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Fazit: Microsoft immer offener, Apple immer Closer
Autor: Blork 31.05.10 - 17:17
:-)
Komische Trendwende. -
Re: Fazit: Microsoft immer offener, Apple immer Closer
Autor: kroK 31.05.10 - 17:18
Vielleicht wird Apple ja mal wieder opener und Microsoft geschlossener.
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Merkmal von Revolutionen...
Autor: LX 31.05.10 - 17:19
...sie drehen sich immer weiter ;-)
Nicht, dass ich den Offenen-Standard- und OpenSource-Befürwortern bei MicroSoft nicht alles Glück der Welt wünsche (dann aber bitte auch wirklich offen, nicht quasioffen wie bei OpenXML).
Gruß, LX -
pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: Davingon 31.05.10 - 17:38
Das ist nur das was sie glauben lassen wollen...
Letztlich werden sie nie wirklich von ihrer Proprietärität abrücken.
Sie wollen das was OpenSource stark macht, nämlich die Gemeinschaft, abgreifen, mehr nicht. -
Re: pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: martin7 31.05.10 - 22:38
Davingon schrieb:
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> Das ist nur das was sie glauben lassen wollen...
Nein, das ist das was MS TUT, seit letztem Sommer sogar mit klarer Strategie.
> Letztlich werden sie nie wirklich von ihrer Proprietärität abrücken.
Warum denn nicht? Hälst Du MS für so dumm auf sterbende Pferde zu setzen?
Profite von morgen liegen in OpenSource nicht in properitärer Software, die zunehmend niemand mehr aktzeptiert.
> Sie wollen das was OpenSource stark macht, nämlich die Gemeinschaft,
> abgreifen, mehr nicht.
Immer noch besser als die Ideologen der FSF die z.B. dem OPenOffice-org-Projekt in Extremistem-Manier ans Bein pinkeln!
Gott sei dank hat das OOo-Projekt eine klare Antwort an die weltfremden FSF-Hardliner erteilt:
http://www.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=announce&msgNo=417 -
Re: pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: falda 31.05.10 - 22:51
> Profite von morgen liegen in OpenSource nicht in properitärer Software, die
> zunehmend niemand mehr aktzeptiert.
Zunehmend? Wo denn? Wen interessiert es denn tatsächlich ob die Software OpenSource ist?
Das einzige was die Hersteller reizt, ist dass sie kostenlos Entwickler für sich arbeiten lassen, die sich auch noch darüber freuen ihre Arbeitskraft ohne tatsächlichen Gegenwert zur Verfügung zu stellen. Der Rest sind Buzzwords.
Der (Endkunden-)Trend geht doch in Richtung Apple: Viel Properitärer als es Microsoft je war, denn jetzt wird sowohl Software als auch Hardware diktiert und mit DRM verdrosselt und alle jubeln laut. -
Re: pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: martin7 31.05.10 - 23:06
falda schrieb:
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> > Profite von morgen liegen in OpenSource nicht in properitärer Software,
> die
> > zunehmend niemand mehr aktzeptiert.
>
> Zunehmend? Wo denn? Wen interessiert es denn tatsächlich ob die Software
> OpenSource ist?
Öffentliche Verwaltungen, aber auch ganz normale Unternehmen.
> Das einzige was die Hersteller reizt, ist dass sie kostenlos Entwickler für
> sich arbeiten lassen, die sich auch noch darüber freuen ihre Arbeitskraft
> ohne tatsächlichen Gegenwert zur Verfügung zu stellen. Der Rest sind
> Buzzwords.
Nein, das entspricht einfach der Wahrheit, ich selbst (als Freiberufler) und viele mir bekannte Unternehmen in DE verdienen bereits seit Längerem gutes Geld mit OpenSource, sowohl mit Programmierung als auch Anpassung von Standard-OpenSource als auch Support und Schulungen.
Für z.B. StarBasic-Programmierung (OpenOffice.org) kann ich als Freiberufler in Praxis inzwischen deutlich höhere Stundensätze durchsetzen als für VBA, weil die Nachfrage ständig wächst das Angebot an _qualifizierten_ Experten jedoch nicht Schritt hält.
> Der (Endkunden-)Trend geht doch in Richtung Apple: Viel Properitärer als es
> Microsoft je war, denn jetzt wird sowohl Software als auch Hardware
> diktiert und mit DRM verdrosselt und alle jubeln laut.
ja, das ist so, das sind überwiegend Privatanwender -
Re: pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: falda 31.05.10 - 23:30
martin7 schrieb:
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> Öffentliche Verwaltungen, aber auch ganz normale Unternehmen.
Wobei es bei normalen Unternehmen eher um TCO geht und da fährt man mit OpenOffice (und auch Linux) je nach Bereich möglicherweise besser.
