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Er hat's begriffen.

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  1. Er hat's begriffen.

    Autor: Himmerlarschundzwirn 24.05.12 - 09:56

    Eine Firma, die ihre Software rein nach ideologischen Kriterien auswählt, halte ich in diesem Bereich ohnehin für... sagen wir mal unflexibel. Aber in puncto Funktionalität muss sich OSS eben unabhängig von der Ideologie auch mit proprietärer Software messen können, das ist allzu oft nicht der Fall. Nur ist auf dieser Ebene hier leider kaum eine Diskussion möglich, weil am Ende doch wieder die Ideologie die treibende Kraft bei der Argumentation ist.

  2. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Anonymer Nutzer 24.05.12 - 10:10

    Und die Kosten nicht vergessen: Nur weils OSS ist, ist es nicht kostenlos! Das verstehen viele Leute irgendwie nicht... und dass gekaufte Software auch billiger sein kann passt den Fanatikern auch nicht in den Kram!

  3. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Wahrheitssager 24.05.12 - 10:11

    > Aber in puncto Funktionalität muss sich OSS eben unabhängig von der Ideologie auch mit proprietärer Software messen können, das ist allzu oft nicht der Fall

    Hmm... kommt doch an was man vergleicht. Wenn man eine Software vergleicht die von einigen Hobbyprogrammierern in ihrer Freizeit ohne Bezahlung gemacht werden und diese auch klar kommunizieren, dass es ein Hobbyprojekt ist, kann man es doch wohl kaum mit einem großen von Firmen gestützten Projekt vergleichen.
    Das gilt übrigens für beides proprietäre und freie Software.

    Wenn ich mir Virtualisierer Anschaue beispielsweise. Da kann KVM schon lange auch mit proprietärer Konkurenz mithalten.
    Ähnlich geht es auch mit anderen Sachen die im OpenSource Bereich für Firmen angeboten wird.

  4. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Wahrheitssager 24.05.12 - 10:12

    > und dass gekaufte Software auch billiger sein kann passt den Fanatikern auch nicht in den Kram!

    FLOSS gibts auch zu kaufen, siehe RedHat und co.
    Und klar kostet Software im Firmenumfeld immer etwas. Kostenlos ist nix.

  5. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Himmerlarschundzwirn 24.05.12 - 10:13

    Naja bei "Großprojekten" wie z.B. der Linux-Umstellung der Stadt München sind die Preise sowieso Verhandlungssache. Da bezahl doch keiner Listenpreise. Und wenn OSS wirklich qualitativ gleichwertig ist, dann müssen sich die CSS-Anbieter sowieso nen Kopf machen, wie sie entweder die höheren Preise senken oder zumindest vor dem Kunden rechtfertigen können.

  6. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Himmerlarschundzwirn 24.05.12 - 10:17

    Richtig, es gibt genug Beispiele für OSS, die genauso gut oder sogar besser ist, als proprietäre Pendants. Gerade was Betriebssysteme angeht, Linux hat definitiv mit großen Schritten aufgeholt. Aber wenn ich mir z.B. einen Exchange-Server + Outlook alleine schon angucke, da ist mir schlicht keine Lösung bekannt, die so komfortabel arbeitet. Dazu kommen dann Geschichten wie Sharepoint und die restliche Office-Suite. Dieses "Bundle" wird einfach von keiner OSS-Kombination so gut abgedeckt, zumindest wäre mir eine solche nicht bekannt. Aber dann kommen natürlich wieder die aus ihren Löchern, die schon alleine deshalb meckern, weil die Lösung vom bösen Microsoft ist. Das ist doch keine Diskussionsgrundlage, so eine Einstellung.

  7. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: inb4 24.05.12 - 10:19

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Firma, die ihre Software rein nach ideologischen Kriterien auswählt,
    > halte ich in diesem Bereich ohnehin für... sagen wir mal unflexibel. Aber
    > in puncto Funktionalität muss sich OSS eben unabhängig von der Ideologie
    > auch mit proprietärer Software messen können, das ist allzu oft nicht der
    > Fall. Nur ist auf dieser Ebene hier leider kaum eine Diskussion möglich,
    > weil am Ende doch wieder die Ideologie die treibende Kraft bei der
    > Argumentation ist.

    grundsätzlich stimme ich dir zwar zu, jedoch bin ich auch der meinung, ideologien sollten immer einen hohen stellenwert behalten. man sieht bei größeren, meist an der börse gelisteten, firmen, dass alles nur noch gewinnmaximierend bedacht wird. eine ideologie schützt häufig auch die menschlichere seite an firmen, sowie die altruistischen werte.

    zu früh, hirn interner formulierungsapparat noch nicht ganz hochgefahren ...

