosophy daher gesabbelt.

    Also was bleibt uebrig an echter Substantz bei der Kritik der pure Hass auf eine Person, mag ausnahmen geben wo das anders ist, aber bei den meisten war das definitiv so.

    Und jetzt wenn er gut dosiert mal darauf ein geht, das es bei den Beleidigungen udn bei Flamewars eben eine Grenze geben sollte und nicht schon irgendwo wenn auch nur zum Spass, Mordaufrufe getaetigt werden, wird ihm auch noch das vorgeworfen, das er ein Opfer sei.

    Gehts noch hast du nen muslimischen Hintergrund, kenne dieses Vorhalten und die beschimpfungen als "DU OPFER" nur aus der Szene.

    Ich spuere formlich deine zumidnest Abneigung gegenueber ihm Persoenlich, ich habe auch meine Probleme mit Linus wuerde aber niemals ihn so Hart und persoenlich herunter machen und ihm seine Kompetenz fachlich ab sprechen, besonders als einer wie du und ich der noch nix auf die reihe gebracht hat was an weder Linus noch Poetterings Arbeit heran reicht.

    Ich kann mich nicht an irgend eine Diskussion / Flamewar erinnern wo sachlich so wenig substanz in der Kritik ohne jegliche brauchbare Argumente gegen jemand gebracht wurde und gleichzeitig es so persoenlich und verbissen gelaestert wurde.

    Das einzige argument das kommt ist quasi, es soll sich nix aendern und frueher war alles besser. Sonst muesste ich ja noch 1-2 andere Konsolenkommandos lernen, und ja pulseaudio ist ja so scheisse das es 99% der Linuxer heute benutzen, hat sich ja gezeigt wie schlecht es ist.

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