Bei öffentlichen Verwaltungen kann es natürlich ein öffentliches Interesse geben, weil bei Ausschreibungen potentiell mehr Geld im Land bleibt da es nicht an Microsoft geht. Aber auch hier ist OpenSource eher zweitrangig und nur für ein paar spezielle Nischenanwendungen wirklich relevant (um dort etwa ganz spezielle Anpassungen umzusetzen).
Letztlich gibt es aber wenig, was man nicht auch mit Close Source realisieren kann ohne wirklich teurer zu sein.
> Nein, das entspricht einfach der Wahrheit, ich selbst (als Freiberufler)
> und viele mir bekannte Unternehmen in DE verdienen bereits seit Längerem
> gutes Geld mit OpenSource, sowohl mit Programmierung als auch Anpassung von
> Standard-OpenSource als auch Support und Schulungen.
> Für z.B. StarBasic-Programmierung (OpenOffice.org) kann ich als
> Freiberufler in Praxis inzwischen deutlich höhere Stundensätze durchsetzen
> als für VBA, weil die Nachfrage ständig wächst das Angebot an
> _qualifizierten_ Experten jedoch nicht Schritt hält.
Auch das wird sich ändern. Bei mehr Nachfrage kommen eben auch mehr qualifizierte Experten und der Marktpreis fällt wieder (auch wenn ich dir das persönlich natürlich nicht wünsche).
Aber wie gesagt, OpenOffice ist eben nicht weil es OpenSource ist für Unternehmen interessant, sondern weil es kostenlos ist.
Welches Unternehmen lässt denn bitte Anpassungen an OO selbst vornehmen? Das lohnt selten und entsprechende Anpassungen lassen sich normalerweise auch mit StarBasic oder VBA umsetzen, zumal es WESENTLICH effizienter ist als einen Fork zu maintainen. -
Re: pff.. WinzigWeich immer offener...
Autor: martin7 31.05.10 - 23:57
> Auch das wird sich ändern. Bei mehr Nachfrage kommen eben auch mehr
> qualifizierte Experten und der Marktpreis fällt wieder (auch wenn ich dir
> das persönlich natürlich nicht wünsche).
Ja und, das nennt sich Wettbewerb, nur wird der nicht die Marktdurchdringung von Open-Source schwächen sondern sie im Gegenteil perspektiviusch stärken.
> Aber wie gesagt, OpenOffice ist eben nicht weil es OpenSource ist für
> Unternehmen interessant, sondern weil es kostenlos ist.
Das war die zentrale Motivation von vor vielleicht 3 Jahren, heutzutage sind nicht mehr nur KOsten das zentrale Thema sondern die Vorteile die OPenSource spezifisch bietet, z.B. die strategische Sicherung des Wertes langfristiger Investitionen in IT-Strukturen.
Bei OOo sieht das heutzutage sogar in garnicht wenigen Fällen so aus das Kunden höhere Kosten für eine Migration akzeptieren, wo sie technisch auch bei MS Office hätten bleiben können, weil sie sich mittelfristig Verbesserungen ihrer IT-Kosten und -Strukturen versprechen.
> Welches Unternehmen lässt denn bitte Anpassungen an OO selbst vornehmen?
z.B. ein großer deutscher Verlag
(so Du wohl kaum erwarten wirst das ich hier öffentlich Details von Dingen erzähle die mir beruflich/nicht-öffentlich bekannt sind)
> Das lohnt selten und entsprechende Anpassungen lassen sich normalerweise
> auch mit StarBasic oder VBA umsetzen,
ist doch pauschal überhaupt keine seriöse Aussage, manche Dinge in OOo lassen sich technisch nicht in Basic anpassen
> zumal es WESENTLICH effizienter ist
> als einen Fork zu maintainen.
Wer redet von Fork? Ich nicht. -
Bist du wirklich so naiv?
Autor: Lars154 01.06.10 - 07:22
Das hat nichts mit Offenheit zu tun... kalkuliertes Marketing. Ich kenne die Gespräche der Berater von Microsoft auf dem LT mit Firmenkunden. Da wird im hinteren Bereich in einer Tour über OSS abgeledert und nur für die eigenen proprietären Systeme geworben.
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Re: Bist du wirklich so naiv?
Autor: martin7 01.06.10 - 08:28
Lars154 schrieb:
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> Das hat nichts mit Offenheit zu tun... kalkuliertes Marketing.
Komisch, warum plappert dann MS nicht einfach nach was alle hören wollen (denn das wäre nicht nur bequem, sondern böte auch am wenigsten Angriffsfläche) sondern entwickelt eine eigene OpenSource-Strategie, die sich teils deutlich von 'klassischen' Betrachtungen unterscheidet?
Langfristig ist es ohnehin egal was MS gerne hätte, denn dort wo zunehmend OPenSource nachgefragt wird wird MS SElbige anbieten müssen oder geht unter.
MS ist weise genug nicht untergehen zu wollen und bewegt sich deshalb seit Jahren (ohne Zweifel durch den äußeren Druck) in Richtung OpenSource.
