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als Dipl-Inf: war abzusehen, find ich gut

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  1. als Dipl-Inf: war abzusehen, find ich gut

    Autor: Dipl_Inf_Millionaire 09.03.18 - 18:29

    je weiter die Automatisierung (jetzt auch mittels KI) fortschreitet, desto mehr intelligenzfreie Arbeitnehmer und Berufsbilder werden obsolet ...

    BWL war schon immer das Sammelbecken der Prüfungsversager und Unwilligen an den Universitäten, es wundert daher nicht, dass deren Jobs, die schlichtweg kaum Grips voraussetzen, demnächst von Maschinen gemacht werden.

    Wir nähern und Kurt Vonnegut's Szenario aus "Player Piano": die Welt ist vollständig automatisiert, es herrscht eine Kaste aus gut verdienenden Ingenieuren/Informatikern/Physikern/Mathematikern über die restliche Masse der Menschen, die arbeitslos ein Grundeinkommen beziehen und froh sind mal für Arbeitseinsätze zum Risseflicken an Brücken abkommandiert zu werden.

  2. Re: als Dipl-Inf: war abzusehen, find ich gut

    Autor: _Sascha_ 09.03.18 - 18:46

    Als Nicht-Diplom optimierter Quellcodeverge.... äh... Programmierer kann ich nur sagen:

    Marketing wird mit der Zeit zum Selbstläufer, ist man erst im Markt etabliert und hat die Kanäle aufgebaut, kann man in der Tat bereits schon diese Kanäle mit weniger Mitarbeiter und mehr Automatismen pflegen lassen.

    Allerdings würde ich mir vor KIs noch keine so großen Sorgen machen. Firmen die jetzt bereits schon einsteigen, fallen in den meisten Fällen noch auf der Schnauze, da es sich nicht wirklich um künstliche Intelligenz handelt. Da fliegen dann paar Mitarbeiter, ein paar Nullen gehen vom Bankkonto flöten und der Arbeitgeber stellt dann doch wieder fest das Mitarbeiter in den bestimmten Aufgabenfeldern doch günstiger sind.

  3. Als Dipl. Kaufmann

    Autor: maerchen 09.03.18 - 21:50

    Kann ich sagen, dass im Onlinemarketing kaum studierte BWLer arbeiten, höchstens vielleicht mal mit einem Bachelor. Onlinemarketing ist häufig "Tools bedienen" oder Design (Bilder für Newsletter oder Werbebanner). Dafür muss man nicht studieren.

    Die BWLer findet man eher bei den Datenanalysten, in der Buchhaltung oder generell in den Etagen darüber und idR. sagen die den Dipl. Informatikern, was sie zu tun haben. Die Entwickler haben von den eigentlichen Geschäftsprozessen idR. überhaupt keine Ahnung und wüssten gar nicht, was sie wie entwickeln müssten, wenn es nicht im Ticketsystem stünde. :)

  4. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: Ceryni 09.03.18 - 22:09

    Kann maerchen nur zustimmen. Gleichzeitig bin ich auch genau wegen der beschriebenen Tätigkeit der Überzeugung, dass es einer der Bereiche ist der sich mit aktuellen Mitteln gut weitestgehend automatisieren lässt. Denn:
    Was Ansprechend ist kann man Computern beibringen. Der Lösungsraum kann über ein Cooperate Design ausreichend eingeschränkt werden. Am ende brauch man nur noch jemanden der darauf achtet, dass nichts vorbelastetes rauskommt und aus einer Handvoll Vorschläge den besten auswählt. Deutlich personalisierter bei weniger Kosten.

    Mich würde es auch nicht wundern wenn Werbung einen Irgendwann mit namen begrüßt und der Slogan personalisiert ist. Warum in der Cola Werbung nicht nur Flaschen mit meinem Namen zeigen manipuliert mich sicher besser als wenn dort Alex und Lena draufsteht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.03.18 22:11 durch Ceryni.

  5. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: FreierLukas 09.03.18 - 22:20

    Ihr redet euch eure Welt schön. Eine echte K.I. die genauso oder besser arbeitet wie das menschliche Hirn wird alle in allen Bereichen ersetzen. Das Hirn funktioniert ohne Magie also kann man es nachbauen. Nachbauen wird man es Dank weniger intelligenten Machinen können die viele Daten verarbeiten und Muster erkennen können. Genau an dem Punkt sind wir.