  8. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Himmerlarschundzwirn 24.05.12 - 10:34

    Ideologien sind ja sicherlich auch bei einigen Themen wichtig. Entsteht mein Produkt unter dem Einfluss von Kinderarbeit? Schädigt meine Produktion die Umwelt in unnötigem Maße? Ist meine Arbeitsweise fair gegenüber allen, die damit in Kontakt kommen? Sowas kann man sich sicherlich fragen. Aber bei proprietärer Software (die jahrzehntelang Gang und Gäbe war) jetzt, weil es grad hip ist, die Ohren zuzumachen und Lalala zu singen, finde ich halt unflexibel.

  9. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Wahrheitssager 24.05.12 - 10:39

    > Aber bei proprietärer Software (die jahrzehntelang Gang und Gäbe war) jetzt, ....

    Das war mit Kinderarbeit auch mal der Fall, die war auch mal "Gang und Gäbe".

    Unflexibel ist es für eine Firma, die von der Herstellerfirma einer bestimmten Software abhängig ist.

  10. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: ichbinsmalwieder 24.05.12 - 10:42

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm... kommt doch an was man vergleicht. Wenn man eine Software vergleicht
    > die von einigen Hobbyprogrammierern in ihrer Freizeit ohne Bezahlung
    > gemacht werden und diese auch klar kommunizieren, dass es ein Hobbyprojekt
    > ist, kann man es doch wohl kaum mit einem großen von Firmen gestützten
    > Projekt vergleichen.

    Doch, genau das kann und MUSS man tun, wenn man entscheiden will oder muss, welche Software man einsetzen möchte.

    Bietet die OSS keinen vernünftigen Support oder eine vernünftige Roadmap, ist sie für den Unternehmenseinsatz gestorben. Punkt. Warum ist irrelevant.

  11. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: bstea 24.05.12 - 10:42

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > Unflexibel ist es für eine Firma, die von der Herstellerfirma einer
    > bestimmten Software abhängig ist.

    Ach und das ist bei OSS anders?
    Ohne Firma im Hintergrund, die finanziert und lenkt, Service gibt und eine Garantie, dass das Produkt auch Monate danach noch gewartet wird, gehts nunmal nicht.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  12. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Wahrheitssager 24.05.12 - 10:45

    > Ach und das ist bei OSS anders?
    Da hat man zumindest die Möglichkeit eine andere Firma zu beauftragen die jetzt nicht direkt zum Hersteller gehört.

    >Ohne Firma im Hintergrund, die finanziert und lenkt, Service gibt und eine Garantie, dass das Produkt auch Monate danach noch gewartet wird, gehts nunmal nicht.
    Da widerspreche ich dir nicht.

  13. Nö hat er nicht

    Autor: Casandro 24.05.12 - 10:49

    Sonst hätte er nicht das Auswärtige Amt als Beispiel gewählt. Da war die Rückumstellung nur aus ideologischen Gründen.

  14. Re: Nö hat er nicht

    Autor: bstea 24.05.12 - 11:01

    Und ich dachte, die Entscheidung zu Linux war ideologisch. Denn rational war sie nämlich nicht.
    Bei LiMux ist es nicht viel anders, kreative Auslegung der Kosten und des Nutzen.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  15. Re: Nö hat er nicht

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 24.05.12 - 11:12

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich dachte, die Entscheidung zu Linux war ideologisch.

    Entscheidungen sind fast immer ideologisch. 100%ige Rationalität haben höchstens Vulkanier und die gibt es nicht in Wirklichkeit.

    Durch freie Verfügbarkeit der Quelltexte und dem Recht beliebiger Erweiterbarkeit, ist FOSS ein Werkzeug der Demokratie und damit natürlich hochgradig ideologisch.
    Wer allerdings den so genannten freien Markt (der natürlich nicht so frei ist, sondern darauf ausgelegt, die Großen groß zu halten und die Kleinen klein) höher schätzt, will natürlich keine Werkzeuge den Status Quo ändern können – ebenfalls ideologisch.