> Ich kenne die Gespräche der Berater von Microsoft
> auf dem LT mit Firmenkunden. Da wird im hinteren
> Bereich in einer Tour über OSS abgeledert
Alles letztlich wirkungslose Manöver, denn damit überredet man heute vielleicht noch ein paar Unwissende, aber zunehmend fragen Kunden kritischer nach und lassen sich nicht mehr verschaukeln.
> und
> nur für die eigenen proprietären Systeme geworben.
ja und? Warum auch nicht, solange diese Systeme noch da sind.
Von MS zu erwarten 'von jetzt auf gleich' nur noch OpenSource anzubieten wäre genauso weltfremd wie zu erwarten das im Jahre 2010 Stromkonzerne nur noch 'grünen' Strom produzieren - aber jeder kann erkennen wo die Reise hingeht. -
Re: Steve Job hat seine eigenen "Appletologen"
Autor: FauleÄpfel 01.06.10 - 10:38
Solche Typen lassen sich leicht kontrollieren und beeinflussen.
Bei MS und mit Bill Gates war dies nicht so einfach der Fall. Bei diesem wurde schon wegen wesentlich weniger Einschränkungen Theater gemacht, was der Unix-Welt ja auch zugunte kam.
Allerdings hat sich in den letzten 10 Jahren eine neue Generation gebildet, wie man schön auf NT-V und einem Bereich vom Verkaufsstart des iPad sehen konnte.
Ich frage mich nach diesem Bericht immer wieder: "Sind die so auf die Welt gekommen oder haben die denen statt Sauerstoff etwas anderes dem Brutkasten beigemischt."
:D -
Re: Positiv
Autor: FauleÄpfel 01.06.10 - 10:41
mit gewissen Misstrauen. Ich denke das geht nicht nur uns so :)
Aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Hinzukommt dass MS es nicht mehr so einfach hat und sich wohl auch aus diese Verbindung etwas verspricht. Mal schaun.. :) -
Re: Bist du wirklich so naiv?
Autor: NoGoodNicks 01.06.10 - 23:05
martin7 schrieb:
> > Ich kenne die Gespräche der Berater von Microsoft
> > auf dem LT mit Firmenkunden. Da wird im hinteren
> > Bereich in einer Tour über OSS abgeledert
>
> Alles letztlich wirkungslose Manöver, denn damit überredet man heute
> vielleicht noch ein paar Unwissende, aber zunehmend fragen Kunden
> kritischer nach und lassen sich nicht mehr verschaukeln.
Oh, du willst gar nicht wissen, wie schnell die BWLer-Hirne gewaschen werden, wenn man ihnen TCO vorrechnet wird und zwei Minuten später ein 30-50%-Rabatt auf die MS-Produkte winkt. Verbinde das mit bestens bekleideten Verkäufer und ordentlich gestylter Assistenz-Schnecke, da kann keiner widerstehen.
Alles schon erlebt... natürlich unter dem Strich fast jedes Mal eine totale Fehlentscheidung, aber das mittlere Management steht drauf. Es bringt laaange Beschäftigung mit jeder noch so sinnloser Systemumstellung, und mit etwas Glück wird man unentbehrlich. Die fast perfekte Arbeitsplatzgarantie. -
Re: Bist du wirklich so naiv?
Autor: martin7 02.06.10 - 10:42
> Oh, du willst gar nicht wissen, wie schnell die BWLer-Hirne gewaschen
> werden, wenn man ihnen TCO vorrechnet wird und zwei Minuten später ein
> 30-50%-Rabatt auf die MS-Produkte winkt.
Wozu auch, ich habe selbst BWL im Zweitstudium studiert und halte BWLer nicht für solche Lemminge wie zu denen Du sie hier machen willst.
Entweder die Kundennachfrage geht nach OpenSource (und das geht sie zunehmend) dann geht es nicht vorrangig um GEld oder es geht um die preiswertestete Lösung, dann ging es aber von Anfang an nicht voirrangig um OpenSoure.
> Alles schon erlebt...
Ja sicher gibts das, aber doch nicht generell und in völliger Verallgemeinerung wie Du sie hier betreibst.
> natürlich unter dem Strich fast jedes Mal eine totale
> Fehlentscheidung,
auch das ist wieder falsch verallgemeinert, denn wenn Dir jemand hohen Rabatt gibt _muß_ sein Produkt keineswegs zwingend schlecht sein, es kann auch andere Gründe geben
> Es bringt
> laaange Beschäftigung mit jeder noch so sinnloser Systemumstellung, und mit
> etwas Glück wird man unentbehrlich. Die fast perfekte Arbeitsplatzgarantie.
Sorry, zu solchen Dingen kann ich nichts sagen, ich habe meinen Wert und mein Wissen nie so gering eingeschätzt meine stelle mit solchen 'Manövern' sichern zu müssen, solange ich noch Angestellter war, und jetzt, da ich seit einigen Jahren Freiberufler bin, kann ich mir sowas nicht einmal leisten wweenn ich wollte.



