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Interessante Entwicklung
Autor: elefant 15.12.10 - 11:07
Gestützt wiedermal auf persönliche Ereignisse (Übergewichtige Familie, Diabetes-Freundin etc.), doch eine Motivation braucht's doch immer.
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Re: Interessante Entwicklung
Autor: sdgsdg 15.12.10 - 11:18
elefant schrieb:
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> Gestützt wiedermal auf persönliche Ereignisse (Übergewichtige Familie,
> Diabetes-Freundin etc.), doch eine Motivation braucht's doch immer.
Ich mußte eher gerade daran denken wieso man es Dicken noch einfacher machen sollte ihre Kilos durch die Welt zu schieben. Der letzte Rest Bewegung würde ja dann auch noch vereinfacht werden. ;)
Ja, mir ist bewußt das es Menschen gibt die krankheitsbedingt fett sind. Allerdings dürfte die große Mehrheit der Leute es sich definitiv angefressen haben. -
Re: Interessante Entwicklung
Autor: merle 15.12.10 - 11:42
Wall-E
Ist eine gute Dokumentation :) -
Re: Interessante Entwicklung
Autor: maha 15.12.10 - 16:30
Wer sagt denn, dass man es den fettleibigen Personen einfacher machen will? Eine bessere Gestaltung bzw. bessere Produkte im Bereich Gesundheit müssen nicht unbedingt eine körperlich weniger anstrengende Vereinfachung darstellen.
Davon abgesehen ist die Lebensmittelindustrie zu einem Großteil Schuld daran, dass wir so viele fettleibige Menschen haben. Ihre Lobbyarbeit ist nicht nur in Amerika stark etabliert und mit Aromastoffen und Geschmacksverstärkern sowie suchtfördernden Inhaltsstoffen werden die Produkte sicher nicht aus Versehen versetzt und sie sind mit Verlaub weder einfach zu erkennen noch gibt es ernstzunehmende Alternativen, für die man keinen Ernährungsberater oder eine Zusatzstoffliste dabei haben muss.
Zusammen mit der Werbeindustrie bilden sie einen ordentlichen Part des dreckigen Dutzend der Konsumentenmanipulierer. Dass nicht jeder, der die Produkte konsumiert auch fett wird, liegt daran, dass der Bewegungsgrad unterschiedlich sein kann und vor allem aber die Verdauungsmöglichkeiten unterschiedlich sind. Es ist weder neu noch ein Geheimnis, dass es eine Disposition der Darmflora für die Verwertung der Nahrung gibt. Sogenannte Fastburner haben eine im körperlichen Sinne schlechte Disposition, weil sie viel essen müssen (können) und nur wenig davon verwertet wird. Menschen die zu Fettleibigkeit tendieren haben eine entsprechend bessere Verwertung und nehmen mit der gleichen Menge Nahrung mehr Energie auf und setzen selbst bei gleicher Bewegungsbilanz (mehr) Fett an.
Die Lebensmittelampel wurde ja letztens wieder verworfen und ordentliche Ernährungserziehung findet der Wirtschaft zuliebe nicht statt - Wieso sonst findet sie nicht statt, wir haben gewiss genug Ernährungsexperten und Diätassistenten in der Bundesrepublik. (In meiner Grundschulzeit gab es mal eine Aktion gesundes Frühstück.. mit Kellog's Produkten und Müller Milch - dazu muss man nichts mehr sagen) Es gibt zusätzlich eine Ernährungserziehung im frühesten und weiteren Kindesalter, die man so gut wie nicht mehr loswird. Kein Wunder, dass die Industrie die Kinderprodukte häufig mit besonders viel Aromen und Zucker anreichert oder ein gesünderes Lebensmittel vorgaukelt, als tatsächlich gegeben ist (Capri Sonne, Milchschnitte, Kinder MaxiKing, Kinder Pingui, Bauer Biene Maja, Kinder Riegel, Unilever Milchzeit, .. siehe www.abgespeist.de).
Das Gesundheitssystem finanzieren wie belasten die Fettleibigen ebenso wie die Raucher und Trinker. Über die Mehrwertsteuer der Dickmacher wird ja bei übermäßigem Verzehr auch übermäßig Geld in die Staatskasse gespült. Wenn man Zigaretten essen könnte, wäre es wohl plötzlich kein Suchtmittel mehr? Uns wird zunehmend schon im Kindesalter die Konsumverweigerung aus Vernunftgründen aberzogen und später ist es die Schuld des Einzelnen, wenn er sich nicht zurückhalten kann oder in der heutigen Zeit ein Teil des lange verschwiegenen Problems der zunehmend depressiven Population ist, für die man wohl noch erforscht, warum in aller Welt das so ist.
Die Bigotterie wartet heute an jeder Ecke, man muss nur hinsehen und sich ohne Vorurteile die Zusammenhänge ansehen und dann fragen, ob das wirklich alles so einfach ist, dass die Dicken ja alle selbst schuld sind, wenn sie nicht eine berüchtigte Krankheit haben.*
Was Krankheit ist, verändert sich mit der Gesellschaft - es ist weitgehend die Einordnung in die Kategorie "nicht normal" und nun definiere jemand, was "normal" sein soll. -
Re: Interessante Entwicklung
Autor: ofenrohr 19.12.10 - 12:29
Applaus. Lange nicht mehr sowas gutes gelesen.