  16. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: BruceMangee 24.05.12 - 11:18

    Mal einen anderen Ansatz. Mit Open Source Software wäre keine der großen Softwareschmieden da wo sie jetzt sind. Man stelle sich nur Apple IOS als OpenSource vor, oder Windows.
    Viele wollen es nicht war haben, aber Open Source ist als Konzept diametral dem betriebswirtschaftlichen Gedanken entgegengesetzt. Du willst als Firma nicht teilen, sondern besitzen, am besten allein! Der technologische Vorsprung gegenüber dem Markt ist dein Kapital.

    Damit sind m.E. reine OpenSource-Software immer mit einem ideologischer Ansatz verknüpft. Dieser verschwindet gerne wieder, wenn betriebswirtschaftliche Gedanken ins Spiel kommen. Und aus vormalige OpenSource Projekten wird ab einer bestimmten Schwelle ein ClosedSource-Projekt. In den 90ern war das gut bei Groupware Lösungen zu beobachten.

    OpenSource ist m.E. immer ein ideologischer Ansatz. In meinen Augen der menschlichere ...

  17. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Testdada 24.05.12 - 11:19

    [Ironie]Gottseidank hat Steve Ballmer Bob Muglia entlassen, derjenige, der für alle Katastrophen im Serverbereich zuständig ist. [/Ironie]

  18. Re: Nö hat er nicht

    Autor: cry88 24.05.12 - 11:24

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sonst hätte er nicht das Auswärtige Amt als Beispiel gewählt. Da war die
    > Rückumstellung nur aus ideologischen Gründen.

    Die Rückumstellung war aus rein praktischen Gründen. Die Mitarbeiter hatten Probleme mit der Umstellung und die Kommunikation mit anderen Behörden hat nicht sauber funktioniert. Der Mehraufwand war zu hoch und zu kostenintensiv, also sind sie wieder zurück zu MS.

  19. Re: Er hat's begriffen.

    Autor: Ampel 24.05.12 - 11:26

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Firma, die ihre Software rein nach ideologischen Kriterien auswählt,
    > halte ich in diesem Bereich ohnehin für... sagen wir mal unflexibel. Aber
    > in puncto Funktionalität muss sich OSS eben unabhängig von der Ideologie
    > auch mit proprietärer Software messen können, das ist allzu oft nicht der
    > Fall. Nur ist auf dieser Ebene hier leider kaum eine Diskussion möglich,
    > weil am Ende doch wieder die Ideologie die treibende Kraft bei der
    > Argumentation ist.

    Zumindest bei den Verfechtern der Ideologisch gewählten Software.

    Das Hauptargument das heutzutage Software was kosten muss ist mehrfach wiederlegt. Es liegt meistens nur an der Handhabe bzw. nutzen (Bedieung) der freien Software das jemanden beizubringen der mit kostenpflichtigen software Jahrelang gearbeitet hat. durch Schulungen in dem Bereich kann so auch der sturste Anwender dieses wissen erlangen. auch hier müssen selbst Firrmen bereit sein etwas für Ihre Mitarbeiter zu Investieren. Denn letztendlich die Mitarbeiter (im gesamten gesehen) entscheiden ob die Firma überlebt, weiter Existiert oder nicht. Nach außen hin wäre es auch eine gute Werbung wenn eine Firma behaupten kann frei von Kostenpflichtiger Software und Lösungen zu sein (Lizenzmodell siehe MS) und mit freien Standards arbeitet. Und wer in der Firma z.B: mit Linux arbeitet Profitiert auch im Heimbereich davon. Mischlösungen wie win auf der Arbeit und Linux zuhause bringen für den Laien nur Verwirrung ,für den Fortgeschrittenen ists auch von Vorteil zu sehen wohin wie wo und was sich entwickelt oder führt. Der Profi ,den stört es nicht . Dem ist es egal wo er mit was arbeitet. Für Ihn zählt das Ergebnis und in welcher Zeit er wie wo und was am schnellsten erreichen kann. .

  20. Re: Nö hat er nicht

    Autor: Ampel 24.05.12 - 11:28

    cry88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Rückumstellung war aus rein praktischen Gründen. Die Mitarbeiter hatten
    > Probleme mit der Umstellung und die Kommunikation mit anderen Behörden hat
    > nicht sauber funktioniert. Der Mehraufwand war zu hoch und zu
    > kostenintensiv, also sind sie wieder zurück zu MS.

    Nur an den Schlüsselpositionen nicht überall und nur solange bis die anderen Bereiche mitziehen zu OSS ,dann fallen auch diese Positionen weg. Und Dank Offener Standards gibts genug Konverter die sogar Fehlerfrei Dateiformate Konvertieren können .

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