  6. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: Ceryni 09.03.18 - 22:36

    Von echter KI sind wir noch weit weg. Dazu müssten wir ersteinmal algorithmen haben, die strukturen nicht nur erkennen sondern erkannte strukturen auch zu verwerten wissen. Und neues Wissen entsprechend zu publizieren. Was aktuelle KI kann ist strukturen erkennen. Damit etwas anfangen kann sie nicht. Es gibt schließlich auch keine KI die einfach selber eine Spracherkennung erstellen kann. Auch neuronale netze sind speziell für eine Anwendung es gibt keine universellen neuronalen netze (aktuell). Hinzu kommt die aktuell zu geringe Rechenkapazität die für eine Simulation eines Hirns notwendig wäre.

  7. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: Seismoid 09.03.18 - 22:39

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr redet euch eure Welt schön. Eine echte K.I. die genauso oder besser
    > arbeitet wie das menschliche Hirn wird alle in allen Bereichen ersetzen.
    > Das Hirn funktioniert ohne Magie also kann man es nachbauen. Nachbauen wird
    > man es Dank weniger intelligenten Machinen können die viele Daten
    > verarbeiten und Muster erkennen können. Genau an dem Punkt sind wir.

    Das ist dann Nachbauen im funktionalen Sinn.
    "Nachbauen" im Sinne von "ein bestimmtes Gehirn kopieren": Nein (noch). Dazu fehlen aber eher die Messinstrumente für Gehirne.

  8. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: maerchen 10.03.18 - 01:11

    "Wird" - ja, wahrscheinlich. Aber noch nicht jetzt.

    Im Marketing braucht man aber auch keine K.I. Hier geht es wesentlich simpler zu. Gerade das Beispiel E-Mail-Marketing meint nichts anderes als ein automatisierten Newsletter, die auf Basis des bisherigen Kaufverhaltens individualisierte Newsletter zusammenstellen. Gibt es im Prinzip schon seit Jahren, als "Recommendation Engine", wird nur immer ausgefeilter. K.I. hilft nur, hier auch Präferenzen zu ermitteln, die der Kunde vielleicht selbst noch nicht weiß.

  9. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: cry88 10.03.18 - 08:38

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr redet euch eure Welt schön. Eine echte K.I. die genauso oder besser
    > arbeitet wie das menschliche Hirn wird alle in allen Bereichen ersetzen.
    Warum sollte sie? Die Simulation kostet drastisch mehr als sich einfach einen Menschen zu kaufen. Schau dir einmal an, wieviel es kostet eine simple Task umsetzen zu lassen. Gibt dafür einige Portale. Eine KI kann mit diesem Lohndumping nicht mithalten.

  10. Als Dipl. Inf.

    Autor: Dipl_Inf_Millionaire 10.03.18 - 15:15

    Betriebswirte kriegen höchstens eine simple Statistik hin (Mittelwert, Varianz, ein paar (Balken)Diagramme in Excel wenns hochkommt), ihnen fehlt die mathematische Ausbildung, insbesondere das KnowHow in Stochastik/Statistik, um sich überhaupt als Datenanalyst bezeichnen zu können. Von Markowketten, exploratorischer Faktorenanalyse oder jetzt immer wichtiger werdenden KI-Methoden haben sie keinen blassen Schimmer. Hierfür werden bevorzugt Mathematiker, Physiker, Informatiker eingestellt, weil die das gelernt haben bzw. verstehen können.

    In allen Projekten, in denen ich mitgearbeitet habe, erfolgte eine komplette Systemanalyse inkl. Begutachtung vorhandener "Geschäftsprozesse" mit dem Ergebnis, dass meist 90% davon weggeschmissen wurde. Die hausinternen "Businessanalysts" (man stelle sich vor 2 Autokonzerne und diverse Großbanken) verstanden die notwendigen Modellierungssprachen (BPMS bzw. BPEL) nicht in voller Gänze, hatten oft nur simpelste Prozessschritte aneinandergereiht, Arbeiten durden doppelt oder unnötigerweise gemacht oder nicht automatisiert. Das Ergebnis war oft, dass wir die Geschäftprozesse völlig neu konzipierten, soviel automatisierten wie möglich, der Rest wurde halbautomatisch (z.B.: meist aus juristischen Gründen dann eben per Genehmigungsworkflow) erledigt. Am Ende war alles oft um Größenordungen schneller. Aus Erfahrung muss ich sagen, unter den BWL'ern gibt es vereinzelt helle Köpfe, die Masse jedoch ist schlichtweg nicht in der Lage sich alleine die Schuhe zuzubinden.

    Betriebswirte sagen einem nicht, was man tun soll, Betriebswirte erklären einem, was sie gerne hätten. Als Informatiker macht man dann klar, dass 50% hiervon schlichtweg logisch keinen Sinn macht (weil sie nicht vernünftig nachgedacht haben), 30% gegen Naturgesetze verstößt, 10% nicht in polynomieller Zeit lösbar ist (TSP, optimale Rundreise zwischen 100000 Wegpunkten) ... aber man evtl aus den verbliebenen 10% etwas machen könnte.

    Viele Projekte scheitern deshalb, weil die (meist von BWL'ern) aufgestellten Ziele schlichtweg geistestgestörter Schwachsinn sind, solche Projekte lehnen wir grundsätzlich ab.
    Innerhalb der Branche macht man sich übe die Dummheit der nutzlosen Ökonomen auch regelmäßig lustig

    siehe hier: "The Expert" ... jeder war schonmal in dieser Situation und wird mir zustimmen, dass alle ausser dem "Expert" in diesem Meeting einfach nur Vollpfosten sind:

    ************ YOUTUBE VIDEO *******************

    https://www.youtube.com/watch?v=BKorP55Aqvg&vl=de

    ************ YOUTUBE VIDEO *******************

  11. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: LRU 10.03.18 - 16:34

    +1

    Was heutzutage immer als KI dargestellt wird, ist nichts anderes als Maschinelles Lernen. ML folgt nur einem bestimmten vorgegebenen Zweck, für den es mit Daten antrainiert wird. Es kann sich in der unüberwachten Variante zwar selber nach und nach antrainieren, wie es den vorgegeben Zweck auf der Grundlage von anfallenden Daten besser erreichen kann, aber es ist nicht möglich Schlüsse ziehen und neues Wissen zu generieren. Genauso wenig kann das System feststellen, ob es sich überhaupt ein valides Modell antrainiert hat. Wenn die Datenbasis fehlerhaft ist, kommt ML schnell an seine Grenzen.

  12. Re: Als Dipl. Kaufmann

    Autor: theonlyone 12.03.18 - 11:55

    LRU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Was heutzutage immer als KI dargestellt wird, ist nichts anderes als
    > Maschinelles Lernen. ML folgt nur einem bestimmten vorgegebenen Zweck, für
    > den es mit Daten antrainiert wird. Es kann sich in der unüberwachten
    > Variante zwar selber nach und nach antrainieren, wie es den vorgegeben
    > Zweck auf der Grundlage von anfallenden Daten besser erreichen kann, aber
    > es ist nicht möglich Schlüsse ziehen und neues Wissen zu generieren.
    > Genauso wenig kann das System feststellen, ob es sich überhaupt ein valides
    > Modell antrainiert hat. Wenn die Datenbasis fehlerhaft ist, kommt ML
    > schnell an seine Grenzen.

    Grundsätzlich kannst du die Thematik natürlich erweitern und ein Netz bauen das dafür da ist sich Daten z.B. aus einer Datenbank oder schlichtweg dem Internet (als riesen Datenbank) zusammen zu suchen.

    Und andere Netze nutzen die Ergebnisse dieses als Eingaben.

    Damit erreicht man durchaus ein etwas "denkendes" Netz , da die Eingaben sich eben durch das Auslesen aus den Datenbanken ständig ändern.
    Gerade wenn Daten von vielen Menschen zusammen geführt werden hat das durchaus etwas von einem "Hivemind" Effekt.


    Eine "true-AI" ist das natürlich bei weitem nicht, aber schon deutlich cleverer als ein einfaches Netz das nur ganz simple Eindimensionale Aktionen machen soll.

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